C6 / C64 / C6E / C6H / C61
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Diagonal with a different matrix: ,
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Panel type: WRGB OLED Refresh rate: 165Hz Brand: LG Resolution: 3840x2160 System: WebOS Model year: 2026
This review is an English translation of the Polish original. Read the original on Wybierz.tv.
Die C-Serie von LG ist wohl eine der bekanntesten und beliebtesten OLED-TV-Serien der Welt. Kein Wunder. Seit Jahren nimmt sie die ideale Position in der Produktpalette des Herstellers ein, sie ist deutlich fortschrittlicher als die Einstiegsserie B, kostet aber nicht so viel wie die Flaggschiff-Modelle der G-Serie. In der Praxis bekommt man also die meisten wichtigen Funktionen, ein helleres Panel und sehr gute Möglichkeiten für Gamer, ohne zum teuersten OLED im Angebot greifen zu müssen. 2026 übernimmt diese Rolle der LG OLED C6. Nur sind die Unterschiede zum günstigeren B6 diesmal so groß, dass sich ein Aufpreis wirklich lohnt? Wir prüfen das.
8.3
Overall rating
Der LG C6 ist eine sehr gelungene Weiterentwicklung eines der beliebtesten OLEDs auf dem Markt. Der Fernseher selbst hat sich im Vergleich zum letztjährigen C5 nicht grundlegend verändert – das Design ist sehr ähnlich, webOS bietet vergleichbare Möglichkeiten, und Spieler erhalten erneut im Grunde alles, was man von einem modernen Fernseher erwartet. Man kann ihm das kaum vorwerfen, schließlich war der C5 in dieser Hinsicht bereits ein sehr komplettes Gerät. Die wichtigste Änderung betrifft daher genau den Bereich, in dem noch Verbesserungsbedarf bestand, nämlich das Panel. Das neue WOLED-Panel ist deutlich heller, rund 1500 Nits im HDR sorgen dafür, dass sich der C6 immer weniger als bloßer „Durchschnitts-OLED“ behandeln lässt. HDR-Filme wirken sehr eindrucksvoll, Schwarz bleibt perfekt, die Farben sind sehr gut, und der neue Prozessor, derselbe wie im Flaggschiff G6, meistert Skalierung und Material geringerer Qualität hervorragend. Hinzu kommt ein wirklich starkes Paket für Spieler. 165 Hz am PC, VRR, G-Sync und eine sehr geringe Eingabeverzögerung sorgen dafür, dass man hier genauso gut eine Konsole wie einen leistungsstarken PC anschließen kann. Auch tagsüber schlägt sich der C6 besser als frühere Generationen, wobei es bei einem sehr hellen Wohnzimmer natürlich weiterhin noch hellere Fernseher auf dem Markt gibt. Und gerade wegen dieser Vielseitigkeit mögen wir die C‑Serie am meisten. Der C6 versucht nicht, in jeder Kategorie der Beste zu sein, macht aber in praktisch keiner eine schlechte Figur. Er eignet sich fürs Heimkino, für Sport, zum Spielen, für normales Fernsehen und für tägliches Streaming. Wenn sein Preis nach der Markteinführung wie bei den Vorgängergenerationen zu fallen beginnt, könnte er einer der interessantesten OLEDs sein, die man 2026 kaufen kann.
