Panel type: LCD VA Refresh rate: 144Hz Brand: TCL Resolution: 3840x2160 System: Google TV Model year: 2026
Der TCL X11L ist einer der fortschrittlichsten und „aufgemotzten“ Mini-LED-Fernseher, die 2026 erschienen sind. Entgegen den Markttrends hat TCL in seiner Flaggschiffserie X nicht auf die neue RGB-Hintergrundbeleuchtung gesetzt. Stattdessen bietet er eine absurd große Zahl an Local-Dimming-Zonen in Kombination mit neuen Super QLED Quantum Dots. Wie funktioniert dieses Duo in der Praxis und ist der X11L der beste LCD-Fernseher des Jahres 2026? Wir haben das für euch geprüft!
8.5
Overall rating
TCL X11L ist ohne Zweifel eine beeindruckende Demonstration der Fähigkeiten des Herstellers und ein Fernseher, der an vielen Stellen schlichtweg großen Eindruck macht. Man sieht, dass die Ingenieure sich auf das Wesentliche konzentriert haben: maximale Helligkeit, Schwarzwerte und Kontrast. Neue Quantenpunkte mit SQD-Filter leisten so gute Arbeit, dass die Farbsättigung überhaupt nicht hinter den neuen Top-RGB-Panels zurückbleibt. Und was das Schwarz angeht? Den X11L kann man ohne Probleme neben ein OLED stellen, und in diesem Duell verliert er keineswegs deutlich, was in der Welt der Mini-LEDs wirklich eine Leistung ist. Hinzu kommt eine ganze Reihe weiterer Dinge, die dieses Display auszeichnen. Der neue Prozessor MediaTek Pentonic 800 hat die alten Probleme von TCL vollständig beseitigt, die Bildverarbeitung, das Upscaling und die Gleichmäßigkeit tonaler Übergänge sehen endlich so gut aus wie bei der Konkurrenz aus Korea oder Japan. Er muss sich nicht mehr verstecken. Gamer werden ebenfalls begeistert sein: vier vollwertige HDMI‑2.1‑Anschlüsse, Bildwiederholraten bis zu 288 Hz, eine von Konsolen inspirierte Game Bar und Dolby Vision ohne spürbaren Input‑Lag. All das wird von einem sehr flüssigen Google TV-System zusammengehalten. Klingt nach dem Rezept für das beste Mini‑LED des Jahres 2026, oder? Und es wäre perfekt, wenn da nicht eine lästige Eigenheit wäre, die direkt aus der starren Bildabstimmungs‑„Philosophie“ von TCL resultiert. Dieser Fernseher kann schlicht die Intention des Regisseurs ignorieren und in HDR‑Formaten eigenmächtig und künstlich ganze Szenen aufhellen. Was ist das Ergebnis? Das Bild ist stellenweise zu hell, manchmal regelrecht ausgebrannt. Das Schlimmste ist, dass die Software keine Möglichkeit bietet, das zu beheben; selbst bei einer professionellen Kalibrierung ist es uns nicht gelungen, diesen Fehler vollständig zu beseitigen. Bei einem Display zu diesem Preis, das den Anspruch erhebt, „das Beste der Besten“ zu sein, ist ein solches eigenmächtiges Verhalten einfach unangemessen, besonders im Modus „Filmmaker“. Trotzdem: Wenn euch perfekte, studioähnliche Wiedergabetreue egal ist und ihr ein Bild sucht, das vor allem maximal eindrucksvoll, spektakulär und tagsüber sehr hell sein soll, dann ist der X11L ein echtes Biest. Es ist das erste Mini‑LED, das der OLED‑Schwarzheit so nahekommt, und in puncto Helligkeit übertrifft es ihn deutlich. Der einzige wirkliche Bremsklotz ist der Preis. Der Betrag, den ihr für dieses Modell zahlen müsst (unabhängig von der Größe), ist bereits eine erhebliche Ausgabe. Lohnt es sich, so viel Geld dafür auszugeben? Das überlassen wir eurer Einschätzung. Eines muss man ihm zugestehen: Es ist derzeit einer der besten Mini‑LED‑Fernseher, die wir bisher getestet haben.
