The Frame Pro / LS03HW
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Panel type: LCD VA Refresh rate: 144Hz Brand: SAMSUNG Resolution: 3840x2160 System: Tizen Model year: 2026
This review is an English translation of the Polish original. Read the original on Wybierz.tv.
Der Samsung The Frame Pro des Modelljahres 2026 ist bereits die zweite Version dieses Fernsehers, die wir testen konnten. Im Vergleich zum normalen The Frame hat der Hersteller hier vor allem auf zwei Dinge gesetzt. Das erste ist ein kabelloses One Connect-Modul, das zweite die Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung, weshalb Samsung dieses Modell in die Reihe der Neo QLED-Displays einordnet. Wir haben also geprüft, was der Hersteller an der diesjährigen Version verändert hat, ob echte Verbesserungen gelungen sind und wie sich The Frame Pro gegenüber dem normalen The Frame schlägt.
7.3
Overall rating
Der Frame Pro 2026 macht vor allem dann Sinn, wenn der Fernseher im Wohnzimmer gut aussehen und nicht nur eine weitere große schwarze Fläche an der Wand sein soll. Und hier schafft Samsung weiterhin etwas, das die meisten Hersteller nicht so überzeugend nachbilden. Flache Montage, wechselbare Rahmen, Art-Modus, matte Oberfläche und der kabellose One Connect sorgen dafür, dass The Frame Pro nach korrektem Aufhängen tatsächlich eher wie ein Einrichtungsgegenstand als wie ein TV-Gerät wirken kann. Unserer Meinung nach ist das der am besten umgesetzte Fernseher dieser Art auf dem Markt. Wichtig ist auch, dass für das Aussehen nicht in vollem Umfang mit Einbußen in der täglichen Nutzung bezahlt wird. The Frame Pro ist hell, die matte Oberfläche kommt sehr gut mit Reflexionen zurecht, sodass er im stark beleuchteten Wohnzimmer wirklich gut funktioniert. Die Farben sind lebendig, Bewegungen werden sehr gut dargestellt, und es gibt überraschend viele Funktionen für Spieler für einen Fernseher, der in erster Linie eben "besser aussehen" soll.
Mehr Fragen tauchen erst auf, wenn man den Zusatz „Pro“ und die Einstufung als Bildschirm aus der Neo QLED-Familie betrachtet. Man kann hier einen großen Qualitätssprung im Bild gegenüber dem normalen The Frame erwarten, in der Praxis fällt dieser aber nicht so groß aus. Der Fernseher nutzt eine Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung mit Local Dimming, aber die Zonen befinden sich an den Bildschirmrändern. Das ist eine völlig andere Lösung als bei fortschrittlicheren Mini-LED-Modellen, bei denen die Hintergrundbeleuchtung über die gesamte Fläche der Matrix arbeitet. In hellen und farbenfrohen Szenen ist das kein großes Problem. Abends wird es jedoch schwieriger, besonders in Filmen mit vielen dunklen Einstellungen. Dann zeigt sich, dass Schwarz und die Kontrolle der Hintergrundbeleuchtung deutlich schwächer sind als bei den besten Mini-LEDs. Und genau hier wird am deutlichsten sichtbar, dass „Pro“ in diesem Fall nicht Spitzenbildqualität bedeutet.
Eine interessante Alternative ist der Samsung S99H. Er hat einen stark designorientierten Charakter, liefert bildtechnisch jedoch deutlich mehr. Natürlich kostet er auch deutlich mehr, daher ist er kein direkter Ersatz, sondern eher eine Option für jemanden, der beide Welten ohne größere Kompromisse verbinden möchte. Lohnt es sich also, den The Frame Pro 2026 zu kaufen? Unserer Meinung nach ja, vorausgesetzt man weiß, wofür man zahlt. Der größte Wert dieses Fernsehers ist sein Aussehen, der Art-Modus, das sehr gute Verhalten im hellen Wohnzimmer und der kabellose One Connect. Wenn man genau das sucht, ist The Frame Pro ein sehr interessantes Angebot. Wenn dagegen das Hauptargument für den Aufpreis eine deutlich bessere Bildqualität sein soll, sind wir nicht mehr so überzeugt. Er ist einfach ein besserer und ausgefeilterer The Frame, aber kein vollwertiger Herausforderer für die besten Mini-LEDs.
