S90HAT / S90HAE / S92HAT
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Panel type: QD-OLED Refresh rate: 165Hz Brand: SAMSUNG Resolution: 3840x2160 System: Tizen Model year: 2026
Die S90-Serie von Samsung ist zweifellos eine der beliebtesten und wichtigsten OLED-Fernseherlinien auf dem Markt. Ihr Erfolg kam nicht von ungefähr, denn sie hat die QD-OLED-Technologie einem breiteren Publikum nähergebracht, indem sie diese zu einem deutlich erschwinglicheren Preis als die Spitzenmodelle anbot. Mit der Zeit wurde die Lage etwas komplizierter, weil wir unter derselben Bezeichnung auf zwei völlig unterschiedliche Panels gestoßen sind. In diesem Test nehmen wir das Modell S90H(AT) in der 77-Zoll-Ausführung unter die Lupe, denn genau diese Variante ist mit einem QD-OLED-Panel von Samsung Display ausgestattet. Neu in diesem Jahr ist eine matte Bildschirmoberfläche, die das Reflexionsproblem in Wohnzimmern mit viel Sonneneinfall deutlich verringern soll. Reicht das aus, damit sich der S90H als Marktbestseller behaupten kann? Finden wir es heraus!
Dieses Exemplar wurde uns von einem unserer Zuschauer und Leser für den Test zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!
8.6
Overall rating
Samsung, was habt ihr da eigentlich gemacht? Der S90H ist ein Fernseher, der uns praktisch von den ersten Minuten an überzeugt hat. Wenn ihr eine kurze Antwort darauf wollt, ob er sein Geld wert ist, sagen wir es ganz direkt: Ja, absolut. Die Kombination aus perfektem, organischem Schwarz, sehr hoher Helligkeit und den lebendigen Farben des QD-OLED-Panels sorgt bereits beim ersten Einschalten für einen echten Wow-Effekt. Die Entscheidung für eine matte Bildschirmoberfläche erweist sich als Volltreffer. Schluss mit dem ständigen Kampf gegen die Jalousien oder dem eigenen Spiegelbild an einem sonnigen Tag.
Natürlich werden Puristen wie wir bemerken, dass Schwarz in einem stark sonnendurchfluteten Raum leicht in gräulich-bordeauxfarbene Töne abdriften kann. Der Zugewinn an Alltagstauglichkeit bei Tageslicht ist hier aber unbezahlbar. Vor allem liefert das Bild am Abend und in der Nacht weiterhin alles, wofür wir OLEDs lieben: perfektes Schwarz, hervorragenden Kontrast und eine beeindruckende Bildtiefe. Dazu kommen ein schnelles, ausgereiftes Tizen-System und ein nahezu vollständiges Gaming-Paket, angeführt von Game Motion Plus. Das Ergebnis ist ein außergewöhnlich kompletter Fernseher, bei dem kleinere softwareseitige Eigenheiten den insgesamt sehr positiven Eindruck nicht trüben.
Hat der S90H also ernsthafte Schwächen? Was den Fernseher selbst betrifft, fällt es schwer, etwas zu nennen, das seinen Reiz wirklich schmälern würde. Der größte Vorbehalt betrifft eher Samsungs Modellpolitik. Bis heute fällt es uns schwer zu verstehen, warum dieses großartige QD-OLED-Panel nur in dem von uns getesteten 77-Zoll-Modell mit dem Namenssuffix HAT erhältlich ist. Vielleicht ändert sich das in Zukunft noch, aber aktuell sieht die Lage genau so aus. Wenn ihr also genau diese Variante ins Auge fasst, gibt es eigentlich keinen Grund zu zögern. Der Samsung S90H in der 77-Zoll-QD-OLED-Version ist einer der spannendsten Fernseher des Jahres. Sobald der Early-Adopter-Aufschlag fällt und stärkere Angebote auftauchen, könnte er zu einem der preislich attraktivsten OLEDs auf dem Markt werden – und sehr wahrscheinlich zu einem der größten Bestseller des Jahres 2026.
