S99H / S95H
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Panel type: QD-OLED Refresh rate: 165Hz Brand: SAMSUNG Resolution: 3840x2160 System: Tizen Model year: 2026
Samsung S99H (in den USA als S95H bekannt) ist einer der markantesten OLED-Fernseher im Premium-Segment. Vor allem wegen seines Aussehens, denn die breite Metallblende hebt ihn deutlich von der Konkurrenz ab und wird die Nutzermeinungen wohl stark spalten. Für uns ist jedoch wichtiger, was der Fernseher im täglichen Betrieb leistet. Wir prüfen daher, ob das neueste QD-OLED-Panel es Samsung erlaubt hat, einen der besten Fernseher des Jahres 2026 zu schaffen.
9.0
Overall rating
Samsung S99H ist wahrscheinlich der beste OLED-Fernseher, den wir bisher getestet haben, und auf jeden Fall der beste OLED von Samsung seit vielen Jahren. In puncto Bildqualität ist es wirklich schwer, hier einen Schwachpunkt zu finden. Schwarz ist perfekt, wie es für ein organisches Panel typisch ist, und der HDR-Eindruck begeistert durch Helligkeit und Farbsättigung. Durch den Einsatz eines QD-OLED-Panels entsteht ein Bild, das in vielen Szenen fast referenzwürdig wirkt. Eigentlich erfüllt hier jeder Parameter, der mit der Anzeigequalität zu tun hat, hervorragend. Es ist auch schwer zu leugnen, dass der S99H einfach ein Gerät ist, das im Alltag sehr viel Freude bereitet. Tizen läuft schnell, hat Zugriff auf alle wichtigen Apps und erhält 7 Jahre Update-Support. Dazu kommen geniale Funktionen für Spieler, die zu einer der höchsten Bewertungen in dieser Kategorie auf unserem Portal geführt haben. Der S99H eignet sich also praktisch unter allen Bedingungen, egal ob wir abends Filme schauen, normalen Fernsehempfang im hellen Wohnzimmer verfolgen oder mehrere Stunden an der Konsole verbringen.
Ist das also der perfekte Fernseher? Nicht ganz. Am meisten Kontroversen löst natürlich das Design aus. Das einzigartige Aussehen mit breitem Rahmen sorgt dafür, dass man diesen Fernseher entweder sofort liebt oder ihn komplett ablehnt, und das ist eine rein subjektive Angelegenheit. Die Ausstattung lässt sich hingegen beurteilen, und hier hat Samsung unserer Meinung nach ein wenig zurückbehalten. In einem Modell, das in erster Linie für die Wandmontage konzipiert wurde, fehlen eine dedizierte Halterung und das One Connect-Modul. Zwar bietet Samsung die drahtlose Variante, also Wireless One Connect, als Zubehör an, aber bei einem Produkt dieser Preisklasse sollten diese beiden Elemente unserer Ansicht nach im Lieferumfang enthalten sein.
Das sind jedoch keine Mängel, die dieses Modell disqualifizieren sollten. Der Samsung S99H überzeugt vor allem durch das Bild, und dieses ist einfach phänomenal. Wenn uns sein Aussehen zusagt und wir den bestmöglichen Fernseher suchen, ist es heute schwer, eine bessere Wahl zu finden. Zurzeit ist der Samsung S99H der stärkste Anwärter auf den Titel des besten Fernsehers des Jahres 2026.
Perfektes OLED-Schwarz
Referenzbildqualität bei HDR (nach Kalibrierung)
Sehr hohe Helligkeit (über 2800 Nit in HDR!)
