BRAVIA 3 II / XR35M2
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Panel type: LCD VA Refresh rate: 120Hz Brand: SONY Resolution: 3840x2160 System: Google TV Model year: 2026
Sony Bravia 3 II ist eine überarbeitete Version der Bravia 3 aus dem Jahr 2025. Die größte Änderung ist das 120-Hz-Panel, daher ist sofort ersichtlich, dass Sony stärker auf Gamer abzielen wollte, insbesondere auf Besitzer der PlayStation 5. Wir haben geprüft, was sonst noch verbessert wurde und ob die Bravia 3 II tatsächlich eine interessantere Wahl als ihr Vorgänger ist.
7.0
Overall rating
Sony Bravia 3 II ist ein Fernseher, bei dem man sehr schnell erkennt, welche Idee der Hersteller mit diesem Modell verfolgt hat. Es soll in erster Linie eine sinnvolle Bravia zum Spielen sein, und in dieser Hinsicht sind die Änderungen wirklich konkret. Endlich hat Sony eines der größten Probleme seiner Fernseher behoben, nämlich die Anwesenheit von nur zwei vollwertigen HDMI 2.1-Anschlüssen. Hier gibt es vier, und allein das macht die Bravia 3 II zu einer deutlich praktischeren Wahl für alle, die viel Gaming-Hardware anschließen möchten. Zum Glück hört es nicht beim Spielen auf. Das 120-Hz-Panel überzeugt bei der Bewegungsdarstellung, Nachzieheffekte sind gering, und die Systeme zur Verbesserung der Bildflüssigkeit arbeiten überraschend wirkungsvoll, mitunter sogar besser als in Sonys Top-Modellen. Deshalb fühlt sich die Bravia 3 II auch bei Sportübertragungen sehr wohl. Hinzu kommt natürlich Google TV mit seinem umfangreichen App- und Funktionsangebot, sodass sie in puncto Bedienkomfort einfach das Sony ist, das wir seit Jahren kennen.
Das größte Problem dieses Modells liegt jedoch nicht beim Fernseher selbst, sondern beim aktuellen Preis. Die Bravia 3 II liegt heute gefährlich nah an der Bravia 5, und wenn der Aufpreis für das höhere Modell nur wenige Prozent beträgt, verliert die Wahl der niedrigeren Serie ihren Sinn. Die Bravia 5 bietet bereits eine vollwertige Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung mit lokalem Dimming, also genau das, was der Bravia 3 II beim abendlichen Sehen und bei HDR am meisten fehlt. Deshalb bewerten wir dieses Modell vor allem anhand des Preises. Die Bravia 3 II ist an sich ein sehr gelungener Fernseher der unteren Mittelklasse und könnte bei angemessener Preisgestaltung problemlos eine interessante Wahl für Gamer oder Sportfans sein. Wenn der Unterschied zur Bravia 5 jedoch gering bleibt, wird es schwerfallen, sie mit voller Überzeugung zu empfehlen.
Sehr flüssige Bewegungsdarstellung und ungewöhnlich geringes Nachziehen für einen 120-Hz-LCD-Fernseher
4 × HDMI 2.1 48 Gb/s, endlich!