Bildstil an der Wand: Austauschbare Rahmen
Umfangreiches Zubehör: Wandhalterung und Wiralles One Connect im Lieferumfang
Art Store: die besten Kunstscans auf dem Markt
Mattes Displayfinish: keine Spiegelungen
Hohe Helligkeit 850-900 Nits
Breites Farbspektrum (QLED)
Viele Gaming-Funktionen: VRR, ALLM, bis zu 240 Hz Bildwiederholrate, Game Motion Plus
Flüssiges und klares Bild in Bewegung: relativ geringe Bewegungsunschärfe für ein VA-Panel
Das Betriebssystem Tizen bietet viele moderne Funktionen
Schwaches Schwarz für ein Display aus der "Neo QLED"-Familie (Randbeleuchtung)
Der Art Store erfordert ein monatliches Abonnement (das lässt sich umgehen, indem man eigene Bilder hochlädt 😉)
Schwache Blickwinkel (für eine bessere Bildwirkung an der Wand hätten sie besser sein können)
Hohe Verzögerungen (Inputlag) bei der Nutzung des kabellosen Moduls Wireless One Connect
Movies and series in UHD quality
6.8
Classic TV, YouTube
6.5
Sports broadcasts (TV and apps)
6.9
Gaming on console
8.9
TV as a computer monitor
8.4
Watching in bright light
6.5
Utility functions
7.7
Apps
9.3
Sound quality
6.4
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HDMI inputs: 0 x HDMI 2.0, 5 x HDMI 2.1 (48Gbps) Other inputs: USB-C, Micro-HDMI Outputs: Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI) Network Interfaces: Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality: Premium
Stand type: Legs
Bezel color: Graphite
Stand: Height adjustment
Flat design: Yes
Accessories: Stand, Wall bracket, One Connect Box
Was das Design angeht, hält The Frame Pro weiterhin stark an der Idee fest, die die Serie von Anfang an geprägt hat. Es soll ein Fernseher sein, der im ausgeschalteten Zustand möglichst wenig wie ein klassischer Fernseher wirkt. Das Gehäuse ist schlicht, flach und recht schlank, und vorn fällt der charakteristische, gleichmäßige Rahmen um das Display auf. Bei einem normalen Fernseher könnte ein so breiter Rahmen etwas altmodisch wirken, hier hat er jedoch einen konkreten Zweck – das Display soll möglichst stark an ein an der Wand hängendes Bild erinnern. Und genau für diese Art der Montage wurde The Frame Pro entwickelt. Im Lieferumfang ist eine spezielle Wandhalterung enthalten, die es erlaubt, den Fernseher sehr dicht an der Wand aufzuhängen. Die Rückseite des Gehäuses ist praktisch flach, sodass montiert alles sehr ordentlich aussieht und die Idee der Serie The Frame viel besser wiedergibt als die Aufstellung des Fernsehers auf einem Sideboard.
Trotzdem legt Samsung auch klassische Standfüße bei. Sie sind klein, aus Kunststoff und relativ weit außen angebracht, erfüllen also ihren Zweck, wirken aber nicht besonders attraktiv. Ehrlich gesagt könnten sie bei so einem speziellen Fernseher auch fehlen. Denn eine der wichtigsten Eigenschaften des The Frame Pro bleibt die Möglichkeit, sein Aussehen zu verändern. Auf den serienmäßigen Rahmen kann man zusätzliche, dekorative Varianten in verschiedenen Farben aufsetzen. Dadurch lässt sich der Fernseher deutlich besser an die Einrichtung anpassen. Leider werden diese separat verkauft, was schade ist, denn erst mit so einem Rahmen beginnt The Frame wirklich gut, seine Idee von „ein Bild statt eines Fernsehers“ umzusetzen.