Hervorragend gesättigte QD-OLED-Farben
Exzellente Reflexionsdämpfung (matte Beschichtung)
Sehr gute Bewegungsdarstellung (kein Ghosting, Bildwiederholrate bis 165 Hz)
Ideal für Gamer (4× HDMI 2.1, geringer Input-Lag, Game Motion Plus)
Schnelles Tizen-System mit 7 Jahren Unterstützung
Hervorragende Blickwinkel
Hohe Verarbeitungsqualität
Keine Wandhalterung und kein One Connect im Lieferumfang
Schwarz zeigt bei starkem Licht einen kirschfarbenen Stich (typisch für QD-OLED-Panels)
Kein DTS:X (für Blu-ray-Fans)
Ungewöhnliches Design 😉
Movies and series in UHD quality
9.7
Classic TV, YouTube
9.5
Sports broadcasts (TV and apps)
9.0
Gaming on console
9.9
TV as a computer monitor
8.8
Watching in bright light
8.0
Utility functions
7.8
Apps
9.3
Sound quality
8.7
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HDMI inputs: 0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 (48Gbps) Outputs: Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI) Network Interfaces: Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality: Super Premium
Stand type: Legs
Bezel color: Silver
Stand: Fixed
Flat design: Yes
Accessories: Stand
Der Samsung S99H sieht mit Sicherheit nicht aus wie ein weiterer langweiliger OLED auf dem Markt. Das liegt vor allem an dem breiten, metallischen Rahmen rund um das Display. Auf Fotos wirkt er ziemlich massiv, in natura macht er jedoch einen sehr guten Eindruck. Er ist sehr solide verarbeitet, und wenn der Fernseher an der Wand hängt, entsteht ein schöner Effekt: Der Bildschirm wirkt, als würde er leicht über dessen Kante schweben. Uns gefällt dieser Stil sehr und er hebt das Gerät aus der Masse hervor, wobei uns bewusst ist, dass es ein spezielles Design ist. Zumal sich der Rahmen weder demontieren noch gegen einen anderen austauschen lässt.
Apropos Wandmontage: Man muss eine eher unverständliche Entscheidung von Samsung erwähnen. Im Lieferumfang ist keine dedizierte Wandhalterung (Typenbezeichnung WMN-B50EB/XC) enthalten, diese muss separat erworben werden. Bei einem Fernseher, der so gestaltet ist, dass er einem Bild ähnelt, ist das unserer Meinung nach schlecht durchdacht. Man kann davon ausgehen, dass die überwiegende Mehrheit der Käufer des S99H gerade wegen seines Aussehens ihn sofort an der Wand befestigen möchte. Im Karton liegen stattdessen die standardmäßigen Standfüße bei. Sie erfüllen ihren Zweck, wirken aber recht plastikhaft und passen einfach nicht zur restlichen Konstruktion. Wir würden sie eher als Übergangslösung denn als dauerhafte Aufstelloption betrachten. Das Gehäuse selbst ist sehr schlank, und auf der Rückseite gibt es Platz für alle Anschlüsse sowie Kabelkanäle, die das Ordnen der Kabel erleichtern. Leider fehlt das One Connect-Modul, das man von einigen teureren Samsung-Modellen kennt. Man kann jedoch die kabellose Version, Wireless One Connect, dazukaufen, die die Anzahl der direkt zum Bildschirm führenden Kabel reduziert. Aber auch das ist ein weiterer zusätzlicher Kostenfaktor.
Verarbeitungstechnisch wirkt der Samsung S99H eindeutig wie ein Gerät aus der oberen Preisklasse. Schade nur, dass der Hersteller bei einem so teuren Fernseher weder die Wandhalterung noch das One Connect-Modul beilegt. Zumal beide Elemente perfekt zum Gesamtkonzept dieses Modells gepasst hätten.
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Wie es sich für einen OLED-Fernseher gehört, bietet der Samsung S99H perfektes Schwarz und praktisch unendlichen Kontrast. Jeder Pixel kann unabhängig ausgeschaltet werden, deshalb verursachen helle Bereiche keine Leuchthöfe und Schwarz bleibt auch in den anspruchsvollsten Szenen wirklich schwarz. Das Bild wirkt dadurch sehr plastisch und sieht sowohl in Filmen und Serien als auch in Spielen großartig aus. Im Vergleich zu Mini-LED-LCD-Fernsehern zeigt sich der Vorsprung besonders bei dunklen Aufnahmen mit kleinen, hellen Details. Schriftzüge, Sterne, Scheinwerfer oder kleine Lichtquellen behalten ihre volle Klarheit und verschmelzen nicht mit dem Hintergrund. Es gibt auch nicht den für zonenbasierte Hintergrundbeleuchtung typischen Leuchthof-Effekt, noch das Abdunkeln heller Elemente nur, um tiefes Schwarz zu erhalten. Wichtig ist, dass es in dieser Hinsicht kaum eine Rolle spielt, ob es sich um die QD-OLED- oder die Tandem WOLED-Variante handelt. In beiden Fällen kann man auf dieselben grundlegenden Vorteile der organischen Technologie zählen, also die perfekte Kontrolle jedes Pixels und einen hervorragenden Kontrast unabhängig von der jeweiligen Szene.