Perfektes Schwarz und OLED-Kontrast
Sehr hohe HDR-Helligkeit, bis zu ca. 1500 Nits
Hervorragende Bildqualität bei HDR-Filmen und Dolby Vision
Sehr gute Bildverarbeitung und Upscaling
165-Hz-Panel und praktisch keine Bewegungsunschärfe
Großartiges Paket für Gamer: VRR, G-Sync, HGiG, Dolby Vision Gaming
Sehr niedrige Eingabeverzögerung, ca. 5 ms bei 120 Hz
Weite Blickwinkel
Intuitives und modernes WebOS
Bequeme Bedienung per Magic-Fernbedienung mit Gyroskop
Unterschiedliche Ausführungen der Fernbedienung je nach C6‑Variante, deshalb ist vor dem Kauf schwer vorherzusagen, welche Magic Remote im Lieferumfang enthalten ist
Sichtbares Körnen (Dithering) in dunklen Bereichen, aus geringer Entfernung erkennbar
Nur durchschnittliche Reflexminderung, in einem sehr hellen Wohnzimmer können starke Spiegelungen auftreten
Keine Unterstützung für DTS:X, für dieses Format wird ein externer AV‑Receiver oder Player benötigt
Movies and series in UHD quality
8.4
Classic TV, YouTube
8.8
Sports broadcasts (TV and apps)
8.6
Gaming on console
9.4
TV as a computer monitor
8.6
Watching in bright light
6.6
Utility functions
8.4
Apps
9.1
Sound quality
7.0
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HDMI inputs: 0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 (48Gbps) Other inputs: IR (remote) Outputs: Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI) Network Interfaces: Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality: Premium
Stand type: Central
Bezel color: Silver
Stand: Fixed
Flat design: No
Accessories: Stand
In puncto Optik hat sich die C6-Serie seit einigen Jahren praktisch nicht verändert. Und darüber kann man kaum böse sein, denn dieses Design hat sich einfach bewährt. Es ist ein sehr gut verarbeitetes OLED mit außergewöhnlich schlanken Rahmen, eingefasst von einer metallischen Umrandung. Je nach genauer Modellbezeichnung kann die Farbe leicht variieren, die Konstruktion selbst bleibt aber sehr ähnlich. Das Display ist sehr dünn, doch die Rückseite steht im unteren Bereich deutlich ab, sodass sich der Fernseher nicht völlig flach an der Wand befestigen lässt. Trotzdem wirkt das Gerät insgesamt weiterhin sehr elegant. Die Rückseite besteht aus dem für LG typischen Kunststoff, dessen Struktur ein wenig an Stein oder Marmor erinnert. Auch hier kann der Farbton je nach Version und Vertrieb leicht abweichen.
Unabhängig vom C6-Variante erhält man einen zentralen Standfuß, der seine Aufgabe gut erfüllt und sehr ordentlich aussieht. Er besteht teilweise aus Metall und teilweise aus Kunststoff, optisch gibt es kaum Beanstandungen. Der einzige Punkt, den man kritisieren könnte, ist das Kabelmanagement. Beim C6 gibt es praktisch keine sinnvollen Abdeckungen oder Kanäle, um die Kabel gut zu verbergen. Beim Anschluss mehrerer Geräte können die Kabel also seitlich ziemlich sichtbar sein, was das ansonsten sehr ästhetische Erscheinungsbild der Konstruktion etwas stört.
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Wenn es um Schwarz geht, gibt es hier eigentlich nicht viel zu diskutieren. Das LG C6 verwendet ein OLED-Panel, sodass jeder Pixel vollständig abgeschaltet werden kann. Das Ergebnis ist wie erwartet: perfektes Schwarz, sehr hoher Kontrast und keinerlei Aufhellung um helle Bereiche. Das sieht man besonders gut in Nachtszenen, in denen neben einem sehr dunklen Hintergrund einzelne Lampen, Schriftzüge oder andere helle Punkte erscheinen. Das C6 kommt damit problemlos zurecht und vermeidet Einschränkungen, die typisch für Mini-LED-Fernseher mit lokalem Dimming sind. Interessanterweise spielt es dabei keine Rolle, ob es sich um diese C6-Version oder die teurere Variante mit Tandem-OLED-Panel handelt. Beim reinen Schwarz schneiden beide Fernseher praktisch identisch ab. Unterschiede findet man vor allem bei Helligkeit und Farben.
ACHTUNG: In der Helikopterszene aus dem Film Sicario 2 haben wir Körnigkeit und Flackern in den dunkelsten Bildbereichen festgestellt. Das sieht nach einem Softwarefehler aus, den LG per Update beheben sollte. In der Tandem-OLED-Version ist das Phänomen noch stärker sichtbar, ein ähnliches Verhalten beobachteten wir auch beim Flaggschiff LG G6.