Das beste Schwarz auf dem Markt im MINI-LED-Panel
Extrem hohe Helligkeit in HDR und SDR
Ausgezeichnete Farbsättigung dank SQD-Filter (Super QLED)
Sehr gute Bildverarbeitung (MediaTek Pentonic 800)
Viele Funktionen für Gamer: 4× HDMI 2.1, VRR, ALLM, bis zu 288 Hz Bildwiederholfrequenz (PC)
Gute Bewegungsdarstellung
Offenes Betriebssystem: Google TV
Hervorragendes Design und Verarbeitung
Beleuchtete Metallfernbedienung
Integriertes, von Bang & Olufsen abgestimmtes Audiosystem
Künstliche Aufhellung des Bildes: der Fernseher hellt eigenmächtig das gesamte HDR-Bild auf
Glänzendes Panel dämpft Reflexionen schlecht
Fehlende "TV"-Funktionen, z. B. Aufnahme auf USB (PVR), PiP
Hoher Preis
Movies and series in UHD quality
8.5
Classic TV, YouTube
7.8
Sports broadcasts (TV and apps)
7.2
Gaming on console
9.1
TV as a computer monitor
8.6
Watching in bright light
10.0
Utility functions
8.3
Apps
9.6
Sound quality
8.2
Complete the survey to find out what fits your preferences
HDMI inputs: 0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 (48Gbps) Outputs: Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI) Network Interfaces: Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality: Super Premium
Stand type: Legs
Bezel color: Graphite
Stand: Height adjustment
Flat design: Yes
Accessories: Stand
Der X11L ist das schönste und am besten verarbeitete Gerät von TCL, das wir bisher getestet haben. Vor allem wurden hier hochwertige Materialien eingesetzt, und der gesamte Rahmen ist aus Metall in graphit-kupferfarbener Optik gefertigt. Das wirkt wirklich großartig, zumal das Design von TCL als "ZeroBorder" bezeichnet wird; der Fernseher hat keine klassische schwarze Umrandung um das Display. Außerdem ist das Gerät extrem schlank und hat eine Dicke von nur 2,4 cm durchgehend, wodurch der Bildschirm nach dem Aufhängen an der Wand förmlich mit ihr verschmelzen kann.
Für diejenigen, die den X11L dennoch auf einem Möbelstück aufstellen möchten, gibt es ebenfalls eine Lösung. Im Lieferumfang befinden sich solide Metallfüße, die an den Außenseiten des Bildschirms angebracht werden. Obwohl sie in der Breite nicht verstellbar sind, lässt sich ihre Höhe anpassen, zum Beispiel um problemlos eine zusätzliche Soundbar darunter unterzubringen. Wer sich jedoch für den X11L entscheidet, wird viele wahrscheinlich gar nicht an eine separate Soundbar denken, denn eine weitere Besonderheit dieses Modells ist das integrierte Audiosystem in der unteren Bildschirmkante. Der Klang wurde, wie im Vorjahr, von Bang & Olufsen abgestimmt, und am Gehäuse finden sich stolze Logos, die auf diese Zusammenarbeit hinweisen.
Der X11L ist ohne Zweifel der optisch ansprechendste Fernseher der Marke, und es gibt mit Sicherheit keinen Designaspekt, der Ihnen nicht gefallen könnte.
Select size:
9.1/10
Local dimming function: Yes, number of zones: 11520 (80 x 144)
Result
1,842,100:1
Result
942,400:1
Result
93,700:1
Result
91,450:1
Result
27,550:1
Visibility of details in the lights:
Black levels and contrast on the X11L are simply A M A Z I N G. The main credit goes to the astronomical number of local dimming zones combined with the proprietary WHVA 2.0 VA panel. In the 75-inch model we tested, we counted exactly 11,520 of them. Yes, you read that right, over 11 thousand local dimming zones in a Mini-LED screen! That translated into outstanding results in our tests: most scenes, especially the less complex ones, had blacks uncannily similar to those on OLEDs. Even in total darkness, when the screen displayed deep, almost pitch-black parts of the image, you could mistake it for an OLED panel. This is currently the best Mini-LED if you care about the deepest possible blacks.
