Der Markt für Actionspiele hat schon viele seltsame Ideen gesehen, doch Denshattack! gehört ohne Weiteres zur Spitze der originellsten Projekte der letzten Monate. Die Produktion des Studios Undercoders verbindet das Flair von Arcade-Trickspielen mit futuristischem Japan, Anime-Ästhetik und der absurden Prämisse, dass Spieler Züge steuern, die Tricks aus dem Skateboarding ausführen. Vor der für den 15. Juli geplanten Veröffentlichung zeigten die Entwickler den ersten größeren Duellkampf im Spiel und enthüllten die Figur Yoshie, also die erste Bossgegnerin, der sich die Hauptfigur stellen muss. Schon die Beschreibung dieses Kampfes zeigt, dass Denshattack! nicht den sicheren, vorhersehbaren Weg gehen will. Stattdessen bereitet es ein Spektakel vor, das wie eine Mischung aus Jet Set Radio, Tony Hawk’s Pro Skater und einem verrückten Mecha-Anime wirkt.
In diesem Spiel kämpfst du mit einem Zug, machst Stunts und besiegst einen gigantischen Mecha
Denshattack! ist ein schnelles Actionspiel, das auf Stunts, Rennen und Kämpfen basiert, in dem die Spieler... einen Zug steuern. Das ist jedoch keine gewöhnliche Lok, die auf Schienen fährt, denn in der Spielwelt kann die Maschine springen, an Geländern gleiten, von Wänden abprallen und spektakuläre Kombinationen ausführen wie ein Skateboarder aus klassischen Sportspielen. Die Handlung spielt im futuristischen, dystopischen Japan, wo eine Klimakatastrophe die Gesellschaft in wohlhabende Bewohner abgeschotteter Kuppeln und Outsider geteilt hat, die außerhalb leben. Aus genau dieser zweiten Gruppe stammt die Bewegung Denshattack, die verlassene Gleise übernommen und in Arenen für unterirdische Duelle verwandelt hat. Die Hauptfigur Emi ist eine junge Ramen-Lieferantin, die in diese Welt gerät und eine Reise durch verschiedene Regionen Japans beginnt. Auf dem Weg trifft sie neue Verbündete, verbessert ihre Fähigkeiten und misst sich mit lokalen Gangs, die einzelne Gebiete kontrollieren. Jeder Abschnitt soll mit einem großen Bosskampf enden, der als Kulmination der zuvor kennengelernten Mechaniken fungiert. Die Entwickler betonen, dass sie sich von der klassischen Struktur der Shonen-Anime inspirieren ließen, in der jeder wichtige Gegner einen eigenen Stil, eine eigene Persönlichkeit und ein spektakuläres finales Duell hat. In der Praxis bedeutet das Kämpfe, die sich nicht auf bloßes Ausweichen von Angriffen und Schadenszufügung beschränken. Der Zug des Spielers kann Schlägen ausweichen, Projektile parieren, auf Umgebungselementen springen und sogar mit voller Wucht in riesige Maschinen krachen. Genau diese Idee soll Denshattack! von anderen Actionspielen abheben und dafür sorgen, dass jeder Kampf seinen eigenen Charakter hat. Die Entwickler wollen, dass die Bosse nicht nur Hindernisse, sondern auch ein vollwertiger Test für alles sind, was der Spieler in dem jeweiligen Kapitel gelernt hat. Das zuerst gezeigte Duell deutet deutlich darauf hin, dass das Studio dieses Element sehr ernst nimmt. Wenn die weiteren Kämpfe ebenso einfallsreich ausfallen, könnte Denshattack! eine der überraschendsten Veröffentlichungen dieses Sommers werden.
Yoshie sieht aus wie eine Influencerin, verwandelt sich aber in einen Mecha und macht aus dem Kampf eine komplette Anime-Show
Die erste enthüllte Bossgegnerin ist Yoshie, eine Influencerin aus Fukuoka, die in der Spielwelt so populär geworden war, dass die Behörden sie als Bedrohung einstuften. Ihr visuelles Design ist stark von der gyaru-Kultur beeinflusst, einer japanischen Subkultur, die auf markanten Stil, auffälliges Make-up und Selbstbewusstsein setzt. Das sieht man nicht nur an ihrem Aussehen, sondern auch am Zug selbst und an der gesamten Inszenierung des Duells. Der spektakulärste Moment des Kampfes tritt ein, wenn Yoshie eine Verwandlung durchläuft, die an Anime wie Sailor Moon oder Sentai-Serien erinnert. Ihr Zug verbindet sich mit den Einheiten des Gangs und verwandelt sich in einen riesigen Mecha, der an eine magische Kriegerin erinnert. In dieser Form tauchen verspielte Schleifen, Herzen, Sterne und die ganze übertriebene Ästhetik auf, die den Kampf zugleich absurd und spektakulär machen soll. Der Kampf selbst ist in mehrere Phasen unterteilt, in denen der Spieler Angriffsmuster erkennen, schnell die Gleise wechseln, Treffern ausweichen und Gelegenheiten zum Konter suchen muss. Emi setzt Tricks und Combos ein, um in die Hauptphase der Auseinandersetzung vorzustoßen, und attackiert den Mecha durch Grinds, Luftangriffe und präzise Manöver. Wichtig ist, dass all diese Mechaniken bereits im ersten Kapitel eingeführt werden und der Kampf gegen Yoshie als Prüfung der Beherrschung des gesamten Bewegungsrepertoires dienen soll. Die Entwickler haben auch für die passende musikalische Untermalung gesorgt. Das Yoshie-Motiv entstand in Zusammenarbeit des Komponisten Sean Bialo, des Vocaloid-Produzenten Yunosuke und der Sängerin Alice Peralty, die selbst mit der Gyaru-Ästhetik assoziiert wird. Das zeigt, dass das Studio die Atmosphäre der Bosse nicht nur durch Mechanik, sondern auch durch Musik, Stil und Erzählung aufbauen will. Am interessantesten ist jedoch, dass Yoshie erst der erste größere Gegner im Spiel ist. Wenn die Spieler schon zu Beginn gegen einen gigantischen Mecha im Anime-Stil kämpfen, kann man sich leicht vorstellen, wie weit die Entwickler in den folgenden Kapiteln gehen können.
Denshattack! verspricht, eines der verrücktesten und originellsten Actionspiele dieses Jahres zu werden. Die Kombination aus Tricks, Rennen, einem dystopischen Japan und Zugkämpfen mit Anime-Mechas klingt absurd, doch genau darin liegt die größte Stärke dieser Produktion. Wenn die übrigen Bosse ebenso einfallsreich wie Yoshie sind, könnte Undercoders die Spieler bei der Veröffentlichung am 15. Juli wirklich überraschen.
Quelle: playstation
Redakcja Choose TV












