R95H / Mirco RGB
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Panel type: LCD VA Refresh rate: 165Hz Brand: SAMSUNG Resolution: 3840x2160 System: Tizen Model year: 2026
This review is an English translation of the Polish original. Read the original on Wybierz.tv.
Der Samsung R95H ist das am höchsten positionierte LCD-Fernsehmodell des Herstellers für 2026 und zugleich das erste Flaggschiff von Samsung mit RGB-Hintergrundbeleuchtung. Der Hersteller nennt diese Technologie „Micro RGB“ und statt einer klassischen Hintergrundbeleuchtung kommen rote, grüne und blaue LEDs zum Einsatz, die es dem Bildschirm ermöglichen, nicht nur die Helligkeit, sondern auch die Farbe des Lichts hinter dem Panel zu steuern. Der R95H ist für Samsung also mehr als nur eine weitere Weiterentwicklung der „Neo QLEDs“. Er markiert den Beginn einer völlig neuen Familie von LCD-Fernsehern und zugleich eine Demonstration dessen, was der Hersteller heute aus der RGB-Technologie herausholen kann. Schauen wir uns also an, was Samsung mit dem R95H auf die Beine gestellt hat.
8.2
Overall rating
Der Samsung R95H ist ein Fernseher, der vor allem zeigt, dass das klassische LCD-Panel noch viel zu bieten hat. Micro RGB ist hier nicht nur ein Marketingname, denn in passenden Szenen macht es tatsächlich einen Unterschied. Wenn auf dem Bildschirm stark gesättigte, einfarbige Flächen erscheinen, vor allem Rottöne und Grüntöne, kann der R95H sie mit einer Intensität darstellen, die bei typischen Mini-LED-Fernsehern schwer zu finden ist. Hinzu kommt sehr tiefes Schwarz und hohe HDR-Helligkeit, weshalb das Bild sowohl abends als auch im hellen Wohnzimmer wirklich eindrucksvoll wirken kann. Wichtig ist, dass der R95H nicht den Eindruck erweckt, ein Fernseher zu sein, der nur dafür entwickelt wurde, in Messdiagrammen gut abzuschneiden. Im Alltag ist er schlicht sehr vielseitig. Filme wirken dynamisch, Sport profitiert von der hohen Bildwiederholrate, und Spieler bekommen im Grunde alles, was man von einem Flaggschiff erwarten kann. Dazu ist das Gerät selbst hervorragend verarbeitet, Tizen reagiert zügig, und die matte Beschichtung kommt mit Reflexionen gut zurecht. Es ist schwer, einen Einsatzzweck zu finden, in dem sich der R95H nicht bewährt, denn er ist ein sehr universeller Fernseher.
Die meisten Fragen tauchen erst auf, wenn man genauer hinschaut, was Micro RGB tatsächlich bringt. In einfacheren Szenen ist der Vorteil tatsächlich deutlich, aber wenn das Bild komplexer wird und die Hintergrundbeleuchtung gleichzeitig viele verschiedene Farben und Helligkeitsstufen kontrollieren muss, verschwindet ein Teil dieses Vorsprungs. Dann kann sich der R95H eher an traditionelle Fernseher mit Quantum Dots annähern, statt sie klar zu übertreffen. Das würden wir allerdings nicht als Nachteil des Modells selbst werten, sondern eher als Beschränkung der aktuellen Generation von RGB-Panels. Unsere größten Vorbehalte betreffen eigentlich den Preis. Der R95H ist heute einer der teuersten Fernseher im Samsung-Portfolio, und für neue Technologie muss man anfangs immer tief in die Tasche greifen. Das Problem ist, dass der Hersteller bereits sehr fortschrittliche OLEDs im Angebot hat, die in vielen Bereichen ein ähnlich gutes oder sogar besseres Bild zu einem niedrigeren Preis liefern können. Deshalb ist der R95H ein guter Fernseher, aber nicht unbedingt das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer ein Flaggschiff-LCD sucht und selbst herausfinden möchte, was dreifarbige RGB-LEDs leisten, bekommt hier einen sehr starken Kandidaten. Wenn jedoch das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vordergrund steht, sollte man auch die Top-OLEDs des Herstellers sehr ernsthaft in Betracht ziehen, denn sie sind heute die größte Konkurrenz für den R95H.