That said, remember this is still an LCD TV. Even with such an astronomical number of zones, very complex sequences with lots of small elements against a black background (like a starfield or our demanding test pattern no. 5 from the Pioneer Kuro) can reveal some haloing, a faint glow around bright objects. Undoubtedly, however, the effect is not as noticeable as on other screens of this type we've tested so far. The algorithm does a great job.
Naturally, the number of zones increases with the screen diagonal. Below you can see the number of zones for each size:
X11L screen size | Number of local dimming zones |
75" | 11,520 zones |
85" | 14,400 zones |
98" | 20,736 zones |
Halo effect and black detail visibility:
9.2/10
Supported formats: HDR10, HDR10+, Dolby Vision, Dolby Vision IQ, HLG
Luminance measurements in HDR:
Result
2934 nit
Result
2105 nit
Result
2809 nit
Result
1782 nit
Result
2841 nit
Eine so große Anzahl an Zonen führt nicht nur zu tiefem, pechschwarzem Schwarz, sondern auch zu einer hohen Bildschirmhelligkeit. Das X11L ist ein extrem heller Fernseher. An der Spitze überschreitet er problemlos die 4.000 Nits, und im speziellen „Boost“-Modus kann diese Helligkeit unter bestimmten Bedingungen marketingmäßig sogar zwischen 9.000 und 10.000 Nits liegen. Das ist ohne Zweifel eines der hellsten, wenn nicht das hellste Display auf dem Markt. Aber wie verhalten sich diese Zahlen bei realen Film-Messungen? Die Ergebnisse sind sehr gut, wenngleich natürlich nicht so spektakulär wie die marketingmäßigen Versprechen. Unsere gemessene Helligkeit in realen Filmszenen lag bei etwa 2.000 bis 3.000 Nits. Das ist ein hervorragender Wert, zumal die überwiegende Mehrheit der auf dem Markt verfügbaren Inhalte für solche Helligkeiten produziert wird, selbst die seltenen bis 4.000 Nits gemasterten Materialien. Gleichzeitig zeigt es aber auch, dass sich Herstellerangaben nicht immer eins zu eins auf zuhause verfügbares Videomaterial übertragen lassen. Die einzige „Eigenheit“ (wenn man es so nennen will) ist, dass bei sehr kleinen, hellen Bildelementen deren Helligkeit unter 2.000 Nits fällt. Der Local-Dimming-Algorithmus macht das bewusst, um das tiefe Schwarz zu bewahren und den Halo-Effekt zu minimieren. Das ist völlig nachvollziehbar und das Ergebnis bleibt auf hohem Niveau, aber es zeigt auch, dass selbst bei so leistungsstarker Hardware die Mini-LED-Technologie ihre Grenzen hat und nicht immer kompromisslos funktioniert.
Bei HDR zählt nicht nur die Helligkeit, sondern auch die Farbsättigung und die Farbwiedergabe. Diese sind beim Modell X11L dank der neuen Quantum-Dots Super QLED (SQD) sehr gut. Der Einsatz eines neuen aufgebrachten Filters brachte hervorragende Ergebnisse beim Abdecken des Farbraums P3 sowie des ultrabreiten BT.2020. Auch wenn er nicht die angekündigten 100 % BT.2020 erreicht, sind Werte von rund 89 bis 90 % ausgezeichnet. Die Farben liegen nicht weit hinter denen von RGB-Mini-LED-Displays zurück. Man kann sogar sagen, dass sie aufgrund eines weniger anspruchsvollen Algorithmus, mit dem RGB-Displays oft zu kämpfen haben, stabiler sind.
