Bang & Olufsen hat sein Angebot an Soundbars um das neue Modell Beosound Premiere erweitert. Das Gerät ist zwischen dem günstigeren Beosound Stage und dem Flaggschiff Beosound Theatre positioniert und soll einen Teil der Möglichkeiten des teureren Modells zu einem erschwinglicheren Preis bieten. Der Hersteller hat dabei nicht auf das charakteristische Design und die Verwendung hochwertiger Materialien verzichtet. Die Soundbar unterstützt Dolby Atmos, arbeitet mit LG-Fernsehern zusammen und ermöglicht die Erweiterung des Sets um zusätzliche Lautsprecher. Erste Tests zeigen jedoch, dass nicht alle Lösungen, die vom Beosound Theatre bekannt sind, in das neue Gerät übernommen wurden. Dennoch könnte der Beosound Premiere Nutzer interessieren, die ein elegantes Audiosystem der Premiumklasse suchen.
Beosound Premiere beeindruckt mit Verarbeitung und Dialogqualität
Der neue Soundbar wurde mit einer 4.1.2-Konfiguration ausgestattet, die aus zehn Treibern besteht, die von separaten Verstärkern angetrieben werden. Die Konstruktion umfasst nach vorne, seitlich und nach oben gerichtete Lautsprecher, sodass das Gerät Dolby Atmos unterstützt. Bang & Olufsen setzt traditionell auf ein Aluminiumgehäuse mit markantem Design, das sich deutlich von der Konkurrenz abhebt. Das Modell ist in mehreren Farbvarianten sowie mit austauschbaren Abdeckungen aus Holz oder Stoff erhältlich. Der Soundbar bietet außerdem ein beleuchtetes Touch-Bedienfeld sowie dezente Lichtanimationen bei der Lautstärkeregelung und beim Einschalten des Geräts. Tests zufolge ist die größte Stärke des Beosound Premiere die außergewöhnlich klare Wiedergabe von Dialogen und Gesang. Stimmen klingen natürlich und bleiben selbst bei anspruchsvolleren Filmszenen hervorragend hörbar. Das Gerät arbeitet auch mit LG-Fernsehern zusammen und ermöglicht die Steuerung des gesamten Systems mit der BeoRemote One-Fernbedienung. Unterstützt werden außerdem AirPlay, Google Cast, Spotify Connect sowie Google-Home-Funktionen. In puncto Verarbeitungsqualität bleibt der Beosound Premiere einer der exklusivsten Soundbars auf dem Markt.
Dolby Atmos und die Systemerweiterung haben ihre Grenzen
Obwohl der Beosound Premiere Dolby Atmos unterstützt, zeigen Tests, dass der räumliche Eindruck nicht mit den teuersten Modellen auf dem Markt mithalten kann. Das größte Problem ist das Fehlen eines dedizierten Subwoofers, wodurch die tiefsten Töne beim Filmsehen nicht dieselbe Tiefe und Durchschlagskraft bieten. Der Soundbar lässt sich nur mit Lautsprechern erweitern, die mit der Mozart-Plattform kompatibel sind, was bedeutet, dass viele ältere Bang & Olufsen-Modelle nicht unterstützt werden. In der Praxis schränkt das die Möglichkeiten für Nutzer ein, die bereits frühere Sets des Herstellers besitzen. Der Beosound Premiere unterstützt maximal vier zusätzliche Lautsprecher, während der deutlich teurere Beosound Theatre eine wesentlich größere Konfigurationsflexibilität bietet. Tests ergaben außerdem, dass bei höheren Lautstärken der Bass an Präzision verliert und das Gehäuse beim Erwärmen des Geräts leichte Geräusche von sich geben kann. Auf der anderen Seite ist die Einrichtung des neuen Modells einfacher als beim Flaggschiff Theatre und erfordert keine so aufwändige Kalibrierung. Der Beosound Premiere eignet sich am besten als eleganter, eigenständiger Soundbar, der eine hohe Sprachverständlichkeit und einen ausgewogenen Klang bietet. Wer ein vollwertiges Heimkino mit kräftigem Raumklang erwartet, könnte die Möglichkeiten des neuen Modells jedoch als unzureichend empfinden.
Der Bang & Olufsen Beosound Premiere ist ein luxuriöser Soundbar, der hochwertige Verarbeitung mit sehr guter Dialogwiedergabe und elegantem Design verbindet. Gleichzeitig machen die eingeschränkten Erweiterungsmöglichkeiten, das Fehlen eines dedizierten Subwoofers und der durchschnittliche Dolby Atmos-Effekt ihn nicht zur passenden Wahl für jeden. Das Gerät richtet sich vor allem an Menschen, die Design und den charakteristischen Klang von Bang & Olufsen mehr schätzen als maximale Heimkinoleistung.
Quelle: flatpanelshd
Redakcja Choose TV












