C8L / QM8L
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Panel type: LCD VA Refresh rate: 144Hz Brand: TCL Resolution: 3840x2160 System: Google TV Model year: 2026
This review is an English translation of the Polish original. Read the original on Wybierz.tv.
TCL C8L ist zweifellos eine der heißesten Neuerscheinungen auf dem Mini-LED-TV-Markt in diesem Jahr. Auf dem Papier hat dieses Modell absolut alles, um ein Verkaufsschlager zu werden: herausragende technische Daten, das bewährte Google TV-System und ein komplettes Paket an Funktionen für Spieler. Und das alles zu einem sehr attraktiven Preis. Es ist der direkte Nachfolger des letztjährigen Modells C8K, um den sich, sagen wir mal, viele Kontroversen entwickelt haben, vor allem in Bezug auf das Betriebsverhalten der Hintergrundbeleuchtung. Was die Ingenieure in der neuen Generation ändern konnten und ob der C8L die Fehler seines Vorgängers wiedergutmacht, haben wir überprüft!
8.3
Overall rating
TCL C8L ist zweifellos einer der spannendsten Mini-LED-Fernseher, die in diesem Jahr in unser Labor gelangt sind. Dieses Modell überzeugt vor allem durch das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis. TCL hat uns bereits daran gewöhnt, seine Bildschirme aggressiv zu bepreisen, aber im Fall der C8-Serie kann der Hersteller die Grenze noch weiter verschieben. Für einen Betrag, der bei der Marktkonkurrenz oft nur den Kauf von Mittelklassemodellen oder zwei solchen Modellen wie C8K ermöglicht, erhalten wir hier eine Ausstattung und Spezifikationen, die den Spitzenmodellen entsprechen. Der neue Bildprozessor, vier vollständige HDMI 2.1-Ports, die Unterstützung für extremes Refreshing und die enorme Spitzenhelligkeit dank einer riesigen Anzahl von Dimming-Zonen sind Argumente, an denen man nicht vorbeikommen kann.
Wenn man jedoch das Gesamtbild analysiert, muss man ehrlich den Charakter dieses Fernsehers zusammenfassen. C8L ist ein Gerät, das eher dafür geschaffen wurde, „effektvolle“ Bilder anzuzeigen, als rigoros treue Darstellungen zu bieten. Was meinen wir damit? Die Software und die Algorithmen, die die Mini-LED-Hintergrundbeleuchtungszonen steuern, wurden so abgestimmt, dass sie auf Spektakularität setzen – das Bild soll hell, kontrastreich und von intensiver Sättigung sein. Was bedeutet das? Der Fernseher hat die Tendenz, das Bild eigenständig zu interpretieren, anstatt sich an bestimmte Studiokriterien zu halten. Für die meisten Benutzer, die nach „größeren“ Emotionen in Filmen oder Spielen suchen, wird dieser Effekt wahrscheinlich eher ein Vorteil sein. Im Gegensatz dazu könnten Puristen und Fans eines perfekt natürlichen Bildes (wie wir 😉) dies als zu aggressive Handhabung und nicht im Einklang mit der Absicht des Regisseurs betrachten. Daher überlassen wir die endgültige Bewertung in dieser Hinsicht Euch.
Insgesamt ist TCL C8L trotz dieser Spezifikationen ein Fernseher, den wir mit reinem Gewissen empfehlen können und sogar müssen. Es ist in erster Linie ein Produkt der Premium-Klasse, das buchstäblich alles korrekt macht... bis zur Schmerzgrenze. Bestimmte Unvollkommenheiten würden wir einfach als Eigenschaften dieses Geräts und nicht als Mängel betrachten – hauptsächlich aufgrund der technologischen Einschränkungen, an die uns bereits alle Mini-LED-Fernseher von jedem Hersteller auf dem Markt gewöhnt haben. Letztendlich hat die Verfeinerung der Software der neuen Acht wirklich sehr viel gebracht, sodass wir ein reifes, sicheres und nahezu vollständiges Gerät erhalten.
