Chaos auf dem GPU-Markt: Widersprüchliche Signale bezüglich RTX 5070 Ti und globaler Speicherkriis

Calendar 1/16/2026

In der Technologiebranche brodelt es. Zu Beginn des Jahres 2026 erreichten uns besorgniserregende Informationen über das angebliche Ende der Produktion beliebter Grafikkarten der neuen Generation. Obwohl NVIDIA und ASUS diese Berichte offiziell dementieren, sind die Fakten unerbittlich: Die globale Krise auf dem Speicherchip-Markt beginnt, die Bedingungen zu diktieren, die wir alle spüren werden.

ASUS und NVIDIA: Kommunikationsschwierigkeiten rund um die RTX 50-Serie

Alles begann mit einem Bericht des Dienstes Hardware Unboxed, der sich auf Vertreter der Firma ASUS berief und den Status EOL (End of Life) für die Modelle GeForce RTX 5070 Ti und RTX 5060 Ti 16GB bekanntgab. Diese Information löste Panik aus und ließ vermuten, dass NVIDIA nur wenige Monate nach der Markteinführung eine der profitabelsten Karten mit mehr VRAM vom Markt zurückzieht.

Die Reaktion der Hersteller war blitzschnell, aber auch chaotisch. ASUS gab eine Erklärung ab, in der es klarstellt, dass diese Karten nicht zurückgerufen wurden und dass die früheren Informationen das Ergebnis einer „unvollständigen Kommunikation“ seitens der PR-Abteilung waren. NVIDIA fügte hinzu, dass die Nachfrage enorm ist und die Produktion fortschreitet, räumte jedoch in einer entscheidenden Frage ein: Das Angebot an Speicher ist extrem begrenzt.

KI frisst den Speicher der Welt

Der wahre Grund für das Durcheinander ist nicht der Mangel an Interesse der Hersteller, sondern der drastische Mangel an Speicherchips (sowohl GDDR7 als auch standardmäßigen DRAM). Die Explosion der Nachfrage nach Infrastruktur für Künstliche Intelligenz hat dazu geführt, dass Giganten wie Samsung und SK Hynix ihre Produktionskapazitäten auf die Bedürfnisse von KI-Rechenzentren umleiten, wo die Margen vielfach höher sind. Infolgedessen wird die Produktion von Grafikkarten mit 16 GB Speicher für die Hersteller logistisch zum Albtraum. NVIDIA steht vor einer schwierigen Wahl: entweder teure Flaggschiffe (RTX 5090) zu produzieren oder zu Modellen mit 8 GB Speicher zurückzukehren, um eine gewisse Verfügbarkeit von Waren im Regal aufrechtzuerhalten.

Werden auch Fernseher teurer?

Obwohl es so scheinen mag, als betrifft die Krise nur mächtige Computer, wird auch die RTV-Branche betroffen sein. Moderne Smart TVs haben in der Regel zwischen 3 und 4 GB RAM – das ist wenig im Vergleich zu Grafikkarten, aber im Maßstab von Millionen produzierter Stücke ist die Nachfrage nach diesen Komponenten gigantisch.

Während der CES 2026 warnten Vertreter von Samsung, dass die Kosten für DRAM für Verbraucherelektronik im vergangenen Jahr nahezu doppelt so hoch angestiegen sind. Selbst wenn der Fernseher nicht die schnellsten GDDR7-Chips benötigt, wird der Wettbewerb um grundlegende DRAM-Module immer härter „Kein Unternehmen ist gegen die Auswirkungen dieser Krise gewappnet. Es betrifft alles – von Smartphones über Haushaltsgeräte bis hin zu Fernsehern” – räumte TM Roh, Co-CEO von Samsung, ein.

Für uns, die Verbraucher, bedeutet das eines: Die kommenden Fernseher-Premieren im Jahr 2026 könnten zu höheren Einstiegspreisen debütieren, und die Hersteller könnten nach Einsparungen suchen, indem sie die Speichermenge in günstigeren Modellen reduzieren, was sich direkt auf die Geschwindigkeit der Smart-TV-Systeme auswirken wird.

Quelle: Hardware Unboxed, Tom’s Hardware, NVIDIA, ASUS, FlatpanelsHD

Katarzyna Petru Avatar
Katarzyna Petru

Journalist, reviewer, and columnist for the "ChooseTV" portal