Die Halbleiterkrise kehrt in neuer Form zurück und trifft dieses Mal nicht nur den PC-Markt. Die steigende Nachfrage nach DRAM- und NAND-Speichern sowie die begrenzten Produktionskapazitäten von TSMC beginnen auch die Konsolenbranche zu beeinflussen. Laut den neuesten Informationen prüft Sony die Möglichkeit, den Launch der PlayStation 6 zu verschieben. Statt des Debüts um das Jahr 2027 könnte die neue Generation sogar zwei Jahre später erscheinen. Im Hintergrund steht natürlich der Boom der künstlichen Intelligenz, der Ressourcen vom gesamten Hardware-Markt „absaugt“. Das bedeutet steigende Kosten und schwierigere strategische Entscheidungen.
PlayStation 6 später als gedacht?
Wie Bloomberg berichtet, erwägt Sony ein Szenario, in dem die PlayStation 6 erst 2028 oder 2029 debütiert. Dies ist ein deutliches Abweichen vom bisherigen Veröffentlichungszyklus, der das Jahr 2027 als natürlichen Zeitpunkt für den Generationswechsel vorschlug. Der Grund dafür soll der Kostendruck und Probleme mit der Verfügbarkeit entscheidender Komponenten sein. Die Produktion moderner integrierter Schaltungen ist heute weitgehend den Bedürfnissen von Unternehmen untergeordnet, die AI entwickeln, was die Verfügbarkeit der Produktionskapazitäten für andere Branchen einschränkt.
Nicht nur Sony. Nintendo und Microsoft auch unter Druck
Die Probleme betreffen nicht nur PlayStation. Berichten zufolge prüft Nintendo die Möglichkeit, den Preis des Switch 2 im Jahr 2026 zu erhöhen, trotz früherer Erklärungen zur Stabilität der Preise. Der nächste Xbox, der im Kontext des Jahres 2027 erwähnt wird, könnte aufgrund der neuen APU-Architektur von AMD teurer in der Herstellung sein. Wenn die Kosten für Komponenten weiterhin steigen, wird der preisliche Vorteil der Konsolen gegenüber PCs zu schwinden beginnen. Das könnte die Art und Weise verändern, wie Spieler mit Hardware umgehen; einige von ihnen könnten länger als gewöhnlich bei der aktuellen Generation bleiben.
Was bedeutet das für Spieler?
Ein verlängerte Lebenszyklus der aktuellen Konsolen bedeutet mehr Remaster, verbesserte Versionen und schrittweise Aktualisierungen anstelle eines raschen technologischen Sprungs. Gleichzeitig können teurere Komponenten die Preise neuer Geräte in die Höhe treiben, wenn sie endlich erscheinen. Wenn der AI-Boom nicht nachlässt, könnten die kommenden Jahre eine Übergangsphase für die Spielebranche sein – mit einem stärkeren Fokus auf Dienstleistungen, Abonnements und Cloud-Gaming anstelle klassischer Hardware-Veröffentlichungen.
Quelle: Bloomberg
Katarzyna Petru