BT.2020 color gamut coverage and primary color luminance
| Data set | BT.2020 [%] | P3 [%] | R [%] | G [%] | B [%] |
|---|---|---|---|---|---|
| Synthetic patterns | 88.9 | 97.4 | 66.3 | 70.4 | 72.4 |
| Film measurements | 89.0 | 97.5 | 86.5 | 88.7 | 92.4 |
Arithmetic means of BT.2020 and P3 gamut coverage and the luminance of the primary colors (red, green, blue) as a % of target.
Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)
Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)
Wie schlagen sich also reale Filme im Vergleich zu diesen tollen Messwerten? Gut, wenn auch mit einem kleinen Vorbehalt von unserer Seite. Dem X11L muss man eines zugestehen: Er kann ein erstaunlich eindrucksvolles Bild erzeugen. Was hell sein soll, ist extrem hell, und was in Dunkelheit und Schwarz getaucht sein soll, bleibt genau so. Das Bild insgesamt ist detailreich, und nichts verläuft sich zu einheitlichen weißen Flächen. In Filmen wie Pan oder Billy Lynn’s präsentierte sich das Bild unabhängig von der Gesamthelligkeit der Szene hervorragend und holte das Maximum aus dem HDR-Format heraus. Aber ehrlich? Das muss man bei Geräten in dieser Preisklasse einfach erwarten. Worauf bezieht sich also unser Meckern? Dabei geht es darum, wie diese Szenen in Wirklichkeit aussehen und wie sie nach der Intention des Regisseurs aussehen sollten. Im Werkszustand im Filmmaker Mode und sogar nach professioneller Kalibrierung ist das Bild an vielen Stellen schlicht zu hell. Der Fernseher erhöht die Helligkeit dort, wo er es nicht tun sollte, und beraubt das Material seiner filmischen Treue. Einerseits mag das manchen gefallen: Das Bild wirkt "lebendiger", in den Schatten sind mehr Details sichtbar, und manche Objekte wirken noch eindrucksvoller. Andererseits dürfen wir von einem Produkt dieser Klasse bereits eine nahezu referenzielle Qualität erwarten. TCL ist aus irgendeinem Grund dagegen "resistent" und hält an seiner Philosophie fest, die Fernseher eher in Richtung "Wow"-Effekt zu treiben. Nun ja, man muss eben damit leben.
HDR luminance chart:
Was wir zuvor beschrieben haben, wird beim direkten Vergleich von Material im klassischen HDR10-Format und Dolby-Vision-Signal deutlich sichtbar. Wenn der Fernseher die Tonwertzuordnung des Bildes mithilfe statischer HDR10-Metadaten selbst vornehmen muss, neigt er zu Überzeichnung: Das Bild wirkt dann zu stark von Weiß überflutet und verliert in bestimmten Bereichen Details. Dem Modell X11L hilft jedoch das Dolby-Vision-Signal, das auf nahezu jeder modernen Streaming-Plattform verfügbar ist. Dank der dynamischen Metadaten muss der Fernseher nicht mehr „raten“, wie eine Szene aussehen soll; alle präzisen Anweisungen zu Helligkeit und Kontrast sind direkt in diesem Format hinterlegt. Das ist zugleich der beste Beleg dafür, dass allein die enorme HDR-Helligkeit nicht ausreicht, um solche Inhalte korrekt darzustellen; ebenso entscheidend ist ein intelligentes Management dieser Leistung. Zum Glück unterstützt der X11L alle dynamischen Formate vollständig, also sowohl Dolby Vision als auch das konkurrierende HDR10+. Daher können wir davon ausgehen, dass in 99 % der Fälle das Bild genau so aussieht, wie es sein sollte.