Halo effect and black detail visibility:
7.8/10
Supported formats: HDR10, Dolby Vision, Dolby Vision IQ, HLG
Luminance measurements in HDR:
Result
1489 nit
Result
1288 nit
Result
1527 nit
Result
1345 nit
Result
649 nit
Der HDR-Eindruck des LG C6 fällt wirklich sehr gut aus. Das neue WOLED-Panel von LG Display brachte vor allem einen deutlichen Anstieg der Helligkeit. Bei unserem Exemplar maßen wir rund 1500 Nits und, wichtig, ähnliche Werte kann der Fernseher auch in vielen normalen Filmszenen erreichen. Dadurch hat HDR hier die nötige Durchschlagskraft. Helle Reflexe, Lampen oder Sonnenlicht können sehr kräftig sein, und die meisten HDR-Filme wirken schlicht sehr eindrucksvoll. Natürlich bleibt es ein OLED, sodass die Helligkeit bei Szenen mit viel Weiß abfällt. Das zeigt gut die fünfte Szene aus dem Film The Meg, in der der C6 etwa 600 bis 700 Nits erreichte. Das ist immer noch ein sehr gutes Ergebnis, zeigt aber auch, dass das neue Panel nicht alle typischen Einschränkungen von OLEDs beseitigt hat.
Was die Farben angeht, gibt es auch hier kaum etwas zu bemängeln. Der C6 deckt etwa 99 % des DCI-P3-Farbraums und rund 75 % von BT.2020 ab. In der Praxis sind die Farben sehr gesättigt und, was wichtig ist, unabhängig von der Szene stabil. Das ist besonders hervorzuheben, denn nicht jeder Fernseher verhält sich in dieser Hinsicht gleich. Bei einigen RGB-Mini-LED-Modellen kann die Farbsättigung stärker von der Bildhelligkeit abhängen. Eine größere Farbpalette bieten heute vor allem QD-OLED-Fernseher sowie neue SQD-Modelle mit einer neuen Generation von Quantum Dots. Der C6 schneidet hier dennoch sehr gut ab und ist in den meisten Filmszenen in der Lage, entsprechend gesättigte Farben zu erzeugen.
BT.2020 color gamut coverage and primary color luminance
| Data set | BT.2020 | P3 | R | G | B |
|---|---|---|---|---|---|
| Synthetic patterns | 75.1% | 99.4% | 53% | 58% | 67% |
| Film measurements | 74.9% | 99.2% | 68% | 72% | 79% |
BT.2020 and P3 – average color gamut coverage (percent of the target gamut).
R, G, B – average primary color luminance relative to target (percent).
Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)
Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)
Bei HDR-Filmen schlägt sich der C6 einfach sehr gut. Bei Material, das auf etwa 1000 Nits vorbereitet ist, wie Billy Lynn, gibt es kaum Gründe zur Kritik, denn der Fernseher hat bereits ein ausreichend helles Panel, um solches Material ohne größere Verluste darzustellen. Auch mit deutlich schwierigeren Szenen kommt er gut zurecht. Bei "Panie" kann die Helligkeit des Materials weit über die Möglichkeiten des Panels hinausgehen, doch der C6 hat damit kaum Probleme. Das Tonemapping funktioniert so gut, dass das Bild weiterhin gut ablesbar bleibt und in den hellsten Bereichen keine Details verloren gehen. Das Einzige, was uns aufgefallen ist, ist eine leicht erhöhte Helligkeit. Dadurch zeigt der C6 in einigen Szenen etwas mehr Details, als er im Vergleich zum Referenzbild zeigen sollte. Das ist kein großer Fehler, aber bei direktem Vergleich fällt er auf.
HDR luminance chart:
Auf diesem Vergleich sieht man gut, dass die werkseitige Tonzuordnung in HDR10 beim C6 ziemlich aggressiv arbeitet. Der Fernseher versucht, so viel Helligkeit wie möglich aus dem Bild herauszuholen, doch das geschieht auf Kosten einiger Details in den hellsten Bereichen. Bei Schnee oder hellem Hintergrund beginnen manche Details einfach zu verschmelzen. Dolby Vision kommt damit deutlich besser zurecht. Das Bild wirkt etwas ruhiger, dafür gewinnen wir viele Informationen in den Lichtern zurück – man sieht die Struktur des Schnees, den Hintergrund und feine Übergänge zwischen den hellsten Tönen besser. Der Unterschied ist nicht riesig, aber bei solch anspruchsvollen Szenen liefert Dolby Vision einfach ein klareres Bild.