Halo effect and black detail visibility:
9.4/10
Supported formats: HDR10, HDR10+, HLG
Luminance measurements in HDR:
Result
2837 nit
Result
2795 nit
Result
2592 nit
Result
2811 nit
Result
2271 nit
Wenn es um die reine Helligkeit geht, ist das S99H ein astronomisch heller Fernseher. Seine Spitzenhelligkeit in Filmszenen kann über 2800 Nits hinausgehen! Unabhängig von der gezeigten Szene kann man mit eindrucksvollen HDR-Effekten rechnen, die geradezu blenden — und genau das erwarten wir von einem Spitzenbildschirm. Typisch für ein OLED-Panel ist, dass es bei sehr hellen Vollbildaufnahmen nicht die gleiche extrem hohe Helligkeit halten kann wie bei kleinen Lichtpunkten, aber die Ergebnisse sind dennoch hervorragend. In einer hellen Szene aus dem Film The Meg überschritt die Sonne immer noch 2200 Nits. Das bedeutet, dass das S99H eine höhere Helligkeit halten konnte als die meisten Mini-LED-Bildschirme auf dem Markt. In puncto Helligkeit ist das S99H derzeit der beste OLED-Fernseher, den wir getestet haben.
Das S99H kommt auch bei den Farben hervorragend zurecht, was dem verwendeten QD-OLED-Panel direkt zu verdanken ist. Unabhängig vom Testszenario — ob synthetische Testbilder oder Messungen mit Filmmaterial im Hintergrund — blieben die Ergebnisse auf sehr hohem Niveau. Das S99H deckt mühelos nahezu 100 % des DCI-P3-Farbraums ab und erreicht im anspruchsvolleren BT.2020 fast 90 %. Das ist absolute Spitzenklasse auf dem Markt. Diese Werte entsprechen dem, was wir bei neuen SQD-Mini-LED-Panels gesehen haben, und übertreffen in realen Filmszenen sogar RGB-Mini-LED-Displays.
BT.2020 color gamut coverage and primary color luminance
| Data set | BT.2020 | P3 | R | G | B |
|---|---|---|---|---|---|
| Synthetic patterns | 89.0% | 99.9% | 65% | 81% | 79% |
| Film measurements | 89.1% | 99.9% | 66% | 83% | 81% |
BT.2020 and P3 – average color gamut coverage (percent of the target gamut).
R, G, B – average primary color luminance relative to target (percent).
Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)
Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)
Messwerte und trockene Daten sind das eine, doch letztlich zählt, was wir tatsächlich auf dem Bildschirm sehen. Deshalb haben wir den Samsung S99H in vollem Umfang geprüft und sein Verhalten in lebendigen, anspruchsvollen Filmszenen analysiert. Das Ergebnis? Ganz einfach: Sie sehen schlichtweg hervorragend aus. Unabhängig von der Beschaffenheit des Materials, sei es ein Mastering mit extrem hohen Helligkeiten oder die weitaus häufigeren Titel, die für 1000 Nits gemastert wurden, liefert der Fernseher eine nahezu referenzwürdige Wiedergabe. Die Tonalität des Bildes ist nahezu fehlerfrei, ohne die Vision des Regisseurs zu verfälschen oder das Bild künstlich aufzubessern. Jede noch so kleine Nuance in tiefen Schatten sowie in den hellsten Bildpartien bleibt klar lesbar und wird dem Zuschauer mit höchster Präzision präsentiert. Der S99H schneidet keine Spitzlichter ab, verliert keine Details in dunklen Bereichen und überträgt die Dynamik des Quellmaterials ausgezeichnet. Wenn also jemand das bestmögliche Bild im HDR-Format sucht, ist der Samsung S99H die Antwort.
