Über die Jahre haben wir gehört, dass OLED teuer sein muss, weil „die Produktion kompliziert ist und milliardenschwere Investitionen erfordert“. Nun, dieses Argument ist gerade im Müll der Geschichte gelandet. Der neueste Bericht des Analyseunternehmens Omdia enthüllt Hintergründe, über die die Hersteller ungern laut sprechen: Die Fabriken, die die Panels produzieren, sind bereits praktisch abbezahlt. Das bedeutet, dass die Barriere, die die Preise hoch hielt, gerade zerbrochen ist, und wir stehen an der Schwelle zu den niedrigsten Preisen für OLED-Bildschirme, die die Welt je gesehen hat.
Finanzieller Durchbruch in den Fabriken von LG und Samsung
Laut Omdia beschleunigt sich die Amortisation der Ausrüstung zur Produktion von Bildschirmen dramatisch. Das ist entscheidend, denn in der Technologiebranche machen die Kosten für Maschinen bis zu 1/3 (ein Drittel) der gesamten Produktionskosten jedes Bildschirms aus. Vom kleinen Display in einem Smartphone bis hin zu riesigen Fernsehern. Bis 2028 wird die Menge an vollständig „abgezahlter“ Produktionskapazität weltweit fast doppelt so hoch sein, von 160 auf 300 Millionen Quadratmeter.
OLED TV und Monitore: Zeit für „reinen Gewinn”
Im Segment der großen Bildschirme wird es am spannendsten. Charles Annis von Omdia weist darauf hin, dass die koreanischen Fabriken, die WOLED (von LG) und QD-OLED (von Samsung) Panels produzieren, bis 2028 fast eine vollständige Amortisation erreichen werden.
„Dies wird die Betriebskosten signifikant senken und es der TV- und Monitorbranche ermöglichen, langfristige Rentabilität zu erzielen” – heißt es in dem Bericht.
Für die Verbraucher bedeutet das eines: Die Hersteller müssen keine Raten für die Fabrikfinanzierung mehr zu jedem Fernseher „hinzurechnen”. Sie können die Preise senken, um um Kunden zu kämpfen, und dennoch damit Gewinn erzielen.
Ausnahme: Neuheiten für Laptops
Das einzige Fragezeichen bleiben die neuen Fabriken Gen 8.6 RGB OLED, die mit Blick auf Laptops und Tablets gebaut werden. Sie werden sich erst nach 2030 auszahlen, sodass wir dort auf extreme Preisschnäppchen etwas länger warten müssen. Doch in der Welt der Fernseher und Monitore versprechen die kommenden zwei Jahre den besten Zeitpunkt für den Gerätewechsel in der Geschichte.
Quelle: Omdia
Katarzyna Petru












