Samsung versucht erneut, die 3D-Technologie wiederzubeleben, diesmal in einem ganz anderen Format. Statt Fernsehern setzt das Unternehmen auf 3D-Gaming-Monitore ohne Brille, und der Plan sieht ambitioniert aus mit bis zu 120 kompatiblen Spielen bis Ende 2026.
3D-Gaming kehrt zurück, aber in neuer Form
Der erste Monitor von Samsung mit 3D ohne Brille und Eye-Tracking debütierte im Jahr 2025. Zu Beginn konnte man praktisch nur mit einem Spiel spielen, aber der Hersteller begann schnell, die Bibliothek auszubauen. Heute ist von über 60 Titeln die Rede, darunter The First Berserker, Stellar Blade und Lies of P. Weitere Produktionen wie Hell Is Us und Cronos: The New Dawn kommen hinzu. Samsung zielt auf über 120 3D-Spiele bis Ende 2026 ab, was zeigt, dass das Projekt kein einmaliges Experiment ist, sondern ein echter Versuch, den Markt wieder aufzubauen.
Großes Problem: Die meisten Spiele sind Umgehungen
Es klingt gut, aber es gibt einen ernsthaften Nachteil. Nur wenn wenigen Spielen nativ funktioniert mit vollständiger Unterstützung des Eye-Trackings. Der Rest verwendet die UEVR-Lösung, die Spiele aus der Unreal Engine in 3D „umschreibt“. Der Effekt funktioniert, aber es bleibt dennoch ein Kompromiss. Was wichtig ist, fehlt das Eye-Tracking, das entscheidend für den glaubwürdigen Tiefeneffekt ist. Das führt dazu, dass das Erlebnis oft nicht mit dem vergleichbar ist, was z.B. VR-Headsets bieten.
Samsung hat einen überraschend guten Start hingelegt, wenn man die Geschichte der gescheiterten 3D-Fernseher betrachtet. Die Hardware funktioniert, die Bibliothek wächst, und die Roadmap sieht sogar 6K und zukünftige OLED 3D-Panels vor. Im Moment befindet sich diese Technologie jedoch noch in einer Übergangsphase. Wenn das Unternehmen die Qualität nicht verbessert und nicht auf natives Spielen setzt, könnte das Projekt in einer Nische stecken bleiben. Die nächsten 2–3 Jahre werden zeigen, ob 3D tatsächlich zurückkommt oder ob es eine Kuriosität für Enthusiasten bleibt.
Quelle: flatpanelshd.com
Redakcja Choose TV












