Sony hat das Juli-Angebot von PlayStation Plus Essential vorgestellt, und diesmal lässt sich kaum sagen, dass es langweilig ist. Abonnenten erhalten drei Titel: Call of Duty: Modern Warfare III, For the King II und CrossCode. Die größte Aufregung löst natürlich die Anwesenheit von Call of Duty aus, besonders in einer Zeit, in der rund um PlayStation das Thema digitale Distribution und das schrittweise Abwenden von physischen Medien immer häufiger aufkommt.
Call of Duty: Modern Warfare III
Der stärkste Punkt des Juli-Angebots ist zweifellos COD MW III. Es ist ein Titel, der eine erzählerische Kampagne, einen umfangreichen Mehrspielermodus und einen Zombies-Modus auf einer großen, offenen Karte bietet. Das Spiel erscheint für PlayStation Plus als Cross-Gen-Bundle, sodass sowohl PS4- als auch PS5-Besitzer davon profitieren.
Vielleicht ist es nicht die liebste Ausgabe der Reihe, besonders wenn man sich die Meinungen zur Kampagne anschaut, aber die Marke Call of Duty selbst macht weiterhin großen Eindruck. Für viele Spieler wird das definitiv der wichtigste Grund sein, im Juli in ihre PS-Plus-Bibliothek zu schauen.
For the King II
Das zweite Spiel im Juli-Angebot ist For the King II, ein rundenbasiertes RPG mit Roguelike- und Brettspiel-Elementen. Das Spiel lässt sich solo oder im Koop mit bis zu vier Personen spielen, was es sofort zu einer interessanten Option für Spieler macht, die etwas weniger Offensichtliches suchen als den nächsten großen Shooter.
CrossCode
Der dritte Titel ist CrossCode, ein zweidimensionales Action-Rollenspiel, das von Klassikern der 16-Bit-Ära inspiriert ist. Das Spiel verbindet dynamische Kämpfe, Umgebungsrätsel und eine Science-Fiction-Geschichte und genießt bei den Spielern einen sehr guten Ruf.
Wird Call of Duty die jüngsten Kontroversen um Sony überdecken?
Das Erscheinen von Call of Duty: Modern Warfare III bei PlayStation Plus wirkt zweifellos eindrucksvoll. Sony bietet Spielern eine große Marke, einen bekannten Titel und ein Angebot, das auf den ersten Blick wirklich stark wirkt. Schwer zu übersehen ist jedoch, dass dies in einem Moment geschieht, in dem rund um PlayStation immer häufiger eine Diskussion über die Zukunft physischer Datenträger aufkommt. Spieler sind in dieser Hinsicht nicht ohne Grund sensibilisiert. Immer mehr Inhalte verschwinden aus den digitalen Bibliotheken, Abonnements werden immer stärker gefördert, und Konsolen ohne Laufwerk sind längst keine Kuriosität mehr, sondern werden zu einem der Haupttrends des Marktes. Deshalb kann ein so großer Titel im Abonnement ambivalent aufgenommen werden. Einerseits ist das eine großartige Nachricht für Abonnenten. Andererseits ist es ein weiteres Argument dafür, dass sich die Branche zunehmend in Richtung eines Modells bewegt, bei dem man nicht kauft, sondern nur den Zugang mietet. Wird Call of Duty tatsächlich das in letzter Zeit bei Teilen der Spielerschaft negative Bild von Sony verbessern?
Redakcja Choose TV












