Sonys Entscheidung, die Veröffentlichung von Spielen auf Discs einzustellen, löst weiterhin heftige Diskussionen aus. Diesmal fiel den Spielern eine Formulierung in den europäischen Nutzungsbedingungen des PlayStation Network auf. Daraus geht hervor, dass ein inaktives Konto nach drei Jahren geschlossen werden kann. Damit kann der Nutzer den Zugang zu allen digital gekauften Spielen verlieren. Obwohl unklar ist, wie oft Sony dieses Recht in Anspruch nimmt, sorgt die Bestimmung selbst für viele Kontroversen.
Drei Jahre ohne Anmeldung können den Verlust der Spielebibliothek bedeuten
Laut der europäischen PlayStation-Regelung kann ein Konto nach 36 Monaten vollständiger Inaktivität geschlossen werden. Vor der Löschung muss Sony eine E‑Mail senden und dem Nutzer sechs Monate Zeit geben, sich erneut anzumelden oder Kontakt mit dem Unternehmen aufzunehmen. Wenn der Kontoinhaber nicht reagiert, kann das Konto dauerhaft geschlossen werden. Das bedeutet auch den Verlust des Zugriffs auf alle digital gekauften Spiele und andere dem Konto zugeordnete Produkte. Die Regelung stellt klar, dass diese Entscheidung unwiderruflich ist. Es gibt keine eindeutigen Informationen darüber, ob Sony dieses Verfahren tatsächlich in der Praxis anwendet. Dennoch hat jeder Nutzer des PlayStation Store diese Bedingungen bei der Kontoerstellung akzeptiert. Das Thema erhielt Aufmerksamkeit, nachdem das Ende physischer Spieleversionen ab 2028 angekündigt wurde. Für viele Spieler ist das ein weiteres Argument für den Erhalt physischer Datenträger. Die Angelegenheit entfachte erneut die Diskussion, ob der Kauf eines digitalen Spiels gleichbedeutend mit dessen tatsächlichem Besitz ist.
Microsoft wendet ähnliche Regeln an, aber mit einem wichtigen Unterschied
Ähnliche Regelungen zu inaktiven Konten finden sich auch in den Nutzungsbedingungen von Microsoft. Das Unternehmen erklärt jedoch, dass Konten, die digitale Käufe enthalten, darunter Xbox-Spiele, nicht wegen Inaktivität gelöscht werden. Gerade dieser Unterschied führt dazu, dass Sonys Politik stärker kritisiert wird. Es sollte auch betont werden, dass die Regelung zur Löschung von Konten nicht mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Verbindung steht. Diese Regelung gilt in den PlayStation-Nutzungsbedingungen seit vielen Jahren und wurde schrittweise von 18 auf derzeit 36 Monate verlängert. Die Diskussion über das Eigentum an digitalen Spielen dürfte sich wahrscheinlich verschärfen, je mehr die Branche von physischen Datenträgern abrückt. Immer mehr Spieler achten auf die Einschränkungen, die sich aus dem lizenzbasierten Charakter digitaler Käufe ergeben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Thema künftig Änderungen in den Verbraucherschutzbestimmungen nach sich zieht. Vorerst bleiben die geltenden Regelwerke jedoch unverändert.
Die europäischen PlayStation-Nutzungsbedingungen erlauben es Sony, ein inaktives Konto nach drei Jahren zu schließen, was den Verlust des Zugangs zu allen digital erworbenen Spielen bedeuten kann. Zwar ist nicht bekannt, wie häufig das Unternehmen von diesem Recht Gebrauch macht, doch die Klausel hat erneut eine Debatte über das Eigentum an digitalen Produkten ausgelöst.
Quelle: flatpanelshd
Redakcja Choose TV