Eine große Rolle spielt hier auch das kabellose One Connect‑Modul. An dieses schließen wir die meisten Geräte und Kabel an, deshalb findet man auf der Rückseite des Bildschirms nicht die klassische Auswahl mehrerer HDMI‑Anschlüsse, Antennen‑ oder Ethernet‑Anschlüsse. Das Modul kann man im Schrank verstauen oder einige Meter vom Fernseher entfernt positionieren; Bild und Ton werden kabellos übertragen. Bei einem Fernseher, dessen größter Vorteil die saubere Wandmontage sein soll, ist so eine Lösung auf jeden Fall sinnvoll. Interessanterweise wurde das Panel jedoch nicht komplett ohne Anschlüsse belassen. Auf der Rückseite findet man unter anderem ein Micro‑HDMI mit eARC‑Unterstützung sowie USB Typ C.
Insgesamt ist The Frame Pro also eines jener Fernseher, bei denen das Design tatsächlich einen großen Teil des Produkts ausmacht und nicht nur eine Ergänzung zur Bildqualität ist. Wandhalterung, flaches Gehäuse, wechselbare Rahmen und das kabellose One Connect zeigen am besten, wofür die Serie The Frame eigentlich geschaffen wurde.
Select size:
5.3/10
Local dimming function: Yes, number of zones: 24 (1 x 24)
Result
5,400:1
Result
3,250:1
Result
3,900:1
Result
3,750:1
Result
3,900:1
The Frame Pro gehört formal zur Neo QLED-Familie, daher kommt hier eine Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz. Allerdings ist das nicht die Art von Mini-LED, die wir von den meisten Fernsehern dieser Serie kennen. Statt einer großen Zahl an Zonen hinter dem Panel gibt es hier nur eine Reihe von Zonen am Rand. In der Praxis handelt es sich also um ein randbeleuchtetes Design, das lediglich kleinere LEDs verwendet. Und das sieht man leider recht schnell bei Schwarzwerten. Die lokale Dimmung ist hier schlicht zu gering, damit der Fernseher mit anspruchsvolleren Szenen gut zurechtkommt. In unseren Messungen lag der Kontrast meist im Bereich von 3000–5000:1, weshalb schwer von einem Niveau zu sprechen ist, das für umfangreichere Mini-LEDs typisch wäre.
Am deutlichsten wird das, wenn auf dunklem Hintergrund einzelne helle Elemente erscheinen. Zusammen mit ihnen erhellt sich ein größerer Bildbereich, wodurch das Schwarz deutlich flacher wirkt, beinahe bläulich. Das zeigt etwa eine Szene aus dem Film Sicario 2 sehr gut. Durch diese Anordnung der Zonen fehlt dem Fernseher schlicht die notwendige Präzision, um das anders darzustellen. The Frame Pro nutzt Mini-LED, aber seine Leistungen bei Schwarzwerten sind deutlich näher an einfacheren Konstruktionen. Schade, denn genau an diesem Punkt hatten wir im vergangenen Jahr am meisten zu kritisieren.
Halo effect and black detail visibility:
6/10
Supported formats: HDR10, HDR10+, HLG
Luminance measurements in HDR:
Result
834 nit
Result
536 nit
Result
545 nit
Result
460 nit
Result
668 nit
Dem The Frame Pro kann man eines nicht absprechen: Helligkeit. Maximal haben wir etwa 850–900 Nits gemessen, damit hat der Fernseher genügend Leistung, um viele HDR-Szenen wirklich eindrucksvoll darzustellen. Am besten kommen helle, vollbildfüllende Einstellungen und farbenfrohere Bilder zur Geltung. In solchen Szenen kann The Frame Pro einen guten Eindruck hinterlassen, weil das Bild hell und kraftvoll ist und den Effekt liefert, den man von HDR erwartet. In unseren Messungen erreichten manche Szenen über 800 Nits, und selbst in anspruchsvolleren Passagen hielt der Fernseher ein recht anständiges Helligkeitsniveau.
