Die Steam Machine kehrt nach Jahren zurück. Das Problem dabei ist, dass die neue Hardware von Valve teurer ist als die PS5 Pro.

Calendar 6/24/2026

Valve kehrt nach Jahren zur Idee der Steam Machine zurück und dieses Mal nicht als Experiment, sondern als vollwertiges Produkt, das soeben in den Verkauf gegangen ist. Das neue Gerät soll etwas zwischen einer Konsole und einem Gaming-PC sein und es ermöglichen, das Steam-Ökosystem sowohl am Fernseher als auch am Monitor bequem zu nutzen. Das Problem ist jedoch, dass die neue Maschine zu einem Preis startet, der höher ist als der des PlayStation 5 Pro, und dabei keine Leistung bietet, die eine solche Ausgabe sofort rechtfertigen könnte. Valve führt die Lage auf die Krise auf dem RAM-Markt und steigende Produktionskosten zurück. Das ändert jedoch nichts daran, dass der erste Eindruck für viele Spieler ziemlich brutal sein kann.

Die Steam Machine kehrt als PC ins Wohnzimmer zurück, doch ihr Preis unterscheidet sich deutlich von dem einer Konsole.

Valve hat die neue Steam Machine offiziell als kompakten Gaming-PC vorgestellt, der an einen Fernseher oder Monitor angeschlossen werden kann. Das Gerät wurde erstmals im November 2025 präsentiert und sollte Anfang 2026 auf den Markt kommen. Letztendlich verzögerte sich der gesamte Plan aufgrund einer anhaltenden RAM-Lieferkrise. Das größte Problem war jedoch nicht der Veröffentlichungstermin, sondern der Preis. Die Basisversion der Steam Machine kostete 1.049 US-Dollar und war damit teurer als die PS5 Pro, deren empfohlener Verkaufspreis bei 900 US-Dollar liegt. Valve betont ausdrücklich, dass diese Hardware nicht als herkömmliche Konsole betrachtet werden sollte. Das Unternehmen weist darauf hin, dass es das Gerät nicht mit Verlust verkauft oder den Preis subventioniert, wie es traditionelle Konsolenhersteller tun. Der Kunde zahlt daher die vollen Kosten der Komponenten, erhält im Gegenzug aber eine offenere Plattform basierend auf der Steam-Bibliothek, wo die Spielepreise oft niedriger sind als auf PlayStation oder Xbox. Dies soll einer der größten Vorteile des Geräts sein. Die Steam Machine ist kein Versuch, das Konsolenmodell einfach zu kopieren, sondern PC-Gaming zugänglicher und wohnzimmertauglicher zu machen. Doch diese Vision kollidiert sofort mit der harten Realität des Preises. Für viele Spieler dürfte es schwer zu akzeptieren sein, über tausend Dollar für ein konsolenförmiges Gerät auszugeben. Zumal Valve keine unbesetzte Marktnische betritt, sondern um die Aufmerksamkeit von Nutzern konkurriert, die bereits Konsolen, Handhelds und traditionelle Gaming-PCs zur Auswahl haben. Das Unternehmen muss die Kunden daher davon überzeugen, dass die Steam Machine mehr ist als nur ein kleiner PC in einem teuren Gehäuse. Und genau hier beginnen die Fragen nach der Rentabilität des Projekts.

Die Spezifikationen sehen solide aus, aber die Topversion kostet ein Vermögen.

Technisch gesehen macht die Steam Machine keine schlechte Figur, aber die Leistung rechtfertigt den Preis nicht ganz. Im Inneren arbeitet ein angepasster AMD Zen 4 Prozessor mit sechs Kernen und zwölf Threads, der mit bis zu 4,8 GHz taktet. Die Grafik wird von einem angepassten AMD RDNA 3 Chip mit 28 CPUs verarbeitet. Außerdem verfügt sie über 16 GB DDR5-Arbeitsspeicher und 8 GB GDDR6-VRAM. Das Basismodell bietet eine 512 GB NVMe SSD, während die teurere Version mit einer 2 TB SSD ausgestattet ist. Die Hardware unterstützt Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.3, Ethernet und eine breite Palette an Anschlüssen, darunter DisplayPort 1.4, HDMI 2.0, USB-A und USB-C. Valve hat zudem einen integrierten WLAN-Adapter für den Steam Controller und eine RGB-Beleuchtung mit 17 adressierbaren LEDs verbaut. Auf dem Papier klingt es nach einem recht gut ausgestatteten Mini-Wohnzimmercomputer, doch das Problem zeigt sich beim Vergleich von Preis und Leistung. Laut vorliegenden Informationen soll die neue Steam Machine nur etwa die halbe Grafikleistung der PS5 Pro bieten und in der Basiskonfiguration mehr kosten. Die 2-TB-Variante mit Controller ist mit 1.428 US-Dollar sogar noch teurer. Dieser Preis macht die Steam Machine für die meisten Gamer zu einem Gerät für eine sehr spezielle, begeisterte Nische. Valve räumt ein, dass Lieferengpässe bei Komponenten nicht nur den Preis, sondern auch die Verfügbarkeit des Geräts beeinflusst haben. Daher hat das Unternehmen ein Reservierungssystem mit Warteliste eingerichtet. Die ersten Auslieferungen sind für den 29. Juni geplant, doch nicht jeder Interessent wird das Gerät sofort erhalten. Theoretisch soll die Steam Machine eine moderne Brücke zwischen PC und Konsole schlagen. In der Praxis könnte ihr Marktstart jedoch durch den hohen Preis, der für viele unerschwinglich sein wird, erheblich beeinträchtigt werden.

Ventil

Valve hat offiziell die neue Steam Machine herausgebracht, also einen kompakten Gaming-PC mit SteamOS und Zugriff auf die gesamte Steam-Bibliothek. Das Problem ist, dass das Basismodell mehr kostet als die PS5 Pro, und die leistungsstärkere Version mit größerer Festplatte bereits in einer Preisklasse liegt, die außerhalb einer kleinen Gruppe von Enthusiasten schwer zu rechtfertigen ist.

Quelle: flatpanelshd

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