Sehr hoher Kontrast und tiefes Schwarz
Hohe HDR-Helligkeit
Sehr breiter Farbumfang dank Micro RGB
Sehr gutes Tone Mapping bei HDR
Hohe Bildwiederholrate: 165 Hz bei 4K und 240 Hz bei Full HD
Umfangreiche Gaming-Funktionen (4x HDMI 2.1, VRR, ALLM, Game Motion Plus und Game Hub)
Die matte Bildschirmoberfläche dämpft Spiegelungen hervorragend
Hohe Verarbeitungsqualität und schlankes Design
Umfangreiches Tizen-System mit vielen Funktionen
Der Farbvorteil von Micro RGB nimmt in komplexeren Szenen ab
Hoher Preis im Vergleich zur Konkurrenz
Die Klangqualität könnte besser sein
Keine Unterstützung für Dolby Vision und DTS:X (hauptsächlich für Xbox-Nutzer und Blu-ray-Fans)
Movies and series in UHD quality
7.8
Classic TV, YouTube
7.9
Sports broadcasts (TV and apps)
7.5
Gaming on console
9.3
TV as a computer monitor
8.4
Watching in bright light
8.9
Utility functions
7.9
Apps
9.3
Sound quality
7.5
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HDMI inputs: 0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 (48Gbps) Outputs: Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI) Network Interfaces: Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality: Super Premium
Stand type: Central
Bezel color: Silver
Stand: Fixed
Flat design: Yes
Accessories: Stand
Wenn wir den Samsung R95H ausschließlich nach dem Aussehen beurteilen müssten, bekäme er von uns praktisch die höchstmögliche Note. Es ist ein Fernseher aus der Oberklasse, und das sieht man sofort an der Verarbeitungsqualität. Die gesamte Konstruktion ist sehr schlank, die Ränder um das Display sind schmal und aus Metall, und das Gehäuse wirkt insgesamt einfach sehr gut. Allein die schmalen Rahmen sind heute natürlich nichts Außergewöhnliches, daher wirkt der Standfuß deutlich interessanter. Er sitzt mittig und erinnert stark an die Lösungen der Flaggschiff-Modelle QN900 aus der 8K-Familie. In der Mitte befindet sich ein Glaselement, das die Umgebung des Raums reflektiert und einen recht ungewöhnlichen, aber wirklich interessanten Effekt erzeugt. Wer den Fernseher lieber an der Wand befestigen möchte, hat damit ebenfalls kein Problem. Der R95H unterstützt den VESA-Standard, und zusätzlich kann man eine spezielle Halterung von Samsung (separat erhältlich) verwenden, die das Anbringen des Bildschirms sehr nahe an der Wand ermöglicht. Dabei hilft auch die Bauform des Fernsehers selbst, denn das Gehäuse ist praktisch über die gesamte Fläche flach. Dadurch steht der R95H nach der Montage nicht weit von der Wand ab und sieht sehr ordentlich aus.
Select size:
8.4/10
Local dimming function: Yes, number of zones: 1344 (28 x 48)
Result
3,160,000:1
Result
67,450:1
Result
44,600:1
Result
27,300:1
Result
9,500:1
Unabhängig davon, ob sich hinter dem Panel klassische Mini-LEDs oder neue Micro-RGB befinden, bleibt ihre Aufgabe in Bezug auf Schwarz im Grunde dieselbe – die Hintergrundbeleuchtung dort auszuschalten, wo das Bild dunkel sein soll, und gleichzeitig an den Stellen ausreichend hohe Helligkeit zu belassen, wo sie benötigt wird. Beim R95H unterstützt dabei auch der hochkontrastige VA-Panel, der schon für sich genommen deutlich bessere Schwarzwerte liefert als zum Beispiel IPS/ADS-Panels. Für die Tests haben wir die 65-Zoll-Version verwendet, in der wir 1344 Local-Dimming-Zonen gezählt haben. Bei größeren Bilddiagonalen wird ihre Anzahl natürlich höher sein, aber wir erwarten nicht, dass sich dadurch der Charakter der Hintergrundbeleuchtung völlig verändert.