Perfektes Schwarz und unendlicher Kontrast
Sehr hohe HDR-Helligkeit (bis zu 1700 Nits)
Hervorragende Farbraumabdeckung (QD-OLED)
Vorbildliche Bildwiedergabe nach professioneller Kalibrierung
Hervorragende Bewegungsdarstellung (kein Ghosting)
Hervorragend für Gamer (4× HDMI 2.1, VRR, ALLM, geringe Eingabeverzögerung)
Hohe Bildwiederholfrequenz (bis zu 165 Hz)
Perfekte Blickwinkel
Effektive Antireflexbeschichtung (matt)
Schnell arbeitendes Tizen-System
Überraschend guter Klang
Bei hellem Licht kann Schwarz in einen kirschroten Ton übergehen (Eigenschaft eines QD-OLED-Panels)
Die matte Beschichtung beeinflusst bei starkem Licht die Wahrnehmung der Farbsättigung
Keine TV-Funktionen wie z. B. USB-Aufnahme oder Bild-in-Bild
Keine Unterstützung für DTS:X (Problem für Blu-ray-Fans)
Warum gibt es ein solches Panel nicht in allen Größen?!
Movies and series in UHD quality
9.0
Classic TV, YouTube
9.3
Sports broadcasts (TV and apps)
9.0
Gaming on console
9.7
TV as a computer monitor
8.6
Watching in bright light
6.4
Utility functions
7.3
Apps
9.3
Sound quality
8.4
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HDMI inputs: 0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 (48Gbps) Outputs: Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI) Network Interfaces: Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps, Ethernet (LAN) 1Gbit
Build quality: Premium
Stand type: Central
Bezel color: Graphite
Stand: Fixed
Flat design: No
Accessories: Stand
Wenn Sie auf eine Revolution im Design des S90H hoffen, sind Sie hier falsch. Samsung liefert in dieser Serie nun schon im vierten Jahr in Folge fast genau dasselbe Design. Aber stört das jemanden? Keineswegs. Es ist nach wie vor ein schlanker und ansprechend aussehender Fernseher, der einen Premium-Eindruck macht. Typisch für diese Serie sind die Rahmen um das Panel minimalistisch und aus Metall, und das Panel ist mit dem unteren Gehäuse verbunden, das die Elektronik aufnimmt. Typisches Merkmal dieses speziellen Modells ist die untere Kante des Panels, an der man das QD-OLED-Panel erkennen kann. Betrachtet man sie aus der Nähe, erkennt man einen angeklebten Folienstreifen, der direkt aus der Konstruktion des Panels resultiert. Bei anderen Größen dieses Modells, die mit WOLED-Panels ausgestattet sind, tritt dieses Detail nicht auf.
Zurück zur Bauweise des Fernsehers. So eine OLED-Bauweise hat ihren Reiz, denn das Profil des Bildschirms oben und an den Seiten ist extrem dünn, hat aber auch eine Schwäche. Wegen der hervorstehenden Rückseite mit den Bauteilen ist es nicht möglich, den Fernseher ganz flach an der Wand zu hängen. Und was, wenn das Wohnzimmer verlangt, ihn auf einem TV-Unterschrank aufzustellen? Samsung legt traditionell einen zentralen Standfuß bei. Leider ist das wohl der schwächste Punkt in Bezug auf das Aussehen. Die Konstruktion besteht aus zwei Füßen und einer Kunststoffblende, die ziemlich unspektakulär wirkt. Das ist natürlich kein gravierender Mangel, aber wir haben den Eindruck, dass der Kunststofffuß einfach nicht zum Rest der Hardware passt. Ansonsten? Ein großartig aussehender Fernseher.
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Visibility of details in the lights:
Da der Samsung S90H ein OLED-Panel verwendet, verdient er in puncto Kontrast und Schwarz die Höchstnote. Wichtig ist, dass das sowohl für die WOLED-Version als auch für die von uns getestete QD-OLED-Variante gilt. Jeder Pixel strahlt unabhängig und kann vollständig abgeschaltet werden, wodurch der Fernseher perfektes Schwarz und praktisch unendlichen Kontrast bietet. Das führt zu einer hervorragenden Bildtiefe und einer sehr deutlichen Trennung heller Elemente vom dunklen Hintergrund, ohne den Halo-Effekt (Blooming), der selbst bei den besten LCD-Fernsehern noch auftritt. Besonders beeindruckend wirkt das bei Filmvorführungen in einem abgedunkelten Raum, wo dunkle Szenen äußerst realistisch erscheinen und das Bild an Dreidimensionalität und Detailreichtum gewinnt.