Viele Funktionen für Gamer: VRR, ALLM, niedriger Input-Lag
Breiter Farbraum - QLED (PFS)
Unterstützung für Dolby Vision
Google TV mit einer großen Auswahl an Apps und Funktionen
Breite Unterstützung für Audioformate: Dolby Atmos und DTS
Aufnahme von Sendungen auf USB
Zwei Fernbedienungen im Lieferumfang
Hoher Preis im Verhältnis zu den gebotenen Möglichkeiten, für nur wenig mehr bekommt man ein deutlich besseres Modell BRAVIA 5
Keine lokale Dimmung
Keine korrekte Unterstützung von HGiG
Durchschnittliche Verarbeitung von Inhalten geringer Qualität
Movies and series in UHD quality
6.5
Classic TV, YouTube
6.3
Sports broadcasts (TV and apps)
6.7
Gaming on console
8.1
TV as a computer monitor
7.2
Watching in bright light
5.8
Utility functions
7.9
Apps
9.6
Sound quality
6.8
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HDMI inputs: 0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 (48Gbps) Outputs: Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI) Network Interfaces: Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality: Good
Stand type: Legs
Bezel color: Graphite
Stand: Base adjustment
Flat design: No
Accessories: Two remote controls, Stand
Die Bravia 3 II versucht nicht, ein High-End-Modell vorzutäuschen, aber an der Verarbeitungsqualität gibt es kaum etwas auszusetzen. Das Gehäuse kombiniert Kunststoff- und Metallelemente, alles ist gut verarbeitet, und von vorn wirkt der Fernseher ordentlich und ziemlich modern. Die Rahmen um das Display sind relativ schmal, sodass man auf den ersten Blick kaum den Budgetcharakter erkennt. Mehr verrät erst die Rückseite. Das Gehäuse ist recht dick, besonders an der Stelle, an der sich die Elektronik befindet, weshalb der Bildschirm nach der Montage etwas weiter von der Wand abstehen wird. Im Lieferumfang sind Kunststofffüße mit verstellbarem Fußabstand enthalten, was bei einem schmaleren TV-Möbel hilfreich sein kann. Selbstverständlich unterstützt die Bravia 3 II auch den VESA-Standard, sodass sie unabhängig von der Größe an der Wand montiert werden kann.
Select size:
5.6/10
Local dimming function: No
Result
3,050:1
Result
4,650:1
Result
5,850:1
Result
6,400:1
Result
4,350:1
Die Bravia 3 II verwendet ein VA-Panel, also eine Lösung, die von Natur aus deutlich besseren Kontrast bietet als IPS- oder ADS-Panels. In unserem Exemplar lag der native Kontrast bei rund 5000:1, und für einen Fernseher ohne lokales Dimming ist das ein ziemlich gutes Ergebnis. In der Praxis bedeutet das, dass Schwarz in einem leicht beleuchteten Raum wirklich ordentlich wirken kann. Dunkle Bildbereiche sind nicht sofort grau, und Nachtszenen wirken deutlich tiefer als bei vielen Fernsehern mit IPS-Panel. Eine schlechtere Schwarzdarstellung wird jedoch sichtbar, sobald man das Licht ausschaltet. Die Bravia 3 II hat kein System für lokales Dimming, sodass die Hintergrundbeleuchtung im Grunde überall gleich arbeitet, unabhängig davon, was in einem Bildbereich passiert. Im dunklen Zimmer fällt deshalb leicht auf, dass Schwarz nicht mehr wirklich schwarz ist, sondern in ein dunkles Marineblau übergeht. Das ist kein Niveau, das den Filmgenuss stark ruiniert, aber beim abendlichen Sehen wird der Unterschied gegenüber einem Mini-LED-Fernseher und erst recht gegenüber einem OLED sehr deutlich.
5.3/10
Supported formats: HDR10, Dolby Vision, HLG
Luminance measurements in HDR:
Result
408 nit
Result
430 nit
Result
449 nit
Result
457 nit
Result
455 nit
Die Bravia 3 II ist sicherlich nicht der Fernseher, der mit Helligkeit beeindrucken will. In unseren Messungen erreichte er etwa 450 Nits, damit fehlt ihm gegenüber den hellsten Modellen auf dem Markt noch einiges. Das bedeutet aber nicht, dass HDR hier nur auf dem Papier existiert. Im Vergleich zu gewöhnlichem SDR-Material können sich die hellsten Bildbereiche bereits deutlich durchsetzen, und Reflexe, Lichter oder stärker belichtete Szenen wirken etwas energischer und heben sich besser vom Rest des Bildes ab. Am deutlichsten wird das in einfacheren Einstellungen, in denen viele helle Elemente auf dem Bildschirm zu sehen sind. Dann kann die Bravia 3 II bereits einen Vorgeschmack auf ein Bild mit höherer Dynamik geben. Problematisch wird es erst bei anspruchsvolleren Inhalten, die eine deutlich größere Helligkeitsreserve verlangen. Dort zeigt der Fernseher schnell seine Grenzen, und statt eines kraftvollen, effektvollen HDR bekommen wir nur ein korrekt wirkendes Bild.