Am besten schlägt sich der R95H in Szenen, in denen nur wenige helle Elemente vorkommen. Dann kann der Fernseher den restlichen Bildschirm sehr stark abdunkeln und das Schwarz macht einen wirklich guten Eindruck. In anspruchsvolleren Aufnahmen, in denen auf dunklem Hintergrund mehr helle Objekte erscheinen, zeigen sich bereits die typischen Einschränkungen von LCD-Panels und die Hintergrundbeleuchtung muss kompromissbereiter arbeiten. Dennoch ist der Halo-Effekt gut kontrolliert, und der Fernseher hellt nicht übermäßig große Bildbereiche auf, nur um die Helligkeit eines einzelnen Elements beizubehalten. Der R95H kann also sehr tiefes Schwarz und hohen Kontrast bieten, besonders in Szenen, in denen das lokale Dimmen gute Bedingungen hat. Das erreicht natürlich nicht das Niveau der perfekten Abschaltung einzelner Pixel, wie man es von OLED kennt, aber für einen LCD-Fernseher sind die Ergebnisse wirklich sehr gut.
Halo effect and black detail visibility:
6.9/10
Supported formats: HDR10, HDR10+, HLG
Luminance measurements in HDR:
Result
1423 nit
Result
703 nit
Result
1089 nit
Result
463 nit
Result
1249 nit
Bei der Helligkeit zeigt der Samsung R95H, dass es sich nach wie vor um ein Spitzenmodell handelt, auch wenn die Ergebnisse nicht immer so spektakulär sind, wie man es von einem Flaggschiff mit Micro-RGB-Hintergrundbeleuchtung erwarten würde. In synthetischen Tests erreicht der Fernseher Werte von über 2400 nits, es mangelt ihm also keineswegs an Leistung. Wichtig ist, dass die hohe Helligkeit auch dann erhalten bleibt, wenn helle Bereiche einen größeren Teil des Bildes einnehmen. In echten Filmszenen ist die Situation etwas komplexer. Der R95H erreicht meist etwa 1000–1400 nits, was weiterhin einen sehr guten, kräftigen HDR-Eindruck ergibt. Helles Sonnenlicht, Reflektionen oder Lichter können sehr eindrucksvoll wirken, und der Fernseher hat genügend Leistung, damit HDR deutlich von normalem SDR unterscheidbar ist.
Probleme treten vor allem in sehr dunklen Szenen mit einzelnen, kleinen Lichtquellen auf. Hier setzt der Algorithmus des lokalen Dimmings stärker auf tiefes Schwarz und die Begrenzung des Halo-Effekts als auf die maximale Helligkeit solcher Elemente. In der Folge können kleine Lichtquellen deutlich abgedunkelt erscheinen. Insgesamt schneidet HDR also gut ab, aber nicht ohne Einschränkungen. Der R95H verfügt über enorme Helligkeitsreserven, besonders in größeren und helleren Bildbereichen, während in schwierigen, dunklen Szenen seine Möglichkeiten vor allem durch das Funktionsprinzip des lokalen Dimmings begrenzt werden.
Gerade die Farben sollten die größte Revolution durch die RGB-Hintergrundbeleuchtung sein, und tatsächlich zeigt der R95H hier großes Potenzial. Die Bewertung ist jedoch nicht so einfach, wie es reine synthetische Messwerte vermuten lassen. Bei Testbildern liefert der Fernseher hervorragende Ergebnisse, die BT.2020-Abdeckung liegt bei fast 94% und DCI-P3 bei 98%, sodass besonders intensiv gesättigte Rottöne oder Grüntöne wirklich beeindruckend aussehen können. Die Lage ändert sich etwas, wenn man statt Testbildern echte Filmszenen misst. Dann fällt die BT.2020-Abdeckung auf rund 87% und DCI-P3 auf 93%. Offenbar können die RGB-Zonen bei komplexeren Bildern nicht immer das gleiche hohe Farbsättigungsniveau halten wie bei einfachen Testbildern. Sie bleiben zwar gesättigt, doch der Vorteil der neuen Hintergrundbeleuchtung ist nicht mehr so groß, wie es die vom Hersteller angegebenen Werte suggerieren würden.