Static HDR10
Dynamic: Dolby Vision
5.2/10
Wenn man theoretisch den besten Modus, den Filmmaker Mode, einschaltet, erwartet man ein Bild, das eins zu eins dem entspricht, was der Regisseur gesehen hat. Beim X11L ist es ganz ordentlich, aber dieser Modus hat offensichtliche Fehler, die unsere Messungen sofort offenbarten. Fangen wir mit SDR an. Sowohl der Weißabgleich als auch die Gamma-Einstellung sind hier einfach schlecht abgestimmt. Im Weiß ist zu viel Blau und Rot vorhanden, wodurch auf dem Bildschirm ein leichter Rosastich sichtbar wird. Dadurch leidet auch das Gamma, das statt des kinoüblichen 2,4 näher an 2,2 liegt. Was bedeutet das? Das gesamte Bild ist dadurch stärker angehoben und künstlich aufgehellt. Das Schlimmste kommt jedoch zum Schluss, nämlich die Messungen im HDR-Format. Neben dieser leichten Verschiebung des Weißabgleichs versagt das X11L bei der Helligkeitskurve, der sogenannten EOTF. Das, was wir in den Messungen sahen, erklärt sofort, was wir zuvor in Filmen gesehen hatten. Das Bild ist unnatürlich aufgehellt, weil die Kurve deutlich über der Referenz liegt. Der Fernseher zieht einfach rücksichtslos die dunklen Bildbereiche nach oben, um einen "wow"-Effekt zu erzielen, und ignoriert dabei völlig die Absicht des Regisseurs.
7/10
Nach der professionellen Kalibrierung ist es uns vor allem gelungen, das SDR-Signal vollständig unter Kontrolle zu bringen. Hier reagierte das X11L ideal auf unsere Korrekturen. Es gelang, den Weißabgleich komplett zu richten, den rosafarbenen Stich zu beseitigen und das Gamma auf stabile 2,4 einzustellen. Das Bild wurde dadurch endlich mit der Regieabsicht konsistent, natürlich und frei von künstlichen Verstärkungen. Auch bei HDR konnten wir minimale Anpassungen vornehmen, doch das größte Manko dieses Fernsehers blieb unverändert. Gemeint ist natürlich, wie das X11L seine Helligkeit steuert und wie stark es die EOTF-Kurve überschießt. Leider bietet TCL praktisch keinerlei Werkzeuge, um diesen Parameter zu beeinflussen. Selbst bei professioneller Kalibrierung erlaubt die Software nicht, diese Kurve zu zähmen, weshalb der Fernseher im HDR-Betrieb stets dazu neigt, das Bild eigenmächtig aufzuhellen.
9.5/10
Lob verdient die Flüssigkeit der Tonwertübergänge. Sowohl in hellen als auch in dunklen Bereichen wirkt das Bild einfach flüssig und frei von störender Treppchenbildung oder Streifen. Wichtig ist, dass dieses Problem auch beim Dolby Vision-Signal nicht stark ausgeprägt ist, was bei anderen Fernsehern ja sehr häufig vorkommt. Minimale Gradationsfehler sind nur bei bestimmten Grautönen erkennbar, sie sind jedoch so gering, dass sie im Alltag praktisch niemandem auffallen werden. In dieser Hinsicht schlägt sich das X11L nahezu perfekt.
7.8/10
Smooth transition function
Image without overscan on the SD signal
Ähnlich wie beim von uns zuvor getesteten Modell C8L hat TCL in seiner Flaggschiffserie X ein deutliches Upgrade in dieser Kategorie geliefert. Möglich macht das der in diesem Modell eingesetzte MediaTek Pentonic 800 Prozessor. Dank ihm wirken Funktionen zur Glättung von Tonwertübergängen oder sogar das Upscaling von Inhalten auf höhere Auflösungen endlich so, wie sie sollten. Die größte Achillesferse der früheren TCL-Modelle ist damit endlich behoben. Der Prozessor meistert die digitale Verarbeitung hervorragend und in dieser Hinsicht steht der Fernseher den Flaggschiffmodellen der Konkurrenz aus Korea oder sogar den am besten ausgefeilten aus Japan in nichts mehr nach.
