Google übersetzt die geheimnisvolle Gemini Nano-Installation in Chrome. Die Benutzer haben weiterhin Fragen.

Calendar 5/10/2026

Google Chrome steht unter Beschuss, nachdem entdeckt wurde, dass der Browser automatisch das AI-Modell Gemini Nano mit einer Größe von etwa 4 GB auf die Computer der Nutzer herunterlädt. Diese Angelegenheit hat erhebliche Kritik unter Datenschutzexperten ausgelöst, und nun hat auch Google selbst dazu Stellung genommen. Das Unternehmen erklärt, dass das lokale AI-Modell ein wichtiger Bestandteil der Sicherheit von Chrome und der Zukunft KI-gestützter Funktionen ist.

Chrome lädt AI ohne Nachfrage des Nutzers herunter

Die gesamte Situation wurde von dem Datenschützer Alexander Hanff ins Rampenlicht gerückt, der entdeckte, dass Chrome Gemini Nano im Hintergrund herunterlädt, ohne dass der Nutzer ausdrücklich zustimmt. Darüber hinaus führte das manuelle Löschen der Dateien dazu, dass sie nach dem Neustart des Browsers erneut heruntergeladen wurden. Besonders umstritten war die Tatsache, dass die sichtbarste AI-Funktion in Chrome, nämlich der „AI-Modus“ in der Adressleiste, überhaupt nicht ein lokales Modell verwendet. Die Anfragen der Nutzer gelangen nämlich in die Google-Cloud. Das bedeutet, dass die Nutzer die Kosten für das Herunterladen mehrerer Gigabyte an Daten und den benötigten Speicherplatz tragen, obwohl die Hauptfunktionen der AI weiterhin online betrieben werden. Kritiker begannen auch, auf mögliche rechtliche Probleme in Europa hinzuweisen, insbesondere im Hinblick auf die Vorschriften zur Zustimmung zur Speicherung von Daten auf den Geräten der Nutzer.

Google behauptet, dass Gemini Nano wichtig für die Sicherheit von Chrome ist

Zu dem Thema äußerte sich Parisa Tabriz, die Leiterin von Google Chrome. Laut ihr ist Gemini Nano ab 2024 ein entscheidender Bestandteil der Entwicklung von KI-Funktionen, die lokal auf dem Gerät arbeiten. Das Unternehmen erklärt, dass das Modell unter anderem dabei hilft, Betrug zu erkennen und Bedrohungen zu analysieren, ohne dass Benutzerdaten an die Google-Server gesendet werden müssen. Google betont auch, dass das Modell sich automatisch löschen kann, wenn wenig freier Speicherplatz auf der Festplatte vorhanden ist. Das Unternehmen hat jedoch noch nicht klar erläutert, warum das System die Dateien nach ihrer manuellen Löschung erneut herunterlädt und warum die Benutzer zunächst keine klare Information über die Installation erhalten haben. Laut Google kann die Funktion derzeit in den Chrome-Einstellungen deaktiviert werden, und dann sollte das Modell nicht mehr zurückkehren.

Die automatische Installation von Gemini Nano hat eine weitere große Debatte über Datenschutz und KI in Webbrowsern ausgelöst. Google erklärt die Maßnahmen mit Sicherheitsgründen, aber viele Benutzer kritisieren weiterhin das Fehlen einer klaren Zustimmung und die Funktionsweise des Systems.

Quelle: digitaltrends

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