Der Spielemarkt durchläuft derzeit eine Phase großer Veränderungen. Microsoft entwickelt Windows in Richtung KI-basierter Dienste, und Sony kündigt die Abkehr von physischen Veröffentlichungen neuer Spiele an. Gleichzeitig entwickelt Valve konsequent SteamOS und sein eigenes Ökosystem von Geräten weiter. Immer mehr Experten sind der Meinung, dass das Unternehmen die aktuelle Lage nutzen und einen deutlich größeren Marktanteil gewinnen könnte. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Weg zum Erfolg einfach sein wird. Branchenfachleute heben sowohl die Stärken von SteamOS als auch Hindernisse hervor, die die Entwicklung der Plattform weiterhin einschränken.
SteamOS entwickelt sich schneller und kommt auf weitere Geräte
Experten zufolge bleibt Valves größter Trumpf das ausgebaute Steam-Ökosystem und die riesige Spielbibliothek. SteamOS ist nicht mehr nur auf den Steam Deck und Steam Machine beschränkt. Das System erhielt Unterstützung für weitere Geräte mit AMD-, Intel- und ARM-Prozessoren. Dadurch kann es unter anderem auf tragbaren Gaming-Computern von Lenovo, ASUS oder MSI laufen. Fachleute betonen, dass SteamOS eine bessere Akkulaufzeit, eine benutzerfreundlichere Oberfläche und ein schnelleres Aufwachen der Geräte als Windows 11 bietet. Wichtig bleibt auch die Technologie Proton, die das Starten vieler für Windows entwickelter Spiele ermöglicht. Experten sind der Meinung, dass Valve die Strategie, SteamOS auf verschiedenen Geräten verfügbar zu machen, weiterverfolgen sollte, statt es auf die eigene Hardware zu beschränken. Zunehmend wichtiger werden auch Funktionen wie Cloud-Saves, die Freundesliste oder die Möglichkeit, die Spielbibliothek nahtlos zwischen Geräten zu verschieben. Laut einigen Analysten entspricht genau dieses Entwicklungsmodell am besten den heutigen Erwartungen der Spieler. Valve hat außerdem einen Vorteil durch die hohen Einnahmen der Plattform Steam, die in die Weiterentwicklung der Dienste investiert werden können. Experten betonen einhellig, dass SteamOS inzwischen ein ernstzunehmender Akteur im Markt für mobiles Gaming geworden ist.
Windows und Konsolen haben in einigen wichtigen Bereichen weiterhin die Nase vorn
Trotz der wachsenden Beliebtheit von SteamOS weisen Experten auch auf dessen größte Einschränkungen hin. Eines der wichtigsten Probleme bleibt die fehlende volle Kompatibilität mit bestimmten Sicherheitssystemen, die in Onlinespielen eingesetzt werden. Einige populäre Titel, die Anti-Cheat-Mechanismen nutzen, funktionieren unter Linux und Proton nach wie vor nicht korrekt. SteamOS bietet zudem weniger Unterstützung für spezialisierte Peripherie wie bestimmte VR-Headsets, Capture-Karten oder externe Grafikkarten. Eine weitere Herausforderung ist der hohe Preis der Steam Machine, der deutlich über dem von PlayStation 5 oder Xbox Series X liegt. Experten betonen, dass Konsolen weiterhin bei Exklusivtiteln und Bedienungsfreundlichkeit vorne liegen. Ihrer Ansicht nach hat SteamOS die größten Chancen, zum Standardbetriebssystem für ausschließlich zum Spielen gedachte Geräte zu werden, während Windows die beste Wahl für Rechner bleibt, die auch für die Arbeit genutzt werden. Gleichzeitig heben sie hervor, dass stärkere Konkurrenz zwischen den Plattformen sowohl für Spieler als auch für Entwickler von Vorteil sein wird. Mehr Alternativen schränken die Dominanz einzelner Unternehmen ein und zwingen Anbieter dazu, bessere Dienste anzubieten. Deshalb kann die Entwicklung von SteamOS für die gesamte Branche wichtig sein, selbst wenn es den Markt nicht dominieren sollte. Die Zukunft wird zeigen, ob Valve die aktuelle Lage nutzen kann, um seine Position weiter zu stärken.
Experten sind sich einig, dass SteamOS das Potenzial hat, eine der wichtigsten Plattformen für Gamer zu werden. Valve verfügt über ein starkes Ökosystem und entwickelt das Betriebssystem für weitere Geräte, muss jedoch weiterhin Probleme mit der Kompatibilität, den Hardwarepreisen und der Konkurrenz durch Windows sowie Konsolen bewältigen.
Quelle: techradar
Redakcja Choose TV