Static HDR10
Dynamic: Dolby Vision
7.8/10
Schon nach dem Auspacken ist der LG C6 ziemlich gut eingestellt, besonders wenn man den Filmmaker-Modus wählt. Bei SDR-Inhalten ist der Weißabgleich ordentlich, obwohl bei steigender Helligkeit leicht Rot fehlt. Das Bild wirkt dadurch etwas kühler, aber der Unterschied ist nicht so groß, dass er beim normalen Fernsehen stark auffällt. Mehr passiert in der reinen Helligkeitscharakteristik. Die Gamma-Kurve ist etwas zu niedrig und statt beim Wert 2,4 zu liegen, befindet sie sich über einen großen Teil des Bereichs näher bei 2,1 und 2,2. In der Praxis hellt der C6 die Mitteltöne leicht auf. Schatten werden dadurch besser lesbar, aber das Bild verliert etwas an Tiefe verglichen damit, wie es in einem abgedunkelten Raum aussehen sollte.
Bei HDR ist die Situation etwas interessanter. Der Beginn der Graustufenskala fällt sehr gut aus, doch ab etwa 20 bis 30 % Helligkeit beginnt der Weißabgleich zunehmend auseinanderzulaufen. Mit steigender Helligkeit nimmt der Rotanteil zu, während Blau spürbar fehlt. In den hellsten Bereichen ist der Unterschied bereits deutlich und wirkt sich auch auf die Wiedergabe mancher Farben aus. Die EOTF-Kennlinie wird dagegen über den Großteil des Bereichs recht gut eingehalten. Der C6 neigt lediglich dazu, das Bild leicht aufzuhellen, wie wir bereits in unseren Filmvergleichen gesehen haben. Die größte Abweichung tritt in den sehr hellen Partien auf, wo der Fernseher das Signal an die Möglichkeiten des Panels anpasst.
Der werkseitige Filmmaker-Modus im HDR ist also nicht perfekt, aber insgesamt gut. Am meisten Verbesserungsbedarf besteht beim Weißabgleich, insbesondere bei hoher Helligkeit.
9.1/10
LG-Fernseher lassen sich seit Jahren sehr gut kalibrieren, und das C6 bildet da keine Ausnahme. Nach der Korrektur ließ sich der Weißabgleich praktisch mustergültig einstellen, und die meisten Farbfehler sanken auf Werte unter 3, oft sogar gegen 2. In der Praxis bedeutet das eine sehr genaue Farbwiedergabe, sowohl in SDR als auch in HDR. Eine Auffälligkeit trat erst bei der Helligkeitscharakteristik in HDR zutage. Im klassischen EOTF-Diagramm sieht alles nahezu perfekt aus, und auf den ersten Blick wäre kaum etwas auszusetzen. Erst als wir das Verhalten des Fernsehers mit Filtern gemessen haben, die auf realen Filmszenen basieren, zeigte sich, dass das C6 dazu neigt, die Bildhelligkeit leicht künstlich anzuheben.
Das ist kein großer Unterschied und wird von vielen sogar als positiv empfunden, weil HDR dadurch etwas spektakulärer wirkt. Aus Sicht der Übereinstimmung mit dem Quellmaterial ist dieses Verhalten jedoch nicht ideal. Einige Szenen sind einfach ein wenig heller, als es der Filmemacher vorgesehen hat. Interessanterweise ist das für LG ziemlich ungewöhnlich. In früheren Generationen hielten sich die Fernseher dieser Marke nach der Kalibrierung in der Regel sehr genau an die Referenzcharakteristik des Bildes. Beim C6 liegen wir weiterhin sehr nah am Referenzwert, doch dieser leichte „Boost“ der Helligkeit ist in Filmen und Serien tatsächlich bemerkbar.
7/10
Der LG C6 meistert Tonwertübergänge sehr gut. In den meisten Filmszenen waren deutliche Banding-Probleme kaum zu erkennen. Sowohl in dunklen Bildpartien als auch in hellen Verläufen bleiben die Farben relativ glatt und zerfallen nicht in sichtbare Bänder. Das ist eine sehr gute Nachricht, denn WOLED-Panels schnitten in dieser Hinsicht nicht immer ideal ab. Beim C6 ist es jedoch deutlich besser, und beim normalen Betrachten sollte dieses Bildmerkmal nicht weiter auffallen.