Die Bravia 3 II nutzt ein QLED-Panel, technisch allerdings nicht die klassische Quantum-Dot-Schicht. Stattdessen hat Sony eine auf PFS-Phosphor basierende Lösung eingesetzt, die eine sehr ähnliche Funktion erfüllt: Sie ermöglicht gesättigtere Rottöne und Grüntöne und damit die Darstellung eines deutlich größeren Farbraums. In unseren Messungen lag die Abdeckung der DCI-P3-Palette bei etwa 94% und die der sehr breiten BT.2020 bei rund 74,4%. Das sind gute Werte in dieser Geräteklasse, durch die die Bravia 3 II keine Probleme hat, in HDR-Material ausreichend gesättigte Farben zu zeigen. Die Farben wirken nicht blass, und intensivere Nuancen können wirklich attraktiv aussehen.
BT.2020 color gamut coverage and primary color luminance
| Data set | BT.2020 | P3 | R | G | B |
|---|---|---|---|---|---|
| Synthetic patterns | 74.4% | 94.2% | 57% | 62% | 66% |
| Film measurements | 74.4% | 94.2% | 57% | 62% | 66% |
BT.2020 and P3 – average color gamut coverage (percent of the target gamut).
R, G, B – average primary color luminance relative to target (percent).
Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)
Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)
Obwohl die Bravia 3 II nicht zu den besonders hellen Fernsehern gehört, können HDR-Inhalte auf ihr überraschend gut aussehen. Am besten wirken Inhalte, die für geringere Spitzenhelligkeiten gemastert wurden, also die typischen HDR‑Produktionen auf Streaming‑Plattformen, meist auf etwa 1000 Nits gemastert. In solchen Inhalten weist der Fernseher eine recht gute Übereinstimmung mit dem Referenzbild auf, und die hellsten Bildbereiche werden geordnet und ohne große Detailverluste wiedergegeben (z. B. Feuerwerk). Natürlich lassen sich manche Einschränkungen nicht völlig verbergen. In manchen Szenen kann das Bild etwas zu dunkel wirken, und das Fehlen von lokalem Dimming sorgt dafür, dass der Kontrast nicht so eindrucksvoll ist wie bei teureren Modellen. Trotzdem wirkt das Gesamtbild nach wie vor attraktiv. Interessant sind auch Inhalte, die bis zu 4000 Nits gemastert wurden, also deutlich über den Möglichkeiten der Bravia 3 II liegen. Hier muss der Fernseher die hellsten Bildpartien stärker komprimieren, und manchmal sieht man, dass er nicht alle feinen Details in den Lichtern wiedergeben kann. Für ein Modell mit dieser Helligkeit und ohne lokales Dimming funktioniert das Tone Mapping jedoch ziemlich ordentlich. Wir hatten größere Kompromisse erwartet, stattdessen achtet Sony recht gut darauf, dass das Bild weiterhin natürlich wirkt und nicht völlig an Dynamik verliert.
HDR luminance chart:
Das, was wir zuvor beim Tonemapping gesehen haben, ist weitgehend auf die recht gut arbeitenden Algorithmen der Bravia 3 II zurückzuführen. Selbst bei einfachem HDR10, also ohne dynamische Metadaten, kann das TV-Gerät einen großen Teil der Details in den hellsten Bildbereichen zurückgewinnen und verhindert ein schnelles Ausbrennen der Lichter. Erst der direkte Vergleich mit Dolby Vision zeigt, dass sich dem Bildschirm noch etwas mehr entlocken lässt. Dynamische Metadaten helfen, die HDR-Wiedergabe besser an die jeweilige Szene anzupassen, sodass in den hellsten Bildpartien etwas mehr Details sichtbar werden und das Gesamtbild besser geordnet wirkt. Der Unterschied ist jedoch nicht groß, was wiederum dafür spricht, wie gut die Bravia 3 II mit einfachem HDR10 zurechtkommt. Dolby Vision bietet einen Vorteil, aber der Unterschied ist nicht so groß, wie man ihn bei ähnlich ausgerichteten Fernsehern oft beobachtet.