Das Problem beginnt, wenn HDR auf wenigen kleinen hellen Elementen auf dunklem Hintergrund beruht. Einzelne Lampen, Sterne oder Reflexe können zwar hell erscheinen, doch sehr oft steigt dabei auch der Schwarzwert in weiten Teilen des Bildes an. Dadurch kann der einzelne Lichtpunkt zwar gut aussehen, das ganze Bild verliert aber deutlich an Qualität. Deshalb zeigt The Frame Pro HDR am besten bei Szenen, die einfach komplett bildfüllend sind. Hat ein Film oder eine Serie viele solche Einstellungen, kann der Effekt wirklich angenehm sein. Bei dunkleren Inhalten sind die Einschränkungen des lokalen Dimmings bereits deutlich sichtbarer.
Dem The Frame Pro kann man die Abdeckung des Farbraums zugutehalten. Der Fernseher verwendet Quantum-Dots, also eine unter dem Namen QLED bekannte Technologie, wodurch er sehr gut gesättigte Farben darstellen kann. In unseren Messungen betrug die Abdeckung der für Filme wichtigen DCI-P3-Palette etwa 94,5%, die anspruchsvollere BT.2020 rund 72%.
Das sind sehr solide Werte, die in den meisten Szenen zu angenehmen, satten Farben führen. Natürlich sind das nicht so spektakuläre Zahlen wie bei den neuesten Displays mit RGB-Hintergrundbeleuchtung, doch The Frame Pro punktet an anderer Stelle: mit Stabilität der Farben. Unabhängig von der Szene bleibt die Farbsättigung relativ konstant, und es kommt nicht zu Situationen, in denen der Fernseher bei anspruchsvolleren Einstellungen stark an Farbe verliert.
BT.2020 color gamut coverage and primary color luminance
| Data set | BT.2020 | P3 | R | G | B |
|---|---|---|---|---|---|
| Synthetic patterns | 72.1% | 94.3% | 68% | 73% | 75% |
| Film measurements | 72.2% | 94.3% | 62% | 67% | 69% |
BT.2020 and P3 – average color gamut coverage (percent of the target gamut).
R, G, B – average primary color luminance relative to target (percent).
Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)
Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)
Wenn wir The Frame Pro danach bewerten, wie es sehr helle Details wiedergibt, sollte man das auf zweierlei Weise betrachten. Bei gängigen Streaming-Inhalten, besonders solchen, die für Bildschirme mit rund 1000 nits gemastert wurden, schlägt sich der Fernseher wirklich gut. In der Szene aus „Billy Lynn“ sieht man das etwa am Feuerwerk – einzelne Lichtquellen sind deutlich voneinander getrennt und verschmelzen nicht zu einem großen, hellen Fleck.
Deutlich schlechter sieht es bei besonders anspruchsvollen Inhalten aus. Ein gutes Beispiel ist die Sonnenuntergangsszene aus dem Film „Pan“, bei der die Mastering-Helligkeit fast 3000 nits erreicht. In solchen Passagen hat The Frame Pro Schwierigkeiten, die hellsten Details korrekt darzustellen, und man sieht, dass ihm die Leistungsreserven ausgehen. Das lässt sich teilweise verbessern, indem man das Tonemapping von der Option „Statisch“ auf „Aktiv“ umstellt. Dann kommt der Fernseher mit sehr hellen Inhalten besser zurecht, allerdings auf Kosten der Korrektheit von Inhalten, die bis zu 1000 nits gemastert sind und deutlich häufiger vorkommen. Deshalb empfehlen wir im Alltag, das Tonemapping in der Einstellung „Statisch“ zu belassen.
HDR luminance chart:
Das Tonemapping beim The Frame Pro ist solide, seine Stärken erkennt man jedoch am besten bei HDR10+-Inhalten. Dynamische Metadaten ermöglichen dem Fernseher, die Helligkeit besser an eine bestimmte Szene anzupassen, sodass in den hellsten Bereichen mehr Details erhalten bleiben und das Bild seltener überbelichtet wirkt. Erwähnenswert ist auch, dass HDR10+ heute deutlich häufiger anzutreffen ist als noch vor ein oder zwei Jahren, weshalb seine Präsenz immer wichtiger wird. Das Fehlen von Dolby Vision werten wir als Minuspunkt, doch ist das nicht mehr so gravierend wie vor einigen Jahren.
