Samsung Display möchte einen weiteren Schritt in Richtung effizienterer und langlebigerer QD-OLED-Panels machen. Das Unternehmen hat gerade eine Zusammenarbeit mit dem japanischen TSK Corp. an einem völlig neuen Material für blaue OLED-Subpixel angekündigt — und zwar einem, das eines der größten Probleme dieser Technologie lösen könnte.
Ende mit Palladium? Japaner schlagen einen Katalysator… aus Eisen vor
Heute wird zur Herstellung von blauen OLEDs häufig Palladium verwendet. Das Problem ist, dass:
Palladium extrem selten ist,
es praktisch nur aus Russland und Südafrika stammt,
es sehr teuer ist,
und sein Abbau enorme Umweltschäden verursacht.
TSK behauptet, eine Alternative zu haben: einen eigenen chemischen Prozess, der gewöhnliches Eisen als Katalysator nutzt. Eisen ist billig, weit verbreitet und viel umweltfreundlicher. Was jedoch am wichtigsten ist, diese Methode soll die Produktion von blauen OLED-Materialien vereinfachen und die Herstellung von molekularen Strukturen ermöglichen, die zuvor… praktisch unerreichbar bei Verwendung von Palladium waren.
Bessere Leistung, höhere Langlebigkeit, einfachere Produktion?
Laut TSK haben neue eisenbasierte Verbindungen in den ersten Tests die klassischen Palladiummaterialien übertroffen — sowohl in Bezug auf Effizienz als auch Qualität. Es ist also kein Wunder, dass Samsung Display Interesse zeigt.
Beide Unternehmen haben die Zusammenarbeit an begonnen:
Materialien vom Typ Host,
Materialien vom Typ Electron-Blocking
die notwendig sind, um effiziente, stabile blaue Subpixel zu bauen.
Und genau dieser blaue OLED ist seit Jahren die Achillesferse der gesamten Technologie — er hält kürzer, altert schneller und schneidet energetisch schlechter ab als Rot und Grün. Wenn es Samsung und TSK gelingt, eine bessere Stabilität zu erreichen, könnte das bedeuten:
deutlich längere Lebensdauer der OLED-Panels,
höhere Helligkeit,
geringeres Risiko von Einbrennen,
und einfachere Produktion von QD-OLED.
Die Unternehmen haben bereits einen gemeinsamen wissenschaftlichen Artikel veröffentlicht — das ist der erste Schritt zur Kommerzialisierung.
Das Rennen um das perfekte blaue OLED beschleunigt sich
Samsung und TSK sind nicht die einzigen. Zu Beginn des Jahres beschrieben Wissenschaftler aus Cambridge und Manchester ein neues Material vom Typ Oxadiazin, das ebenfalls das Potenzial hat, die Kosten erheblich zu senken und die Effizienz blauer OLED-Pixel zu verbessern. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass die Branche begonnen hat, das „blaue Problem von OLEDs“ prioritär zu behandeln — und jede weitere Innovation könnte uns näher zu Bildschirmen bringen, die heller, langlebiger und noch energieeffizienter sind.
Katarzyna Petru