HDR luminance chart:
Lässt sich aus dem HDR-Format beim S99H noch mehr herausholen? Theoretisch ja, dank der Unterstützung dynamischer Metadaten im Format HDR10+, bei dem der Fernseher präzise Anweisungen Bild für Bild erhält, wie er sich beim Anzeigen einer Szene verhalten soll. In der Praxis sieht das jedoch ganz anders aus. Ein gutes werkseitiges Tonmapping (bei Einstellung auf den statischen Modus) sowie eine enorm hohe Bildschirmhelligkeit sorgen dafür, dass der Unterschied zwischen herkömmlichem HDR10 und dynamischem HDR10+ nahezu unmerklich ist. Der Vergleich an der Pferdeszene zeigt das sehr gut: Beide Szenen behalten praktisch die gleiche Detailmenge, sowohl in den hellsten als auch in den dunkelsten Bereichen. Deshalb kann das Fehlen von Dolby Vision beim S99H kaum als wirklicher Nachteil gelten. Dieser Fernseher braucht es einfach nicht, um seine volle Leistungsfähigkeit bei Filmen zu zeigen.
Static HDR10
Dynamic: HDR10+
7.5/10
Samsung bietet eine ganze Reihe von Bildmodi und -funktionen, dennoch empfehlen wir traditionell die Wahl des FILMMAKER-Modus, besonders wenn es einem auf die getreue Wiedergabe der Intentionen der Filmemacher ankommt. Ab Werk ist der Fernseher wirklich gut abgestimmt, obwohl es kleine Unzulänglichkeiten gibt. Dabei geht es vor allem um eine leichte Abweichung des Weißabgleichs bei SDR-Inhalten sowie um eine leicht zu niedrige Gamma-Einstellung. In der Folge wirkt das Bild in dunkler Umgebung gegenüber dem Referenzwert 2,4, der beim Filmsehen bei ausgeschaltetem Licht gilt, etwas zu hell. Das sind natürlich Kleinigkeiten, denn die allgemeine Farbwiedergabe bleibt auf sehr hohem Niveau und die Fehler in den ColorChecker-Messungen sind nicht groß. Wir wissen jedoch, dass man von einem Bildschirm dieser Klasse wie dem S99H noch mehr erwarten kann und sollte, deshalb haben wir ihn professionell kalibriert.
9.6/10
Nach einer professionellen Kalibrierung wirkt der FILMMAKER-Modus geradezu perfekt. Da Samsung eine umfangreiche Palette erweiterter Kalibrierungsfunktionen bietet, konnten wir die Farben auf ein nahezu perfektes Niveau abstimmen. Vor allem ist es uns gelungen, den Weißabgleich und den Gammaverlauf anzugleichen, was sich in einem deutlich besseren Kontrast und einer natürlichen Bildplastizität niederschlug. In diesem Profil gibt es wirklich nichts, woran man etwas auszusetzen oder als Mangel ansehen könnte. Nach der Kalibrierung kann der S99H ein praktisch vorbildliches Bild präsentieren.
9.6/10
Beim Samsung S99H wirken die Tonwertübergänge sehr flüssig. Am besten schneiden helle Szenen ab, in denen die aufeinanderfolgenden Abstufungen sehr glatt und ohne sichtbare Stufen ineinander übergehen. In dunkleren Passagen ist es ebenfalls gut, wenngleich hin und wieder kleine Unvollkommenheiten zu sehen sind. Im Alltag fallen diese jedoch praktisch nicht auf. Außerdem ist anzumerken, dass dies eine der Stärken von QD-OLED-Panels ist. Im Vergleich zu WOLED-Panels bewältigen sie Übergänge im Bereich des Schwarz deutlich leichter, wo konkurrierende Panels von LG Display häufiger Posterisierung und ungleichmäßige Abstufungen zeigen.
7.5/10
Smooth transition function
Image without overscan on the SD signal
Für Upscaling und die digitale Bildverarbeitung ist der hauseigene Prozessor Samsung NQ4 Gen3 zuständig. Beim Hochskalieren von Material mit niedrigerer Auflösung auf 4K macht er seine Sache wirklich gut. Das Bild ist scharf, wirkt dabei aber weder künstlich noch übertrieben scharf. Eine ziemlich spezifische Schwäche zeigt sich bei sehr altem Material, das in 480p oder niedriger aufgezeichnet wurde. In solchen Fällen kann der Fernseher die Bildränder leicht beschneiden.
Der Prozessor kommt auch ganz gut mit Artefakten in Material mit niedriger Bitrate zurecht, zum Beispiel in stark komprimierten Videos von YouTube. Die Funktion zur Rauschreduzierung glättet das Bild wirkungsvoll und reduziert Posterisierung, arbeitet dabei jedoch ziemlich aggressiv. Sie kann nicht nur unerwünschte Artefakte entfernen, sondern auch einen Teil feiner Details und sogar das natürliche Filmkorn. Wir haben uns, um die größtmögliche Treue zum Quellmaterial zu bewahren, entschieden, sie nicht zu nutzen. Wenn jedoch jemand mehr Wert auf ein sauberes, möglichst glattes Bild legt als auf das Bewahren aller Details, kann sie sich als nützlich erweisen.
