C6 / C64 / C6E / C6H / C61
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Diagonal with a different matrix: , , ,
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Panel type: WRGB OLED Refresh rate: 165Hz Brand: LG Resolution: 3840x2160 System: WebOS Model year: 2026
This review is an English translation of the Polish original. Read the original on Wybierz.tv.
Die C‑Serie von LG ist seit Jahren eine der beliebtesten Optionen für alle, die einen guten OLED suchen, ohne in die Preise der Flaggschiff-Modelle zu gehen. In der Regel bekommt man hier die meisten wichtigen Funktionen, sehr gute Möglichkeiten für Spieler und eine höhere Helligkeit als in der Basiserie B. Im Jahr 2026 ist die Lage jedoch etwas interessanter geworden, denn nicht jeder LG C6 ist gleich. Die 77‑ und 83‑Zoll-Varianten mit der Bezeichnung Hyper (in den USA C6H) haben ein besseres Tandem-OLED-Panel erhalten, das dem Panel ähnelt, das LG im vergangenen Jahr in seiner Flaggschiff-Serie G5 verwendete. Das deutet auf dem Papier bereits auf eine höhere Helligkeit und größere Bildmöglichkeiten hin als bei den kleineren C6‑Versionen, weshalb wir der Meinung waren, dass diese Variante einen eigenen Test verdient. Die Frage ist nur, ob sie in der Praxis tatsächlich so nah am letztjährigen Flaggschiff dran ist und ob es sich lohnt, gerade für die C6H-Version mehr zu bezahlen.
8.4
Overall rating
Der C6H ist ein noch interessanterer Fernseher, denn durch den Einsatz eines Tandem-OLED-Panels dringt die C‑Serie in Bereiche vor, die bisher deutlich teureren Modellen vorbehalten waren. Wir erhalten weiterhin alle Vorteile des normalen C6, doch die Fähigkeiten des Panels gehören schon einer ganz anderen Liga an. Am deutlichsten zeigt sich das beim HDR. In vielen Szenen haben wir rund 2000 Nits gemessen, stellenweise sogar 2300 Nits – Werte, die bisher nur in den Flaggschiff-Serien zu finden waren. Hinzu kommt ein breiterer BT.2020-Farbraum und vor allem deutlich kräftigere Farben bei hoher Helligkeit. In dieser Hinsicht kann man kaum noch von einem typischen Mittelklasse-OLED sprechen. Außerdem steht der Rest des Fernsehers diesem Panel in nichts nach. Wir bekommen eine hervorragende Bildverarbeitung, 165 Hz, das volle Paket an Gaming-Funktionen und das komfortable webOS mit der Magic-Fernbedienung. Würden wir den C6H ausschließlich nach seinen Fähigkeiten und Spezifikationen bewerten, könnte man ihn problemlos neben deutlich teureren High-End-Fernsehern stellen.
Leider verfliegt der Zauber etwas, wenn der Abend kommt und man einen Film schauen möchte. In Bereichen nahe Schwarz zeigte unser C6H deutliche Dithering-Artefakte und störendes Flimmern. Am stärksten fiel das in schwierigen, sehr dunklen Szenen auf, und es ist eine Fehlerart, die man bei einem OLED-TV nur schwer übersehen kann. Man kauft ein solches Panel nicht zuletzt, um die perfekte Schwarzdarstellung beim abendlichen Filmgenuss zu erleben. Umso bedauerlicher, denn abgesehen davon ist der C6H ein wirklich großartiger Fernseher. Alles deutet außerdem darauf hin, dass es sich nicht um eine Beschränkung des Panels selbst handelt, sondern um ein Softwareproblem, ähnlich dem, das wir auch beim LG G6 beobachtet haben. Wir hoffen daher, dass LG es per Update behebt, wie es das bereits auf einigen Auslandsmärkten getan hat. Derzeit hält uns genau dieses eine Manko davon ab, den C6H uneingeschränkt zu empfehlen. Bis LG das beseitigt, ist der herkömmliche C6 oder ein konkurrierender OLED, der dieses Verhalten in dunklen Bereichen nicht zeigt, die sicherere Wahl. Wenn das Update das Problem tatsächlich löst, wird der C6 mit Tandem-Technologie sofort zu einem der interessantesten OLEDs des Jahres 2026.
