Nach der Ankündigung der geplanten Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Global wurden die ersten Details zur Strategie des neuen Filmgiganten bekannt gegeben. Eine der Hauptannahmen ist die deutliche Erhöhung der Anzahl der Kinopremieren. Nach der Fusion der beiden Unternehmen plant die neue Gruppe, etwa 30 große Filme pro Jahr herauszubringen, jeweils 15 Produktionen von jedem Studio. Das stellt einen deutlichen Anstieg im Vergleich zur aktuellen Situation dar – in den letzten Jahren hat Paramount im Durchschnitt etwa 8-9 Kinofilme pro Jahr veröffentlicht, Warner Bros. etwa 10-12.
Die größten Franchises unter einem Dach
Wenn die Transaktion von den Regulierungsbehörden genehmigt wird, wird das neue Unternehmen viele der bekanntesten Film-Marken der Welt kontrollieren. Im Portfolio befinden sich unter anderem Serien wie Harry Potter, Mission: Impossible, Der Herr der Ringe, sowie das Universum DC Universe. Dazu kommen beliebte Produktionen wie Game of Thrones, Transformers, Star Trek oder SpongeBob Schwammkopf. Eine so umfangreiche IP-Bibliothek soll einen stetigen Zustrom hochwertiger Produktionen in die Kinos gewährleisten.
Kinos weiterhin wichtiges Minimum von 45 Tagen Exklusivität
Paramount hat auch die Beibehaltung des klassischen Modells für die Filmverteilung angekündigt. Jede Produktion soll mindestens 45 Tage exklusive Präsenz in Kinos erhalten, bevor sie in der digitalen Verbreitung (VOD) erhältlich ist. Praktisch bedeutet dies, dass die größten Produktionen bis zu 60-90 Tagen auf der großen Leinwand bleiben können, bevor sie auf Streaming-Plattformen wie HBO Max oder Paramount+ erscheinen. Dieser Ansatz steht im Gegensatz zur Strategie von Netflix, der oft Filme direkt im Streaming veröffentlicht.
Allerdings glauben nicht alle Analysten, dass der Plan realistisch ist. Einige Experten der Filmbranche sind der Meinung, dass 30 große Premieren pro Jahr schwierig aufrechtzuerhalten sein könnten. Organisationen, die mit der Kinobranche verbunden sind, betonen auch, dass große Fusionen von Studios oft zu einer Verringerung der produzierten Filme führen, anstatt zu einer Erhöhung.
Wenn die Übernahme von Warner Bros durch Paramount genehmigt wird, entsteht einer der größten Akteure in der Geschichte der Filmindustrie. Der Plan 30 Kinostarts pro Jahr könnte die Zukunft Hollywoods und der Kinos weltweit erheblich beeinflussen. Im Moment hängt jedoch alles von den Entscheidungen der Regulierungsbehörden ab und davon, ob es den Studios tatsächlich gelingt, ein so ehrgeiziges Produktionstempo aufrechtzuerhalten.
Quelle: FlatpanelsHD
Redakcja Choose TV













