Die Entscheidung, Call of Duty in den Xbox Game Pass aufzunehmen, sollte eines der größten Aushängeschilder nach der Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft sein. Anfangs sah alles großartig aus: Rekorde in der Popularität, enormes Interesse und ein Zustrom neuer Abonnenten. Jetzt jedoch gibt es Anzeichen dafür, dass diese Strategie ernsthafte Mängel haben könnte. Laut einem Branchen-Insider ist es nicht auszuschließen, dass die Serie bereits im Jahr 2026... aus dem Dienst verschwinden könnte. Und das wäre keine geringfügige Korrektur, sondern eine Entscheidung, die das gesamte Modell des Game Pass umwerfen könnte.
Ein Erfolg, der schmerzt
Die Einführung von Call of Duty in den Game Pass, beginnend mit Black Ops 6, war ein gewaltiger Schritt sowohl marketingtechnisch als auch geschäftlich. Das Problem ist, dass der Erfolg in einem Maß gewachsen ist, das gegen die Plattform selbst arbeitet. Wie der Insider Jez Corden anmerkt, ist das Spiel so riesig, dass es buchstäblich das Budget, das dem Game Pass zugewiesen ist, "absaugt" und die Mittel für andere Produktionen einschränkt. Das führt zu einem gefährlichen Dominoeffekt: Weniger neue Spiele bedeuten ein höheres Risiko für den Verlust von Abonnenten. Auf der anderen Seite leidet auch die Marke selbst. Das Abonnementmodell sorgt dafür, dass die Spieler Call of Duty nicht zum Vollpreis kaufen müssen, was sich direkt negativ auf die Verkaufszahlen auswirken kann. Infolgedessen haben wir ein Paradox: die Präsenz des Spiels im Game Pass schadet sowohl dem Dienst als auch der Serie selbst. Diese Spannungen sollen einer der Gründe sein, warum Microsoft radikale Veränderungen in Betracht zieht.
Teureres Abonnement und neue Ideen
Es ist auch nicht unwesentlich, dass Microsoft bereits zuvor den Preis für Game Pass Ultimate um ganze 50% erhöht hat. Dies wurde größtenteils mit dem Zugang zu dem neuesten Call of Duty erklärt. Wenn das Spiel also tatsächlich aus dem Dienst verschwindet, scheint eine Senkung des Abonnementpreises der natürliche Schritt zu sein, denn andernfalls wird es schwierig sein, seinen Wert zu rechtfertigen. Gleichzeitig gibt es Informationen über neue, günstigere Tiers des Game Pass mit den Codenamen Triton und Duet. Diese sollen ausschließlich Zugang zu First-Party-Spielen wie Halo, Gears of War oder Fallout bieten, ohne die größten Hits wie Call of Duty. Das zeigt, dass Microsoft möglicherweise nach einer ganz neuen Richtung sucht, anstatt ein teures Paket mit „alles“ anzubieten, werden wir ein mehr fragmentiertes Angebot sehen, das auf verschiedene Spieler abgestimmt ist.
Wenn Call of Duty tatsächlich aus dem Game Pass verschwindet, wird das ein Signal sein, dass sogar die größten Marken nicht immer in das Abonnementmodell passen. Für Microsoft ist das ein Wendepunkt und möglicherweise der Beginn großer Veränderungen in der Strategie.
Quelle: wccftech.com
Redakcja Choose TV