Hinweis: Ein Nachteil ist hingegen das in Schwarzbereichen sichtbare Dithering. Aus nächster Nähe lässt sich ein leichtes Flimmern und eine Körnigkeit der dunkelsten Bildbereiche feststellen. Es ist nicht so ausgeprägt wie bei der Version mit Tandem-OLED-Panel, tritt aber weiterhin auf, weshalb wir dem C6 in dieser Kategorie einige Punkte abgezogen haben.
8.5/10
Smooth transition function
Image without overscan on the SD signal
Hier hat der LG C6 einen großen Schritt nach vorn gemacht. Der Fernseher nutzt denselben Prozessor wie das Flaggschiff G6, und in puncto Bildverarbeitung sind beide Modelle einander sehr ähnlich. Das ist ein großer Pluspunkt, denn gerade in diesem Bereich schlägt sich der diesjährige LG-Prozessor hervorragend. Besonders gut arbeitet die Funktion „Flüssige Gradation”. Bei stark komprimierten Inhalten kann sie unschöne Tonwertübergänge und Artefakte effektiv verbergen, die etwa bei Streaming in niedrigerer Qualität häufig auftreten. Am besten lässt man sie auf der Einstellung „Niedrig”. Dann ist die Verbesserung deutlich, und der Fernseher beginnt noch nicht, feine Details zu verwischen. Höhere Stufen glätten das Bild stärker, können aber bereits einen Teil der natürlichen Textur von Objekten auf dem Bildschirm nehmen. Auch das Upscaling selbst fällt sehr gut aus. Inhalte mit niedrigerer Auflösung werden korrekt geschärft, Kanten wirken sauber, und der Prozessor rekonstruiert recht effektiv feine Details. In dieser Hinsicht kommt der C6 den besten LG-Fernsehern bereits sehr nahe, und die Unterschiede zum G6 sind gering.
8.5/10
Maximum refresh rate of the panel: 165Hz
Film motion smoothing option: Yes
Blur reduction option: Yes
BFI function 60Hz: Yes, 60Hz (image flickers)
Brightness drop with BFI: 49%
Der LG C6 verfügt über ein Panel mit einer maximalen Bildwiederholfrequenz von 165 Hz, was vor allem für Spieler mit einem leistungsstarken PC eine großartige Nachricht ist. Bei Filmen, Sportübertragungen oder auf Konsolen nutzen wir natürlich maximal 120 Hz, aber selbst dann ist die Bewegungsdarstellung kaum zu beanstanden. Wie bei einem OLED üblich ist die Reaktionszeit des Panels nahezu sofort. Hinter bewegten Objekten bilden sich daher nicht die typischen Nachzieheffekte, die man bei LCD-Fernsehern noch findet. Besonders deutlich wird das bei Sportübertragungen oder schnellen Spielen, wo das Bild selbst bei dynamischer Bewegung sehr sauber bleibt.
Für Filme und Fernsehen hat LG außerdem das Bewegungsinterpolationssystem TruMotion integriert. In den Benutzereinstellungen findet man zwei separate Schieberegler. De-Judder ist vor allem für Inhalte mit niedriger Bildrate zuständig, also hauptsächlich Filme und Serien mit 24 fps. Damit kann man das typische Ruckeln der Bewegung leicht verringern oder einen höheren Wert einstellen, wenn man ein sehr flüssiges Bild wünscht. De-Blur hingegen ist bei Inhalten mit höheren Bildraten nützlich, vor allem bei Sportübertragungen und Fernsehsendungen mit 50/60 fps.
Blur (native resolution, maximum refresh rate):
Blur (BFI function enabled):
Image flickers in this mode
Blur (4K@165Hz):
Hier findet sich auch die Funktion OLED Motion, also ein Verfahren, das als BFI funktioniert und schwarze Frames einfügt, um die Bewegungsdarstellung zu verbessern. Beim C6 sehen wir jedoch keinen großen Sinn in ihrer Nutzung. Sie verursacht sichtbares Flimmern, kann die Helligkeit deutlich verringern und bringt keine so deutliche Verbesserung der Bewegungsdarstellung, dass das diese Nachteile aufwiegt. Es ist deutlich besser, bei der standardmäßigen Funktionsweise des Panels zu bleiben und gegebenenfalls TruMotion zu nutzen.
