Fitbit Air wie nie zuvor. Google stellt Designs für 3D-Drucker zur Verfügung.

Der Markt für Fitnessarmbänder sieht seit Jahren sehr ähnlich aus. Benutzer können normalerweise aus einigen offiziellen Bändern wählen, die vom Hersteller vorbereitet wurden, oder aus einer begrenzten Anzahl von Zubehörteilen von Drittanbietern. Google möchte jedoch bei Fitbit Air einen völlig anderen Ansatz verfolgen. Das Unternehmen hat beschlossen, einen Teil der Kontrolle an die Community und Zubehörhersteller abzugeben, indem es detaillierte Designunterlagen für das Gerät zur Verfügung stellt. Dadurch können die Personalisierungsmöglichkeiten erheblich größer sein als bei konkurrierenden Lösungen.

Google möchte ein offenes Ökosystem rund um ChooseTV Air aufbauen

ChooseTV Air wurde auf der Grundlage eines kleinen Sensormoduls entwickelt, das für die Überwachung der Benutzeraktivität verantwortlich ist. Der Tracker selbst dient als kleines Messgerät, während das Armband zum Hauptbestandteil wird, der für das Aussehen des Produkts verantwortlich ist. Diese Konstruktion bietet wesentlich mehr Freiheit bei der Erstellung von Zubehör. Google hat beschlossen, dieses Potenzial zu nutzen und Designern sowie Herstellern detaillierte CAD-Dateien zur Verfügung zu stellen, die alle notwendigen Maße und Spezifikationen enthalten. Das bedeutet, dass Unternehmen bereits jetzt eigene Armbänder, Gehäuse oder andere unkonventionelle Ergänzungen vorbereiten können. Interessanterweise beschränkt sich Google nicht nur auf große Hersteller. Die Dokumentation steht auch Enthusiasten zur Verfügung, die 3D-Drucker verwenden. In der Praxis bedeutet dies die Möglichkeit, eigene Zubehörteile für ChooseTV Air selbst zu entwerfen und zu drucken. Das Unternehmen möchte eindeutig eine Gemeinschaft rund um die Personalisierung des Geräts schaffen. Ein solches Vorgehen ist in der Branche der Verbraucherelektronik selten, in der Hersteller in der Regel den Zubehörmarkt sehr stark kontrollieren. Google hofft jedoch, dass eine größere Offenheit die Attraktivität des Geräts selbst steigern wird. Dadurch könnte ChooseTV Air zu einer Plattform für Experimente mit neuen Ideen und Projekten werden. Dies ist eine Strategie, die sich von der Konkurrenz abhebt und kreative Benutzer anziehen kann.

Die Erstellung eigener Armbänder erfordert die Erfüllung vieler Anforderungen

Obwohl die Idee einfach erscheint, reduziert sich die Erstellung eines funktionalen Armbands für Fitbit Air nicht nur auf ein ansprechendes Design. Das Gerät verwendet fortschrittliche optische Sensoren, die unter anderem die Herzfrequenz und den Sauerstoffgehalt im Blut überwachen. Damit die Messungen genau sind, muss das Modul die ganze Zeit über eng an der Haut anliegen. Google betont, dass die Designer spezifische Druckparameter und eine entsprechende Anordnung der Befestigungselemente berücksichtigen müssen. Das Unternehmen hat auch Richtlinien für die Materialien veröffentlicht, die zur Herstellung von Zubehör verwendet werden. Hautfreundliche Lösungen wie hochwertige Kunststoffe, Textilien oder entsprechend vorbereitete Metalle werden empfohlen. Der Hersteller warnt jedoch vor der Verwendung von Materialien, die Reizungen oder allergische Reaktionen hervorrufen können. Alle Zubehörteile müssen auch die Anforderungen an Haltbarkeit und Sicherheit der Verwendung erfüllen. Google plant zudem, das Zertifizierungsprogramm "Made for Google" weiterzuentwickeln. Zertifizierte Produkte erhalten offizielle Kompatibilitätskennzeichnungen, was das Vertrauen der Kunden stärken soll. Partner, die an dem Programm teilnehmen, können außerdem früheren Zugang zu Informationen über zukünftige Geräte erhalten. Dadurch können neue Zubehörteile zeitgleich mit den Markteinführungen neuer Produkte erscheinen. Google zeigt deutlich, dass es nicht nur das Armband verkaufen, sondern ein ganzes Ökosystem darum herum aufbauen möchte.

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Fitbit Air könnte eines der offensten tragbaren Geräte auf dem Markt werden. Die Bereitstellung von Designs und Dokumentationen ermöglicht es Herstellern und Nutzern, ihre eigenen Zubehörteile zu erstellen und sie sogar selbst mit 3D-Druckern zu drucken. Google setzt auf den Ausbau der Gemeinschaft und eines breiten Ökosystems von Zubehör, was Fitbit Air von konkurrierenden Fitnessarmbändern abheben könnte. Wenn die Idee auf das Interesse der Nutzer stößt, könnte sie einen neuen Trend in der Welt der tragbaren Technologien einleiten.

Quelle: digitaltrends

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