Halo effect and black detail visibility:
7.8/10
Supported formats: HDR10, HDR10+, HLG
Luminance measurements in HDR:
Result
1464 nit
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1470 nit
Result
1269 nit
Result
1505 nit
Result
902 nit
Der Samsung S90H ist für die Mittelklasse unter den OLED-Fernsehern wirklich sehr hell. In synthetischen Messungen erreichte seine Spitzhelligkeit rund 1650 nit. Das ist ein hervorragendes Ergebnis in dieser Klasse und etwa 50 % mehr als das, was wir von bisherigen Modellen dieser Preiskategorie kannten. Vor allem haben diese Tests eine direkte Übertragung auf echtes Videomaterial. In vier von fünf von uns getesteten Filmaufnahmen lag die Helligkeit des S90H im Bereich von etwa 1300–1500 nit. Diese Leistungsreserven ermöglichen die Wiedergabe der meisten HDR-Filme mit sehr großer Dynamik und ohne erkennbare Kompromisse, besonders bei Material, das für 100 bis 1500 nit gemastert wurde. In der Praxis haben Lichteffekte, Spiegelungen oder Explosionen die nötige Wucht, und das Bild wirkt nicht gedämpft. Bei vollflächigen, sehr hellen Aufnahmen ist das Ergebnis erwartungsgemäß niedriger und fällt auf rund 900 nit. Das ist eine direkte Folge der Schutzmechanismen, die das OLED-Panel vor Überlastung bewahren. Selbst in diesem Szenario gibt es jedoch keinen Grund zur Beanstandung. Diese 900 nit über die gesamte Bildschirmfläche sind immer noch ein sehr hoher Wert und garantieren eine hervorragende Dynamik bei HDR-Inhalten.
Ein großer Vorteil von QD-OLED-Fernsehern waren schon immer die Farben, und der S90H bildet da keine Ausnahme. Der von uns gemessene DCI-P3-Farbraum erreichte genau 100 % (genau 99,9 %), während die Abdeckung des deutlich größeren BT.2020-Spektrums auf rund 89 % kam. Das ist ein tolles Ergebnis, das in HDR-Inhalten für sehr gesättigte und lebendige Farben sorgt. Hervorzuheben ist, dass die Überlegenheit von QD-OLED gegenüber WOLED-Panels nicht nur in der reinen Abdeckung der Farbräume liegt. Praktisch zeigt sie sich vor allem in der höheren Helligkeit gesättigter Farben, also in einem größeren Farbvolumen. Dadurch wirken intensive Rottöne, Grüntöne und Blauwerte in HDR saftiger und eindrucksvoller.
BT.2020 color gamut coverage and primary color luminance
| Data set | BT.2020 [%] | P3 [%] | R [%] | G [%] | B [%] |
|---|---|---|---|---|---|
| Synthetic patterns | 88.8 | 99.9 | 69.8 | 78.2 | 84.8 |
| Film measurements | 88.9 | 99.9 | 70.2 | 78.0 | 84.1 |
Arithmetic means of BT.2020 and P3 gamut coverage and the luminance of the primary colors (red, green, blue) as a % of target.
Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)
Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)
Also, wie sehen Filme auf dem S90H letztlich aus? Man kann ohne Weiteres sagen, dass sie hervorragend sind. Perfekte Farben in Kombination mit hoher Helligkeit sorgen dafür, dass alle Arten von Explosionen oder Lichtreflexen genau so aussehen, wie sie sollen. Das Bild hat eine tolle Dynamik und wirkt wirklich realistisch. Das Anschauen von Filmen und Serien auf diesem Fernseher ist einfach fesselnd. Unabhängig davon, ob wir Inhalte im Format HDR1000 oder HDR4000 angesehen haben, sah alles so aus, wie es sein sollte. Wenn es einen Makel gibt, an dem man etwas auszusetzen hätte, dann ist es, dass einige der dunkelsten Details in den Schatten leicht verloren gehen können. Das ist jedoch ein Detail, das für die überwiegende Mehrheit der Nutzer beim normalen Anschauen völlig unbemerkt bleiben wird.
