Während der WWDC 2026 präsentierte Apple die Funktion Spatial Reframing, die es ermöglicht, die Perspektive gewöhnlicher Fotos zu ändern und einen Effekt zu erzeugen, der an eine dreidimensionale Szene erinnert. Obwohl es auf den ersten Blick wie ein weiteres Werkzeug zur Fotobearbeitung aussieht, könnte es in Wirklichkeit Teil eines viel größeren Plans sein. Neue Lösungen zeigen, dass das Unternehmen zunehmend Technologien im Zusammenhang mit 3D-Bildern und immersiven Erlebnissen entwickelt.
Bilder beginnen, dreidimensionale Welten zu erinnern
Die neue Funktion, die in iOS 27 verfügbar ist, ermöglicht es Nutzern, die Perspektive eines Fotos nach der Aufnahme sanft zu verändern. Künstliche Intelligenz analysiert das Foto und generiert zusätzliche Bildfragmente, die im ursprünglichen Bildausschnitt nicht sichtbar waren. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass das Foto Tiefe und Raum hat, die an eine 3D-Szene erinnern.
Apple verwendet dafür eine Technologie, die als Gaussian Splatting bekannt ist. Diese ist unter anderem verantwortlich für die realistischen Avatare von Persona in Apple Vision Pro sowie für zunehmend detaillierte dreidimensionale Ansichten in Apple Maps. Die Lösung ermöglicht die Erstellung von extrem realistischen Modellen von Objekten und ganzen Räumen auf der Grundlage von Fotos oder Aufnahmen.
In der Praxis bedeutet dies, dass ein gewöhnliches Foto aufhört, ein flaches Bild zu sein, und beginnt, ein Fragment einer digitalen Welt zu erinnern, die aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden kann.
Das könnte der Beginn einer größeren Revolution sein
Nach Einschätzung der Marktbeobachter sind die neuen Funktionen nur der erste Schritt. In visionOS 27 führt Apple auch die Möglichkeit ein, Panoramen in räumliche Umgebungen zu verwandeln, die den Benutzer umgeben. Eine solche Lösung ermöglicht es fast, „einzutreten“ in zuvor gemachte Fotos und sie auf eine natürlichere Weise zu betrachten.
Derzeit sind die Möglichkeiten noch begrenzt und erlauben es nicht, sich frei in den generierten Szenen zu bewegen. Doch die Entwicklung der Technologie deutet darauf hin, dass Apple allmählich die Grundlage für fortgeschrittenere Systeme zur Erstellung digitaler Kopien realer Orte schafft. Ähnliche Lösungen werden bereits von Entwicklern von VR-Anwendungen und Herstellern von Mixed-Reality-Headsets genutzt.
Experten weisen darauf hin, dass zukünftige Apple-Geräte solche Möglichkeiten erheblich umfangreicher nutzen könnten. Langfristig könnten Fotos und Videos sich in vollwertige räumliche Erinnerungen verwandeln, die der Benutzer fast so ansehen kann, als wäre er erneut an diesem Ort.
Spatial Reframing in iOS 27 ist nicht nur ein neuer visueller Effekt für Fotos. Die Funktion zeigt die Richtung, in die Apple seine Technologien im Bereich Bild, künstliche Intelligenz und räumliche Realität weiterentwickelt. Wenn das Unternehmen Gaussian Splatting konsequent weiterentwickelt, könnte die Zukunft der Fotografie ganz anders aussehen als heute.
Quelle: cnet
Redakcja Choose TV