Sehr gute Schwarzwerte – Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung
Hohe Spitzenhelligkeit – Ergebnisse nahe 5000 Nits
Hervorragende Tageslichtleistung – enorme Stärke der Beleuchtung durchbricht problemlos Reflexionen auf dem Display
Pentonic 800 Prozessor – spürbarer qualitativer Sprung beim Upscaling und der Funktionalität digitaler Features
Vier vollständige HDMI 2.1 Anschlüsse
Hervorragende Parameter für Gamer – extrem niedriger Input Lag (unter 10 ms), bis zu 288 Hz Bildwiederholrate mit VRR sowie Unterstützung für HGiG und Dolby Vision Gaming
Google TV – das System funktioniert schnell und ermöglicht die Installation vieler Apps
Guter Sound – Audio von der Premium-Marke Bang & Olufsen
Mangelnde Wiedergabetreue, der Fernseher neigt dazu, die Helligkeit anzuheben
Leichtes Nachziehen
Movies and series in UHD quality
7.7
Classic TV, YouTube
7.5
Sports broadcasts (TV and apps)
7.2
Gaming on console
8.9
TV as a computer monitor
8.6
Watching in bright light
10.0
Utility functions
8.3
Apps
9.6
Sound quality
8.1
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HDMI inputs: 0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 (48Gbps) Outputs: Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI) Network Interfaces: Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality: Premium
Stand type: Central
Bezel color: Silver
Stand: Height adjustment
Flat design: No
Accessories: Stand
Der TCL C8L ist im Grunde eine treue Kopie seines Vorgängers. Ist das ein Nachteil? Absolut nicht. Hier haben wir ein Gerät der Premiumklasse, das sofort seine hochwertige Verarbeitung verrät. Am meisten beeindruckt die Passgenauigkeit des Displays – es ist vollständig rahmenlos und, was entscheidend ist, ohne diese charakteristische innere schwarze Umrandung, die wir von den meisten LCD- oder sogar OLED-Panels kennen. Dadurch wirkt das Bild, als würde es fast über die Gehäusekanten hinausfließen. Die Rahmen selbst sind aus Metall oder mit einem Kunststofffinish versehen, das graphit-silbernes Aluminium perfekt imitiert. TCL ist auch vernünftig beim Thema Montage vorgegangen: Bei den gängigsten Größen (von 55 bis 85 Zoll) kommt ein zentraler Fuß zum Einsatz, während die massiven 98-Zoll-Modelle auf zwei weit auseinanderstehenden Standfüßen stehen. Erwähnenswert ist außerdem, dass die Rückseite über die gesamte Fläche flach ist, was ein sehr wandnahes Aufhängen dieses Modells ermöglicht. Der C8L präsentiert sich wirklich hervorragend.
Select size:
8/10
Local dimming function: Yes, number of zones: 2040 (34 x 60)
Result
156,600:1
Result
59,250:1
Result
17,400:1
Result
23,650:1
Result
9,250:1
Dem Modell C8L kann man eines nicht absprechen: die beeindruckende Spezifikation. In der von uns getesteten Variante mit 65 Zoll hat der Hersteller satte 2040 unabhängige Zonen für die lokale Dimmung untergebracht (diese Zahl steigt oder fällt natürlich mit der Bildschirmdiagonale). So eine dichte Anordnung von Lichtpunkten hat direkte Auswirkungen auf die Schwarzwerte. Der von uns gemessene Kontrast in Filmszenen erreichte beeindruckende, fünf- und sechsstellige Werte bis eins, was in der LCD-Welt ein außergewöhnliches Ergebnis ist. Ist der Algorithmus perfekt? Nicht ganz. Bei kleinen, hellen Elementen, die auf dunklem Hintergrund dargestellt werden, kann das geübte Auge weiterhin einen leichten Halo-Effekt sowie Momente wahrnehmen, in denen die Zonen zum Leben erwachen, was eine natürliche Eigenschaft der Mini-LED-Technologie ist. Interessanterweise war in unserer Testszenen mit dem Hubschrauber der Hintergrund deutlich heller als auf konkurrierenden Bildschirmen. TCL manipuliert leider auf spezifische Weise die Helligkeitskurve, indem es einige Pläne künstlich anhebt, auf die wir im Menü des Geräts keinen vollständigen Einfluss haben. Das ist ein offenkundiges Manko dieses Modells, mit dem man rechnen muss. Was man auch sagen mag, das Schwarz in diesem Modell wird für die meisten Zuschauer mehr als zufriedenstellend sein.