HDR luminance chart:
Obwohl der S90H mit hoher Helligkeit aufwarten kann und das werkseitige Tone-Mapping wirklich gelungen ist, kann er bei HDR10 im Standardformat gelegentlich feine Details in den hellsten Bildbereichen verlieren. Das liegt jedoch weniger am Fernseher selbst als an den technologischen Beschränkungen von HDR10, das auf statischen Metadaten beruht, sodass die Algorithmen über die Länge eines Films Kompromisse eingehen müssen. Ganz anders sieht es aus, wenn wir HDR10+-Material abspielen. Hier erhält das Panel für jede Szene präzise Anweisungen, sodass die Elektronik nicht „raten“ und das Bild zwanghaft anpassen muss. In schwierig stark ausgeleuchteten Einstellungen bekommen wir plötzlich Details zurück, die zuvor verloren gingen. Wichtig ist auch: Den Mythos, es gäbe kaum HDR10+-Inhalte, kann man getrost vergessen. HDR10+ ist längst keine Kuriosität von vor einigen Jahren mehr. Dieses Format findet sich heute auf vielen beliebten Streaming-Plattformen und in einer wachsenden Zahl von Filmen und Serien, sodass es in der Praxis nicht mehr nur eine Funktion auf dem Papier ist. Und zuletzt das immerwährende Thema: das Fehlen von Dolby Vision. Rund um Samsungs Entscheidung entbrennen jedes Jahr hitzige Diskussionen, aber bei den hohen Leistungen des S90H macht es keinen Sinn, daraus einen großen Nachteil zu machen. Normales HDR10 sieht hier hervorragend aus, und im Vergleich zwischen HDR10+ und Dolby Vision sind die Unterschiede bei den meisten typischen Inhalten so gering, dass ein durchschnittlicher Zuschauer sie wohl kaum bemerkt. Deshalb ist das Fehlen von Dolby Vision bei so gutem HDR10 und mit HDR10+ für uns kein Ausschlusskriterium.
Static HDR10
Dynamic: HDR10+
8.3/10
Der nächste Schritt des Tests war die Überprüfung, wie sich das S90H ohne jegliche Kalibrierung in der Farbwiedergabe schlägt. Wie immer führten wir die Messungen im Filmmaker Mode durch, also in der besten werkseitigen Bildeinstellung. Und hier hat Samsung wirklich Lob verdient. Die werkseitige Abstimmung ist auf sehr hohem Niveau, dabei war das noch vor einigen Jahren nicht seine Stärke. Der Weißabgleich war korrekt eingestellt, ebenso die Helligkeitscharakteristik. Der durchschnittliche Farbabweichungsfehler (Delta E) lag bei etwa 3, also unterhalb des Werts, ab dem die meisten Menschen Abweichungen wahrnehmen können. Erst in den hellsten Grautönen näherten sich die Werte leicht 4 an, doch ist das kaum als echtes Problem beim Anschauen zu werten. Für werksseitige Einstellungen direkt aus der Verpackung ist das Ergebnis schlicht ausgezeichnet.
9.4/10
Okay, aber ihr wisst doch, dass wir nicht wir wären, wenn wir nicht noch geprüft hätten, wie viel sich aus dem S90H durch eine professionelle Kalibrierung herausholen lässt. Und hier gab es keine große Überraschung. Da die Werkseinstellungen bereits sehr gut waren, konnten die Reserven nicht riesig sein. Trotzdem gelang es, das Bild nahezu zur Perfektion zu bringen. Nach der Kalibrierung fielen die durchschnittlichen Farbabweichungen unter die Wahrnehmungsschwelle und erreichten Delta-E-Werte unter 2, sowohl bei SDR- als auch bei HDR‑Material. Wir verbesserten auch die Helligkeitscharakteristik, sodass das Bild die Intentionen der Filmemacher noch treuer wiedergibt und die richtige Tonalität über den gesamten Helligkeitsbereich bewahrt. Nach professioneller Kalibrierung wird das S90H damit zu einem Display, das der Referenz sehr nahekommt.