BT.2020 color gamut coverage and primary color luminance
| Data set | BT.2020 | P3 | R | G | B |
|---|---|---|---|---|---|
| Synthetic patterns | 93.9% | 98.0% | 86% | 85% | 55% |
| Film measurements | 86.8% | 93.1% | 81% | 82% | 83% |
BT.2020 and P3 – average color gamut coverage (percent of the target gamut).
R, G, B – average primary color luminance relative to target (percent).
Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)
Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)
Was die HDR-Tonwertwiedergabe angeht, schlägt sich der R95H wirklich hervorragend. Egal, ob man Inhalte sieht, die für eine Helligkeit von rund 1000 Nits erstellt wurden, oder deutlich anspruchsvollere Produktionen mit bis zu 3000 Nits, der Fernseher kontrolliert die hellsten Bildpartien sehr gut. Es gibt kein starkes Ausbrennen von Details und keine Situationen, in denen helle Bereiche zu einer weißen Fläche verschmelzen. Dadurch wirken sowohl einfachere als auch sehr anspruchsvolle HDR-Inhalte sehr gut und behalten viele Details in den Highlights. Als kleinste Kritik lässt sich eigentlich nur anmerken, dass der R95H manchmal dazu neigt, Details in den Schwarzwerten leicht abzuschwächen. Das fällt beim normalen Sehen jedoch kaum auf; eher bemerken es diejenigen, die sehr genau analysieren, wie der Fernseher die Bildhelligkeit steuert.
HDR luminance chart:
Samsung unterstützt Dolby Vision seit Jahren konsequent nicht, und beim R95H hat sich daran nichts geändert. Es gibt also HDR10, HLG und HDR10+, Samsungs eigenes Format für dynamische Metadaten. Theoretisch sollte HDR10+ das Bild Szene für Szene besser anpassen und dadurch in den hellsten Passagen Details effektiver erhalten. Beim R95H fällt der Unterschied gegenüber einfachem HDR10 jedoch gering aus. Der Fernseher ist so hell und verfügt über ein so gut funktionierendes Tone Mapping, dass er selbst mit statischem HDR10 sehr viele Informationen in den hellen Bereichen bewahrt, ohne dass diese ausbrennen. Das sieht man gut an unserer Schneeszene, in der der Wechsel zu HDR10+ keine große Verbesserung bei der Detaildarstellung bringt. Und obwohl das Fehlen von Dolby Vision weiterhin erwähnenswert ist, schränkt es bei einem so hellen Fernseher wie dem R95H dessen HDR-Fähigkeiten nicht ein.
Static HDR10
Dynamic: HDR10+
4.3/10
Um die werkseitige Farbwiedergabe zu bewerten, haben wir natürlich den Filmmaker-Modus gewählt, also die Einstellung, die von vornherein dem am nächsten kommen sollte, wie das Bild vom Kreativteam vorgesehen war. Und hier nutzt der R95H sein Panel leider nicht voll aus. Das größte Problem im SDR-Bereich betrifft die Gammakurve. Das Bild ist über praktisch den gesamten Bereich deutlich aufgehellt, wodurch es etwas an Tiefe verliert und flacher wirkt, als es sollte. Auch der Weißabgleich ist nicht ideal – mit zunehmender Helligkeit zeigt sich eine Dominanz von Rot und ein Mangel an Blau, sodass das Bild zu warm wirkt. Das sieht man besonders bei hellen Bildbereichen und Hauttönen, die manchmal röter aussehen, als sie sollten.
Im HDR sieht es ähnlich aus. Die EOTF-Kurve liegt über weite Teile des Bereichs oberhalb des Referenzwerts, sodass der R95H das Bild erneut heller darstellt, als es sein sollte. In Kombination mit dem ungenauen Weißabgleich führt das dazu, dass auch hier die Farben nicht so präzise sind, wie wir es von einem Fernseher dieser Klasse erwarten würden. Der werkseitige Filmmaker-Modus ist also nicht die Stärke des R95H. Auf den ersten Blick kann das Bild eindrucksvoll wirken, weil es hell und stark gesättigt ist, doch in Bezug auf die Übereinstimmung mit dem Quellmaterial besteht noch viel Raum für Verbesserungen.