7.7/10
Maximum refresh rate of the panel: 144Hz
Film motion smoothing option: Yes
Blur reduction option: Yes
BFI function 60Hz: Yes, 120Hz (double contours)
BFI function 120Hz: Yes, 240Hz (double contours)
Brightness drop with BFI: 50%
Was die Spezifikationen angeht, kann das X11L beeindrucken, es unterstützt eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 144 Hz bei 4K, und in Full HD lässt es sich sogar auf 288 Hz hochschrauben. Für die praktische Nutzung interessierte uns jedoch am meisten, wie der Bildschirm bei 120 Hz zurechtkommt. Denn auf diesen Wert ist die heutige Hardware beschränkt, mit Konsolen der aktuellen Generation an der Spitze. Wie sieht das in der Praxis aus? Obwohl es sich um ein VA-Panel handelt, zeigt der Bildschirm kaum Nachzieheffekte. Bei sehr dynamischen Objekten lässt sich zwar ein leichter Nachzieheffekt erkennen, dieser ist jedoch so dezent, dass er beim Spielen oder beim Sportsehen kaum auffällt. Sehr hilfreich ist auch die Bewegungsglättung mit der Bezeichnung "Wyrazistość ruchów", mit der wir die Bewegungsflüssigkeit nach eigenem Geschmack anpassen können. Die empfohlenen Einstellungen findet ihr auf dem Foto.
Blur (native resolution, maximum refresh rate):
Blur (BFI function enabled):
Blur (1080p@288Hz):
Die BFI-Funktion verdient große Anerkennung. Nach ihrer Aktivierung bietet der Bildschirm eine deutlich verbesserte Bewegungsdarstellung. Außerdem flackert das Bild nicht störend, wie es bei vielen anderen Fernsehern der Fall ist, sodass man diese Lösung tatsächlich nutzen kann, zum Beispiel bei dynamischen Sportübertragungen. Natürlich sind aufgrund der Funktionsweise dieser Funktion sichtbare, aus nächster Nähe doppelte Konturen um bewegte Objekte sowie eine Halbierung der Helligkeit der Preis für die ideale Bewegungsdarstellung. Betrachtet man den Fernseher jedoch aus normaler Entfernung von einigen Metern, verschwindet das Konturenproblem. Außerdem ist selbst die auf die Hälfte reduzierte Helligkeit beim X11L immer noch so hoch, dass die enorme Leistungsreserve dieses Modells diesen Verlust vollständig ausgleicht.
9.8/10
Für Gamer ist das X11L einfach ein super Display. TCL hat uns bereits daran gewöhnt, in seinen Produkten praktisch jede verfügbare Funktion anzubieten, und beim Flaggschiff der X‑Serie ist das genau so. Dank des neuen Prozessors bietet das X11L gleich 4 HDMI‑Anschlüsse im 2.1‑Standard mit voller Bandbreite von 48 Gbit/s. Zum 2.1‑Standard gehören natürlich eine Reihe äußerst nützlicher Optionen, wie der automatische Spielmodus (ALLM) und die Bildwiederholungssynchronisation VRR, die über den gesamten Bereich bis zu 288 Hz funktioniert. All diese Funktionen lassen sich bequem über die dedizierte Game Bar steuern. Interessanterweise lässt sich deren Erscheinungsbild nach eigenem Geschmack anpassen, es stehen 3 fertige Designs zur Auswahl, die direkt auf Nintendo, PlayStation und Xbox Bezug nehmen. Und wo wir gerade beim Xbox sind: auf dem X11L funktioniert auch der Dolby Vision Gaming‑Modus problemlos.
Beim Spielen im Standardformat HDR10 sollte man allerdings die spezielle Abstimmung der Helligkeitskurve beachten, die bei der Ersteinrichtung Probleme machen kann. Obwohl der Fernseher das HGiG‑Format unterstützt, ist das Einstellen aller Optionen in den Systemeinstellungen von PlayStation oder Xbox oft erschwert. Die Bildalgorithmen neigen dazu, das Test‑Schachbrett künstlich aufzuhellen, wodurch es wirklich schwierig ist, den Weißabgrenzungspunkt „nach Augenmaß“ korrekt zu treffen. Damit HDR10‑Inhalte richtig aussehen, empfehlen wir, die Helligkeit im Menü der Konsole manuell auf etwa 2500 bis 3000 Nits einzustellen.