8.5/10
Maximum refresh rate of the panel: 165Hz
Film motion smoothing option: Yes
Blur reduction option: Yes
BFI function 60Hz: Yes, 60Hz (image flickers)
BFI function 120Hz: No
Brightness drop with BFI: 50%
Ein weiterer großer Vorteil organischer OLED-Panels ist die sehr gute Bewegungsdarstellung. Dank der nahezu sofortigen Reaktionszeit der Pixel verwischt der Samsung S99H praktisch nicht. Bei schnell bewegten Objekten treten keine sichtbaren Nachbilder oder ziehenden Konturen auf, deshalb eignet sich der Fernseher sowohl beim Sport als auch beim Gaming sehr gut. Ein Manko von OLED-Bildschirmen gegenüber LCD ist jedoch die Wiedergabe von Material mit niedriger Bildrate. Bei sehr langsamer Kamerabewegung kann das Bild deutlich „ruckartig“ wirken. Das lässt sich jedoch recht effektiv durch Zwischenbildberechnung abmildern. Samsung erlaubt, die Reduzierung von Ruckeln und Unschärfe separat einzustellen, sodass sich leicht ein Kompromiss zwischen flüssigerem Bild und dem Erhalt des filmischen Charakters des Materials finden lässt.
Blur (native resolution, maximum refresh rate):
Blur (BFI function enabled):
Image flickers in this mode
Blur (4K@165Hz):
In den Einstellungen finden wir außerdem eine BFI-Funktion namens „Wyraźny ruch LED“, die bei Inhalten mit bis zu 60 Hz greift. Sie verbessert die Bewegungsdarstellung durch Einfügen schwarzer Zwischenbilder, allerdings beginnt der Bildschirm dann ziemlich stark zu flimmern. Aus diesem Grund würden wir ihre tägliche Nutzung eher nicht empfehlen. Interessant ist auch die Unterstützung einer Bildwiederholfrequenz von bis zu 165 Hz beim Anschluss eines Computers. Das ist vielleicht keine Funktion, die jeder braucht, aber für Personen, die das S99H als großen Bildschirm zum Spielen am PC nutzen möchten, ist das ein sehr angenehmes Extra.
9.6/10
Samsung S99H is also an excellent TV for gamers. It offers almost every useful feature... well, maybe except the obvious lack of Dolby Vision for Xbox consoles. It's equipped with four fully functional HDMI 2.1 ports with the full 48 Gbps bandwidth. Thanks to that we can easily use frame-rate synchronization VRR and automatic low-latency mode (ALLM). This year Samsung also has no issues with proper HGiG support, so HDR setup on a console is quick and without unnecessary complications. Samsung is also known for interesting extras in its TVs. In the Game Bar menu you'll find options to add an on-screen crosshair, enlarge the mini-map, or change the aspect ratio of the displayed image (PC).
Particularly noteworthy is Samsung's feature: Game Motion Plus. It's Samsung's proprietary motion-smoothing system that uses interpolation to increase smoothness in games. Input lag then rises to around 40 to 50 ms (depending on the strength of the setting), which is an excellent result compared to the competition. The system makes gameplay noticeably smoother. So if someone has their eye on a demanding game (e.g., GTA 6 😉) that runs at only 30 frames per second on console, the S99H can display it much more smoothly than competing models.
10/10
Der Input-Lag ist unabhängig von der gewählten Bildwiederholfrequenz sehr gering. Bei einem 120-Hz-Signal haben wir etwa 5 ms gemessen, bei 60 Hz rund 10 ms. Nach Anschluss eines Computers und Einstellung auf 165 Hz waren die Werte noch niedriger. Die Reaktion auf Bewegungen des Controllers oder der Maus ist nahezu sofort, sodass sich der Samsung S99H diesbezüglich sogar für sehr schnelle und anspruchsvolle Spiele eignet.