Halo effect and black detail visibility:
7.3/10
Supported formats: HDR10, HDR10+, Dolby Vision, Dolby Vision IQ, HLG
Luminance measurements in HDR:
Result
1637 nit
Result
701 nit
Result
1428 nit
Result
405 nit
Result
1728 nit
In Bezug auf HDR erweist sich der TCL C8L als höllisch heller Fernseher – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Bei einer synthetischen Tafel von 5% zeigte unser Messgerät einen Wert von über 4500 Nits an. Das ist ein nahezu kosmisches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die Referenzmonitore, auf die wir uns in unseren Materialien so oft beziehen, normalerweise in der Nähe von 4000 Nits arbeiten. Bedeutet das, dass der C8L Barrieren durchbricht und sich an die technologischen Spitze von Mini-LED schraubt? Nicht ganz. Trockene synthetische Tests sind das eine, und das reale Film-Image das andere. In echten, vielfältigen Szenen erreicht der C8L an der Spitze etwa 1600 Nits. Das ist immer noch ein sehr gutes Ergebnis, das ein sehr hohes Maß an HDR-Dynamik garantiert, jedoch auch deutlich niedriger als das, womit der Hersteller in der Spezifikation prahlt. Die Probleme beginnen bei sehr kleinen Lichtblitzen – dann kann die Helligkeit drastisch auf etwa 600 Nits fallen. Der Algorithmus versucht um jeden Preis, ein tiefes Schwarz zu halten und den Halo-Effekt zu minimieren, allerdings auf Kosten des HDR-Schlags. Dies ist der ideale Beweis dafür, dass laborbasierte Tests selten mit dem übereinstimmen, was wir letztlich auf dem Bildschirm sehen.
Große Anerkennung gebührt jedoch der Farbrek reproduction, und das alles dank der neuen Generation von Quantenpunkten SQD (Super Quantum Dot). Die Abdeckung des DCI-P3 Farbspektrums erreicht hier 97%, aber das wahre Staunen garantieren die Messungen des äußerst anspruchsvollen BT.2020 Farbraums. Der C8L erreicht darin beeindruckende 90%, was ihn auf eine Stufe mit den heutigen, hochklassigen Bildschirmen mit RGB-Hintergrundbeleuchtung stellt. Wichtig ist, dass im Gegensatz zu einigen Bildschirmen mit Micro/Mini RGB-Hintergrundbeleuchtung dieser Effekt unabhängig von der angezeigten Szene stabil bleibt. Natürlich muss man bedenken, dass Inhalte, die für ein so breites Farbspektrum in Filmen oder Serien gemastert werden, immer noch eine Seltenheit sind. Doch bereits die Tatsache, dass das Panel über einen solchen "Farbenvorrat" verfügt, verdient immense Bewunderung.
BT.2020 color gamut coverage and primary color luminance
| Data set | BT.2020 | P3 | R | G | B |
|---|---|---|---|---|---|
| Synthetic patterns | 90.0% | 96.7% | 49% | 57% | 56% |
| Film measurements | 90.0% | 96.9% | 81% | 78% | 38% |
BT.2020 and P3 – average color gamut coverage (percent of the target gamut).
R, G, B – average primary color luminance relative to target (percent).
Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)
Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)
Wie schlagen sich diese widersprüchlichen Messergebnisse in reale Filmvorführungen nieder? Das Bild auf dem TCL C8L fällt leider ziemlich unterschiedlich aus. Einerseits kann man ihm nicht absprechen, dass es mit Dynamik und Farbintensität beeindruckt. Alle Arten von Explosionen, bunte Feuerwerke oder Präsentationsmaterialien sehen einfach wunderschön aus und erzeugen den Effekt eines „Kieferabfalls“ – und hier leisten die hochgestellten technischen Parameter genialen Dienst. Ganz anders verhält sich jedoch die Frage der Wiedergabe der authentischen visionären Vorstellung des Regisseurs. Das neue Mini-LED von TCL wurde mit dem Ziel abgestimmt, ein „effektvolles“ Bild zu liefern, nicht jedoch ein „korrektes“. Das bestätigen unsere Messungen der EOTF-Kurve in Filmen (verantwortlich für die Helligkeitskontrolle), auf denen ersichtlich ist, dass der Fernseher offensichtlich über die Referenzskala hinaus schießt. Ein solcher Ansatz hat seine Konsequenzen: Obwohl die hellen Bildpartien ins Auge fallen, fehlen darin häufig subtile Details, und helle Einzelheiten sind einfach überbelichtet (Clipping). Dies ist eine bekannte und charakteristische Eigenheit der Marke TCL in der Art und Weise der Bildabstimmung in ihren Modellen. Uns, als Nutzern, bleibt nichts anderes übrig, als dies zu akzeptieren oder still die Hoffnung auf ein Software-Update zu hegen, das in Zukunft die Tendenzen des C8L etwas zügeln wird.
HDR luminance chart:
Obwohl der Fernseher ab Werk darauf ausgelegt ist, eine möglichst hohe Helligkeit zu erzeugen und deutliche Probleme hat, diese korrekt an das angezeigte Bildmaterial anzupassen (die Funktion der dynamischen Tonwertzuordnung lässt hier noch einiges zu wünschen), schafft Abhilfe die volle Unterstützung für Premium-HDR-Formate. TCL nimmt seit Jahren nicht an Formatkriegen teil und bietet im Modell C8L praktisch alles an: vom offenen Standard HDR10+ bis hin zum marktprägenden Dolby Vision, das auf nahezu jeder Streamingplattform zu finden ist. Und gerade das Vorhandensein dynamischer Metadaten rettet die Situation beim C8L. Dank ihnen erhält der Fernseher präzise Anweisungen Bild für Bild, was dem Bildschirm erlaubt, einen Teil der verlorenen Details zurückzugewinnen. Das Bild selbst wird kontrastreicher und deutlich plastischer. Das ist ein großer Pluspunkt, der die Mängel der werkseitigen Abstimmung in der Praxis wirkungsvoll kaschiert. Interessanterweise hat TCL für die diesjährigen Modelle, darunter das getestete C8L, Unterstützung für Dolby Vision 2 angekündigt. Derzeit fehlen im Konsumentenbereich allerdings Inhalte, mit denen sich diese Neuerung praktisch überprüfen ließe, sodass wir noch auf die Überprüfung dieser Versprechen warten müssen.
Static HDR10
Dynamic: Dolby Vision
5.3/10
Wir haben den TCL C8L im besten werkseitigen Modus getestet, den man im Menü dieses Fernsehers zur Bildtreue finden kann. Gemeint ist natürlich der Filmmaker Mode, der in die Software-Strukturen dieser Marke relativ kürzlich eingezogen ist (vor einem Jahr in der K‑Serie). Dank ihm kann der durchschnittliche Nutzer eine recht gute Farbwiedergabe direkt aus der Verpackung erzielen, auch wenn dieser Modus sicher nicht perfekt abgestimmt ist. Betrachtet man beispielsweise den werkseitigen Weißabgleich unseres Modells, sowohl bei SDR- als auch bei HDR‑Material, fehlte eindeutig die rote Komponente, weshalb das Bild spürbar kühler wirkte und leicht in bläulich-grüne Farbtöne abrutschte. Ambivalent ist auch das Helligkeitsmanagement, wie wir bereits erwähnt haben. Während bei SDR‑Inhalten die Linearität des Gamma‑Parameters wirklich korrekt ist und stabil den Referenzwert 2.4 hält, sieht es bei HDR deutlich schlechter aus. Die Analyse der EOTF‑Kurve zeigt deutlich, dass der Fernseher über den gesamten Bereich eine deutlich überhöhte Helligkeit aufweist, wodurch das endgültige Bild übermäßig hell wirkt und von der Intention der Filmemacher abweicht, und das in einem Modus, der per Definition genau das vermeiden sollte. Selbstverständlich haben wir auch dieses Exemplar in unserem Labor professionell kalibriert. Die Ergebnisse finden Sie unten.