Herausragende Helligkeit, über 2000 Nits bei HDR
Perfektes Schwarz und OLED-Kontrast
Hervorragende Bildqualität bei HDR-Filmen und Dolby Vision
Sehr gute Bildverarbeitung und Upscaling
Panel mit 165 Hz und praktisch keine Bewegungsunschärfe
Ausgezeichnetes Paket für Gamer: VRR, G-Sync, HGiG, Dolby Vision Gaming
Sehr geringer Input-Lag, ca. 5 ms bei 120 Hz
Breitere Farbpalette als bei anderen WOLED-Displays: 99 % DCI-P3 und ca. 83 % BT.2020
Intuitives und modernes WebOS
Komfortable Steuerung per Magic-Fernbedienung mit Gyroskop
Starkes Dithering und Flimmern in dunklen Bildbereichen nahe Schwarz
Je nach C6‑Variante gibt es unterschiedliche Versionen der Fernbedienung. Vor dem Kauf ist schwer zu sagen, welcher Magic Remote im Lieferumfang enthalten sein wird
Durchschnittliche Reflexionsminderung. In einem sehr hellen Wohnzimmer können starke Reflexionen sichtbar sein
Keine Unterstützung für DTS:X. Bei diesem Format wird ein externer AV‑Receiver oder ein externer Player benötigt
Movies and series in UHD quality
8.4
Classic TV, YouTube
8.6
Sports broadcasts (TV and apps)
8.6
Gaming on console
9.5
TV as a computer monitor
8.6
Watching in bright light
7.6
Utility functions
8.4
Apps
9.1
Sound quality
7.0
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HDMI inputs: 0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 (48Gbps) Other inputs: IR (remote) Outputs: Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI) Network Interfaces: Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality: Premium
Stand type: Central
Bezel color: Silver
Stand: Fixed
Flat design: No
Accessories: Stand
Was das Aussehen betrifft, bringt das größere C6 mit einem Tandem-OLED-Panel keine großen Überraschungen. LG bleibt seit mehreren Generationen praktisch beim gleichen Design der C-Serie, und das kann man kaum als Nachteil werten. Der Fernseher macht weiterhin einen sehr guten Eindruck, er hat sehr schmale Rahmen und eine metallische Einfassung des Displays. Die Farbe kann je nach konkreter Variante und Distribution etwas abweichen. Wie es für ein OLED typisch ist, ist der obere Bereich des Bildschirms sehr schlank. Weiter unten befindet sich jedoch ein deutlich dickerer Abschnitt, der die Elektronik aufnimmt, sodass das C6 nicht so bündig an der Wand anliegt wie etwa die G-Serie. Auf der Rückseite findet sich erneut die für LG typische Kunststoffoberfläche mit einer stein- oder marmorähnlichen Struktur. Auch der Farbton kann je nach Kennzeichnung des jeweiligen Exemplars leicht unterschiedlich sein.
Der Fernseher steht auf einem zentralen Standfuß aus einer Kombination von Metall und Kunststoff. Er wirkt elegant, ist stabil und erfordert kein breites Möbelstück, was bei der von uns getesteten großen Variante besonders wichtig ist. Schade ist nur, dass LG das Kabelmanagement noch immer nicht besser gelöst hat. Es fehlen ordentliche Abdeckungen oder Kanäle für die Kabelführung, sodass nach dem Anschluss mehrerer Geräte Kabel an der Seite des Fernsehers sichtbar sein können. Zusammenfassend hat der Einsatz des Tandem-OLED-Panels die Konstruktion des C6 nicht verändert. Äußerlich ist es weiterhin das bekannte Design der C-Serie, schlicht, schlank und sehr gut verarbeitet.