Wird der Unterschied für jeden spektakulär sein? Nicht unbedingt. Die Werkseinstellungen liefern bereits ein sehr hohes Niveau, weshalb beim normalen Sehen manche den großen Sprung vielleicht nicht bemerken. Vieles hängt auch vom konkreten Exemplar ab. Unser Gerät war schon direkt nach dem Auspacken sehr gut abgestimmt, das heißt aber nicht, dass jedes S90H dasselbe Niveau erreicht. Selbst identische Modelle können sich in der werkseitigen Kalibrierung unterscheiden. Genau deshalb macht eine professionelle Kalibrierung Sinn: sie erlaubt, ein konkretes Exemplar auf die größtmögliche Genauigkeit zu bringen, statt beim Kauf auf ein Quäntchen Glück zu hoffen.
9/10
Die Sanftheit der Tonübergänge ist hier wirklich auf hohem Niveau. Bei den meisten Inhalten ist ein deutliches Banding schwer zu erkennen, und falls es doch auftritt, dann nur in den anspruchsvollsten Szenen. Das ist übrigens eines der Merkmale, die wir häufig bei gut abgestimmten QD-OLED-Panels beobachten. In der Praxis können sie bei der Tonwertabstufung vorteilhafter abschneiden als viele klassische WOLEDs, wobei natürlich viel von der Elektronik und dem konkreten Modell abhängt. Wenn euch also möglichst glatte Verläufe wichtig sind, hat die getestete Variante mit QD-OLED-Panel hier einen deutlichen Vorteil.
7.5/10
Smooth transition function
Image without overscan on the SD signal
In this regard Samsung has practically changed nothing compared with last year’s model, which is actually pretty good news. The function responsible for smoothing tonal transitions still very effectively reduces posterization. You should remember, however, that it works quite aggressively, because besides removing artifacts it can also eliminate film grain and slightly soften fine image details. As always, it’s a matter of compromise and personal preference. If you want the most faithful reproduction of the source, we recommend leaving this function turned off.
There’s also no revolution when it comes to upscaling. The S90H uses the same proprietary NQ4 Gen3 image processor as its predecessor, so scaling quality has remained virtually unchanged. The TV handles lower-resolution content well, effectively improving sharpness. The overscan issue still hasn’t been solved, though. With some older material, especially archival footage, parts of the image at the edges may be cropped. It’s a minor flaw, but it’s a shame Samsung left this problem unchanged for another year running.
8.5/10
Maximum refresh rate of the panel: 165Hz
Film motion smoothing option: Yes
Blur reduction option: Yes
BFI function 60Hz: Yes, 60Hz (image flickers)
BFI function 120Hz: No
Brightness drop with BFI: 50%
In Sachen Bewegungsdarstellung erreicht der S90H ein sehr hohes Niveau. Neu ist hier ein Panel mit einer Bildwiederholrate von bis zu 165 Hz, von dem in der Praxis vor allem PC-Spieler profitieren. Filme, Serien oder Sportübertragungen nutzen eine derart hohe Bildwiederholrate nicht, deshalb ist beim Anschauen kaum ein Unterschied gegenüber den klassischen 120 Hz zu bemerken. Das ändert jedoch nichts daran, dass dank der enorm kurzen Reaktionszeit des OLED-Panels Bewegungen sehr sauber wirken und das Bild nicht unter dem für viele LCDs typischen Nachzieheffekt leidet.
Samsung hat den Fernseher mit umfangreichen Einstellungen zur Bewegungsdarstellung ausgestattet. Zur Verfügung stehen zwei Schieberegler: Ruckelreduktion und Reduktion der Bewegungsunschärfe, mit denen sich der Bildcharakter leicht an die eigenen Vorlieben anpassen lässt. Ohne Probleme lässt sich beim Sport ein sehr flüssiges Bild erzielen, ebenso kann man aber auch einen filmischeren Look mit den typischen 24 Bilder/s beibehalten. Alles hängt davon ab, welchen Effekt man bevorzugt.