Static HDR10
Dynamic: HDR10+
5.5/10
Im SDR-Material schneidet The Frame Pro im Filmmaker-Modus ganz ordentlich ab, obwohl es nicht ganz perfekt ist. Der Weißabgleich ist relativ ausgewogen, doch mit zunehmender Helligkeit nimmt der Blauanteil ab, sodass hellere Bildbereiche einen leicht wärmeren Ton haben können. Größere Unterschiede zeigen sich bei der Gammakurve, also der Helligkeitssteuerung des Bildschirms. In den meisten Bereichen verläuft sie unter unserem Referenzwert, was bedeutet, dass der Fernseher die Mitteltöne etwas aufhellt. Das Bild kann dadurch etwas heller und weniger kontrastreich wirken, als es sein sollte. Die Farbabweichungen sind nicht riesig, aber genug sichtbar, dass sich durch Kalibrierung noch deutlich etwas verbessern lässt.
Bei HDR-Inhalten zeigt sich der Weißabgleich ähnlich – über einen großen Bereich ist er recht ausgeglichen, größere Abweichungen treten erst bei höherer Helligkeit auf. Interessanter ist hingegen die EOTF-Kurve. The Frame Pro hält sich im helleren Bildbereich recht gut an die Referenzwerte, macht aber die dunkelsten Partien deutlich heller. Das liegt vor allem an der Bauweise der Hintergrundbeleuchtung des Fernsehers. Das wirkt sich auch auf die Farben aus. Bei weniger gesättigten Tönen sind die Fehler noch moderat, mit zunehmender Sättigung werden sie jedoch deutlich größer. Bei Colour-Checker-Messungen erreicht ein großer Teil der Proben bereits hohe Fehlerwerte. Das ab Werk eingestellte HDR lässt sich also als ordentlich bezeichnen, ist aber keineswegs ein Bild, das wir als sehr originalgetreu bezeichnen würden.
8.5/10
Nach der Kalibrierung ist die größte Verbesserung vor allem bei SDR-Material zu sehen. Es ist gelungen, den Weißabgleich zu angleichen, aber noch wichtiger war die Korrektur der Gamma-Kurve, die vor der Kalibrierung den Bildcharakter am stärksten beeinflusste. Nach den Änderungen liegt die Gamma-Kurve nun sehr nahe am Referenzwert, wodurch das Bild in den Mitteltönen nicht mehr so aufgehellt wirkt und insgesamt natürlicher erscheint. Auch Farbfehler wurden deutlich reduziert, sodass der Kalibrierungseffekt in SDR gut sichtbar ist.
Bei HDR ist die Lage etwas komplexer. Den Weißabgleich konnte man verbessern und in Teilen des Helligkeitsbereichs hält sich der Fernseher deutlich besser an den Standard, doch bei höheren Helligkeitsstufen treten weiterhin Abweichungen auf. Ähnlich verhält es sich mit der Farbdarstellung – einige Fehler lassen sich korrigieren, aber nicht alle sind auf die Einstellungen zurückzuführen. Hier zeigen sich die Grenzen der Konstruktion des Fernsehers und die Art, wie Hintergrundbeleuchtung und lokale Dimmung das HDR-Bild beeinflussen. Deshalb verändert die Kalibrierung beim The Frame Pro vor allem Inhalte, die man im Alltag sieht. Normales Fernsehen, YouTube oder Filme und Serien in SDR (vor allem solche aus günstigeren Streaming-Paketen) können danach deutlich besser aussehen.
9.5/10
Was die Gleichmäßigkeit der Tonwertübergänge angeht, schlägt sich The Frame Pro wirklich sehr gut. In den meisten Inhalten ist kein deutliches Banding oder unschöne Übergänge zwischen ähnlichen Farbtönen zu sehen, und Verläufe wirken glatt und natürlich. Selbst in anspruchsvolleren Szenen mit Nebel oder dunklen Übergängen treten Probleme sehr selten auf. Das ist definitiv einer der stärksten Punkte dieses Modells.