10/10
LG setzt seit Jahren stark auf Gamer, und beim C6 fehlt eigentlich nichts Wesentliches. Der Fernseher unterstützt 4K mit 120 Hz von Konsolen, und bei Anschluss eines Computers kann er sogar mit 165 Hz arbeiten. Hinzu kommt VRR im Bereich von 40 bis 165 Hz, ALLM sowie ein korrekt funktionierendes HGiG. Ein großer Vorteil ist auch die Unterstützung von Dolby Vision beim Spielen, sodass die Xbox Series X dieses Format nutzen kann, ohne auf den Spielmodus verzichten zu müssen. Abgerundet wird das Ganze durch die Game Bar, mit der wir die wichtigsten Signalparameter schnell prüfen und Einstellungen ändern können, ohne das Spiel zu verlassen. Was die Ausstattung angeht, gehört der C6 also zu den Fernsehern, an denen man nur schwer größere Kritikpunkte finden kann. Unabhängig davon, ob man auf der PlayStation, der Xbox oder dem PC spielt, ist hier praktisch alles vorhanden, was man von einem modernen Gaming-Fernseher erwarten kann.
9.9/10
Beim Input-Lag schneidet der C6 so ab, wie es ein guter Gaming-Fernseher tun sollte. Bei 120 Hz haben wir etwa 5 ms gemessen, daher ist die Reaktion auf den Controller praktisch sofort. Bei 60 Hz steigt der Wert auf etwa 14 ms, was immer noch gute Werte sind. Etwas höhere Verzögerungen treten bei Dolby Vision auf. Bei 120 Hz sind es etwa 14 ms, bei 60 Hz etwa 22 ms. In der Praxis, wenn man normal auf der Xbox spielt, dürfte das nicht wirklich stören.
| SDR | HDR | Dolby Vision |
|---|---|---|
| 1080p60: 14 ms | 2160p60: 14 ms | 2160p60 DV: 22 ms |
| 1080p120: 5 ms | 2160p120: 5 ms | 2160p120 DV: 14 ms |
| 2160p60: 14 ms | ||
| 2160p120: 5 ms |
8.6/10
Chroma 444 (max. resolution and refresh rate): Yes
Font clarity: Good
Readability of dark text and shapes: Very Good
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate): 5ms
Matrix subpixel arrangement: RWBG
Max refresh rate: 165Hz
G-Sync: Yes
Der C6 funktioniert auch am Computer sehr gut. Der Fernseher unterstützt Chroma 4:4:4 korrekt, sodass Texte, Symbole und andere kleine Systemelemente klar dargestellt werden. Damit lässt er sich nicht nur ohne Probleme zum Spielen nutzen, sondern auch für die normale Arbeit unter Windows. Als Einschränkung bleibt die Vier-Subpixel-Anordnung der Matrix. Wenn man sehr nah am Bildschirm sitzt, kann man an den Kanten mancher Schriftarten feine farbige Ränder erkennen. Das ist jedoch nicht besonders störend und aus normaler Sitzentfernung praktisch nicht mehr sichtbar.
Der C6 hat auch PC-Spielern einiges zu bieten. Am PC lässt sich die volle Bildwiederholfrequenz von 165 Hz nutzen, dazu kommen G-Sync, VRR und ein sehr geringer Input-Lag, der bei maximaler Bildwiederholrate etwa 5 ms beträgt. In Verbindung mit der blitzschnellen Reaktionszeit des OLED-Panels ergibt das ein sehr flüssiges und klares Bild ohne sichtbares Nachziehen. Wenn also jemand vorhat, einen leistungsstarken Rechner an den C6 anzuschließen, kann der Fernseher problemlos als großer Gaming-Monitor dienen und eignet sich gleichzeitig auch recht gut für die normale Arbeit.
