Samsung bereitet die Verbraucher auf mögliche Preiserhöhungen bei Elektronik, einschließlich Fernsehern, vor. Der Grund dafür ist die zunehmende Krise auf dem DRAM- und NAND-Speichermarkt, die in den letzten Monaten die gesamte Branche der Unterhaltungselektronik getroffen hat.
Nach Informationen, die das Management von Samsung während der CES 2026 in Las Vegas weitergegeben hat, haben sich die Preise für DRAM- und NAND-Speicher verdoppelt, und in einigen Fällen sogar verdreifacht in den letzten 3–5 Monaten. Der Hauptschuldige ist der Anstieg der Nachfrage nach Hardware und Infrastruktur im Zusammenhang mit KI, der Produktionskapazitäten von der Unterhaltungselektronik abgezogen hat.
Kurz gesagt: Algorithmen, Rechenzentren und „KI-Müll“ in sozialen Medien beginnen, die Preise für Hardware in den Geschäften real zu beeinflussen.
Krise, die alle betreffen wird
Samsung hat keinen Zweifel – die Situation ist beispiellos und niemand wird davon unberührt bleiben.
– „Es ist eine Situation, mit der wir uns zuvor nicht konfrontiert sahen. Keines der Unternehmen ist gegen ihre Auswirkungen immun” – sagte TM Roh, Mitgeschäftsführer von Samsung, der Nachrichtenagentur Reuters. – „Das Problem betrifft nicht nur Smartphones, sondern die gesamte Unterhaltungselektronik, von Fernsehern bis hin zu Haushaltsgeräten”.
Obwohl Fernseher nicht von den Hochleistungs-DRAM-Speichern profitieren, die aus AI-Servern oder Grafikarten bekannt sind, sind sie immer noch von der Lieferung grundlegender Speicherkomponenten abhängig. Und diese verteuern sich in Alarm tempo.
Wann steigen die Preise für Fernseher?
Im Moment sind keine drastischen Preiserhöhungen in den Geschäften zu sehen. Die Fernseherhersteller arbeiten hauptsächlich auf der Grundlage von langfristigen Verträgen über Komponenten, die vorübergehend die Kostensteigerungen abfedern. Das Problem wird jedoch bei der Renegotiation und bei der Einführung neuer Modelle auftreten.
– „Es wird Probleme mit der Verfügbarkeit von Halbleitern geben, und das wird alle betreffen” – räumte Wonjin Lee, Leiter des globalen Marketings von Samsung, im Gespräch mit Bloomberg ein. – „Die Preise steigen bereits. Wir wollen diese Last nicht auf die Verbraucher abwälzen, aber wir werden an den Punkt gelangen, an dem wir eine Preisänderung in Betracht ziehen müssen”.
Was sagen die Analysten?
Das Forschungsunternehmen Omdia hat bereits am 18. Dezember 2025 gewarnt, dass die Preise für DRAM, die in Fernsehern verwendet werden, im Vergleich zur ersten Hälfte des Jahres 2025 doppelt so hoch sind. Natürlich ist der Speicher nur eines von vielen Elementen des Fernsehers – das teuerste bleibt weiterhin das Panel – aber bei den aktuellen Margen hat jeder Kostenzuwachs Bedeutung.
Und diese Margen sind brutal niedrig.
Am stärksten betroffen sind die günstigeren Modelle
Der Fernsehermarkt arbeitet seit Jahren mit extrem dünnen Margen, insbesondere im Budget- und Mittelklasse-Segment. Genau dort könnten eventuelle Preiserhöhungen am stärksten spürbar sein. Premium-Modelle – OLED, QD-OLED oder Mini LED – haben mehr Spielraum zur Absorption von Kosten, zumindest kurzfristig. Wenn die Krisen im Speicherbereich im Jahr 2026 andauern, und alles deutet darauf hin, dass dies der Fall sein wird, könnten Fernseher zur nächsten Gerätekategorie werden, die leise teurer wird. Nicht sprunghaft, nicht von heute auf morgen, sondern konsequent – Modell für Modell, Generation für Generation.
Und diesmal geht es nicht um Marketing, sondern um harte Komponentematik.
Katarzyna Petru













