AI kauft alles auf. Western Digital hat keine Festplatten mehr für das Jahr 2026.

Calendar 2/17/2026

Der Speicherarmarkt hat gerade ein weiteres Warnsignal erhalten. Western Digital hat zugegeben, dass seine Produktionskapazitäten für das Jahr 2026 bereits vollständig vertraglich gebunden sind. Die enorme Nachfrage von Unternehmen, die die AI-Infrastruktur entwickeln, bewirkt, dass selbst klassische Festplatten keine „sichere Preishafen“ mehr sind. Das bedeutet, dass das Problem der Engpässe nicht mehr nur RAM oder SSD betrifft. Endkunden treten zunehmend in den Hintergrund. Und die Preise? Der Druck wächst weiterhin.

Produktion ein Jahr im Voraus ausverkauft

Der CEO von Western Digital, Irving Tan, bestätigte während der Präsentation der Finanzergebnisse, dass das Unternehmen praktisch die gesamte Produktion für das Jahr 2026 verkauft hat. Die größten Kunden haben enorme Datenmengen vertraglich gesichert, und einige von ihnen haben sich die Lieferungen sogar bis ins Jahr 2027 und 2028 im Rahmen langfristiger Verträge gesichert. Die Konsequenz ist einfach: Der Einzelhandel hört auf, entscheidend zu sein. Das Konsumsegment macht heute nur noch etwa 5 Prozent des Umsatzes des Unternehmens aus. Wenn Rechenzentren alles "am Stück" kaufen, haben Geschäfte und normale Benutzer keine Priorität.

KI übernimmt die Supply Chains

Der Boom der künstlichen Intelligenz treibt nicht nur den Verkauf von Grafikkarten oder Arbeitsspeicher an. KI-Modelle benötigen riesige Lagerflächen, was massive Käufe von HDDs für Rechenzentren bedeutet. In der Praxis „frisst“ die Infrastruktur der KI die verfügbaren Komponenten und beeinflusst die Preise im gesamten IT-Sektor. Die Branche hatte gehofft, dass traditionelle Festplatten als Technologie der älteren Generation preisstabil bleiben würden. Das Gegenteil ist eingetreten. Der Anstieg der Nachfrage von Hyperscalern hat dazu geführt, dass selbst dieses Segment unter Druck geraten ist.

Jetzt kaufen oder warten?

Für den Endverbraucher ist die Situation ungünstig. Entweder akzeptierst du die aktuellen Preise oder hoffst auf eine Verbesserung in der Zukunft. Das Problem ist, dass nichts darauf hindeutet, dass die Investitionen in KI schnell zurückgehen werden. Wenn der Trend anhält, könnte der Preisdruck auch im Jahr 2027 anhalten.

Eines ist sicher: Die Hersteller haben für die kommenden Jahre einen garantierten Absatz. Und solange große Konzerne jeden verfügbaren Terabyte reservieren, werden die Kaufentscheidungen gewöhnlicher Kunden marginale Bedeutung haben.

Quelle: Western Digital / Spider’s Web

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Katarzyna Petru

Journalist, reviewer, and columnist for the "ChooseTV" portal