8.8/10
Der R95H reagiert sehr gut auf Kalibrierung. Im SDR ist es uns gelungen, den Weißabgleich und das Gamma nahezu perfekt einzustellen, und die Farbfehler sanken auf ein sehr niedriges Niveau. Der Unterschied zu den Werkseinstellungen ist daher beträchtlich, und nach der Kalibrierung wirkt das Bild deutlich natürlicher. In HDR können wir ebenfalls vieles verbessern, besonders den Weißabgleich und die allgemeine Farbgenauigkeit. Etwas anders sieht es jedoch bei der Steuerung von Helligkeit und Farbsättigung aus. Hier stoßen wir an Grenzen, die sich aus der Funktionsweise der RGB-Hintergrundbeleuchtung und des lokalen Dimmings ergeben. Die einzelnen Zonen müssen gleichzeitig Helligkeit und Farbton des Lichts steuern, deshalb lässt sich in anspruchsvolleren Szenen nicht immer exakt die gleiche Sättigung und Helligkeit erreichen wie bei einfachen Testbildern. Das lässt sich durch Kalibrierung schlicht nicht vollständig überwinden. Trotzdem liefert der R95H nach der Kalibrierung eine korrekte Bildwiedergabe, und die meisten Fehler, die wir bei den Werkseinstellungen gesehen haben, lassen sich effektiv beseitigen.
8.8/10
Der R95H kommt auch mit Farbverläufen gut zurecht. In den hellen Bildbereichen sind die Übergänge zwischen den einzelnen Nuancen fließend, obwohl bei genauerem Hinsehen leichte Spuren von Posterisierung zu erkennen sind. Es ist also nicht perfekt, aber beim normalen Sehen wird einem das wohl kaum auffallen. Ähnlich verhält es sich in dunkleren Szenen. Der Fernseher bewahrt fließende Übergänge und hat keine größeren Probleme mit sichtbaren Streifen oder Farbabstufungen. Von Zeit zu Zeit lassen sich kleine Unvollkommenheiten feststellen, aber insgesamt kommt der R95H mit diesem Aspekt wirklich solide zurecht.
7.5/10
Smooth transition function
Image without overscan on the SD signal
Der Samsung R95H verwendet den neuen Micro RGB AI Processor, aber in der Praxis haben wir keinen großen Sprung gegenüber den NQ4 AI Gen2- oder Gen3-Chips bemerkt, die aus anderen Fernsehern des Herstellers bekannt sind. Das Upscaling fällt jedoch weiterhin sehr gut aus. Das Bild wird angemessen geglättet, behält dabei viel Schärfe und wirkt nicht übermäßig weich. Das ist definitiv eine der Stärken von Samsung. Schade nur, dass sich bei Material mit sehr niedriger Auflösung der Overscan immer noch nicht vollständig abschalten lässt.
Der Prozessor kommt auch gut mit der Tonwertabstufung zurecht und kann das unerwünschte Phänomen der Posterisierung wirksam glätten. Die Rauschreduzierung funktioniert wirklich effektiv, man muss sie jedoch mit Fingerspitzengefühl einsetzen. Bei höheren Einstellungen kann sie aber schon recht stark in das Bild eingreifen und sogar natürliches Filmkorn entfernen. Deshalb sollte man sie am besten nur dann verwenden, wenn das Material tatsächlich stark komprimiert ist.
7.8/10
Maximum refresh rate of the panel: 165Hz
Film motion smoothing option: Yes
Blur reduction option: Yes
BFI function 60Hz: Yes, 60Hz (image flickers)
BFI function 120Hz: No
Brightness drop with BFI: 75%
Samsung R95H hat ein 165-Hz-Panel, daher ist die Bewegungswiedergabe wirklich auf sehr hohem Niveau. Bei 120 Hz, also zum Beispiel beim Spielen an der Konsole oder beim Sportsehen, ist die Bewegungsunschärfe gering, und beim Anschluss eines Computers kann man die vollen 165 Hz nutzen und die Bewegungsdarstellung noch etwas verbessern. Man muss jedoch bedenken, dass es sich weiterhin um ein VA-Panel handelt, das nicht ganz so schnell reagiert wie ein OLED. Mitunter ist ein leichter Nachzieheffekt hinter bewegten Objekten zu sehen, aus normaler Sitzentfernung dürfte das jedoch kaum stören. Bei Filmen und Serien kann man zusätzlich die einstellbare Bewegungsinterpolation nutzen. Man kann den kinoreifen Charakter von 24 Bildern/s beibehalten oder die Bewegung schrittweise glätten, wenn man ein flüssigeres Bild bevorzugt. Samsung bietet hier viel Spielraum, sodass sich die Einstellungen problemlos an die eigenen Vorlieben anpassen lassen.