7.4/10
Brightness drop at an angle of 45 degrees: 33%
Die Blickwinkel des LG C6 sind sehr gut und gehören eigentlich zu den besten, die man derzeit bei Fernsehern antrifft. Das ist natürlich zum großen Teil dem OLED-Panel selbst zu verdanken. Selbst wenn man deutlich seitlich sitzt, behält das Bild weiterhin einen guten Kontrast, und die Farben verlieren nicht stark an Sättigung. Dadurch eignet sich der C6 sehr gut für ein größeres Wohnzimmer, in dem nicht jeder perfekt frontal vor dem Bildschirm sitzt. Erst bei wirklich großem Betrachtungswinkel lassen sich leichte Farbveränderungen erkennen, doch beim normalen Betrachten ist das kaum als Problem zu werten. In dieser Hinsicht schneiden eigentlich nur die QD-OLED-Panels von Samsung Display noch besser ab.
6.6/10
Panel finish: Glare
Reflection suppression: Decent
Black levels during daytime: Very Good
Das LG C6 hat ein glänzendes Panel, das mit direkten Reflexionen ziemlich gut zurechtkommt, sie aber nicht vollständig beseitigt. Wenn sich gegenüber dem Fernseher ein großes Fenster oder eine starke Lampe befindet, bleibt deren Spiegelung weiterhin sichtbar. Auf der anderen Seite hält das Display Schwarz in einem beleuchteten Raum gut und selbst tagsüber wirkt das Bild nicht grau oder ausgewaschen. Außerdem ist das C6 auch im SDR-Betrieb recht hell. Bei typischen Inhalten haben wir etwa 470 Nits gemessen, sodass es sich in den meisten Wohnzimmern tagsüber ohne größere Probleme bewähren sollte. Die Helligkeit fällt stärker erst dann ab, wenn ein großer Teil des Bildschirms von Weiß eingenommen wird. Das ist weiterhin eine der typischen Eigenschaften von OLEDs, und bei sehr hellen Inhalten, etwa Wintersportübertragungen, wird das bereits sichtbar. Insgesamt eignet sich das C6 gut für ein normal beleuchtetes Wohnzimmer. Wenn der Fernseher jedoch direkt gegenüber riesigen Fenstern stehen und den Großteil des Tages gegen starke Sonneneinstrahlung ankämpfen soll, ist ein helles Mini-LED weiterhin die bessere Wahl.
Panel brightness
LG OLED C6 (WOLED): 469 cd/m2
8.4/10
System: WebOS
System performance: Very good
Egal, auf welche C6-Version man trifft, der Funktionsumfang bleibt derselbe. Das Herz des Fernsehers ist natürlich webOS, das LG seit Jahren weiterentwickelt. Es läuft schnell, ist gut optimiert und bietet vor allem Zugriff auf praktisch alle bekannten Apps. Netflix, Disney+, Prime Video, YouTube, Max oder andere Streamingdienste – in dieser Hinsicht findet man kaum Lücken. Das System selbst bietet zudem viele Zusatzfunktionen. Es gibt AirPlay, einfache Bildübertragung vom Smartphone, Steuerung von Smart-Home-Geräten und die Möglichkeit, den Startbildschirm zu personalisieren. LG hat webOS über mehrere Generationen stark ausgebaut, und mitunter kann die Anzahl verfügbarer Reiter und Empfehlungen ein wenig überwältigen (insbesondere mit Werbung im Hintergrund). Nach einer Eingewöhnung ist das System jedoch komfortabel und vor allem zuverlässig in der Bedienung.
Der C6 macht auch eine sehr gute Figur, wenn man ihn wie einen normalen Fernseher und nicht nur als Netflix-Bildschirm nutzen will. Empfang von terrestrischem Fernsehen, Programmführer oder das Umschalten der Sender funktionieren reibungslos und lassen kaum Wünsche offen. LG bietet weiterhin die Möglichkeit, Sendungen auf einen USB-Stick aufzunehmen, sodass die klassischen Funktionen insgesamt sehr umfangreich sind. Eigentlich fehlen uns hier nur zwei Dinge. Erstens die PiP-Funktion, also die gleichzeitige Anzeige von zwei Bildquellen. Zweitens eine Hintergrundbeleuchtung der Fernbedienung, die besonders beim abendlichen Fernsehen nützlich wäre. Abgesehen davon hat der C6 eigentlich alles, was man von einem modernen Fernseher erwarten kann.
