Google Maps hat den Namen des Ontariosees geändert. In den USA wird er jetzt als „Lake America“ angezeigt.

Calendar 8/31/2026

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Google Maps hat eine umstrittene Namensänderung eines der bekanntesten Seen Nordamerikas vorgenommen. Nutzer in den Vereinigten Staaten sehen jetzt auf den Karten die Bezeichnung „Lake America” statt bisher „Lake Ontario”. Google erklärt, dass die Aktualisierung auf der geltenden Unternehmenspolitik zu geografischen Bezeichnungen und auf von lokalen Behörden bereitgestellten Daten beruht.

Google Maps zeigt je nach Land unterschiedliche Namen

Die Änderung wurde nach einer Durchführungsverordnung in der vergangenen Woche vorgenommen, und das US-System GNIS aktualisierte den Namen des Sees am 27. August. Google bestätigte die Aktualisierung in einer Mitteilung und erklärte, dass Nutzer in den USA „Lake America” sehen werden. In Kanada sieht die Lage anders aus – dort zeigt Google Maps weiterhin ausschließlich den Namen „Lake Ontario”. Nutzer in anderen Teilen der Welt sehen dagegen die Bezeichnung „Lake Ontario (Lake America)”. Den Unterschied kann man auch per VPN prüfen, indem man den Standort ändert, von dem aus man zugreift. Google verweist dabei auf seine Richtlinie, Ortsnamen auf Grundlage von Daten lokaler Behörden zu aktualisieren. Das Unternehmen verfolgte einen ähnlichen Ansatz bereits im Februar 2025, als in Google Maps die Bezeichnung „Gulf of America” anstelle von „Gulf of Mexico” auftauchte. Auch dieses Mal löste die Änderung Reaktionen auf beiden Seiten der Grenze aus.

Kanada will den Namen des Sees nicht ändern

Kanada bestätigte, dass sie die Bezeichnung „Lake America“ nicht verwenden werde. Premier Mark Carney erklärte, dass der Name „Lake Ontario“ über 400 Jahre alt sei und bereits entstand, bevor sowohl Kanada als auch die Vereinigten Staaten gegründet wurden. Er wies außerdem darauf hin, dass die Bezeichnung aus dem Wendat-Wort „Ontari’io“ stammt, das unter anderem „der See ist schön, der See ist groß“ bedeutet. Auch MapQuest hat sich nicht für eine Änderung entschieden und kündigte sogar an, einen Generator zu entwickeln, mit dem Nutzer dem See eigene Namen geben können. Auch Apple Maps zeigt vorerst nicht die Bezeichnung „Lake America“ an. Google muss außerdem mit möglichem Widerstand seitens der Nutzer rechnen. Nach einer großen Welle der Kritik an der Bezeichnung „Gulf of America“ hat das Unternehmen im Jahr 2025 die Möglichkeit eingeschränkt, für diesen Ort neue Bewertungen hinzuzufügen. Im Fall von „Lake America“ wurde eine solche Einschränkung bislang jedoch nicht eingeführt.

9to5google

Google Maps hat den Namen des Ontariosees für Nutzer in den Vereinigten Staaten in „Lake America“ geändert. In Kanada gilt weiterhin „Lake Ontario“, während Google in anderen Ländern beide Namen anzeigt. Die Änderung hängt mit einer Aktualisierung des US-amerikanischen GNIS-Systems nach einer Exekutivverordnung zusammen. Kanada beabsichtigt nicht, den neuen Namen zu übernehmen, und auch Apple Maps und MapQuest haben ihn nicht in ihre Karten aufgenommen.

Quelle: 9to5google

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