7.5/10
Wie Sie sehen, sind die Ergebnisse der professionellen Kalibrierung des TCL C8L wirklich vielversprechend, was den umfangreichen Regulierungswerkzeugen zu verdanken ist, die der Hersteller uns im Menü zur Verfügung gestellt hat. Vor allem ist es uns gelungen, den Weißabgleich vollständig zu korrigieren – wir haben den Rotmangel eliminiert, wodurch das Bild endlich nicht mehr in unerwünschte kühle Töne abdriftet. Nach diesem Eingriff sanken die Fehler im ColorChecker-Test auf praktisch referenzielle Werte und lagen regelmäßig unter dem Delta E-Schwellwert von 2, was unter der Wahrnehmungsgrenze des menschlichen Auges liegt.
Da es auf den Testbildern so ideal aussieht, könnten Sie uns die Frage stellen: Woher kommt dann die niedrigere Endbewertung in dieser Kategorie? Die Antwort liegt im zuvor beschriebenen Lichtmanagement. Obwohl wir im Menü Schieber finden, die es ermöglichen, die EOTF-Kurve auf synthetischen Signalen präzise zu begradigen, zeigt sich gegenüber realem Filmmaterial (ich empfehle jetzt, den EOTF-Filter in Filmen einzuschalten), dass der Fernseher in den meisten Szenarien dennoch auf die HDR-Metadaten auf seine eigene Weise reagiert. Infolgedessen kann das Bild leicht überbelichtet und nicht mit den Intentionen der Schöpfer übereinstimmen – und gerade für diesen Mangel an Wiederholbarkeit in realen Filmen mussten wir dem Modell C8L einige Punkte abziehen.
9/10
Die Flüssigkeit der Tonwertübergänge im Modell C8L bewerten wir als nahezu vorbildlich. Ein gut abgestimmtes Panel und die Algorithmen sorgen dafür, dass der Fernseher hervorragend mit dem Phänomen der Posterisierung zurechtkommt, also mit dem unschönen, schichtartigen Absetzen einzelner Farbtöne voneinander. Feine, minimale Fehler und kleine Unzulänglichkeiten in der Tonwertabstufung fallen nur in extrem dunklen, anspruchsvollen Szenen auf. Im Gesamteindruck sind beim Betrachten von Material in guter Qualität und in nativer Auflösung die Farbübergänge äußerst geschmeidig und plastisch.
8/10
Smooth transition function
Image without overscan on the SD signal
In diesem Jahr haben die C8-Serie und die höherwertigen Modelle wohl das größte und am meisten erwartete Upgrade in der Geschichte der Marke TCL erhalten, und zwar in der digitalen Bildverarbeitung. Das Modell C8L ist das günstigste Modell im Angebot des Herstellers, das mit dem neuesten Flaggschiff-Chip MediaTek Pentonic 800 (im Menü als MT9655 bezeichnet) ausgestattet ist. Gerade dank seiner Rechenleistung funktioniert die Funktion mit dem Namen „Stufenweise Glättung“ endlich so, wie sie sollte. Der Algorithmus entfernt effektiv das unerwünschte Phänomen der Posterisierung (hässliche Tonwertübergänge / Stufenbildung der Farben) aus dem Bild und tut dies so intelligent, dass dabei die Schärfe anderer Details nicht leidet.
Der Prozessor selbst kommt auch beim Upscaling von Material mit niedrigerer Auflösung auf 4K sehr gut zurecht. Zwar ist die Beurteilung dieses Aspekts manchmal rein akademisch, weil die Unterschiede zwischen heutigen Fernsehern in dieser Klasse sehr subtil sind. Die wichtigste Information dabei ist, dass TCL sich gegenüber der Konkurrenz endlich nicht mehr verstecken muss.