| SDR | HDR | Dolby Vision |
|---|---|---|
| 1080p60: 10 ms | 2160p60: 10 ms | |
| 1080p120: 5 ms | 2160p120: 5 ms | |
| 2160p60: 10 ms | ||
| 2160p120: 5 ms |
8.8/10
Chroma 444 (max. resolution and refresh rate): Yes
Font clarity: Good
Readability of dark text and shapes: Very Good
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate): 5ms
Matrix subpixel arrangement: RGB (QD-OLED)
Max refresh rate: 165Hz
G-Sync: Yes
Der S99H eignet sich auch sehr gut als großer Monitor, der an einen Computer angeschlossen wird. Das liegt vor allem an der vollständigen Unterstützung für die Bildsynchronisation: Es gibt sowohl AMD FreeSync Premium Pro als auch eine reibungslose Zusammenarbeit mit G-Sync bei NVIDIA-Grafikkarten. Zusätzlich erlaubt der Fernseher eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 165 Hz, was für PC-Spieler ein willkommener Bonus ist. Einziges spezifisches Merkmal von QD-OLED-Panels bleibt die charakteristische dreieckige Anordnung der Subpixel. Deshalb ist die Schärfe sehr kleiner Schrift bei sehr geringer Betrachtungsdistanz nicht ideal. Angesichts der Größe des S99H wird dieser Fernseher jedoch kaum direkt auf einem Schreibtisch stehen. Bei Arbeit oder Spiel aus einer Entfernung von mehr als einem Meter spielt das keinerlei Rolle mehr.
9.9/10
Brightness drop at an angle of 45 degrees: 12%
Die Blickwinkel beim S99H sind einfach hervorragend und das ist dem eingesetzten QD-OLED-Panel zu verdanken. In dieser Hinsicht gehört er zur absoluten Spitze auf dem Markt. Selbst bei extrem flachem Betrachtungswinkel bleibt das Bild sehr gut lesbar, und Verluste bei Helligkeit oder Farbsättigung sind kaum spürbar. Das ist ein typisches Merkmal von QD-OLED-Panels und ein Vorteil gegenüber klassischen WOLED-Displays, bei denen die Blickwinkel etwas schlechter ausfallen.
8/10
Panel finish: Matte
Reflection suppression: Very Good
Black levels during daytime: Average
Eine der wichtigsten und markantesten Eigenschaften von Samsungs OLEDs (einschließlich des hier getesteten S99H) ist die matte Bildschirmbeschichtung. Das ist derzeit eine der besten Lösungen auf dem Markt, wenn es darum geht, Reflexionen so effektiv wie möglich zu reduzieren. Ganz gleich, ob der Raum große Fensterflächen hat oder Lampen eingeschaltet sind, alle Lichtreflexe werden sehr zuverlässig gestreut. Das hat jedoch seinen Preis. Durch das matte Finish und die Besonderheiten der QD-OLED-Panels (die bei hellem Umgebungslicht leicht einen kirschfarbenen Ton annehmen können) verlieren Schwarzwerte tagsüber etwas an Tiefe und Farbintensität. Es ist jedoch anzumerken, dass dieses Phänomen vor allem dann auftritt, wenn sehr starkes, direktes Licht auf das Panel fällt. Zum Glück ist der S99H ein extrem heller OLED-Fernseher, in dieser Hinsicht vergleichbar mit den besten Mini LED-Displays auf dem Markt. Seine durchschnittliche Helligkeit bei alltäglichen SDR-Inhalten erreicht nahezu 850–900 Nits, sodass der Fernseher auch in einem stark sonnenbeschienenen Wohnzimmer mühelos zurechtkommt.
Panel brightness
Samsung OLED S95H (S99H) (QD-OLED): 851 cd/m2
7.8/10
System: Tizen
System performance: Very good
Das Tizen-System läuft auf dem S99H außerordentlich schnell und stabil. Besonders lobenswert ist die breite Unterstützung drahtloser Protokolle: Hier gibt es sowohl Apple AirPlay als auch die kürzlich hinzugefügte Unterstützung für Chromecast. Tizen selbst lässt sich heute kaum etwas in Bezug auf die Verfügbarkeit von Apps vorwerfen. Der Katalog umfasst alle gängigen Streamingdienste und steht dem Funktionsumfang von Google TV in dieser Hinsicht in nichts nach.