Blur (native resolution, maximum refresh rate):
Blur (BFI function enabled):
Image flickers in this mode
Blur (4K@165Hz):
R95H bietet außerdem die Funktion „Wyraźny ruch LED“, also BFI. Tatsächlich verbessert sie die Schärfe bewegter Objekte, hat aber auch deutliche Nachteile: Sie arbeitet mit 60 Hz, verursacht Flimmern und reduziert die Bildschirmhelligkeit deutlich. Deshalb würden wir sie eher als zusätzliche Option und nette Spielerei betrachten, statt als etwas, das sich für den täglichen Gebrauch eignet.
9.6/10
In puncto Gaming ist der Samsung R95H fast ein vollständiger Fernseher. Schließt man eine PS5 oder Xbox Series X an, kann man 4K bei 120 Hz, VRR und ALLM nutzen, und der Fernseher arbeitet auch korrekt mit HGiG zusammen. Der einzige größere Mangel ist Dolby Vision Gaming, das Samsung, wie bei seinen anderen Fernsehern, schlichtweg nicht unterstützt. Hinzu kommt die bereits von anderen Samsung-Modellen bekannte Game Bar, mit der man schnell die Bildrate, den VRR-Betrieb oder das HDR-Format prüfen und die wichtigsten Einstellungen ändern kann, ohne das Spiel zu verlassen. Man kann auch dunklere Bildbereiche aufhellen oder das Seitenverhältnis des Bildschirms ändern.
Samsung bietet außerdem Game Motion Plus, also eine speziell für Spiele entwickelte Bewegungsglättungsfunktion. Am sinnvollsten ist sie bei Titeln mit 30 fps, wo sie die Flüssigkeit deutlich verbessern kann und die Kamerabewegungen angenehmer wirken lässt. Man muss nur bedenken, dass dies zu einem höheren Input-Lag (ca. 60 ms) führt, weshalb sie für Online- oder sehr dynamische Spiele kaum die beste Wahl ist. Erwähnenswert ist auch der Gaming Hub, über den sich einige Spiele direkt aus der Cloud starten lassen, ohne eine Konsole anschließen zu müssen. In puncto Ausstattung für Spieler ist es daher schwer, beim R95H größere Lücken zu finden.
9.7/10
Der Input-Lag beim R95H ist gering, erreicht aber nicht das Niveau der besten OLEDs von Samsung. Bei 120 Hz liegt er bei etwa 10 ms, bei 60 Hz bei etwa 20 ms. Auf dem Papier wirkt der Unterschied also groß, beim normalen Spielen ist er jedoch kaum wahrnehmbar. Der Fernseher reagiert schnell und vermittelt nicht den Eindruck irgendeiner Verzögerung.
| SDR | HDR | Dolby Vision |
|---|---|---|
| 1080p60: 20 ms | 2160p60: 20 ms | |
| 1080p120: 10 ms | 2160p120: 10 ms | |
| 2160p60: 20 ms | ||
| 2160p120: 10 ms |
8.4/10
Chroma 444 (max. resolution and refresh rate): Yes
Font clarity: Good
Readability of dark text and shapes: Good
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate): 10ms
Matrix subpixel arrangement: RGB
Max refresh rate: 165Hz
G-Sync: Yes
Der R95H eignet sich auch zum Spielen am PC. In 4K können wir die volle 165 Hz nutzen, und bei Full HD steigt die Bildwiederholfrequenz sogar auf 240 Hz. Das ist definitiv ein Pluspunkt, besonders für Online-Spiele, bei denen solche Werte auf einem leistungsstarken PC durchaus erreichbar sind. Der Fernseher unterstützt außerdem G-Sync und FreeSync, sodass er problemlos mit Grafikkarten von NVIDIA ebenso wie von AMD zusammenarbeitet. Der einzige Punkt, den man hier bemängeln könnte, ist die Lesbarkeit der Schriften. Der R95H unterstützt Chroma 4:4:4 korrekt, aber aus sehr geringer Nähe kann man erkennen, dass die horizontalen Linien der Buchstaben etwas dunkler sind als die vertikalen. Das fällt beim normalen Gebrauch jedoch nicht wirklich auf. Außerdem wird der R95H nicht in Größen angeboten, die dazu einladen würden, ihn auf den Schreibtisch zu stellen und wie einen klassischen Monitor zu verwenden.
