Während der GDC 2026-Konferenz präsentierte NVIDIA einen ehrgeizigen Entwicklungsplan, der einen millionenfachen (1 Mio.) Anstieg der Leistung bei der Generierung von vollständigem Raytracing im Vergleich zur Pascal-Architektur von 2016 vorsieht. Vertreter des Unternehmens geben offen zu, dass das traditionelle Mooresche Gesetz nicht mehr gilt und der Schlüssel zu fotorealistischem Spielgrafik nahezu vollständig auf künstlicher Intelligenz und RTX-Technologie beruht.
Das Ende der rohen Siliziumkraft. Zeit für die Macht der KI und neue Technologien
John Spitzer, Vizepräsident von NVIDIA für Entwicklertechnologien, gab bekannt, dass die aktuelle Blackwell-Architektur (unterstützt von DLSS 4.5) bereits einen 10.000-fachen Leistungssprung im Path Tracing im Vergleich zu den GTX 10 Serienkarten erreicht hat. Die Zielgrenze von „1.000.000x“ soll wahrscheinlich mit der kommenden Rubin-Architektur erreicht werden, die für 2027-2028 geplant ist. NVIDIA weist darauf hin, dass ein solcher Fortschritt nicht durch die „brutale Kraft“ des Siliziums selbst erreicht werden kann, sondern aus der Kombination der Leistung von RT- und Tensor-Kernen mit fortschrittlichen KI-Algorithmen wie DLSS 4.5 resultiert.
Unter den angekündigten technologischen Neuheiten befand sich das System ReSTIR, das für die bisher präziseste Simulation von globaler Beleuchtung und Reflexionen in Echtzeit verantwortlich ist. Ebenfalls vorgestellt wurde die Technologie Opacity Micromaps (OMO), die effizientes Strahlen-Tracking innerhalb komplexer Objekte wie dichter, sich bewegender Vegetation ermöglicht. Noch in diesem Monat plant das Unternehmen, den MFG 6X-Modus im Rahmen von DLSS 4.5 einzuführen, der die Generierung von bis zu sechs Bildraten durch Künstliche Intelligenz ermöglicht und dadurch die Fluidität der Animationen bei minimaler Belastung der Recheneinheit radikal erhöhen soll.
Path Tracing als Standard in den kommenden Hits
Technologische Ankündigungen gehen Hand in Hand mit einer konkreten Liste von Spielen, die im Jahr 2026 vollständigen Path Tracing bieten werden. Zum bereits veröffentlichten Resident Evil Requiem gesellen sich Titel wie Pragmata, 007 First Light und Control Resonant. NVIDIA hat ebenfalls bestätigt, dass das kommende Wiedźmin 4 von CD Projekt RED die aktualisierte RTX Mega Geometry-Technologie nutzen wird, um ein bisher unerreichtes Niveau an Detailgenauigkeit der Landschaft zu gewährleisten.
Die Strategie von NVIDIA für die kommenden Jahre ist klar: Der Schwerpunkt wird von der klassischen Rasterisierung auf das neuronale Rendering verlagert. Dadurch sollen die Bilder in Spielen von CGI-Filmproduktionen nicht mehr zu unterscheiden sein, was bei dem derzeitigen Fortschritt der KI-Algorithmen unvermeidlich zu sein scheint.
Redakcja Choose TV