7.7/10
Maximum refresh rate of the panel: 144Hz
Film motion smoothing option: Yes
Blur reduction option: Yes
BFI function 60Hz: Yes, 120Hz (double contours)
BFI function 120Hz: Yes, 240Hz (double contours)
Brightness drop with BFI: 32%
Der TCL C8L wurde mit einem schnellen Panel mit einer nativen Bildwiederholfrequenz von 144 Hz ausgestattet. Einen solchen Wert wissen vor allem anspruchsvolle PC-Spieler zu schätzen, während die meisten Nutzer, die hauptsächlich Konsolen oder TV-Übertragungen nutzen, stabile 120 Hz verwenden werden. Und gerade bei 120 Hz sind es die Bewegungsalgorithmen, die für die Bildverarbeitung (bei Filmen, Serien oder Sport) zuständig sind. Im Menü des Fernsehers findet sich die Option „Bewegungsschärfe“, mit der sich die Bewegungsinterpolation den persönlichen Vorlieben anpassen lässt. Die Algorithmen kommen sowohl mit Kinoformaten bei 24 oder 30 Bildern pro Sekunde als auch mit dynamischen Sportübertragungen bei 50 oder 60 Bildern pro Sekunde gut zurecht und sorgen für die nötige Flüssigkeit.
Blur (native resolution, maximum refresh rate):
Blur (BFI function enabled):
Blur (1080p@288Hz):
In puncto Bewegungsunschärfe schneidet der C8L ganz ordentlich ab, wobei er sicherlich nicht das schnellste Panel ist, das wir getestet haben. Hinter bewegten Objekten, einschließlich unseres Test-Ufos, ist eine leichte Nachleuchtspur zu erkennen, besonders vor dunkleren Hintergründen. Unterm Strich ist das Ergebnis aber völlig zufriedenstellend, wenn man bedenkt, dass der Fernseher ein LCD-VA-Panel verwendet, das von Natur aus nicht für die schnellste Pixelreaktionszeit bekannt ist.
9.8/10
Für Gamer – und insbesondere für Besitzer leistungsstarker PCs und mehrerer Konsolen gleichzeitig – ist der TCL C8L ein wahres Monster. Es ist das erste Modell in der Produktpalette dieses Herstellers, das mit vier vollständigen HDMI 2.1-Anschlüssen mit einer maximalen Bandbreite von 48 Gbps ausgestattet ist. Das ist direkt dem neuen Prozessor Pentonic 800 zu verdanken, über den wir zuvor berichtet haben. Darüber hinaus unterstützt der Fernseher nahezu jede Gaming-Funktion ohne Zögern. Wir haben hier den automatischen Spielmodus (ALLM), der die Latenz auf ein minimales Niveau reduziert, sowie eine vollständige Bildsynchronisation (VRR), die in einem beeindruckenden Bereich von bis zu 288 Hz arbeitet. Es ist auch die Rede von Standards wie G-Sync oder FreeSync von Nvidia oder AMD. In Bezug auf die Bilddarstellungsstandards gibt es ebenfalls keine Kompromisse: Der C8L bietet umfassende Unterstützung für HDR-Formate in Spielen, einschließlich des Gaming-Dolby Vision und des HGiG-Profils. All diese Funktionen können wir bequem über eine sehr übersichtliche Spielerleiste (Game Bar) verwalten, deren Aussehen wir nach unseren eigenen Vorlieben anpassen können. Unter rein gamingtechnischen Gesichtspunkten gibt es am C8L wirklich nichts auszusetzen – naja, vielleicht abgesehen von dem bereits erwähnten leichten Nachzieheffekt. Aber abgesehen davon? Es ist eine komplexfreie Maschine für Gamer.
