Netflix ändert seine Strategie und setzt zunehmend auf Kinos. Ein weiterer großer Film wurde aufgrund der IMAX-Premiere verschoben.

Calendar 5/25/2026

Vor einigen Jahren konzentrierte sich Netflix praktisch ausschließlich auf Online-Premieren und vermeidete stark die klassische kinobasierte Verteilung. Jetzt sieht die Situation jedoch ganz anders aus. Die Plattform bietet ihren größten Produktionen immer häufiger ordentliche Kinopremieren vor dem Debüt im Streaming. Das neueste Beispiel ist der Film The Adventures of Cliff Booth, der zuerst in IMAX-Kinos gezeigt wird und erst später in der Bibliothek von Netflix erscheint. Dies ist ein weiterer Hinweis darauf, dass der Streaming-Riese stärker um die Kinopublikum und das Prestige großer Premieren auf der großen Leinwand kämpfen möchte. Auch wird zunehmend darüber gesprochen, dass Netflix versucht, sein Image zu ändern und mehr wie ein traditionelles Hollywood-Filmstudio zu fungieren.

Netflix verschiebt großen Tarantino- und Fincher-Film, um ihn zuerst im IMAX zu zeigen

The Adventures of Cliff Booth sollte ursprünglich bereits im August 2026 auf Netflix debütieren. Die Plattform hat jedoch letztendlich ihren Premierenplan vollständig geändert und beschlossen, den Film zunächst ausschließlich in IMAX-Kinos zu zeigen. Die Produktion wird am 25. November 2026 auf die große Leinwand kommen, und erst einen Monat später wird sie im Streaming verfügbar sein. Dies ist eine sehr große Änderung im Vergleich zur bisherigen Herangehensweise von Netflix an eigene Produktionen. Der Film ist besonders interessant, weil zwei riesige Persönlichkeiten aus Hollywood dafür verantwortlich sind. Das Drehbuch stammt von Quentin Tarantino, und die Regie führt David Fincher. Die Produktion wird ein Prequel zu Once Upon a Time in Hollywood sein und erneut die Figur des Cliff Booth zeigen, gespielt von Brad Pitt. Einzelheiten zur Handlung werden weiterhin geheim gehalten, aber die Rückkehr in diese Welt weckt bereits großes Interesse bei den Zuschauern. Netflix hat offenbar erkannt, dass ein so großes Projekt eine vollwertige Kinopremiere verdient, anstatt den Film einfach in die App zu stellen. Es ist sehr gut möglich, dass die Plattform auch auf größere Chancen während der Saison der Filmpreise hofft. Kinopremieren werden von Teilen der Branche immer noch viel positiver wahrgenommen als ausschließlich online veröffentlichten Produktionen. Interessanterweise traf Netflix eine ähnliche Entscheidung früher bei dem Film Narnia: The Magician's Nephew, der ebenfalls verschoben wurde, um zuerst in die Kinos zu kommen. Alles deutet also darauf hin, dass dies kein einmaliges Experiment ist, sondern der Beginn einer größeren Veränderung in der Strategie der Plattform. Netflix scheint langsam zu erkennen, dass große Spektakel durch Kinopremieren deutlich effektiver Geld verdienen und Hype generieren können. Besonders wenn es um Produktionen geht, die von so bekannten Namen wie Fincher oder Tarantino geschaffen werden.

Quentin Tarantino wird immer näher am Streaming, und Netflix wird immer näher an Hollywood der alten Schule

Die Beteiligung von Quentin Tarantino an dem Projekt von Netflix ist für viele Filmfans eine große Überraschung. Der Regisseur hat über die Jahre hinweg das Streaming sehr offen kritisiert und immer wieder betont, dass Filme vor allem im Kino angesehen werden sollten. Dieses Mal inszeniert Tarantino keinen Film, sondern ist für das Drehbuch verantwortlich und arbeitet aktiv mit Netflix am gesamten Projekt zusammen. Für viele ist dies ein symbolischer Moment, der zeigt, wie stark sich Hollywood heute verändert. Immer mehr legendäre Filmemacher beginnen, mit Streaming-Anbietern zusammenzuarbeiten, selbst wenn sie zuvor sehr skeptisch eingestellt waren. David Fincher schafft seit Jahren für Netflix und hat dort unter anderem Mindhunter und The Killer realisiert. Auch Martin Scorsese, Guillermo del Toro und Alfonso Cuarón haben bereits mit der Plattform zusammengearbeitet. Es gibt jedoch immer noch eine Gruppe großer Regisseure, die das Streaming meiden, darunter Christopher Nolan, James Cameron und Steven Spielberg. Netflix möchte jedoch zunehmend beweisen, dass es sowohl als Streaming-Plattform als auch als vollwertiges Filmstudio funktionieren kann. Dies wird besonders deutlich durch Investitionen in große Namen und immer häufigere Kino-Premieren. Die Plattform scheint zu verstehen, dass einige Filme einfach besser als Kinoereignis funktionieren als als schnelle Online-Premiere. Es ist daher sehr gut möglich, dass wir in den kommenden Jahren noch mehr ähnliche Entscheidungen hinsichtlich der größten Produktionen von Netflix sehen werden. Besonders da IMAX-Kino und klassische Premieren immer noch in der Lage sind, riesigen Aufruhr um einen Film zu erzeugen, noch bevor er ins Streaming kommt.

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Netflix entfernt sich immer mehr von dem Modell der ausschließlich Online-Premieren und setzt auf vollwertige Kinodebüt seiner größten Produktionen. The Adventures of Cliff Booth von Tarantino und Fincher wird zuerst in IMAX gezeigt und erscheint danach erst im Streaming, was einen klaren Strategiewechsel der Plattform zeigt.

Quelle: flatpanelshd

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