Apple hat das Update iOS 26.3 veröffentlicht, das sich größtenteils auf die Behebung von Fehlern und Sicherheitsproblemen konzentriert, aber es gibt Funktionen, die deutlich über die bisherige Philosophie des geschlossenen Ökosystems hinausgehen. Die größte Neuerung ist die Möglichkeit, Daten einfacher von einem iPhone auf Android zu übertragen. Außerdem gibt es Unterstützung für die Weiterleitung von Benachrichtigungen an Geräte von Drittanbietern sowie neue Optionen im Zusammenhang mit dem Standortschutz. Das Update bringt keine visuelle Revolution, verändert jedoch Apples Ansatz zur Interoperabilität. Dies ist ein Schritt, der strategisch gesehen mehr Bedeutung haben könnte als technisch.
Einfachere Migration zu Android
Die auffälligste Änderung ist die Funktion „Transfer zu Android”, die es ermöglicht, Fotos, Nachrichten, Notizen, Apps und Telefonnummern auf ein Android-Smartphone zu übertragen. Apple erlaubt jedoch nicht den Export sensibler Daten, wie z.B. Informationen aus der Gesundheits-App oder Details zur Bluetooth-Paarung. Der Mechanismus basiert auf dem Framework AppMigrationKit, das es Apps ermöglicht, Daten zwischen Plattformen zu exportieren und zu importieren. Auf der Android-Seite ist die Unterstützung der Data Transfer API in Android 16 erforderlich, was bedeutet, dass die Verfügbarkeit der Funktion auch von den Geräteherstellern abhängt.
Benachrichtigungen gelangen über das Apple-Ökosystem hinaus
Eine Neuheit, die besonders im Kontext der EU-Regulierungen von Bedeutung ist, ist das „Notification Forwarding”. Die Funktion ermöglicht es, Benachrichtigungen vom iPhone an Zubehörgeräte von Drittanbietern weiterzuleiten, einschließlich Uhren mit Wear OS von Google. Der Benutzer kann auswählen, welche Apps Benachrichtigungen an das externe Gerät senden sollen. Derzeit erlaubt das System jedoch nur die Weiterleitung von Benachrichtigungen an ein Gerät gleichzeitig, was die parallele Nutzung der Apple Watch ausschließt.
Neue Standort-Datenschutzoption
In ausgewählten Modellen gibt es einen Schalter „genaue Standortdaten begrenzen”, der die Genauigkeit der Standortdaten, die an den Mobilfunkanbieter übermittelt werden, einschränkt. Diese Funktion funktioniert auf Geräten mit Apple C1 und C1X Modems, wie dem iPhone Air oder iPhone 16e. In den USA wird sie derzeit nur von Boost Mobile unterstützt. Ältere Modelle mit Qualcomm- oder Intel-Modems bieten diese Option nicht an.
Der Rest der Systeme ohne größere Änderungen
Die Updates für macOS 26 Tahoe, watchOS 26.3, tvOS 26.3, visionOS 26.3 und die HomePod-Software konzentrieren sich hauptsächlich auf Stabilität und Leistungsverbesserungen. Die Beta-Versionen deuten auf zukünftige Unterstützung für die M5 Max- und M5 Ultra-Chips hin, was auf neue Mac-Computer hindeuten könnte. Größere Änderungen werden erst mit iOS 26.4 erwartet, wo das Debüt von Siri auf der Grundlage der Gemini-Modelle erwartet wird.
iOS 26.3 ist ein ruhiges Update in Bezug auf das Visuelle, aber strategisch bedeutend. Apple beginnt, sein System deutlich für die Zusammenarbeit mit Geräten außerhalb des eigenen Ökosystems zu öffnen, was den Wechsel zu Android und die Integration von Zubehör anderer Hersteller erleichtert. Das ist ein Signal, dass Interoperabilität ebenso wichtig wird wie die Kontrolle über die Plattform. Größere Neuerungen wird wahrscheinlich die nächste Version des Systems bringen.
Quelle: apple
Katarzyna Petru












