Wenn Sie den Fernsehermarkt verfolgen, erinnern Sie sich sicher an den Moment vor einigen Jahren, als Philips (TP Vision) plötzlich "Schluss machte" mit der Funktion Ambilight+Hue. Für viele Fans der Marke war das ein Schock – eine Funktion, die es ermöglichte, die Farben hinter dem Fernseher in den gesamten Wohnraum mit intelligenten Glühbirnen auszudehnen, verschwand plötzlich aus den neuen Modellen. In der Zwischenzeit haben Samsung und LG sich mit Signify (Hersteller von Philips Hue) zusammengetan und satte kostenpflichtige Anwendungen zur Synchronisation von Licht eingeführt. Philips blieb hinterher, aber das Jahr 2026 bringt die lang ersehnte Antwort. Die Funktion kehrt unter dem neuen Namen AmbiScape zurück und, was am wichtigsten ist, sie beschränkt sich nicht mehr nur auf eine teure Beleuchtungsmarke.
Das neue AmbiScape-System ist zu einem großen Teil das Ergebnis der Entwicklung des eigenen Systems TitanOS. Philips benötigte eine Weile, um nach dem Umstieg auf die eigene Software wieder das nachzubilden, was vor einigen Jahren auf Android funktioniert hat. Anstatt sich in ein einziges Ökosystem einzuschließen, wird AmbiScape zu Beginn Glühbirnen von Wiz, NanoLeaf, Ikea (Trådfri) und natürlich Philips Hue unterstützen. Das ist eine großartige Nachricht, denn es ermöglicht, ein immersives Heimkino aufzubauen, ohne ein Vermögen für die teuersten Glühbirnen auf dem Markt ausgeben zu müssen.
Wie funktioniert das?
Das größte Problem bei Licht-Synchronisationssystemen war immer die Verzögerung. Philips gibt an, dass im AmbiScape-System die Verzögerung zwischen dem, was wir auf dem Bildschirm sehen, und der Reaktion der externen Glühbirnen etwa 0,5 Sekunden beträgt. Das bedeutet, dass das Lichtschein an der Wand und das Licht in der Stehlampe neben dem Sofa nahezu simultan reagieren sollten. Das System ermöglicht den Anschluss von vier zusätzlichen Lichtpunkten.
Der ganze Konfigurationsprozess soll maximal vereinfacht werden. Auf dem Fernseher wird ein QR-Code angezeigt, den wir mit dem Telefon scannen und mithilfe eines einfachen Wizards angeben, wo sich die betreffende Lampe im Raum befindet. Wir können auch den Betriebsmodus auswählen: klassisches Video-Tracking, Musikmodus (der auf den Klang reagiert) oder eine feste Farbe für den gesamten Raum einstellen. Interessanterweise wird diese Funktion nicht nur für Fernseher, sondern auch für Monitore der Serie Philips Evnia verfügbar sein.
Wer bekommt AmbiScape und wann?
Im Jahr 2026 wird die Funktion AmbiScape zum Standard in fast dem gesamten Angebot des Herstellers. Das System finden wir in allen OLED-Modellen aus dem Jahr 2026, dem neuen Flaggschiff Mini-LED 981 (dem mit dem RGB-Panel) sowie in allen Fernsehern aus der Serie 8000 und höher. Wenn Sie ein Modell aus dem Jahr 2025 besitzen, haben Sie möglicherweise bereits die Testversion dieser Funktion gesehen, da der Hersteller sie heimlich getestet hat.
AmbiScape ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Philips sein Selbstvertrauen im Wettbewerb mit Samsung und LG zurückgewonnen hat. Anstatt die Nutzer zum Kauf der teuren Hue Sync-App oder (oh Schreck!) der Hue-Box zu zwingen, bieten sie ein kostenloses Tool an, das sich mit den beliebtesten und günstigsten Glühbirnen auf dem Markt "verständigen" kann. Es ist eine Rückkehr zu den Wurzeln von Ambilight, aber in einer offenen Version. Und ehrlich gesagt? Genau auf so eine Entscheidung der Ingenieure von TP Vision haben wir gewartet.
Michał Wołoszyn