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Das Tandem-OLED-Panel verleiht dem C6 in mehreren Bildbereichen deutlich größere Möglichkeiten, doch gerade beim Schwarz musste nicht mehr nachgebessert werden. Wie bei jedem OLED können einzelne Pixel hier vollständig abgeschaltet werden, sodass der Fernseher perfektes Schwarz und praktisch unendlichen Kontrast erzielt. Es spielt also keine Rolle, ob auf dem Bildschirm helle Schrift auf schwarzem Grund, feine Sterne oder kleine Lichtquellen erscheinen. Um sie herum sieht man nicht die für LCDs typische Aufhellung, und die Übergänge zwischen hellen und dunklen Bildbereichen sind sehr präzise. Was das reine Schwarz betrifft, hat die Tandem-OLED-Version keinen Vorteil gegenüber dem normalen C6, denn beide Panels können das Bild pixelgenau abschalten. Unterschiede zeigen sich erst bei Helligkeit und Farben. Wenn man jedoch nur Kontrast und Schwarzwert betrachtet, bieten beide Varianten dasselbe Referenzniveau. Hinweis: In der Hubschrauberszene aus dem Film 'Sicario 2' bemerkten wir Körnigkeit und Flimmern in den dunkelsten Bildbereichen. Das wirkt wie ein Softwarefehler, den LG per Update beheben sollte. Bei der Tandem-OLED-Version ist das Phänomen noch deutlicher, und ein ähnliches Verhalten beobachteten wir auch beim Flaggschiff LG G6.
Halo effect and black detail visibility:
8.8/10
Supported formats: HDR10, Dolby Vision, Dolby Vision IQ, HLG
Luminance measurements in HDR:
Result
2133 nit
Result
1900 nit
Result
2300 nit
Result
1964 nit
Result
1648 nit
Und gerade bei HDR zeigt sich der größte Vorteil der Tandem-OLED-Matrix. Die Helligkeit des C6H ist schlicht sehr hoch und lag in unseren Messungen in den meisten Filmszenen bei etwa 1900 bis 2300 Nits. Das ist ein Level, bei dem helle Reflektionen, die Sonne oder kleine Lichtquellen wirklich spektakulär aussehen können. Am meisten beeindruckte uns aber die fünfte Szene des Films The Meg. Sie ist für OLEDs besonders anspruchsvoll, weil praktisch der gesamte Bildschirm sehr hell ist. Trotzdem erreichte das C6H dort etwa 1650 Nits. Zum Vergleich: das normale C6 mit klassischer WOLED-Matrix erreichte an derselben Stelle rund 600 bis 700 Nits. Das bedeutet also mehr als die doppelte Helligkeit, an manchen Stellen nähert sich der Unterschied sogar dem Dreifachen. Und das ist wohl das beste Beispiel dafür, was das Tandem-OLED hier bringt. Es geht nicht nur um ein höheres Ergebnis auf einer kleinen Testtafel. Das C6H kann auch dann eine sehr hohe Helligkeit halten, wenn auf dem Bildschirm deutlich mehr Licht erscheint. Dadurch besitzt HDR eine deutlich größere Dynamik, und in dieser Hinsicht kommt das C6H den Flaggschiff-OLEDs wesentlich näher als typischen Modellen der Mittelklasse.
Tandem-OLED bringt auch eine Verbesserung bei den Farben. Die Abdeckung von DCI-P3 bleibt praktisch vollständig und liegt bei etwa 99%, während wir im deutlich größeren Farbraum BT.2020 etwa 82–83% messen. Das sind etwa sieben Prozentpunkte mehr als beim normalen C6. Im Alltag wird das nicht in jeder Szene auffallen, da die meisten Filme nicht so einen breiten Farbraum nutzen. Wenn jedoch sehr stark gesättigte Farben vorkommen, hat das C6H deutlich größere Reserven, besonders bei Rottönen. Davon profitieren vor allem Rottöne, die tiefer und gesättigter sein können. Noch erreicht es nicht das Niveau der besten QD-OLED-Panels oder SQD-Fernseher, aber für ein WOLED-Panel ist das Ergebnis wirklich sehr gut.
BT.2020 color gamut coverage and primary color luminance
| Data set | BT.2020 | P3 | R | G | B |
|---|---|---|---|---|---|
| Synthetic patterns | 82.6% | 99.3% | 59% | 65% | 74% |
| Film measurements | 82.2% | 99.2% | 82% | 85% | 87% |
BT.2020 and P3 – average color gamut coverage (percent of the target gamut).
R, G, B – average primary color luminance relative to target (percent).
Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)
Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)
Bei dem C6H sieht die Lage etwas anders aus, denn die zusätzlichen Möglichkeiten des Tandem-OLED-Panels kommen erst bei wirklich anspruchsvollem Material richtig zur Geltung. Bei den meisten HDR-Filmen und -Serien ist der Unterschied zum normalen C6 nicht groß. Wenn das Material auf etwa 1.000 Nits ausgelegt ist, haben beide Fernseher bereits genug Helligkeit, um es praktisch ohne größere Kompromisse darzustellen. Der Vorteil des C6H wird erst sichtbar, wenn man zu anspruchsvolleren Filmen greift, wie zum Beispiel Pan. Hier erlaubt die deutlich höhere Helligkeit des Tandem-OLED-Panels, starke Lichtquellen intensiver darzustellen, und das gesamte Bild wirkt einfach dynamischer. Das C6H muss seltener auf Tone-Mapping zurückgreifen, weil es einen deutlich größeren Teil der im Material gespeicherten Informationen direkt wiedergeben kann.
Eine noch größere Differenz sieht man in sehr hellen Szenen, die einen großen Teil des Bildschirms einnehmen. Gerade hier drosseln herkömmliche OLEDs meist am stärksten die Helligkeit, während das C6H sie tatsächlich weitgehend halten kann. In solchen Momenten zeigt das Tandem-OLED seine größte Stärke und HDR kann wirklich beeindruckend wirken. Das heißt aber nicht, dass jeder Film auf dem C6H völlig anders aussehen wird als auf einem normalen C6. Bei den meisten Inhalten schlagen sich beide sehr gut. Erst die anspruchsvollsten Szenen zeigen, wofür man bei der Version mit Tandem-OLED-Panel tatsächlich extra bezahlt.
HDR luminance chart:
In der Version mit Tandem OLED-Panel sieht die Situation sehr ähnlich aus. Der LG C6 unterstützt alle wichtigen HDR-Formate, also HDR10, HLG und Dolby Vision. HDR10+ ist nicht vorhanden, aber angesichts von Dolby Vision lässt sich das kaum als großer Verlust werten. Dolby Vision selbst arbeitet sehr gut und kann bei anspruchsvolleren Inhalten seine Vorteile gegenüber einfachem HDR10 zeigen. Auf unserer Testszene sieht man vor allem mehr Informationen in den hellsten Bildpartien, Schnee und heller Hintergrund weisen mehr Details auf und verschmelzen nicht so stark zu einem einheitlichen Weiß. Beim C6 mit Tandem OLED ist der Unterschied jedoch nicht riesig, denn das Panel selbst hat bereits eine so hohe Helligkeit, dass es auch in HDR10 mit solchen Szenen sehr gut zurechtkommt.
Static HDR10
Dynamic: Dolby Vision
7.8/10
Schon ab Werk ist der LG C6 recht gut eingestellt, besonders wenn man den Filmmaker-Modus wählt. Bei SDR-Materialien ist der Weißabgleich ziemlich gut, obwohl mit steigender Helligkeit allmählich etwas Rot fehlt. Das Bild wirkt dadurch etwas kühler, aber der Unterschied ist nicht so groß, dass er beim normalen Betrachten stark auffällt. Mehr Auffälligkeiten zeigt sich in der Helligkeitscharakteristik. Die Gamma ist etwas zu niedrig und anstatt bei 2,4 zu liegen, befindet sie sich über einen großen Bereich eher zwischen 2,1 und 2,2. In der Praxis hellt der C6 die Mitteltöne leicht auf. Dadurch sind Schatten besser lesbar, aber das Bild verliert etwas an Tiefe im Vergleich dazu, wie es in einem abgedunkelten Raum aussehen sollte.
Im HDR ist die Situation etwas interessanter. Der Beginn der Graustufen-Skala ist sehr gut, aber ab etwa 20–30 % Helligkeit beginnt der Weißabgleich zunehmend auseinanderzulaufen. Mit steigender Helligkeit nimmt der Rotanteil zu, während Blau deutlich fehlt. In den hellsten Bereichen ist der Unterschied bereits beträchtlich und wirkt sich auch auf die Wiedergabe einiger Farben aus. Die EOTF-Charakteristik selbst wird jedoch über den Großteil des Bereichs recht gut eingehalten. Der C6 neigt lediglich dazu, das Bild leicht aufzuhellen, was wir übrigens bereits in unseren Filmvergleichen gesehen haben. Die größten Abweichungen treten in den hellsten Bereichen auf, wo der Fernseher beginnt, das Signal an die Möglichkeiten des Panels anzupassen.
Der werkseitige Filmmaker-Modus im HDR ist also nicht perfekt, schneidet insgesamt aber gut ab. Am meisten Verbesserungsbedarf besteht beim Weißabgleich, insbesondere bei hoher Helligkeit.