Blur (native resolution, maximum refresh rate):
Blur (BFI function enabled):
Image flickers in this mode
Blur (4K@165HZ):
Wenn es um Bewegungsunschärfe geht, zeigt OLED hier erneut seine Überlegenheit. Die blitzschnelle Reaktionszeit des Panels sorgt dafür, dass selbst sehr dynamische Szenen scharf bleiben, und die bei vielen LCD-Fernsehern typische Bewegungsunschärfe tritt praktisch nicht auf.
9.5/10
Der Samsung S90H wirkt von Anfang an wie ein Fernseher, der für Spieler konzipiert wurde, und das überrascht kaum. Der Hersteller hat ihn mit praktisch allem ausgestattet, was man von einem modernen Gaming‑Display erwarten kann. Zur Verfügung stehen gleich vier HDMI‑2.1‑Anschlüsse mit voller Bandbreite, Unterstützung für ALLM, VRR und eine sehr hohe Bildwiederholrate. Natürlich fehlt auch keine übersichtliche Game Bar, mit der man blitzschnell die wichtigsten Bildparameter prüfen oder Einstellungen ändern kann, ohne das Spiel zu verlassen. Sehr gute Nachrichten gibt es zudem bezüglich der verbesserten HGiG‑Funktion. Im letzten Jahr sorgte sie noch für einige Probleme, im S90H funktioniert sie jedoch genau so, wie sie sollte.
Der wahre Trumpf von Samsung bleibt jedoch der hauseigene Modus Game Motion Plus. Die Funktion ähnelt der für Filme bekannten Bewegungsinterpolation: Sie verbessert die Flüssigkeit der Animationen in Spielen und hält gleichzeitig die Latenz auf einem sehr vernünftigen Niveau. Bei Titeln, die mit 30 oder 60 Bildern/s laufen, überschritt der Input‑Lag bei entsprechender Einstellung bei uns nicht 40 ms. Das ist ein sehr guter Wert, zumal bei vielen Herstellern die Aktivierung ähnlicher Funktionen zu einer vielfach höheren Verzögerung führt. Game Motion Plus ersetzt natürlich nicht Dolby Vision Gaming, da es sich um einen völlig anderen Funktionstyp handelt, ist aber insgesamt eine Ergänzung, die für viele Spieler spürbarer sein kann. Ein flüssigeres Bild bei Spielen mit 30/60 Bildern/s macht oft einen größeren Unterschied als das HDR‑Format an sich (das übrigens in Spielen häufig schlecht implementiert ist).
10/10
Input-Lag ist ein weiterer Punkt, an dem man wirklich kaum etwas aussetzen kann. Bei einem Signal von 120 Hz haben wir gerade einmal etwa 5 ms gemessen, was ein geradezu hervorragendes Ergebnis ist. Beim Umschalten auf noch höhere Bildwiederholraten sank die Verzögerung auf geradezu astronomisch niedrige Werte, die während des Spiels praktisch nicht spürbar sind. Der Samsung S90H liefert hier absolut marktführende Ergebnisse.
| SDR | HDR | Dolby Vision |
|---|---|---|
| 1080p60: 10 ms | 2160p60: 10 ms | |
| 1080p120: 5 ms | 2160p120: 5 ms | |
| 2160p60: 10 ms | ||
| 2160p120: 5 ms |
8.6/10
Chroma 444 (max. resolution and refresh rate): Yes
Font clarity: Very Good
Readability of dark text and shapes: Good
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate): 4ms
Matrix subpixel arrangement: RBG (QD-OLED)
Max refresh rate: 165Hz
G-Sync: Yes
Der Samsung S90H eignet sich hervorragend als großer PC-Bildschirm, und das nicht nur wegen seines Gaming-Funktionsumfangs. Das Panel unterstützt eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 165 Hz, bietet einen sehr niedrigen Input-Lag, und die offizielle NVIDIA G-Sync-Zertifizierung sorgt in Kombination mit GeForce-Grafikkarten für ruckelfreies Spielen ohne Tearing. Wenn ihr einen großen Bildschirm sucht, der anspruchsvolle PC-Spiele gut meistert, ist der S90H eine ausgezeichnete Wahl.