7.5/10
Smooth transition function
Image without overscan on the SD signal
The Frame Pro nutzt den NQ4 AI Gen2 Prozessor, daher verhält er sich in puncto Bildverarbeitung sehr ähnlich wie andere neuere Samsung-Fernseher. Upscaling funktioniert wirklich gut; Inhalte mit niedrigerer Auflösung werden sinnvoll geschärft und das Bild bleibt lesbar, ohne dass Konturen übertrieben betont werden. Beim normalen Fernsehen oder bei schwächeren YouTube-Inhalten kann das eine deutlich wahrnehmbare Verbesserung bringen, Personen, die noch ältere Quellen etwa von VHS-Kassetten ansehen, könnten jedoch ein leichtes Abschneiden des Bildes an der linken Seite (Overscan) bemerken.
Etwas anders verhält es sich bei der Verbesserung stärker komprimierter Bilder durch Rausch- und Artefaktreduzierung in Form von Posterisierung. Die Funktion "Rauschreduzierung" kann schwächere Quellen verbessern, greift aber recht schnell in das Bild ein und entfernt feine Details oder Bildkorn. Daher sollte man sie sparsam einsetzen und vor allem dann verwenden, wenn die Quelle es wirklich erfordert.
7.9/10
Maximum refresh rate of the panel: 144Hz
Film motion smoothing option: Yes
Blur reduction option: Yes
BFI function 60Hz: Yes, 60Hz (image flickers)
BFI function 120Hz: No
Brightness drop with BFI: 70%
The Frame Pro ist mit einem 144-Hz-Panel ausgestattet, und beim Anschluss an einen PC erlaubt er außerdem 240 Hz in Full-HD-Auflösung. Das ist natürlich ein Extra, das sich vor allem an PC-Spieler richtet, aber der Fernseher kommt auch bei der standardmäßigen Bildwiederholrate von 120 Hz sehr gut zurecht, die wir beim Sportsehen oder beim Spielen auf der Konsole nutzen. Positiv hervorzuheben ist vor allem die geringe Schlierenbildung. Für ein VA-Panel schneidet The Frame Pro in dieser Hinsicht wirklich gut ab. Man sieht keine starken, dunklen Schlieren hinter sich bewegenden Objekten, wie man sie bei Fernsehern mit diesem Paneltyp häufig antrifft. Dadurch bleiben schnelle Sportaufnahmen und dynamische Spiele in Bewegung gut erkennbar. Natürlich verfügt er auch über eine Bewegungsglättung mit einstellbarer Stärke, sodass wir bei Filmen und Sportübertragungen den Bewegungscharakter an unsere Vorlieben anpassen können. Unsere empfohlenen Einstellungen findet ihr auf dem Bild.
Blur (native resolution, maximum refresh rate):
Blur (BFI function enabled):
Image flickers in this mode
Blur (1080p@240Hz):
Verfügbar ist auch die Funktion „Deutliche LED-Bewegung”, hinter der sich eine stroboskopische Hintergrundbeleuchtung (BFI) verbirgt. Theoretisch soll sie die Bewegungsdarstellung zusätzlich verbessern, in der Praxis führt sie jedoch zu starkem Bildflimmern. Aus diesem Grund empfehlen wir, diese Funktion nicht zu nutzen.
9.6/10
In puncto Funktionen für Gamer hat The Frame Pro wirklich einiges zu bieten. Der Fernseher unterstützt 4K bei 120 Hz, VRR, ALLM sowie korrekt implementiertes HGiG. Beim Anschluss eines PCs können wir zudem 144 Hz in 4K nutzen und sogar 240 Hz bei Reduzierung auf Full HD. Samsung legt außerdem sein übliches Paket an Gaming-Extras bei: eine erweiterte Game Bar, mit der wir die wichtigsten Einstellungen schnell einsehen und ändern können, sowie Game Motion Plus, das die Flüssigkeit von Spielen mit 30 oder 60 Bildern pro Sekunde verbessert. Hinzu kommen der Gaming Hub und die Möglichkeit zum Cloud-Gaming, ohne eine Konsole anschließen zu müssen. Einzig Dolby Vision Gaming fehlt, das Samsung nicht unterstützt. Abgesehen davon bietet The Frame Pro praktisch alles, was wir heute von einem gut ausgestatteten Gaming-Fernseher erwarten können.