9.8/10
Der Input-Lag fällt sehr gut aus. Werte von etwa 10–15 ms schlagen zwar keine Marktrekorde, bieten in der Praxis aber genau denselben Komfort wie Spitzenwerte von 5 ms. Bei so niedrigen Werten wird der Unterschied rein theoretisch. Beim Spielen merkt niemand irgendeine Verzögerung.
| SDR | HDR | Dolby Vision |
|---|---|---|
| 1080p60: 17 ms | 2160p60: 16 ms | 2160p60 DV: 16 ms |
| 1080p120: 10 ms | 2160p120: 9 ms | 2160p120 DV: 10 ms |
| 2160p60: 16 ms | ||
| 2160p120: 10 ms |
8.6/10
Chroma 444 (max. resolution and refresh rate): Yes
Font clarity: Very Good
Readability of dark text and shapes: Average
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate): 9ms
Matrix subpixel arrangement: RGB
Max refresh rate: 144Hz
G-Sync: Yes
Die Zusammenarbeit mit dem PC fällt beim X11L sehr gut aus, hauptsächlich dank des umfangreichen Pakets an Gaming-Funktionen. Neben den aus Konsolen bekannten Vorteilen und der sehr hohen Bildwiederholrate erhalten wir hier Unterstützung für PC-Bildsynchronisationstechnologien (G-Sync Compatible und AMD FreeSync Premium PRO), abgestimmt auf konkrete Grafikkarten. Kurz gesagt: Was Gaming angeht, selbst vom PC aus, ist dieses Display schlichtweg herausragend. Etwas schlechter steht es dagegen um das Arbeiten mit Texten wegen der speziellen Lesbarkeit der Schriftarten. Blickt man die Zeichen aus der Nähe an, fällt auf, dass die horizontalen Linien etwas dunkler sind als die vertikalen und rund um die Kanten feine Artefakte auftauchen. Die Wahrheit ist aber, dass das aus ein oder zwei Metern Entfernung völlig unmerklich ist. Und angesichts der Abmessungen der X11L‑Serie wird wohl kaum jemand dieses „Biest“ auf den Schreibtisch stellen. 😉
4.5/10
Brightness drop at an angle of 45 degrees: 69%
Dank des hauseigenen WHVA-2.0-Panels sind die Blickwinkel (für einen LCD-Fernseher mit dieser Paneltechnik) wirklich anständig. Die Farben verlieren nicht so stark an Sättigung wie bei klassischen VA-Panels, die man in preislich günstiger positionierten Modellen findet. Zwar erreicht es nicht das Niveau guter IPS/ADS-Panels, und erst recht nicht das eines OLEDs, doch insgesamt ist das keine Schwäche dieses Modells.
10/10
Panel finish: Glare
Reflection suppression: Average
Black levels during daytime: Very Good
Der X11L bietet eine beeindruckende Eignung fürs Betrachten bei Tageslicht, vor allem dank seiner extrem hohen Helligkeit. Bei SDR-Inhalten erreicht der Fernseher im Schnitt Helligkeitswerte von rund 2000 Nits! Das Display ist so hell, dass es sich unter normalen häuslichen Bedingungen problemlos gegen einfallende Sonnenstrahlen durchsetzt. In dieser Hinsicht ist ein heller Tag für ihn kein Problem. Das einzige Manko des X11L in dieser Kategorie ist das recht stark glänzende Panel. Dieses Display dämpft Reflexionen leider nicht besonders gut, weshalb es etwas wie ein Spiegel wirkt. Aus diesem Grund sollte man beim abendlichen Fernsehen das Licht nicht direkt gegenüber dem Bildschirm einschalten, denn Lampen und helle Elemente der Umgebung sind dann ziemlich deutlich auf der Oberfläche des Panels zu sehen.