Static HDR10
Dynamic: Dolby Vision
6.3/10
Im Profi-Modus zeigt die Bravia 3 II bereits nach dem Auspacken eine recht gute Farbwiedergabe. In SDR fällt vor allem die etwas zu niedrige Gamma auf, wodurch die mittleren Bildbereiche ein wenig heller sind. Auch der Weißabgleich ist nicht perfekt: Mit steigender Helligkeit fehlen etwas Blau und Rot, sodass Weiß stellenweise in einen leicht wärmeren, leicht grünlichen Ton abdriften kann. Das sind jedoch keine Fehler, die beim Ansehen eines Films sofort ins Auge springen. Die durchschnittlichen Fehlerwerte liegen bei etwa 3, sodass die Werkseinstellung als ziemlich gut gelten kann. Ähnlich verhält es sich im HDR. Auch hier fehlt etwas Blau, sodass das Bild minimal wärmer als die Referenz wirkt, aber der Unterschied ist nicht so groß, dass er beim normalen Betrachten stark stört.
8/10
Nach der Kalibrierung lässt sich besonders viel aus SDR-Material herausholen. Der Weißabgleich ließ sich nahezu vorbildlich einstellen, das Gamma stimmt praktisch mit dem Referenzwert überein, und die mittleren Farbabweichungen fielen von etwa 3 auf rund 1. Das ist bereits ein Niveau, bei dem Unterschiede zum Referenzbild in der Praxis sehr schwer zu erkennen sind. Die Bravia 3 II zeigt also, dass sie trotz ihrer Position im Sony-Portfolio ein recht großes Potenzial für eine präzise Bildanpassung hat. Im HDR ist die Verbesserung ebenfalls sichtbar, auch wenn sich hier nicht mehr alle Beschränkungen des Fernsehers umgehen lassen. Nach der Farbanpassung fällt leichter auf, dass die EOTF-Kurve bei Filmmaterial stellenweise leicht unter dem Referenzwert verläuft, also die Bravia 3 II einen Teil des Bildes leicht abdunkelt. Aus Sicht der Referenz ist das nicht ideal, aber bei diesem konkreten Fernseher hat es auch seine Vorteile. Bei fehlendem lokalem Dimming und durchschnittlichem Schwarzwert reduziert dieses Verhalten etwas das Sichtbarwerden der Hintergrundbeleuchtung in dunkleren Szenen und hilft, einen stärkeren Eindruck von Kontrast zu bewahren. Man kann also sagen, dass Sony auf diese Weise die Beschränkungen des verwendeten Panels teilweise kaschiert, anstatt um jeden Preis die Referenzhelligkeit einzuhalten.
9.5/10
Was die Gleichmäßigkeit der Tonwertübergänge angeht, macht die Bravia 3 II einen sehr guten Eindruck. In den meisten von uns betrachteten Szenen waren Probleme beim Übergang zwischen einzelnen Farbtönen kaum zu erkennen. Die Verläufe bleiben sowohl in hellen Bildbereichen wie dem Himmel oder bei Sonnenuntergängen als auch in deutlich schwierigeren, dunklen Aufnahmen glatt. Das Einzige, was auf unseren Fotos auffallen kann, besonders in den allerdunkelsten Szenen, ist die Ungleichmäßigkeit der Hintergrundbeleuchtung selbst. Das hat jedoch nichts mit der Farbabstufung zu tun, sondern ist eher eine Folge der Verwendung einer Hintergrundbeleuchtung ohne Local Dimming.