10/10
Beim The Frame Pro hängt der Input-Lag vor allem davon ab, wo man die Konsole oder den Rechner anschließt. Wir haben ihn bei direktem Anschluss an den Micro-HDMI-2.1-Anschluss auf der Rückseite des Fernsehers gemessen, denn genau diese Lösung würden wir zum Spielen empfehlen. Dann sind die Ergebnisse sehr gut – etwa 13 ms bei 60 Hz und 7 ms bei 120 Hz.
Deutlich schlechter sieht es aus, wenn die Konsole an das drahtlose One Connect-Modul angeschlossen wird. In unserem Fall stand das Modul etwa 2,5 Meter vom Fernseher entfernt, neben dem Sofa und ohne größere Hindernisse dazwischen. Trotzdem stieg die Verzögerung auf etwa zwischen 60 und 70 ms bei 60 Hz sowie zwischen 30 und 40 ms bei 120 Hz. Und diesen Unterschied spürt man wirklich. Wenn ihr also auf dem The Frame Pro spielen wollt, solltet ihr die Konsole am besten direkt an den Fernseher anschließen.
Input-Lag Wirales One Connect (ca. 2,5 m vom Fernseher)
SDR | HDR |
|---|---|
1080p 60 Hz: 61 | 2160p 60 Hz HDR: 71 |
1080p 120 Hz: 39 | 2160p 120 Hz HDR: 32 |
2160p 60 Hz: 63 | |
2160p 120 Hz: 32 |
| SDR | HDR | Dolby Vision |
|---|---|---|
| 1080p60: 13 ms | 2160p60: 13 ms | |
| 1080p120: 7 ms | 2160p120: 7 ms | |
| 2160p60: 13 ms | ||
| 2160p120: 7 ms |
8.4/10
Chroma 444 (max. resolution and refresh rate): Yes
Font clarity: Good
Readability of dark text and shapes: Good
Matrix subpixel arrangement: RGB
Max refresh rate: 144Hz
G-Sync: Yes
The Frame Pro macht am Computer eine gute Figur. Er unterstützt echtes 4:4:4, 144 Hz bei 4K und 240 Hz bei Full HD. Außerdem arbeitet er sowohl mit G-Sync von NVIDIA als auch mit FreeSync von AMD zusammen. Für die Textarbeit ist er dagegen nicht ideal. Aus normaler Entfernung wirkt alles in Ordnung, aber aus nächster Nähe sieht man leichte Artefakte um Buchstaben und etwas weniger scharfe Kanten. Beim Spielen oder beim Anschauen von Inhalten spielt das kaum eine Rolle, bei Büroarbeiten kann man es jedoch bemerken.
3.4/10
Brightness drop at an angle of 45 degrees: 72%
Die Blickwinkel beim The Frame Pro sind nur durchschnittlich, wenn nicht sogar eher schwach. Der Fernseher verwendet ein klassisches VA-Panel, und bei größeren Blickwinkeln verliert das Bild recht schnell an Qualität. Vor allem die Helligkeit nimmt ab, aber auch die Farbsättigung geht deutlich zurück, sodass das Bild blasser wirkt. Gerade beim The Frame Pro ist das etwas bedauerlicher als bei einem normalen Fernseher. Es ist schließlich ein Modell, das häufig an der Wand hängen und auch als Bild fungieren soll, daher wären bessere Blickwinkel hier wirklich wünschenswert.
6.5/10
Panel finish: Matte
Reflection suppression: Very Good
Black levels during daytime: Average
Im Tageslicht macht der The Frame Pro eine recht gute Figur. Die Helligkeit im SDR-Bereich liegt bei etwa 600 Nits, sodass das Bild selbst in stärker beleuchteten Räumen gut erkennbar bleibt. Die größte Stärke ist jedoch die matte Bildschirmoberfläche, die Spiegelungen sehr gut streut und dafür sorgt, dass Lampen oder Fenster auf dem Bildschirm nicht so stark sichtbar sind. Wir haben allerdings bemerkt, dass die Beschichtung beim diesjährigen Modell etwas stärker auf das Bild einwirkt. Bei stärkerer Lichteinstrahlung wirkt das Schwarz etwas aufgehellt, und die Farben verlieren mehr von ihrer Tiefe. Das ist weiterhin eine sehr gute Lösung für ein helles Wohnzimmer, aber in dieser Hinsicht ist der Bildschirm nicht völlig frei von Kompromissen.