Beim Kauf des C6 sollte man jedoch auf die Fernbedienung achten, denn hier hat LG für etwas Verwirrung gesorgt. In unseren Tests hatten wir unter anderem die Variante C64, die in großen Handelsketten zu finden ist. Im Lieferumfang war die neue, deutlich kleinere Magic Remote Slim. Sie hat weniger Tasten und wirkt deutlich moderner, behält aber zwei der markantesten Merkmale der LG-Fernbedienungen bei – das Scrollrad und die Cursorsteuerung per Bewegung der Fernbedienung. Unser getesteter C6E war dagegen mit der älteren, größeren Version der Magic Remote ausgestattet. Sie funktioniert im Grunde gleich, hat aber eine klassische numerische Tastatur und deutlich mehr physische Tasten. Sie wirkt weniger modern, für manche Nutzer, vor allem jene, die an klassische Fernbedienungen gewöhnt sind, kann sie jedoch bequemer sein. Es gibt also keine einfache Antwort darauf, welche Fernbedienung besser ist. Die neue ist kleiner, einfacher und deutlich zeitgemäßer, die ältere bietet dafür schnelleren Zugriff auf mehr Funktionen, ohne sich durchs Menü klicken zu müssen. Es ist gut zu wissen, dass je nach C6-Kennzeichnung in der Verpackung die eine oder die andere Variante liegen kann.
9.1/10
9.1/10
| Maximum photo resolution: | Supported photo formats: |
|---|---|
Während unserer Tests kam der Fernseher problemlos mit praktisch allen gängigen Videoformaten zurecht, die wir auf einen USB‑Stick kopiert hatten. Es gab keine Probleme mit hoher Bitrate, Untertiteln oder anspruchsvolleren Dateien, daher gibt es diesbezüglich kaum etwas zu beanstanden. Die einzige Ausnahme waren Inhalte mit DTS‑Tonspur. Das ist jedoch keine Überraschung, denn der Fernseher unterstützt diesen Codec einfach nicht. Außerdem ist der Player so gut, dass die meisten Nutzer problemlos ohne die Installation externer Apps oder das Anschließen eines zusätzlichen Players auskommen.
7/10
88dB
Maximum volume
Supported codecs (TV speakers)
Dolby Digital Plus 7.1
Dolby True HD 7.1
Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
Dolby Atmos in Dolby True HD
DTS:X in DTS-HD MA
DTS-HD Master Audio
Was den Klang angeht, hat sich das C6 im Vergleich zum letztjährigen C5 praktisch nicht verändert. Es gibt weiterhin ein 2.2-System mit einer Gesamtleistung von 40 W, also eine etwas solidere Basis als bei vielen Fernsehern mit einfachen 2.0-Systemen mit 20 W. In der Praxis klingt das sehr ordentlich. Dialoge sind gut verständlich, der Klang ist nicht übermäßig flach, und die zusätzlichen Lautsprecher sorgen für etwas mehr Bass als bei vielen Einstiegsgeräten. Natürlich ersetzt das keinen guten Soundbar und schon gar nicht ein Heimkino, aber fürs tägliche Fernsehen ist es völlig ausreichend.
Ein kleiner Rückschritt zeigt sich jedoch bei den Einstellungen selbst. LG hat dieses Jahr einige voreingestellte Klangmodi entfernt, wodurch es etwas schwieriger ist, den Klang an die eigenen Vorlieben anzupassen als bei der Vorgängergeneration. Aus diesem Grund fällt unsere Bewertung minimal niedriger aus, obwohl die Leistungsfähigkeit der Lautsprecher praktisch unverändert geblieben ist. Positiv zu vermerken ist die Unterstützung von Dolby Atmos, dem derzeit beliebtesten Format für räumlichen Ton bei Filmen und Streaming. Weiterhin fehlt jedoch die Unterstützung für DTS, was vor allem für Nutzer relevant sein kann, die eine eigene Filmsammlung auf Discs oder als Dateien nutzen.
Sound Quality Test:
88dBC (Max)
75dBC
Software version during testing: 43.11.77
Panel uniformity and thermal imaging:
Backlight Type: WRGB OLED
Founder and originator of the "ChooseTV" portal
Journalist, reviewer, and columnist for the "ChooseTV" portal
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