5/10
Brightness drop at an angle of 45 degrees: 67%
Die Blickwinkel beim R95H sind ziemlich anständig, besonders wenn man bedenkt, dass der Fernseher ein VA-Panel nutzt. Bereits die RGB-Hintergrundbeleuchtung trägt dazu bei, die Farbsättigung auch dann besser zu erhalten, wenn man seitlich auf den Bildschirm blickt. Es ist noch nicht das Niveau der besten RGB-Displays auf dem Markt, und erst recht nicht das der OLEDs, doch der Unterschied zu typischen Mini-LED-Fernsehern mit vergleichbarem VA-Panel ist spürbar. Bei größeren Blickwinkeln werden die Farben nicht so schnell ausgewaschen und das Bild bewahrt länger seinen Charakter.
8.9/10
Panel finish: Matte
Reflection suppression: Very Good
Black levels during daytime: Average
Eine der größten Stärken des R95H als Fernseher für ein helles Wohnzimmer ist die matte Bildschirmoberfläche. Samsung kommt seit Jahren sehr gut mit solchen Beschichtungen zurecht, und auch hier haben wir eine der besseren Lösungen auf dem Markt. Reflexionen werden wirkungsvoll reduziert, sodass Fenster, Lampen oder andere helle Umgebungsquellen beim Fernsehen am Tag nicht so sehr stören. Wie üblich bei matten Bildschirmen gibt es jedoch einen Kompromiss. Statt klarer Spiegelungen wird das Licht stärker über die Oberfläche des Panels gestreut, sodass bei starker, direkter Beleuchtung Teile des Bildschirms leicht aufgehellt wirken können. Ein Kompromiss, aber in einem typischen Wohnzimmer funktioniert diese Lösung trotzdem sehr gut.
Der R95H hat zudem ein weiteres starkes Argument – hohe Helligkeit in SDR. In einem hellen Wohnzimmer lohnt es sich, das lokale Dimming auf Stufe Hoch zu stellen, denn der Bildschirm kann dann in der Spitze sogar 2000 Nits erreichen, bei einer durchschnittlichen Helligkeit von etwa 1200 Nits. Man sollte jedoch bedenken, dass der Algorithmus dann aggressiver arbeitet und manchmal die Sichtbarkeit von Details in den hellsten Bildbereichen einschränken kann. Daher empfehlen wir für das abendliche Fernsehen die Einstellung Niedrig, die weniger in das Bild eingreift und dessen natürlicheren Charakter bewahrt.
Helligkeitswerte bei lokalem Dimming auf „Niedrig” eingestellt:
Lokales Dimming | 5% | 10% | 20% | 30% | 40% | 50% | 60% | 70% | 80% | 90% | 100% |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Mittelwerte | 555 | 591 | 612 | 965 | 958 | 949 | 888 | 799 | 705 | 640 | 620 |
Panel brightness
Samsung R95H Micro RGB : 1172 cd/m2
7.9/10
System: Tizen
System performance: Very good
Der R95H läuft mit dem bekannten System Tizen, das praktisch alles bietet, was man heute von einem Smart-TV erwarten kann. Man hat Zugriff auf die beliebtesten Streaming-Apps, das System arbeitet schnell und die Navigation im Menü bereitet keine Probleme. Hinzu kommt das SmartThings-Ökosystem, mit dem der Fernseher als Steuerzentrale für Smart-Home-Geräte dienen kann. Außerdem gibt es AirPlay 2, einfache Bildübertragung vom iPhone sowie Multi View, das das gleichzeitige Anzeigen mehrerer Quellen auf dem Bildschirm ermöglicht.