9.1/10
LG-Fernseher lassen sich seit Jahren sehr gut kalibrieren und das C6 bildet hier keine Ausnahme. Nach der Korrektur ließ sich der Weißabgleich praktisch mustergültig einstellen, und die meisten Farbfehler fielen auf Werte unter 3, oft sogar nahe 2. In der Praxis bedeutet das eine sehr genaue Farbwiedergabe, sowohl in SDR als auch in HDR. Eine interessante Beobachtung zeigte sich erst bei der Helligkeitscharakteristik in HDR. Im klassischen EOTF-Diagramm sieht alles nahezu ideal aus und auf den ersten Blick wäre kaum etwas auszusetzen. Erst als wir das Verhalten des Fernsehers mit Filtern testeten, die auf realen Filmszenen basieren, zeigte sich, dass das C6 eine leichte Neigung hat, die Bildhelligkeit künstlich anzuheben.
Das ist kein großer Unterschied und kann von vielen sogar positiv aufgenommen werden, da HDR dadurch etwas spektakulärer wirkt. Aus Sicht der Treue zum Quellmaterial ist dieses Verhalten allerdings nicht ideal; einige Szenen sind einfach ein wenig heller, als der Filmemacher es vorgesehen hat. Interessanterweise ist das für LG ziemlich untypisch. In früheren Generationen hielten sich Fernseher dieser Marke nach der Kalibrierung meist sehr genau an die Referenzcharakteristik. Beim C6 liegen wir weiterhin sehr dicht am Referenzwert, doch dieser leichte „Boost“ der Helligkeit ist in Filmen oder Serien tatsächlich bemerkbar.
5/10
Was die tonalen Übergänge angeht, schlägt sich das C6H wirklich sehr gut. Verläufe sind glatt, die Farben zerfallen nicht in deutliche Bänder, und sowohl in hellen als auch in dunklen Szenen ist es schwer, größere Probleme mit Posterisierung zu finden. In den meisten Inhalten sieht das Bild in dieser Hinsicht sehr sauber aus.
Hinweis: Deutlich schlechter ist jedoch die Situation beim Dithering in der Nähe von Schwarz. In sehr dunklen Bildbereichen ist deutliches Flimmern und eine starke Körnigkeit zu erkennen, die aus geringer Entfernung wirklich stark wirken können. Bei der Version mit Tandem-OLED-Panel ist das Phänomen spürbar stärker als beim normalen C6. Schade, denn die tonalen Übergänge selbst sind hier auf einem sehr hohen Niveau. Gerade das Verhalten des Bildes knapp über Schwarz ist der Hauptgrund, warum wir diese Kategorie nicht höher bewerten können.
8.5/10
Smooth transition function
Image without overscan on the SD signal
Hier hat das LG C6 wirklich einen großen Schritt nach vorn gemacht. Der Fernseher verwendet denselben Prozessor, den wir auch im Flaggschiff G6 finden, und in puncto Bildverarbeitung sind beide Modelle einander sehr ähnlich. Das ist ein großer Vorteil, denn gerade in diesem Bereich überzeugt der diesjährige LG-Prozessor. Besonders gut arbeitet die Funktion „Fließende Abstufung”. Bei stark komprimierten Inhalten kann sie unschöne Tonwertübergänge und Artefakte effektiv kaschieren, die zum Beispiel bei Streaming minderer Qualität häufig auftreten. Am besten lässt man sie auf der Einstellung „Niedrig”. Dann ist die Verbesserung deutlich, und der Fernseher beginnt noch nicht, feine Details zu verschmieren. Höhere Stufen glätten das Bild stärker, können aber bereits einen Teil der natürlichen Textur von Objekten auf dem Bildschirm entfernen. Auch das Upscaling selbst gelingt sehr gut. Inhalte mit niedrigerer Auflösung werden korrekt geschärft, Kanten wirken sauber, und der Prozessor baut feine Details recht effektiv wieder auf. In dieser Hinsicht liegt das C6 schon sehr nahe an den besten LG-Fernsehern, und die Unterschiede zum G6 sind gering.
