YouTube testet KI in Shorts. Jetzt kannst du ein neues Video basierend auf einem Video von jemandem erstellen.

Calendar 3/2/2026

YouTube startet einen neuen Test im Bereich Shorts, der die Art und Weise, wie kurze Videos erstellt werden, stark verändern könnte. Die Plattform testet KI-basierte Funktionen, die es ermöglichen, fremde Shorts in völlig neue Materialien ohne klassische Bearbeitung umzuwandeln. Bisher gelangen die Werkzeuge zu einer kleinen Gruppe von Creators (Englisch), aber die Richtung ist klar: mehr generative KI im Content-Erstellungsprozess.

„Reimagine” eine Aufnahme, ein völlig neues Video

Die interessanteste Option im Test ist die Funktion Reimagine. Sie erlaubt es, einen einzelnen Frame aus einem bestehenden Short auszuwählen und mithilfe von Prompts in einen völlig neuen Film zu verwandeln. Der Creator kann vorgeschlagene oder eigene Textaufforderungen verwenden und zusätzlich maximal zwei Referenzbilder hochladen, die der KI helfen, das Endergebnis zu generieren. In der Praxis bedeutet das die Möglichkeit, alternative Versionen einer Szene zu erstellen, den Stil, das Ambiente oder die Umgebung zu ändern, ohne alles von Grund auf neu aufnehmen zu müssen. Dies ist eine bedeutende Erweiterung der bisherigen Funktion Remix, die sich hauptsächlich auf das klassische „Bauen auf fremdem Material“ stützte.

„Add object” Hinzufügen von Elementen zur Szene

Die zweite getestete Option ist Add object. Diese Funktion ermöglicht das Einfügen neuer Objekte in die Szene mit dem ursprünglichen Short (bis zu 8 Sekunden Material) unter Verwendung von Text-Prompts. Das kann zum Beispiel das Hinzufügen eines bestimmten Gegenstands zum Hintergrund, die Anpassung der Umgebung oder eine visuelle „Verbesserung“ der Szene bedeuten. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung einer videobasierten Bearbeitung, die mehr auf Beschreibung als auf manuelle Montage basiert.

Was ist mit den Rechten der Creator?

YouTube betont, dass jeder Short, der mit diesen Werkzeugen erstellt wird, weiterhin einen Link zum Originalmaterial enthalten wird. Creator können auch darauf verzichten, ihre Shorts für solche Bearbeitungen zur Verfügung zu stellen. Es gibt jedoch einen Haken: Das Deaktivieren dieser Option blockiert nicht nur neue KI-Funktionen, sondern auch das traditionelle Remix. Die Plattform setzt somit eindeutig auf ein Modell der Mitgestaltung von Inhalten, diesmal mit generativer Künstlicher Intelligenz im Hintergrund.

Quelle: YouTube

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Katarzyna Petru

Journalist, reviewer, and columnist for the "ChooseTV" portal