Und wie sieht die alltägliche Arbeit mit Texten oder das Surfen im Netz aus? Auch hier macht er eine gute Figur. Schriften sind scharf und gut lesbar, wobei man die Besonderheiten von QD-OLED-Panels beachten sollte. Aus sehr geringer Nähe fällt die charakteristische, dreieckige Anordnung der Subpixel auf, wodurch die Kanten von Buchstaben leicht gezackt wirken oder feine, farbige Säume erscheinen können. Ist das ein Problem? In der Praxis kaum. Es handelt sich schließlich um ein 77-Zoll-Display, weshalb nur wenige so dicht vor dem Panel sitzen werden. Aus normaler Betrachtungsdistanz ist dieser Effekt praktisch nicht mehr sichtbar.
9.9/10
Brightness drop at an angle of 45 degrees: 9%
Wie es sich für OLED gehört, sind die Blickwinkel ausgezeichnet, doch das hier eingesetzte QD-OLED-Panel geht diesbezüglich noch einen Schritt weiter. Selbst wenn man tief seitlich vor dem Bildschirm sitzt, verlieren die Farben praktisch nicht an Sättigung, und der Helligkeitsabfall ist marginal. Von einem grünlichen Farbstich, der bei einigen Fernsehern mit Panels von LG Display auftreten kann und manchmal stört, ist hier nichts zu sehen. Das Bild hält seine Farben sehr gut, unabhängig davon, aus welchem Winkel man darauf schaut.
6.4/10
Panel finish: Matte
Reflection suppression: Very Good
Black levels during daytime: Average
Die größte Neuerung der S90-Serie ist die matte Bildschirmbeschichtung. Samsung hat sich in dieser Linie erstmals zu diesem Schritt entschlossen und unserer Ansicht nach war das eine gute Entscheidung. In der Praxis sieht man den Unterschied sofort. Die Beschichtung dämpft Lichtreflexionen sehr wirkungsvoll, sodass selbst wenn sich gegenüber dem Fernseher ein Fenster befindet oder eine starke Lampe scheint, auf dem Bildschirm nicht die typischen spiegelnden Reflexe zu sehen sind. Stattdessen erscheint nur leicht gestreutes Licht, das beim Betrachten deutlich weniger stört. Steht der Fernseher in einem hellen Wohnzimmer, ist das kaum zu überschätzen.
Natürlich hat das seinen Preis. QD-OLED mit matter Beschichtung hat eine charakteristische Eigenschaft: Fällt starkes Licht auf den Bildschirm, kann das Schwarz leicht ins Kirschrote abrutschen und die Farben können etwas an Tiefe verlieren. Das ist kein Mangel, der unter allen Bedingungen auftritt, sondern eine Eigenheit dieser Konstruktion bei starker Beleuchtung. Zum Glück ist der Fernseher selbst so hell, dass es am Tag keine Probleme beim Anschauen gibt. Im SDR erreicht er etwa 500 Nits durchschnittliche Helligkeit, und in Verbindung mit der matten Beschichtung ergibt das wirklich komfortable Sehbedingungen.
Panel brightness
Samsung S90H (QD-OLED): 486 cd/m2
7.3/10
System: Tizen
System performance: Very good
Beim normalen Kabelanschluss oder Antennenempfang hat Samsung das Rad nicht neu erfunden. Ganz abgesehen von dem ganzen Hype um KI erhält der Nutzer weitgehend dasselbe wie im Vorjahr. Der Fernseher erfüllt einfach seine Aufgabe: er wechselt die Sender zuverlässig, hat einen Tuner und einen Slot für ein CI-Modul, sodass in vielen Fällen kein externer Receiver nötig ist. Videotext ist ebenfalls weiterhin vorhanden. Lobenswert ist auch die kompakte Fernbedienung, deren größter Vorteil die Funkverbindung ist, das heißt man muss nicht direkt auf den Fernseher zielen, um etwas umzuschalten. Das Problem ist jedoch, dass die meisten dieser Dinge heute praktisch jeder Konkurrent bietet, und der S90H fügt nichts besonders Außergewöhnliches hinzu. Zudem hat der Hersteller einen kleinen Schritt zurück gemacht. In der S90-Serie wurde die PiP-Funktion, also Bild-in-Bild, entfernt. Wer sich angewöhnt hatte, beim Anschauen eines anderen Programms nebenbei die Nachrichten in einer Ecke zu überfliegen, kann das hier nicht mehr tun. Schade.
