Fernseher werden zu kabellosen Zentren für räumlichen Klang

Calendar 8/10/2026

This article is an English translation of our original Polish review. Read the original on Wybierz.tv.

Immer mehr Fernseherhersteller entwickeln Lösungen, die es ermöglichen, ein Heimkino zu schaffen, ohne Kabel durchs ganze Wohnzimmer zu ziehen. Anstelle eines klassischen AV-Receivers und kabelgebundener Lautsprecher reicht ein kompatibler Fernseher plus zusätzliche kabellose Lautsprecher. Auf dem Markt erscheinen bereits mehrere konkurrierende Technologien, darunter Lösungen von Samsung, Sony, Apple, Google und Dolby. Das könnte dazu führen, dass Surround-Sound für normale Nutzer deutlich leichter zugänglich wird. Das größte Problem bleibt jedoch die Kompatibilität, da manche Hersteller ihre Systeme auf eigene Lautsprecher beschränken.

Drahtloser Ton gelangt direkt zum Fernseher

Drahtlose hintere Lautsprecher sind natürlich keine Neuheit, denn seit Jahren lassen sie sich mit Soundbars oder AV-Receivern verbinden. Der neue Trend besteht jedoch darin, das gesamte Zentrum des Audiosystems direkt in den Fernseher zu verlagern, wodurch ein Soundbar oder ein separater AV-Receiver nicht immer nötig ist. Samsung entwickelt dafür Q-Symphony, Sony bietet Direct Connect an, und zuvor haben unter anderem LG und Roku eigene Lösungen vorgestellt. Apple erlaubt dagegen, das Apple TV 4K mit HomePod-Lautsprechern zu verbinden, und dank AirPlay 2 lassen sich auch kompatible Geräte anderer Marken verwenden, wenn auch mit gewissen Einschränkungen. Auch Dolby Atmos FlexConnect könnte zunehmend an Bedeutung gewinnen, da es ermöglicht, kabellos bis zu vier Lautsprecher sowie einen Subwoofer an den Fernseher anzuschließen. Die Technologie wurde bereits unter anderem von LG und TCL eingesetzt, und ihr Vorteil ist die Möglichkeit, die Lautsprecher im Raum flexibler zu platzieren.

Dolby könnte dem gesamten Markt die Richtung vorgeben

Die Entwicklung mehrerer unterschiedlicher Plattformen zeigt, dass die Hersteller von Fernsehern das Potenzial im kabellosen Heimkino erkannt haben. Bei Dolby Atmos FlexConnect ist besonders die Möglichkeit interessant, Teile der Audiokanäle zu virtualisieren, sodass die Lautsprecheranordnung nicht perfekt sein muss. Problematisch bleibt jedoch, dass die Kompatibilität auch in diesem Fall häufig auf Geräte desselben Herstellers beschränkt ist. Bluetooth hingegen, obwohl es in den meisten modernen Fernsehern vorhanden ist, ist keine gute Lösung für ein komplettes Heimkino, da die Bandbreite begrenzt ist, es zu Verzögerungen kommt und nur eine begrenzte Anzahl von Geräten verbunden werden kann. Eine interessante Alternative bleibt AirPlay 2, weil es die Nutzung von Lautsprechern verschiedener Hersteller wie Bose, Bowers & Wilkins oder Sonos ermöglicht, auch wenn Apple TV 4K derzeit auf diese Weise kein vollständiges Surround-System erstellen lässt. Der Markt verfügt also noch nicht über einen einzigen idealen Standard, aber die Richtung der Veränderungen wird immer deutlicher.

Flachbildschirme

Fernseher hören immer öfter auf, nur Bildschirme zu sein, und werden zum zentralen Element des heimischen Audiosystems. Eine drahtlose Verbindung zu hinteren Lautsprechern und einem Subwoofer kann es künftig deutlich erleichtern, ein Heimkino ohne Kabelsalat einzurichten. Zurzeit weckt vor allem Dolby Atmos FlexConnect große Hoffnungen, obwohl auch Samsung, Sony, Apple und Google eigene Lösungen entwickeln. Wenn die Hersteller ihre Systeme stärker für Geräte von Drittanbietern öffnen, könnte die Konfiguration eines solchen Setups noch einfacher werden. Vorerst müssen Nutzer allerdings die Kompatibilität von Fernseher und Lautsprechern vor dem Kauf genau prüfen.

Quelle: flatpanelshd

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