Auch die eher traditionelle Seite des R95H kann sich sehen lassen. Der Fernseher verfügt über einen vollständigen Satz Tuner für terrestrischen, Kabel- und Satellitenempfang sowie einen übersichtlichen EPG. Es ist außerdem lobenswert, dass Samsung PiP (Bild-in-Bild) beibehalten hat, auf das der Hersteller bei einigen tiefer positionierten Modellen verzichtet hat. Hier kann man weiterhin gleichzeitig das Bild von zwei Quellen anzeigen, was bei den großen Bilddiagonalen des R95H wirklich nützlich sein kann. Zur Bedienung gibt es die charakteristische Fernbedienung SolarCell. Sie ist kompakt, hat nur die wichtigsten Tasten und benötigt keinen Batteriewechsel, da sie sich per Licht aufladen oder über den USB-C-Anschluss laden lässt. Nutzer, die hauptsächlich Streaming nutzen, gewöhnen sich schnell daran, obwohl bei klassischem Fernsehen das Fehlen eines Zahlenfelds nicht jedem gefallen wird.
Auch die Anschlussseite ist interessant gelöst. Der R95H verfügt über vier HDMI 2.1-Ports, Antenneneingänge und einen optischen Ausgang, zusätzlich ist er aber mit einem speziellen Anschluss für das One-Connect-Modul ausgestattet. Wie beim Flaggschiff-OLED S99H kann man also das kabellose One Connect nachkaufen und einen Teil der Verkabelung vom Fernseher weg verlegen. Das kostet zusätzlich 350$ / 1500zł, kann bei sehr wandnahem Einbau aber eine sehr praktische Lösung sein.
9.3/10
9.1/10
| Maximum photo resolution: | Supported photo formats: |
|---|---|
Bei der Wiedergabe von Dateien über USB präsentiert sich das R95H problemlos. Während der Tests sind wir auf kein gängiges Video- oder Audioformat gestoßen, mit dem der Fernseher größere Probleme gehabt hätte, und der Player arbeitet schnell und stabil. Schade nur, dass Samsung nach wie vor keine Unterstützung für das Format HEIC bietet. Bei in diesem Format gespeicherten Fotos, etwa vom iPhone, muss man die Dateien weiterhin vorher in ein gebräuchlicheres Format konvertieren.
7.5/10
89dB
Maximum volume
Supported codecs (TV speakers)
Dolby Digital Plus 7.1
Dolby True HD 7.1
Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
Dolby Atmos in Dolby True HD
DTS:X in DTS-HD MA
DTS-HD Master Audio
Samsung R95H wurde mit einem recht umfangreichen Audio-Setup 4.2.2 mit 70 W Leistung ausgestattet und macht im Alltag wirklich einen angenehmen Eindruck. Der Klang ist sauber, für einen Fernseher recht räumlich und deutlich kräftiger als bei den meisten Modellen der Mittelklasse. Bei Filmen und Serien kommen die eingebauten Lautsprecher problemlos zurecht und werden sogar anspruchsvollere Nutzer zufriedenstellen. Etwas schlechter wird es erst, wenn das Material wirklich viel Bass enthält. Bei einigen Stücken haben wir festgestellt, dass der Fernseher zu unangenehmen Resonanzen neigen kann, und genau hier merkt man die Grenzen des eingebauten Audiosystems am stärksten. Wären die tiefen Töne besser, könnten wir das Gesamturteil deutlich höher ansetzen. Wenn jemand stärkeren Bass und einen kinoähnlicheren Klang bevorzugt, sollte er über einen Soundbar mit Subwoofer oder ein Heimkinosystem nachdenken. Ein Soundbar ist natürlich die einfachere und günstigere Option, und dank Unterstützung für Dolby Atmos lässt sich mit dem R95H bereits ein wirklich solides Filmsystem aufbauen. Es sei denn, jemand nutzt hauptsächlich physische Blu-ray-Veröffentlichungen. Dann sollte man bedenken, dass Samsung keine DTS-Formate unterstützt, was bei einigen Tonspuren die Nutzung eines externen Players oder AV-Receivers erforderlich machen kann.
Sound Quality Test:
89dBC (Max)
75dBC
Software version during testing: 1204
Panel uniformity and thermal imaging:
Backlight Type: Mini-LED RGB
Founder and originator of the "ChooseTV" portal
Journalist, reviewer, and columnist for the "ChooseTV" portal
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