Microsoft baut Copilot um. KI soll mehr helfen, aber weniger stören.

Calendar 5/29/2026

Künstliche Intelligenz findet zunehmend Eingang in Werkzeuge, die täglich von Millionen von Menschen verwendet werden. Microsoft hat jedoch beschlossen, die Art und Weise zu ändern, wie Benutzer Copilot nutzen. Anstelle eines weiteren Chatfensters, das ständig um Aufmerksamkeit kämpft, möchte das Unternehmen einen Assistenten schaffen, der diskreter funktioniert. Der neue Copilot soll den Kontext der ausgeführten Arbeit besser verstehen und genau dann helfen, wenn es notwendig ist. Die Änderungen betreffen sowohl das Interface als auch eine tiefere Integration mit den Microsoft 365-Anwendungen. Der Hersteller überzeugt, dass die Nutzung von KI dadurch natürlicher und weniger anstrengend wird.

Copilot hat ein neues Aussehen und intelligentere Funktionen erhalten

Die auffälligste Änderung ist der umgestaltete Bereich für die Eingabe von Befehlen. Anstelle eines einfachen Textfelds erhalten die Benutzer einen flexibleren Raum, um ihre Ideen zu entwickeln und auszubauen. Copilot soll auch die verfügbaren Werkzeuge dynamisch an die derzeit ausgeführte Aufgabe anpassen. Bei einfachen Aufgaben bleibt die Benutzeroberfläche minimalistisch, und zusätzliche Optionen erscheinen nur dann, wenn sie benötigt werden. Microsoft hat einen Ansatz gewählt, der als progressive disclosure bezeichnet wird, um die Unordnung auf dem Bildschirm zu reduzieren. Auch die Navigation sowie der Zugriff auf den Verlauf von Gesprächen und AI-Agenten wurden vereinfacht.

Künstliche Intelligenz soll näher an der täglichen Arbeit sein

Microsoft betrachtet Copilot nicht mehr als separate Anwendung, die neben anderen Programmen ausgeführt wird. Der Assistent soll den Nutzern direkt in Word, Excel, Outlook oder PowerPoint zur Seite stehen. Das Unternehmen entwickelt auch spezialisierte KI-Agenten, die für spezifische Aufgaben zuständig sind, wie z.B. das Erstellen von Präsentationen, Datenanalysen oder die Durchführung von Recherchen. Copilot wird den Kontext aus Dokumenten, E-Mails, Meetings und Dateien nutzen, um die aktuelle Situation des Nutzers besser zu verstehen. Microsoft behauptet zudem, dass die neue Version schneller arbeitet und komplexere Befehle effizienter verarbeitet. Ziel ist es, den Weg von der Idee zum fertigen Ergebnis zu verkürzen, ohne ständig zwischen den Anwendungen wechseln zu müssen.

Microsoft

Der neue Copilot zeigt, dass Microsoft den Ansatz für künstliche Intelligenz in der Büroarbeit verändert. Statt die Aufmerksamkeit des Benutzers aggressiv auf sich zu ziehen, soll die KI natürlicher agieren und die Ausführung von Aufgaben unterstützen, wenn sie tatsächlich benötigt wird.

Quelle: digitaltrends

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