10/10
In Labortests haben wir einen Input-Lag von unter 10 ms gemessen. Für Spieler bedeutet das eine praktisch nicht wahrnehmbare Verzögerung. Wichtig: Dieses Ergebnis lässt sich noch verbessern, wenn man am PC eine Bildwiederholrate von über 120 Hz erzwingt. Ein großes Plus vergeben wir für den Dolby Vision Game-Modus, die Verzögerung ist dort ebenso gering wie in den klassischen SDR- oder HDR10-Modi.
| SDR | HDR | Dolby Vision |
|---|---|---|
| 1080p60: 14 ms | 2160p60: 13 ms | 2160p60 DV: 13 ms |
| 1080p120: 8 ms | 2160p120: 8 ms | 2160p120 DV: 8 ms |
| 2160p60: 13 ms | ||
| 2160p120: 8 ms |
8.6/10
Chroma 444 (max. resolution and refresh rate): Yes
Font clarity: Good
Readability of dark text and shapes: Good
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate): 7ms
Matrix subpixel arrangement: RGB
Max refresh rate: 144Hz
G-Sync: Yes
Der TCL C8L eignet sich sehr gut als großformatiger Monitor. Das TV-Gerät unterstützt eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 288 Hz bei Full HD, was Fans von E‑Sport-Titeln und Besitzer weniger leistungsstarker Grafikkarten bei AAA‑Spielen zu schätzen wissen werden. Das Gerät arbeitet außerdem problemlos mit den Bildsynchronisationssystemen AMD FreeSync und Nvidia G-Sync zusammen. Wichtig bei der Arbeit mit Text: Der C8L zeigt die meisten Schriftarten korrekt und gut lesbar an. Bei sehr naher Betrachtung sind zwar minimale Fehler beim Rendering der Buchstabenkanten sowie eine leichte Körnung darum erkennbar, doch das Problem verschwindet weitgehend (bzw. wird zumindest weniger sichtbar), sobald man in einem normalen, empfohlenen Betrachtungsabstand zum Bildschirm sitzt.
4.5/10
Brightness drop at an angle of 45 degrees: 74%
TCL C8L verwendet ein VA-Panel, das von Natur aus nicht für weite Blickwinkel bekannt ist. In diesem Fall hat der Hersteller jedoch das firmeneigene Panel WHVA 2.0 von TCL CSOT eingesetzt. Daher sind die Blickwinkel deutlich besser als bei durchschnittlichen VA-Panels, was ohne Zweifel als Pluspunkt zu werten ist. Farben und Kontrast verschlechtern sich beim leichten Verlassen der Hauptachse nicht so drastisch wie bei den meisten LCD-Bildschirmen. Insgesamt liegt das Niveau dennoch unter dem von IPS-Panels und erst recht unter dem von OLED-Displays, aber für ein VA-LCD-Panel ist der Fortschritt insgesamt recht deutlich.
10/10
Panel finish: Glare
Reflection suppression: Decent
Black levels during daytime: Very Good
TCL C8L ist einer der hellsten Fernseher, die wir bisher getestet haben. Wie ihr im Helligkeitsdiagramm sehen könnt (oder vielleicht auch nicht), erreicht seine Spitzenhelligkeit astronomische 5.000 Nits (genau 4862)! Obwohl dieser Wert bei einem vollflächigen weißen Bild auf etwa 600 Nits sinkt, erlaubt die Gesamtleistung dieses Fernsehers bei Tageslicht die klare Feststellung, dass es sich um ein nahezu ideales Panel für sehr helle, sonnendurchflutete Wohnzimmer handelt. Zwar dämpft das hier verwendete glänzende Panel Reflexionen nicht so stark wie matte Bildschirme, doch die enorme Helligkeit des Panels vermag die meisten unerwünschten Reflexionen von Fenstern oder anderen künstlichen Lichtquellen wie Lampen zu überstrahlen.