Der S99H ist der erste OLED-Fernseher von Samsung, der mit einem dedizierten Art-Modus ausgestattet wurde, der bisher hauptsächlich aus der Serie The Frame bekannt ist. Das ist eine ziemliche Überraschung, denn die meisten Hersteller von Fernsehern mit organischen Panels raten eher davon ab, statische Grafiken über längere Zeit anzuzeigen. Hier wird die Funktion offiziell beworben, was darauf hindeutet, dass Samsung sich der Widerstandsfähigkeit seines Panels gegenüber dauerhaften Nachbildern sicher ist. Der Zugriff auf die vollständige Kunstbibliothek erfordert leider ein kostenpflichtiges Abonnement. Es gibt jedoch eine einfache Lösung für dieses Problem: Lieblingsbilder oder eigene Fotos können kostenlos in den Gerätespeicher geladen und in der dafür vorgesehenen App als Hintergrund eingestellt werden. Außerdem verfügt das Gerät über einen Umgebungslichtsensor, der Helligkeit und Farbtemperatur des Bildschirms so anpasst, dass das dargestellte Bild ein echtes Gemälde oder einen Druck so realistisch wie möglich imitiert.
Alle klassischen TV-Funktionen des S99H sind gut umgesetzt, allerdings könnte die Bedienung bei Senioren nicht gut ankommen. Grund dafür ist die minimalistische Fernbedienung, die vollständig ohne herkömmliches Ziffernfeld auskommt. Der Vorteil der solarbetriebenen Fernbedienung ist jedoch ihre Funktion als Universalfernbedienung: Sie lässt sich problemlos koppeln und kann praktisch jedes an den Fernseher angeschlossene Gerät steuern, zum Beispiel Satellitenreceiver, Konsolen und Player.
9.3/10
8.8/10
| Maximum photo resolution: | Supported photo formats: |
|---|---|
Der eingebaute Medienplayer des S99H arbeitet zuverlässig und schnell. Der Fernseher bewältigt mühelos die meisten gängigen Video- und Audioformate und sorgt für eine flüssige Wiedergabe ohne Ruckeln. Einzige Einschränkungen gibt es bei der Unterstützung bestimmter Fotoformate auf einem externen Speichermedium. Der Fernseher reagiert bei Dateien im Apple-Format HEIC ziemlich eigenartig... obwohl die Miniaturansichten im Dateibrowser korrekt angezeigt werden, führt der Versuch, ein Foto in voller Größe zu öffnen, zum Einfrieren der Benutzeroberfläche. Das sieht nach einem Softwarefehler aus, den Samsung wahrscheinlich in einem der kommenden Updates beheben wird.
8.7/10
95dB
Maximum volume
Supported codecs (TV speakers)
Dolby Digital Plus 7.1
Dolby True HD 7.1
Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
Dolby Atmos in Dolby True HD
DTS:X in DTS-HD MA
DTS-HD Master Audio
Für ein so schlankes Design spielt der Samsung S99H überraschend gut. Anfangs waren wir selbst erstaunt, dass aus einem so flachen Bildschirm ein derart kräftiger Klang zu holen ist. Wichtig ist, dass sogar Bass vorhanden ist, wobei man natürlich nicht vergessen darf, dass es sich um eingebaute TV-Lautsprecher und nicht um ein dediziertes Heimkinosystem handelt. 😉 Der Fernseher unterstützt problemlos die Dekodierung von Dolby Atmos sowie das hauseigene System Q-Symphony. Damit lässt sich das Display leicht mit einer Soundbar von Samsung (oder den neuen Lautsprechern der Studio-Serie) koppeln, sodass die eingebauten Lautsprecher gemeinsam mit der externen Audioanlage spielen. Für den täglichen Gebrauch und normales Fernsehen ist externe Audiotechnik jedoch nicht sofort erforderlich. Traditionell fehlt bei Samsung die Unterstützung des Formats DTS. Für Nutzer, die ausschließlich streamen, dürfte das kaum ins Gewicht fallen, für Fans physischer Medien und Blu-ray-Discs ist das jedoch ein spürbarer Nachteil.
Sound Quality Test:
95dBC (Max)
75dBC
Software version during testing: 1204
Subpixel Structure:
Panel uniformity and thermal imaging:
Backlight Type: QD-OLED
Founder and originator of the "ChooseTV" portal
Journalist, reviewer, and columnist for the "ChooseTV" portal
michal-woloszyn-title
11/25/2025
12/1/2025
3/6/2025