6/10
Smooth transition function
Image without overscan on the SD signal
Die Bravia 3 II ist das erste Fernsehgerät von Sony mit dem neuen MediaTek Pentonic 800, und in puncto Bildverarbeitung fallen hier einige Änderungen auf. Fangen wir bei den Grundlagen an. Das Upscaling an sich gelingt ordentlich. Der Fernseher kann Inhalte mit niedrigerer Auflösung sinnvoll hochskalieren und zeigt nicht die ausgeprägte Neigung, gezackte Kanten oder andere Quellenfehler übermäßig zu betonen. Bei normalem Fernsehen oder schwächeren Streaming-Inhalten bleibt das Bild daher recht attraktiv.
Mehr Vorbehalte haben wir gegenüber der digitalen Bildverarbeitung. In diesem Modell hat Sony die bekannte Funktion „Płynna gradacja“ durch eine neue Einstellung namens „Cyfrowa redukcja zakłóceń“ ersetzt. Deren Aufgabe ist im Wesentlichen sehr ähnlich: Sie soll unschöne Tonübergänge und Artefakte glätten, die durch starke Kompression des Signals entstehen. Leider arbeitet diese Funktion deutlich schlechter als zuvor. Bei der Einstellung „Hoch“ (die überhaupt Einfluss auf das Bild hatte) kann der Fernseher zu viele Bildelemente auf einmal glätten, sodass das Filmkorn verschwindet und Texturen von Objekten oder sogar die Haut von Figuren unnatürlich wirken. Schlimmer noch, der Effekt ist auch nicht besonders stabil. Wenn eine Szene mehr Bewegung enthält, lässt die Wirkung der Funktion deutlich nach und wirkt zeitweise, als würde der Fernseher gar nicht mehr in das Bild eingreifen. Daher empfehlen wir für den täglichen Gebrauch, sie nicht auf hoher Stufe zu verwenden. In statischen Einstellungen kann sie helfen, doch der Preis dafür ist oft ein zu großer Detailverlust.
8.2/10
Maximum refresh rate of the panel: 120Hz
Film motion smoothing option: Yes
Blur reduction option: Yes
BFI function 60Hz: Yes, 120Hz (double contours)
BFI function 120Hz: Yes, 240Hz (double contours)
Brightness drop with BFI: 25%
Die Bewegungsdarstellung ist eindeutig eine der stärksten Seiten der Bravia 3 II. Der Fernseher verwendet ein 120-Hz-VA-Panel, also eine Lösung, die von Natur aus trotz hoher Bildwiederholfrequenz nicht immer ideal beim Nachziehen ist. Hier ist es Sony jedoch gelungen, das Problem sehr gut in den Griff zu bekommen. Schnell bewegte Objekte bleiben klar, und typische „Schweife“ und Unschärfen sind auf ein wirklich niedriges Niveau reduziert, wenn nicht sogar auf null. Das ist einer der LCD-Fernseher mit dem geringsten Nachziehen, die wir bisher testen konnten. Interessanterweise kann die Bravia 3 II sich in dieser Hinsicht sogar besser schlagen als die deutlich teurere Flaggschiffserie True RGB: die Bravia 9 II.
Blur (native resolution, maximum refresh rate):
Blur (BFI function enabled):
Die Funktion „Czystość“, hinter der sich BFI verbirgt, arbeitet ebenfalls sehr gut. Wenn man sie auf das Maximum stellt, wirkt das Bewegtbild deutlich schärfer, und wichtig: das geht nicht mit einem so starken Helligkeitsverlust einher wie bei vielen anderen Fernsehern. Es tritt auch keine ausgeprägte Konturverdopplung oder irgendein Bildflimmern auf. Und genau dafür gebührt Sony ein großes Plus. Das Panel an sich wirkt auf dem Papier nicht besonders, aber die Art, wie der Fernseher mit Bewegung umgeht, ist es. Wenn jemand viel Sport schaut oder einfach auf die Schärfe bewegter Objekte achtet, schneidet die Bravia 3 II diesbezüglich wirklich hervorragend ab.
