Sony möchte Plagiate in AI-Musik erkennen. Neue Technologie soll den Einfluss der Originalwerke verfolgen.

Calendar 2/19/2026

Künstliche Intelligenz dringt immer mutiger in die Musikbranche ein, doch mit ihrer Entwicklung wächst die Zahl der Fragen zu Urheberrechten. Sony hat beschlossen, nicht auf weitere Rechtsstreitigkeiten zu warten, und hat ein Werkzeug entwickelt, das die Anwesenheit von originalen, geschützten Werken in von KI generierter Musik erkennen soll. Die Technologie kann nicht nur die potenzielle Inspirationsquelle bestimmen, sondern auch den Einfluss eines bestimmten Songs auf das generierte Material messen. Dies ist eine Antwort auf die wachsenden Bedenken von Künstlern und Plattenfirmen, die nicht wissen, ob ihre Werke ohne Zustimmung zur Ausbildung von Modellen verwendet wurden. Die Lösung könnte zur Grundlage neuer Abrechnungsregeln zwischen der Musikbranche und KI-Unternehmen werden. Umso mehr, da Werke, die von Algorithmen erstellt werden, immer häufiger den Mainstream erreichen.

Wie das System zur Erkennung des Einflusses von Musikstücken funktioniert

Das von Sony entwickelte Tool funktioniert in zwei Modi. Bei kooperierenden Unternehmen ist eine Analyse der Trainingsdaten des Modells möglich, um zu überprüfen, welche Musikstücke während seines Lernprozesses verwendet wurden. Dies ermöglicht eine präzise Angabe, ob geschützte Musik in den Trainingsdaten enthalten war. Wenn jedoch die Modellentwickler ihre Daten nicht offenlegen, vergleicht das System das von der KI generierte fertige Musikstück mit dem Katalog bestehender Aufnahmen. Auf dieser Grundlage schätzt es, welche Kompositionen Einfluss auf das Endergebnis gehabt haben könnten und in welchem Maße. Dadurch ist es möglich, potenzielle Verstöße zu erkennen, selbst wenn der Trainingsprozess des Algorithmus nicht offengelegt wird.

KI und Vergütung für Künstler

Sony versteckt sich nicht, dass die Technologie die Grundlage eines neuen Abrechnungsmodells bilden könnte. Wenn das System zeigt, dass bestimmte Werke einen realen Einfluss auf das von KI geschaffene Werk hatten, könnten die Schöpfer eine proportionale Vergütung erhalten. Dies ist ein potenzieller Schritt in Richtung Lizenzverträge und Einnahmeverteilung. Die Musikindustrie führt seit Monaten Auseinandersetzungen mit Unternehmen, die generative Modelle entwickeln, und wirft ihnen vor, geschützte Inhalte ohne Zustimmung zu verwenden. Anstatt die Entwicklung von KI in der Musik vollständig zu blockieren, setzt Sony auf Kontrollwerkzeuge und größere Transparenz. Das ist ein Signal dafür, dass die Zukunft des Marktes nicht auf Verboten, sondern auf präziser Einflussmessung und fairer Entschädigung basieren könnte.

Die neue Technologie von Sony ist ein Versuch, die Beziehung zwischen der Musikwelt und der künstlichen Intelligenz zu ordnen. Das System ermöglicht es, zu erkennen, ob und inwieweit sich KI von bestimmten Werken inspirieren ließ, was die Art und Weise, wie Kreative entlohnt werden, verändern kann. In dem Moment, in dem algorithmisch generierte Songs in den Charts konkurrieren, werden Werkzeuge zur Verfolgung des Einflusses entscheidend.

Quelle: DigitalTrends.com

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Katarzyna Petru

Journalist, reviewer, and columnist for the "ChooseTV" portal