8.5/10
Maximum refresh rate of the panel: 165Hz
Film motion smoothing option: Yes
Blur reduction option: Yes
BFI function 60Hz: Yes, 60Hz (image flickers)
BFI function 120Hz: No
Brightness drop with BFI: 48%
Das C6H mit Tandem-OLED-Panel kann ebenfalls mit einer Bildwiederholfrequenz von bis zu 165 Hz betrieben werden. Am meisten profitieren davon natürlich PC-Spieler, denn bei Konsolen, Filmen oder Sport liegt die Grenze weiterhin bei maximal 120 Hz. Das Panel überzeugt in Sachen Bewegung. OLED-Pixel reagieren praktisch sofort, daher sieht man selbst bei schnell bewegten Objekten nicht das typische Nachziehen. Das Bild bleibt sowohl beim Sport als auch in actionreichen Spielen sauber.
Wenn uns eher Flüssigkeit als Bewegungsschärfe wichtig ist, steht TruMotion zur Verfügung. LG erlaubt hier die separate Einstellung zweier Parameter. De-Judder wirkt hauptsächlich bei in 24 Bildern pro Sekunde aufgenommenen Filmen und Serien und reduziert das für sie typische Ruckeln. De-Blur ist dagegen für 50/60 Bildern pro Sekunde vorgesehen und ist deshalb vor allem beim Sport oder beim Fernsehen nützlich.
Blur (native resolution, maximum refresh rate):
Blur (BFI function enabled):
Image flickers in this mode
Blur (4K@165Hz):
Der C6H verfügt außerdem über die Funktion OLED Motion, die ähnlich wie klassisches BFI arbeitet. Sie soll die Schärfe von Bewegungen verbessern, indem das Bild zwischen aufeinanderfolgenden Frames abgedunkelt wird. In der Praxis sehen wir jedoch kaum einen Grund, sie zu nutzen. Das Bild beginnt deutlich zu flimmern, die Helligkeit kann stark abfallen, und die tatsächliche Bewegungsverbesserung ist gering. In diesem Fall ist es deutlich besser, bei den standardmäßigen 120/165 Hz zu bleiben und gegebenenfalls TruMotion nach den eigenen Vorlieben einzustellen.
10/10
Der C6H bietet in puncto Gaming-Funktionen praktisch ein komplettes Paket. Auf Konsolen lässt sich problemlos 4K bei 120 Hz nutzen, während PC-Nutzer die Bildwiederholrate sogar auf 165 Hz erhöhen können. Der Fernseher unterstützt außerdem VRR von 40 bis 165 Hz, ALLM und eine korrekte Implementierung von HGiG. Auch Dolby Vision im Spielmodus ist vorhanden, was nach wie vor ein großer Vorteil für Xbox-Besitzer ist. Alle wichtigsten Informationen lassen sich in der Game Bar einsehen, die schnellen Zugriff unter anderem auf VRR-Einstellungen und die Parameter des aktuellen Signals bietet. Das Tandem-OLED ändert also nicht das eigentliche Funktionspaket für Spieler, doch durch die so hohe Panelhelligkeit können HDR-Spiele noch eindrucksvoller wirken. Funktional betrachtet ist der C6H schlicht ein sehr umfassend ausgestatteter Fernseher für Konsole und PC.
9.9/10
Beim Input-Lag macht sich das C6 so gut, wie es sich für einen guten Gaming-Fernseher gehört. Bei 120 Hz haben wir etwa 5 ms gemessen, sodass die Reaktion auf den Controller praktisch sofort ist. Bei 60 Hz steigt der Wert auf rund 14 ms, aber das sind weiterhin gute Ergebnisse. Etwas höhere Verzögerungen treten bei Dolby Vision auf. Bei 120 Hz messen wir etwa 14 ms, bei 60 Hz etwa 22 ms. In der Praxis, wenn man normal auf der Xbox spielt, dürfte das kaum störend sein.