Während man beim klassischen Fernsehen kaum von großen Überraschungen sprechen kann, ist das Tizen-System in der Version für 2026 absolute Spitzenklasse. Auch hier abgesehen von den KI-Funktionen ist die wichtigste Information: dieses System ist schlichtweg blitzschnell. Die Reaktion auf Fernbedienungsbefehle ist sofort, und beim Wechseln durch die Menüs gibt es keine langsamen Animationen oder nervige Ruckler. Auch wenn es hier kein Google TV gibt, ist die App-Auswahl sehr umfangreich. Praktisch alle wichtigen Streaming-VOD-Plattformen sind vertreten, sodass man diesbezüglich kaum wirkliche Beanstandungen haben kann. Auch Fans des Spielens ohne Konsole werden zufrieden sein, denn Samsung hat den Cloud-Gaming-Bereich stark ausgebaut und bietet Zugriff auf die wichtigsten Streaming-Dienste direkt über den Fernseher. In puncto Smart TV ist der S90H einfach ein sehr komplettes und außerordentlich schnelles Gerät.
9.3/10
9.1/10
| Maximum photo resolution: | Supported photo formats: |
|---|---|
Der integrierte Player kommt mit den meisten gängigen Video-, Audio- und Fotoformaten wirklich sehr gut zurecht. Seine "Wiedergabefähigkeiten" sind so umfassend, dass ihr den Bedarf an externen Playern wie etwa VLC sicher nicht vermissen werdet. Wir haben jedoch einen schwerwiegenden Fehler beim Versuch festgestellt, Fotos im HEIC-Format von einem iPhone zu öffnen. Der S90H hat nicht nur die Dateien nicht angezeigt, sondern das System komplett zum Absturz gebracht. Der Receiver reagierte auf keinerlei unserer Befehle, sodass wir ihn zurücksetzen mussten (Netzstecker ziehen half). Das sieht nach einer Softwarelücke aus, die dringend in einer kommenden Firmware-Version behoben werden muss.
8.4/10
89dB
Maximum volume
Supported codecs (TV speakers)
Dolby Digital Plus 7.1
Dolby True HD 7.1
Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
Dolby Atmos in Dolby True HD
DTS:X in DTS-HD MA
DTS-HD Master Audio
Rein theoretisch hat sich die Audio-Spezifikation der S90-Serie seit einigen Jahren nicht verändert. Wieder bekommen wir ein Lautsprechersystem im 2.1-Format mit einer Gesamtleistung von 40 W. Als wir das getestete Exemplar einschalteten, erlebten wir jedoch eine sehr angenehme Überraschung. Der Fernseher spielte spürbar besser, als es die nüchternen technischen Daten oder unsere Erinnerungen an Tests früherer Modelle erwarten ließen. Schwer zu sagen, ob das der Optimierung der Audio-Steuerungssoftware zu verdanken ist oder schlicht daran liegt, dass das 77-Zoll-Gehäuse den Einbau etwas größerer Membranen erlaubt und ihnen bessere Arbeitsbedingungen bietet. Fakt ist jedoch, dass der Klang voller und dynamischer ist. Dafür gebührt dem Hersteller ein großes Plus. Kritisieren können wir eigentlich nur das Fehlen der Unterstützung für das DTS-Format. Leider wird dieses Format von TV-Herstellern immer häufiger verdrängt, Samsung bildet dabei keine Ausnahme. An Bord ist dagegen die Unterstützung des beliebtesten Raumklangformats, Dolby Atmos. Dennoch können Fans physischer Blu-ray-Veröffentlichungen, bei denen DTS-Spuren nach wie vor sehr häufig vorkommen, leicht enttäuscht sein.
Sound Quality Test:
89dBC (Max)
75dBC
Software version during testing: 1122
Panel uniformity and thermal imaging:
Backlight Type: QD-OLED
Founder and originator of the "ChooseTV" portal
Journalist, reviewer, and columnist for the "ChooseTV" portal
michal-woloszyn-title
11/25/2025
12/1/2025