Seit Monaten kursieren in der Spielebranche Berichte über eine mögliche Rückkehr von Sony auf den Markt für Handheld-Konsolen. Nun hat das Thema nach Äußerungen des Präsidenten von Sony Interactive Entertainment bei einem Treffen mit Investoren erneut an Fahrt gewonnen. Zwar hat das Unternehmen kein neues Gerät angekündigt, doch fielen Formulierungen, die darauf hindeuten, dass die Zukunft von PlayStation sich nicht nur aufs Spielen vor dem Fernseher beschränken wird. Für viele Beobachter ist das ein weiterer Hinweis auf eine neue Hardware-Generation. Vorläufig hält sich der Hersteller allerdings mit konkreten Plänen vollständig bedeckt.
Sony will PlayStation außerhalb des Wohnzimmers ausbauen
Während eines Gesprächs mit Investoren gab der Präsident von Sony Interactive Entertainment, Hideaki Nishino, zu, dass sich die Art der Nutzung von Spielen im Laufe der Jahre deutlich verändert. Immer mehr Spieler nutzen Computerbildschirme, mobile Geräte und flexiblere Gaming-Setups statt des traditionellen Fernsehers im Wohnzimmer. Aus diesem Grund möchte Sony das PlayStation-Ökosystem so ausbauen, dass der Zugang zu Spielen an verschiedenen Orten und auf unterschiedlichen Geräten gewährleistet ist. Nishino erinnerte auch an die positive Resonanz des Geräts PlayStation Portal, das gezeigt habe, dass Nutzer an einer tragbaren Nutzung des PlayStation-Ökosystems interessiert sind. Laut dem Präsidenten sollen künftige Lösungen Technologien nutzen, die das Spielen in verschiedenen Formen und an unterschiedlichen Orten ermöglichen. Obwohl keine direkte Ankündigung einer neuen tragbaren Konsole gemacht wurde, werteten viele Analysten diese Äußerungen als weiteren Hinweis auf ein Projekt im Zusammenhang mit PlayStation 6. Gleichzeitig betonte Sony, dass es nicht beabsichtigt, neue Hardware unter den Produktionskosten zu verkaufen. Das ist besonders wichtig, solange die Preise für elektronische Bauteile weiterhin sehr hoch sind. Die endgültige Entscheidung über das neue Gerät werde daher auch von der Lage auf dem Komponentenmarkt abhängen.
Eine tragbare PlayStation könnte zu einem wichtigen Element der neuen Generation werden
Seit einiger Zeit kursieren in der Branche Spekulationen, dass Sony an einer vollwertigen tragbaren Konsole arbeitet, die Spiele nativ von PlayStation ausführen kann und nicht nur per Streaming. Solche Hardware müsste nicht die Leistung der PlayStation 5 erreichen, denn ein Display mit 1080p-Auflösung benötigt deutlich weniger Rechenleistung als 4K-Fernseher. Die Entwicklung moderner AMD-Prozessoren und Upscaling-Technologien macht die Herstellung eines leistungsfähigen mobilen Geräts zunehmend realistischer. Viele Experten gehen davon aus, dass eine Markteinführung erst etwa 2027 erfolgen könnte, wenn die Produktion der Komponenten günstiger wird und das Spieleangebot noch umfangreicher ist. Ein solches Gerät würde Sony ermöglichen, effektiver mit Nintendo, dem Steam Deck und der wachsenden Zahl tragbarer Gaming-PCs zu konkurrieren. Ein zusätzlicher Vorteil könnten exklusive PlayStation-Titel sein, die erst verspätet für den PC erscheinen oder weiterhin nur auf Sonys Konsolen verfügbar sind. Dadurch könnte die neue tragbare Konsole eine attraktive Ergänzung des gesamten PlayStation-Ökosystems werden. Vorerst bleiben jedoch alle Informationen reine Spekulation, da Sony kein neues Gerät offiziell angekündigt hat.
Äußerungen des Sony-Chefs haben die Spekulationen über die Entstehung einer neuen tragbaren PlayStation-Konsole erneut angefacht. Obwohl das Unternehmen Arbeiten an einem solchen Gerät nicht bestätigt hat, deuten immer mehr Anzeichen darauf hin, dass die Zukunft von PlayStation über das traditionelle Spielen vor dem Fernseher hinausgehen könnte.
Quelle: digitaltrends
Redakcja Choose TV