8.1/10
Sony Bravia 3 II ist ein sehr guter Fernseher für Spieler, auch wenn nicht alles so gelöst ist, wie wir uns das wünschen würden. Die größte Änderung betrifft die Anschlüsse. Erstmals bietet ein Sony-Fernseher vier vollwertige HDMI-2.1-Ports mit einer Bandbreite von 48 Gb/s, was dem neuen MediaTek Pentonic 800 zu verdanken ist. Damit verschwindet eines der Probleme, das die Fernseher dieses Herstellers seit Jahren begleitet. Man kann mehrere Geräte gleichzeitig anschließen und an jedem Eingang die vollen Möglichkeiten nutzen, etwa VRR oder ALLM. Es gibt auch eine einfache Game Bar, mit der man die wichtigsten Signalparameter einsehen und einige nützliche Einstellungen ändern kann, zum Beispiel den Schwarzwert, wenn man die Sichtbarkeit in dunkleren Spielszenen verbessern möchte.
Es gibt jedoch zwei Einschränkungen, die man kennen sollte. Die erste ist das Fehlen der Unterstützung für 1440p bei 120 Hz. Das wird nicht für alle ein Problem sein, aber Nutzer, die diese Auflösung an Konsole oder PC verwenden, etwa um in bestimmten Spielen flüssigeres Gameplay zu erreichen, müssen auf 1080p zurückgreifen. Größere Vorbehalte haben wir bei der HGiG-Unterstützung. Sony erlaubt bei der Bravia 3 II nicht, das Tone Mapping am Fernseher zu deaktivieren, sodass das Display das HDR-Bild permanent verarbeitet, auch wenn man diese Aufgabe der Konsole überlassen möchte. Am einfachsten bemerkt man das bei der HDR-Konfiguration, denn das Schachbrettmuster verschwindet nicht zu dem Zeitpunkt, der den tatsächlichen Fähigkeiten des Fernsehers entspricht. Das heißt nicht, dass HDR in Spielen schlecht aussehen wird. Man muss die Einrichtung nur etwas anders angehen und statt sich am Testbild zu orientieren die Spitzenhelligkeit manuell auf etwa 450 Nits einstellen. Das Problem lässt sich also umgehen, man sollte jedoch davon wissen, bevor man mit der Konfiguration der Konsole beginnt.
9.9/10
Was den Input-Lag angeht, schneidet die Bravia 3 II sehr gut ab. Bei einem Signal mit 120 Hz beträgt die Verzögerung etwa 8 ms, bei 60 Hz steigt sie auf rund 14 ms, sodass die Reaktion auf die Eingaben in beiden Fällen sehr schnell ist und man beim normalen Spielen kaum Verzögerungen bemerken würde. Positiv hervorzuheben ist auch das Verhalten des Fernsehers im Dolby Vision Gaming-Modus auf der Xbox. Der Input-Lag bleibt dabei praktisch ebenso niedrig, wobei Sony noch bis vor Kurzem deutliche Probleme damit hatte.
| SDR | HDR | Dolby Vision |
|---|---|---|
| 1080p60: 14 ms | 2160p60: 14 ms | 2160p60 DV: 14 ms |
| 1080p120: 8 ms | 2160p120: 8 ms | 2160p120 DV: 8 ms |
| 2160p60: 14 ms | ||
| 2160p120: 8 ms |
7.2/10
Chroma 444 (max. resolution and refresh rate): Yes
Font clarity: Good
Readability of dark text and shapes: Average
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate): 8ms
Matrix subpixel arrangement: BGR
Max refresh rate: 120Hz
G-Sync: Yes
Die Zusammenarbeit mit dem Computer ist insgesamt gut, wenn auch wieder nicht ohne einige Vorbehalte. Die Bravia 3 II unterstützt korrekt Chroma 4:4:4, sodass bei typischer Nutzung Text und Benutzeroberfläche scharf und gut lesbar wirken. Auffällig sind jedoch graue Schriften, bei denen die vertikalen Kanten deutlich heller als die horizontalen erscheinen können. Auf einem größeren Bildschirm stört das nicht besonders, wer aber die kleinere Variante der Bravia 3 II als Monitor für die Textarbeit in Betracht zieht, sollte das im Hinterkopf behalten.