| SDR | HDR | Dolby Vision |
|---|---|---|
| 1080p60: 14 ms | 2160p60: 14 ms | 2160p60 DV: 22 ms |
| 1080p120: 5 ms | 2160p120: 5 ms | 2160p120 DV: 14 ms |
| 2160p60: 14 ms | ||
| 2160p120: 5 ms |
8.6/10
Chroma 444 (max. resolution and refresh rate): Yes
Font clarity: Good
Readability of dark text and shapes: Very Good
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate): 5ms
Matrix subpixel arrangement: RWBG
Max refresh rate: 165Hz
G-Sync: Yes
Der C6H mit Tandem-OLED-Panel eignet sich auch sehr gut als Bildschirm für den Computer. Beim Arbeiten mit Text ist vor allem wichtig, dass der Fernseher Chroma 4:4:4 korrekt unterstützt, sodass kleine Schriften, Symbole und Interface-Elemente klar dargestellt werden. Einzig aus sehr geringer Nähe sind feine farbige Ränder sichtbar, die aus der ungewöhnlichen Subpixel-Anordnung resultieren. Aus normaler Entfernung bei so einem großen Bildschirm spielt das praktisch keine Rolle mehr, und im Alltag ist der Text sehr gut lesbar. Noch besser schlägt sich der C6H, wenn der Rechner zum Spielen genutzt werden soll. Der Fernseher kann mit einer Bildwiederholrate von bis zu 165 Hz arbeiten, unterstützt G-Sync und VRR, und der Input-Lag bei maximaler Bildwiederholrate liegt bei etwa 5 ms. In Verbindung mit der sehr kurzen Reaktionszeit des OLED-Panels bietet das wirklich hervorragende Voraussetzungen fürs PC-Gaming. Es gibt kein Nachziehen, das Bild ist sehr flüssig und die Steuerung reagiert praktisch sofort. In dieser Hinsicht kann man den C6H ruhigen Gewissens nicht nur als Fernseher, sondern auch als sehr großen Gaming-Monitor betrachten. Man sollte nur bedenken, dass bei 77 oder 83 Zoll eine sinnvolle Schreibtischplatzierung eine echte Herausforderung sein kann. 😉
7.3/10
Brightness drop at an angle of 45 degrees: 30%
Das C6H mit Tandem-OLED-Panel bietet ebenfalls sehr weite Betrachtungswinkel. Man kann den Fernseher stark von der Seite ansehen, und das Bild behält weiterhin hohen Kontrast und gesättigte Farben. Wie für OLEDs üblich gehört er zu den Bildschirmen, bei denen man nicht um einen genau mittigen Platz auf dem Sofa kämpfen muss. In dieser Hinsicht schneiden eigentlich nur Fernseher mit QD-OLED-Panels von Samsung Display noch besser ab. Die minimal niedrigere Bewertung des C6H liegt daran, dass unser Exemplar bei wirklich extremen Betrachtungswinkeln etwas stärker zu einem grünlichen Stich neigte. Das ist jedoch ein subtiler Unterschied, den wir vor allem bei direkten Vergleichen festgestellt haben. Beim normalen Sehen dürfte ihn kaum jemand bemerken.
7.6/10
Panel finish: Glare
Reflection suppression: Decent
Black levels during daytime: Very Good
Die Version mit Tandem-OLED-Panel schlägt sich tagsüber spürbar besser. Die Bildschirmbeschichtung verhält sich sehr ähnlich: sie ist glänzend, dämpft Reflexionen recht ordentlich und hält Schwarzwerte bei eingeschaltetem Licht gut. Ein helles Fenster oder eine Lampe sind auf dem Bildschirm weiterhin sichtbar, das Bild verliert dadurch aber nicht stark an Tiefe. Den größten Unterschied macht natürlich die Helligkeit. Bei typischen SDR-Inhalten erreicht der C6H etwa 690 cd/m², also deutlich mehr als der normale C6. Im hellen Wohnzimmer fällt das wirklich auf: das Bild wirkt kräftiger und setzt sich besser gegen das einfallende Licht durch.
Das Tandem-OLED kommt außerdem besser zurecht, wenn viele helle Bildbereiche auftauchen, obwohl die Helligkeit bei praktisch vollständigem Weiß weiterhin sinkt. Ein typisches Merkmal von OLEDs wurde damit nicht komplett eliminiert, aber die Einschränkung ist deutlich weniger gravierend. Wenn der Fernseher häufig im hellen Wohnzimmer betrieben werden soll, ist das einer der Vorteile des C6H gegenüber dem normalen C6, den man im Alltag tatsächlich merkt.