Panel brightness
Samsung The Frame Pro 2026 (LS03HW): 587 cd/m2
7.7/10
System: Tizen
System performance: Good
Für die Smart-TV-Funktionen ist natürlich Tizen verantwortlich. Das System arbeitet flüssig und bietet eine sehr große Auswahl an Streaming-Apps. Es gibt außerdem AirPlay, Miracast und Sprachsuche auf Polnisch. In dieser Hinsicht unterscheidet sich The Frame Pro nicht wesentlich von anderen neuen Samsung-Modellen: Man bekommt schlicht ein umfangreiches und gut funktionierendes System des Herstellers.
Anwesenheitssensor. Der Fernseher kann also erkennen, dass sich jemand im Raum aufhält, und automatisch den Kunstmodus starten.
Was die klassischen TV-Funktionen betrifft, bietet The Frame Pro eher ein grundlegendes Angebot an Komfortfunktionen. Es gibt DVB-T/T2-, DVB-S/S2- und DVB-C-Tuner, Teletext, einen Nur-Audio-Modus sowie die Möglichkeit, Bluetooth-Kopfhörer und die TV-Lautsprecher gleichzeitig zu nutzen. Es fehlt dagegen die Aufnahme von Programmen auf USB, eine PiP-Funktion sowie eine umfangreichere Fernbedienung, z. B. mit Zifferntastatur. Die Fernbedienung arbeitet per Funk, daher muss sie nicht auf den Bildschirm gerichtet werden.
9.3/10
9.1/10
| Maximum photo resolution: | Supported photo formats: |
|---|---|
The Frame Pro kommt mit der Wiedergabe von Dateien von USB-Speichern gut zurecht. Die meisten gängigen Video-, Audio- und Bildformate funktionieren einwandfrei, sodass man in der Regel keinen Laptop anschließen muss, nur um einen Film abzuspielen oder Fotos anzusehen. Am meisten vermissen wir die Unterstützung von HEIC, also des Formats, das standardmäßig für mit iPhones aufgenommene Fotos verwendet wird. Apple-Nutzer müssen solche Fotos daher vorher in ein unterstütztes Format konvertieren oder sie einfach per AirPlay an den Fernseher senden. Ansonsten funktioniert der Player hervorragend.
6.4/10
89dB
Maximum volume
Supported codecs (TV speakers)
Dolby Digital Plus 7.1
Dolby True HD 7.1
Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
Dolby Atmos in Dolby True HD
DTS:X in DTS-HD MA
DTS-HD Master Audio
Der Klang des The Frame Pro ist in Ordnung und hat sich gegenüber dem Modell des Vorjahres kaum verändert. Der Fernseher kommt vor allem mit Dialogen gut zurecht, Stimmen sind klar und gut verständlich. Es fehlt jedoch an kräftigerem Bass, sodass Filme und Musik weniger Tiefe haben. Wenn einem besserer Klang wichtig ist, sollte man beim Kauf des The Frame Pro an eine Soundbar denken. Besonders gut passen Modelle der S-Serie, die mit ihrer schlanken Bauweise gut zum Design des Fernsehers passen. Zum Schluss sei noch erwähnt, dass The Frame Pro Dolby Atmos unterstützt, sodass man mit einem kompatiblen Soundbar oder AV-Receiver Raumklang nutzen kann. Eine Unterstützung für DTS fehlt jedoch, was man beim Abspielen von Filmen aus der eigenen Sammlung, z. B. Blu-ray-Discs, beachten sollte.
Sound Quality Test:
89dBC (Max)
75dBC
Software version during testing: 1204
Panel uniformity and thermal imaging:
Backlight Type: Mini-LED QLED
Founder and originator of the "ChooseTV" portal
Journalist, reviewer, and columnist for the "ChooseTV" portal
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