RGB-LED ist eine neue Form der Hintergrundbeleuchtung von LCD-Fernsehern, die zunehmend im Angebot der größten Hersteller auftaucht. Die Technologie nutzt separate rote, grüne und blaue LEDs statt der klassischen Hintergrundbeleuchtung, die hauptsächlich auf blauen LEDs basiert. Dadurch können Fernseher eine breitere Farbpalette und eine bessere Farbwiedergabe erreichen, insbesondere bei der Wiedergabe von HDR-Inhalten. RGB-LED ist jedoch kein völlig neuer Paneltyp und es handelt sich weiterhin um einen LCD-Fernseher. Es lohnt sich außerdem zu wissen, dass allein das Vorhandensein von RGB-LED nicht automatisch eine bessere Bildqualität gegenüber jedem Mini-LED-Fernseher garantiert.
Wie funktioniert RGB LED und warum verbessert es die Farben?
In klassischen LCD-Fernsehern wird das Licht von einer Hintergrundbeleuchtung erzeugt, die sich hinter dem LCD-Panel befindet, weil die LCD-Pixel selbst kein Licht abgeben. Bei RGB LED verwendet der Hersteller rote, grüne und blaue LEDs, die unabhängig angesteuert werden können. Diese Lösung ermöglicht Farben, die näher am Farbraum BT.2020 liegen, der die Grundlage moderner HDR-Standards bildet. In der Praxis kann das natürlichere Rottöne, präzisere Blauschattierungen des Himmels und realistischeres Grün bedeuten. Unterschiede sind besonders deutlich beim Anschauen von Filmen, Serien, Sportübertragungen sowie beim Spielen von Inhalten mit HDR. RGB LED kann auch potenziell den Energieverbrauch senken, da die einzelnen Farbkanäle je nach aktuell dargestellter Szene separat geregelt werden können. Man muss jedoch beachten, dass RGB LED weiterhin ein LCD-Panel benötigt, das sich vor der Hintergrundbeleuchtung befindet. Die LEDs erzeugen also nicht eigenständig das Bild, wie es bei der Technologie Micro LED der Fall ist. Ebenfalls wichtig ist die Anzahl der Local-Dimming-Zonen, denn sie steuern das Licht in verschiedenen Bildbereichen. Mehr Zonen erlauben meist eine genauere Steuerung der Hintergrundbeleuchtung und einen besseren Kontrast. Daher kann die Anzahl der Dimmzonen für die Bildqualität wichtiger sein als die bloße Verwendung von RGB LED. Die Kombination einer hohen Zonenzahl mit einer farbigen Hintergrundbeleuchtung kann jedoch sehr gute Ergebnisse liefern.
RGB-LED hat auch Einschränkungen. Diese Fernseher nutzen diese Technologie
RGB-LED ist nicht frei von Nachteilen und derzeit teurer als herkömmliches Mini-LED. Eines der potenziellen Probleme ist das sogenannte Farbübersprechen, also das Eindringen von Licht zwischen benachbarten Farben. Die unabhängige Ansteuerung der roten, grünen und blauen LEDs kann zudem zu Schwankungen in der Farbsättigung je nach Inhalt einer Szene führen. Eine weitere Einschränkung ist die schwierigere Möglichkeit, die Anzahl der Dimmingzonen im Vergleich zu Mini-LED zu erhöhen. Darüber hinaus muss RGB-LED nicht unbedingt lokales Dimmen nutzen. Der Hersteller kann eine Kantenbeleuchtung einsetzen, bei der die LEDs an den Rändern des Bildschirms angebracht sind. Eine solche Lösung liefert nicht das Bildqualitätsniveau, das man von den besten LCD-Fernsehern kennt, weil der Kontrast dann weitgehend durch die Eigenschaften des Panels begrenzt ist. RGB-LED ändert auch nicht die grundlegenden Eigenschaften eines LCD-Panels, wie Blickwinkel oder Reaktionszeit der Pixel. Außerdem sollte man RGB-LED nicht mit Micro-LED verwechseln, denn es sind zwei völlig verschiedene Technologien. Bei Micro-LED fungieren einzelne rote, grüne und blaue LEDs als unabhängige Pixel, während RGB-LED als Hintergrundbeleuchtung eines LCD-Panels dient. Im Jahr 2026 setzen unter anderem Sony, Samsung, LG, TCL, Philips und Hisense bereits auf RGB-LED. Zu den Modellen gehören unter anderem Sony Bravia 9 II und Bravia 7 II, TCL RM9L und RM7L, Samsung R95H und R85H, LG MRGB95B, MRGB9M und MRGB85B sowie Hisense UR9S und UR8S. Die Technologie ist also zunehmend verfügbar, aber vor dem Kauf sollte man nicht nur die Art der Hintergrundbeleuchtung prüfen, sondern auch die Anzahl der Dimmingzonen und das konkret im Fernseher verwendete Panel.
RGB-LED ist eine Weiterentwicklung der LCD-Hintergrundbeleuchtung, und keine gegenüber LCD konkurrierende Methode zur Bilddarstellung. Der größte Vorteil ist die Möglichkeit, eine breitere Palette und natürlichere Farben zu erzielen dank der unabhängigen roten, grünen und blauen Dioden. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder RGB-LED-Fernseher besser ist als ein gutes Mini-LED-Modell. Entscheidend bleiben außerdem die Anzahl der Dimming-Zonen, die Art des Panels sowie die Qualität der Bildverarbeitung.
Quelle: flatpanelshd
Redakcja Choose TV