Störender ist für uns jedoch das Fehlen zusätzlicher Modi mit erhöhter Bildwiederholrate. Es geht nicht einmal um 144 oder 165 Hz in 4K, sondern schon um die Möglichkeit, bei Full HD eine höhere Bildwiederholrate zu erzielen. Diese Option taucht zunehmend in Fernsehern der Konkurrenz auf (DLG 240 Hz), während Sony sie selbst in seinen teureren Modellen weiterhin nicht anbietet. Für die meisten Nutzer werden 4K bei 120 Hz natürlich völlig ausreichen, vor allem für Konsolen; wer den Fernseher aber auch als Gaming-Monitor für den PC nutzt, könnte hier dennoch ein wenig enttäuscht sein.
3.3/10
Brightness drop at an angle of 45 degrees: 72%
Die Blickwinkel sind ziemlich typisch für ein VA-Panel, also einfach durchschnittlich und für manche wohl sogar schlecht. Die Bravia 3 II wirkt am besten, wenn man direkt vor dem Bildschirm sitzt. Wenn man zur Seite rückt, verlieren die Farben an Sättigung und das Schwarz wird immer grauer. Das ist leider der Preis, den man für den hohen nativen Kontrast dieses Panels zahlt. Beim Zuschauen zu zweit oder zu dritt sollte das kein größeres Problem sein, aber bei einer weit gestellten Couch sehen die an den Rändern Sitzenden deutlich ein schlechteres Bild.
5.8/10
Panel finish: Satin
Reflection suppression: Decent
Black levels during daytime: Good
Tagsüber macht die Bravia 3 II einen recht ordentlichen Eindruck, wobei viel davon abhängt, wo man den Fernseher aufstellt. Die satinierte Beschichtung kommt mit Reflexionen ganz gut zurecht — sie wirkt nicht wie ein Spiegel, aber starke Lichtquellen, besonders ein Fenster gegenüber dem Bildschirm, können beim Fernsehen stören. Positiv wirkt sich das VA-Panel aus, das im Tageslicht ein recht gutes Schwarz bewahrt und verhindert, dass das Bild sofort grau oder stark ausgewaschen wirkt. Hilfreich ist auch eine Helligkeit von etwa 450 Nits, die die Bravia 3 II unabhängig vom Anteil heller Bildinhalte halten kann. Für ein normales Wohnzimmer ist das völlig ausreichend, und tagsüber bleibt das Bild gut ablesbar. Soll der Fernseher jedoch in einem sehr hellen Raum mit großen Fenstern und viel direktem Lichteinfall stehen, findet man Modelle mit deutlich wirksameren Beschichtungen und größerer Helligkeitsreserve.
Panel brightness
SONY BRAVIA 3 II (XR35M2): 447 cd/m2
7.9/10
System: Google TV
System performance: Good
Die Bravia 3 II läuft mit Google TV und gehört in puncto Funktionen zu den umfangreichsten Systemen, die man derzeit in Fernsehern findet. Vor allem hat man Zugriff auf eine sehr große Zahl an Apps, sodass man neben den bekanntesten Streamingplattformen auch viele weniger offensichtliche Dienste findet. Sony unterstützt außerdem AirPlay und Chromecast, wodurch das Übertragen von Inhalten vom Smartphone sehr bequem ist. Auch die Sprachsuche, unterstützt von Gemini, überzeugt: Sie versteht Befehle in vielen Sprachen und kann die Nutzung des Fernsehers wirklich erleichtern. Bei unseren Tests stießen wir allerdings auf ein Problem, die Bravia 3 II wollte über Miracast kein Bild von einem Windows-11-PC korrekt empfangen. Wenn man den Fernseher also als zusätzlichen Bildschirm für den Computer nutzen möchte, bleibt die zuverlässigste Lösung eine Verbindung per HDMI.