Panel brightness
TCL X11L: 1949 cd/m2
8.3/10
System: Google TV
System performance: Very good
Das Flaggschiff von TCL läuft in Sachen Smart TV unter Google TV und das ist einfach großartige Software. Die Plattform bietet eine riesige App-Bibliothek, in der sich inzwischen nahezu jeder relevante VOD-Dienst findet. Alles läuft sehr flüssig, und die intuitive Benutzeroberfläche erleichtert das tägliche Durchsuchen von Inhalten. Ein großer Pluspunkt ist der zuverlässig arbeitende Sprachassistent, der in Verbindung mit der Unterstützung durch die KI Gemini passende Filme und Serien auf Basis unserer bisherigen Auswahl vorschlagen kann.
Während das Smart-TV-System zur Spitzenklasse gehört, gibt es bei den klassischen Funktionen eigentlich nicht viel zu berichten. Der Fernseher bietet einen zuverlässig funktionierenden Teletext, und das ist im Grunde alles, was man in Sachen traditionelles Fernsehen erwarten kann. TCL hat hier bei grundlegenden Lösungen gespart. An Bord fehlen eine Aufnahmefunktion auf USB (PVR) und selbst eine Bild-in-Bild-Option (PiP, Picture-in-Picture). Was die Fernbedienung angeht, ist sie wirklich sehr gut verarbeitet, liegt ausgezeichnet in der Hand und verfügt sogar über eine Tastenbeleuchtung, die die Bedienung nachts erleichtert. Leider hat der Hersteller auf Zifferntasten verzichtet. Das könnte bei älteren Menschen oder bei denen, die klassisch per Zahlentasten durch die Sender springen, auf wenig Zustimmung stoßen.
9.6/10
9.4/10
| Maximum photo resolution: | Supported photo formats: |
|---|---|
Der eingebaute Player funktioniert sehr gut. Während der Tests haben wir ihn von allen Seiten geprüft und er spielte praktisch jede Videodatei sowie jedes Audioformat, das wir ihm vorlegten, ohne zu stocken. Das einzige kleine Manko ist, dass der Player nicht mit externen Textdateien im .txt-Format zusammenarbeiten wollte. Wenn das für jemanden jedoch ein großes Problem darstellt, hilft das Betriebssystem sofort. Im App-Store könnt ihr jederzeit einen externen Player installieren, zum Beispiel das zuverlässige VLC, das mit jeder Art von Untertiteln zurechtkommt. In den meisten Fällen werdet ihr das aber nicht brauchen, denn die vorinstallierte TCL-App gehört in puncto Dateikompatibilität zur absoluten Spitze.
8.2/10
84dB
Maximum volume
Supported codecs (TV speakers)
Dolby Digital Plus 7.1
Dolby True HD 7.1
Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
Dolby Atmos in Dolby True HD
DTS:X in DTS-HD MA
DTS-HD Master Audio
Der Sound des X11L ist wirklich ordentlich, was dem sehr ausgefeilten Audiosystem zu verdanken ist. Die hier eingesetzte Klanglösung von Bang & Olufsen spielt solide, der Klang wirkt relativ räumlich, sauber und ist selbst bei höheren Lautstärken frei von merkwürdigen Störgeräuschen oder Gehäuseresonanzen. In dieser Hinsicht liefert der X11L. Trotzdem bleiben wir etwas enttäuscht. Da an der Vorderseite des Gehäuses eine integrierte Soundbar sitzt, hatten wir etwas besseren Klang erwartet. Diesen Klang würden wir sicher nicht mit ähnlichen Lösungen vergleichen, die bei der direkten Konkurrenz verbaut werden. Trotz unseres kleinen Vorbehalts ist der Klang eindeutig überdurchschnittlich und stimmig, für das tägliche Fernsehen ideal, und der Kauf einer einfachen Soundbar ohne Subwoofer für dieses Modell macht überhaupt keinen Sinn.
Sound Quality Test:
84dBC (Max)
75dBC
Software version during testing: v8-0015T01-LF1V080.000644
Panel uniformity and thermal imaging:
Backlight Type: Mini-LED QLED
Founder and originator of the "ChooseTV" portal
Journalist, reviewer, and columnist for the "ChooseTV" portal
michal-woloszyn-title
5/13/2025
12/12/2025