Panel brightness
TCL C8L / QM8L : 1651 cd/m2
8.3/10
System: Google TV
System performance: Very good
Im Internet findet man noch ältere Meinungen zur Marke TCL, in denen Nutzer über langsame Reaktionen oder gelegentliche Aufhänger der Benutzeroberfläche von Google TV klagten. Beim Modell C8L ist jedoch ein deutlicher Schritt nach vorne zu erkennen. Dank des neuen Prozessors und einiger Verbesserungen sind Stabilität und Geschwindigkeit von Google TV auf sehr hohem Niveau. Problemlos lässt sich das Bedienverhalten dieses Systems mit geschlossenen Systemen wie Tizen oder webOS in konkurrierenden Flaggschiffmodellen vergleichen. An Bord befindet sich ein komplettes Funktionspaket, angeführt vom aktualisierten Sprachsystem Gemini.
In typischen fernsehbezogenen Belangen erfüllt der C8L einfach zuverlässig seine Rolle als Fernseher 😉. Hier finden sich klassische, standardmäßige Lösungen wie ein Bluetooth-Modul zum einfachen Koppeln drahtloser Kopfhörer oder weiterhin Teletext zur Nutzung der eingebauten Tuner. Es ist jedoch deutlich erkennbar, dass dieses Modell in erster Linie für moderne Streaming‑Plattformen konzipiert wurde. Das zeigt sich etwa an der minimalistischen, modernen Fernbedienung, die im Gegensatz zum günstigeren C7L vollständig auf eine traditionelle Zifferntastatur verzichtet.
9.6/10
9.4/10
| Maximum photo resolution: | Supported photo formats: |
|---|---|
Der integrierte USB-Mediaplayer meistert die täglichen Tests ohne Probleme. Es ist erfreulich, dass der Fernseher nativ und reibungslos auch weniger gängige Bildformate wie Apple-HEIC öffnet. Wir sind zwar auf einzelne Formate gestoßen, die die vorinstallierte App nicht verarbeiten konnte, doch bei Google TV stellt das kein Hindernis dar. Ein großer Pluspunkt dieses Systems ist die Möglichkeit, jeden beliebigen externen Player (z. B. VLC) direkt aus dem Google Play Store zu installieren, was oft das Kompatibilitätsproblem vollständig löst.
8.1/10
78dB
Maximum volume
Supported codecs (TV speakers)
Dolby Digital Plus 7.1
Dolby True HD 7.1
Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
Dolby Atmos in Dolby True HD
DTS:X in DTS-HD MA
DTS-HD Master Audio
Es könnte den Anschein haben, dass der TCL C8L klanglich genau so spielt wie der letztjährige C8K. Schließlich ist wieder ein Bang & Olufsen-Audiosystem in der 6.2.2-Konfiguration an Bord – mit derselben Leistung und denselben Systemfunktionen, also der Beosonic-Technologie. Das ist jedoch falsch. Die neue Generation klang in unseren Hörtests deutlich besser. Woran liegt das? Ehrlich gesagt wissen wir es nicht rein von der Hardware her, aber schwarz auf weiß sieht man es in den Diagrammen unserer Messungen. Vielleicht ist es TCL einfach gelungen, das Klangverhalten der Lautsprecher durch ein neues Software-Update und eine bessere Ansteuerung zu verbessern.
Aber wie wir immer sagen: das sind trotzdem noch TV-Lautsprecher. Wir sind der Meinung, dass jeder, der das volle Potenzial dieses Fernsehers wirklich genießen möchte, ohnehin gezwungen sein wird, eine gute Soundbar oder ein Heimkino anzuschaffen. Der C8L bietet vollen Support für Audio-Codecs wie Dolby Atmos sowie das eher nischige DTS. Erst der Anschluss eines externen Audiosystems ermöglicht euch, aus Filmen oder Spielen echten, räumlichen Klang herauszuholen und ergänzt das, was ihr auf diesem Fernseher seht.
Sound Quality Test:
78dBC (Max)
75dBC
Software version during testing: V8-0015T01-LF1V080.000644
Image processor: mt9655 2,5GB RAM
Panel uniformity and thermal imaging:
Backlight Type: Mini-LED Super QLED (SQD)
Founder and originator of the "ChooseTV" portal
Journalist, reviewer, and columnist for the "ChooseTV" portal
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