Sony hat auch an diejenigen gedacht, die nach wie vor hauptsächlich normales Fernsehen nutzen. Die Bravia 3 II unterstützt die Aufnahme von Sendungen auf USB sowie deren vorherige Programmierung per PVR, was heute eine Seltenheit ist, besonders bei günstigeren Modellen. Dazu kommen Teletext und ein übersichtlicher Programmführer, sodass es hinsichtlich der grundlegenden TV-Funktionen kaum etwas gab, das uns hier fehlte, vielleicht abgesehen von der Bild-in-Bild-Funktion PiP. Interessant sind auch die zwei mitgelieferten Fernbedienungen. Die erste ist modern und vereinfacht (Version ohne Beleuchtung), die andere ist eine klassische Ausführung mit vollständigem numerischem Tastenfeld. Und obwohl sie etwas altmodisch wirken mag, könnten Menschen, die viel klassisches Fernsehen schauen, sie sogar als praktischer empfinden, zum Beispiel zum Eingeben von Kanalnummern.
9.6/10
9.3/10
| Maximum photo resolution: | Supported photo formats: |
|---|---|
Der eingebaute Player in der Bravia 3 II funktioniert wirklich gut und hat in unseren Tests problemlos die meisten gängigen Video- und Audioformate abgespielt. Eigentlich ist kaum etwas zu finden, das uns dazu zwingen würde, einen zusätzlichen Player zu installieren oder ein externes Gerät zu verwenden. Eine Ausnahme könnten nur Filme mit in .txt gespeicherten Untertiteln sein, die der Fernseher nicht unterstützt, aber seien wir ehrlich, das wäre an dieser Stelle schon sehr kleinlich.
6.8/10
87dB
Maximum volume
Supported codecs (TV speakers)
Dolby Digital Plus 7.1
Dolby True HD 7.1
Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
Dolby Atmos in Dolby True HD
DTS:X in DTS-HD MA
DTS-HD Master Audio
Klanglich macht die Bravia 3 II einen ordentlichen Eindruck, mehr lässt sich kaum sagen. Die Lautsprecher kommen mit Dialogen und normalem Fernsehen gut zurecht, ihnen fehlen jedoch deutlich die tiefen Frequenzen. Der Bass verliert schnell an Energie, wodurch Musik, Actionfilme und Spiele eher dünn klingen und es an Druck fehlt. Das ist bei Fernsehern dieser Klasse natürlich nichts Ungewöhnliches, aber wer ein effektvolleres Klangbild möchte, sollte eine Soundbar als Ergänzung in Betracht ziehen.
Bei den unterstützten Audioformaten sieht es deutlich besser aus. Die Bravia 3 II beherrscht praktisch alles, was man brauchen könnte, darunter Dolby TrueHD, DTS-HD Master Audio und DTS:X, also Formate, die andere Hersteller zunehmend vernachlässigen. Der Fernseher kann diese Formate auch an ein externes Audiosystem weiterleiten. Eine Ausnahme ist Dolby Atmos, wenn es in Dolby TrueHD vorliegt; die eingebauten Lautsprecher können es nicht direkt wiedergeben, bei Nutzung einer passenden Soundbar oder eines AV-Receivers sollte das jedoch kein größeres Problem darstellen.
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Software version during testing: 6140200730
Image processor: PENTONIC 800 4GB RAM
Panel uniformity and thermal imaging:
Backlight Type: PFS LED
Founder and originator of the "ChooseTV" portal
Journalist, reviewer, and columnist for the "ChooseTV" portal
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