Panel brightness
LG OLED C6H (TANDEM OLED): 690 cd/m2
8.4/10
System: WebOS
System performance: Very good
Egal, welche C6‑Variante man erwischt, der Funktionsumfang bleibt derselbe. Das Herz des Fernsehers ist natürlich webOS, das LG seit vielen Jahren weiterentwickelt. Es läuft schnell, ist gut optimiert und bietet vor allem Zugang zu praktisch allen gängigen Apps. Netflix, Disney+, Prime Video, YouTube, Max oder andere Streamingdienste – in dieser Hinsicht gibt es kaum Lücken. Das System selbst bietet zudem viele zusätzliche Möglichkeiten. Es gibt AirPlay, einfaches Übertragen des Smartphone‑Bildschirms, die Steuerung von Smart‑Home‑Geräten und die Möglichkeit, die Startseite zu personalisieren. LG hat webOS über mehrere Generationen stark ausgebaut, und die Zahl der verfügbaren Registerkarten und Empfehlungen kann mitunter etwas überwältigen, vor allem wenn Werbeinhalte eingeblendet werden, aber nach einer Eingewöhnungszeit ist das System bequem zu bedienen und arbeitet zuverlässig.
Der C6 schlägt sich auch sehr gut, wenn man ihn wie einen normalen Fernseher nutzen möchte und nicht nur als Bildschirm für Netflix. Der Empfang von terrestrischem Fernsehen, der Programmführer und das Umschalten der Sender funktionieren flüssig, hier gibt es kaum etwas zu beanstanden. LG bietet weiterhin die Möglichkeit, Sendungen auf USB aufzuzeichnen, sodass die klassische Ausstattung wirklich umfangreich ist. Eigentlich fehlen uns hier nur zwei Dinge. Das erste ist die PiP‑Funktion, also Bild‑in‑Bild, also die Möglichkeit, zwei Bildquellen gleichzeitig anzuzeigen. Das zweite ist eine Beleuchtung der Fernbedienung, die besonders beim Fernsehen am Abend praktisch wäre. Ansonsten hat der C6 so gut wie alles, was man von einem modernen Fernseher erwarten kann.
Beim Kauf des C6 sollte man auf die Fernbedienung achten, denn hier hat LG für etwas Verwirrung gesorgt. Während unserer Tests hatten wir unter anderem die Variante C64, wie man sie in großen Handelsketten findet. Im Lieferumfang war die neue, deutlich kleinere Magic Remote Slim. Sie hat weniger Tasten und wirkt deutlich moderner, behält aber zwei der charakteristischsten Merkmale der LG‑Fernbedienungen: das Scrollrad und die Zeigersteuerung durch Bewegung der Fernbedienung. Das von uns getestete Modell C6E war dagegen mit der älteren, größeren Version der Magic Remote ausgestattet. Sie funktioniert im Grunde genauso, besitzt aber eine klassische Zifferntastatur und deutlich mehr physische Tasten. Sie sieht weniger modern aus, aber manche Nutzer, vor allem diejenigen, die an klassische Fernbedienungen gewöhnt sind, empfinden sie als bequemer. Es gibt also keine eindeutige Antwort darauf, welche Fernbedienung besser ist. Die neue ist kleiner, einfacher und deutlich moderner, die ältere bietet dafür schnelleren Zugriff auf mehr Funktionen, ohne sich durch Menüs klicken zu müssen. Man sollte einfach wissen, dass je nach Kennzeichnung des C6 in der Verpackung entweder die eine oder die andere Variante liegen kann.
9.1/10
9.2/10
| Maximum photo resolution: | Supported photo formats: |
|---|---|
Während unserer Tests kam der Fernseher praktisch problemlos mit allen gängigen Videoformaten zurecht, die wir auf den USB-Stick geladen hatten. Es gab keine Probleme mit hohen Bitraten, Untertiteln oder anspruchsvolleren Dateien, sodass sich in dieser Hinsicht kaum etwas bemängeln lässt. Die einzige Ausnahme bildeten Inhalte mit DTS-Tonspur. Das ist allerdings keine Überraschung, denn der Fernseher unterstützt diesen Codec schlicht nicht. Der Medienplayer ist ansonsten so gut, dass die meisten Nutzer problemlos auf die Installation externer Apps oder das Anschließen eines zusätzlichen Players verzichten können.
7/10
0dB
Maximum volume
Supported codecs (TV speakers)
Dolby Digital Plus 7.1
Dolby True HD 7.1
Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
Dolby Atmos in Dolby True HD
DTS:X in DTS-HD MA
DTS-HD Master Audio
Sound Quality Test:
-0dBC (Max)
75dBC
Software version during testing: 43.11.73
Panel uniformity and thermal imaging:
Backlight Type: WRGB TANDEM OLED
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12/22/2025