Europäische Kinos verlieren Zuschauer. Der Markt ist noch nicht auf das Niveau vor der Pandemie zurückgekehrt.

Calendar 8/13/2026

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Europäische Kinos haben ein weiteres schwieriges Jahr hinter sich, und es scheint, dass die große Rückkehr des Publikums nach der Pandemie weiterhin ausgeblieben ist. Laut Daten der International Union of Cinemas wurden 2025 in Europa 873,2 Mio. Tickets verkauft, also 4,4 % weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig sanken die Kinoumsätze um 1,2 % und erreichten rund 6,9 Mrd. Euro. Einen noch deutlicheren Unterschied zeigt der Vergleich mit dem Jahr 2019, als die Kinos ohne pandemiebedingte Beschränkungen betrieben wurden. Das Problem betrifft jedoch nicht nur Europa, denn ein ähnliches Phänomen ist auch in Nordamerika zu beobachten.

Europäische Kinos noch weit von den Zahlen vor der Pandemie entfernt

Das Jahr 2025 sollte für die Filmbranche ein langersehntes Aufschwungjahr werden, doch die Realität fiel weniger optimistisch aus. Die Zahl der verkauften Tickets in Europa ging um 4,4 Prozent zurück, und die Kinoeinnahmen sanken um 1,2 Prozent auf rund 6,9 Mrd. Euro. Insgesamt verkauften europäische Kinos 873,2 Mio. Tickets. Noch beunruhigender sind die Daten im Vergleich zu 2019, dem letzten vollen Jahr vor der Pandemie. Damals lag die Zahl der verkauften Tickets etwa 35 Prozent höher als heute. Die Einnahmen liegen dagegen weiterhin fast 20 Prozent niedriger als vor der Pandemie. Das bedeutet, dass Kinos selbst mehrere Jahre nach dem Ende der größten Beschränkungen nicht zu ihrer früheren Popularität zurückgefunden haben. Besucher gehen weiterhin ins Kino, tun dies aber deutlich seltener. Gleichzeitig dämpfen höhere Ticketpreise den Rückgang der Einnahmen teilweise, weshalb die Differenz bei den Einnahmen geringer ist als die Differenz bei den Besucherzahlen. Die Branche hatte gehofft, dass weitere große Premieren das Publikum wieder vor die großen Leinwände ziehen würden. Bisher ist es jedoch nicht gelungen, die vor 2020 bekannte Besucherzahl wiederherzustellen.

Zuschauer wählen immer häufiger Filme zu Hause

Ein ähnliches Problem ist in Nordamerika zu beobachten, wo die Kinoumsätze im Jahr 2025 um 1,5 % auf 8,87 Milliarden Dollar gestiegen sind. Gleichzeitig sank dort die Zahl der verkauften Eintrittskarten um 4,9 % und erreichte 780 Mio. Im Vergleich zu 2019 sind die Einnahmen um rund 22 % niedriger. Das zeigt, dass das Problem deutlich weiter reichen kann als ein vorübergehender Mangel an großen Kinohits. Wachsende Konkurrenz für Kinos ist die Heimunterhaltung, die in den letzten Jahren außergewöhnlich schnell gewachsen ist. Die Pandemie hat die Veränderung der Sehgewohnheiten stark beschleunigt, und viele Menschen haben den Komfort entdeckt, Premieren ohne Verlassen des Hauses zu sehen. Nach US-Daten waren die Einnahmen des Heimunterhaltungsmarktes im Jahr 2025 sogar achtmal so hoch wie die der Kinos, während der Unterschied 2017 noch bei etwa zwei zu eins lag. In die Gegenüberstellung fließen unter anderem DVDs und Blu-ray, digitaler Kauf und Verleih sowie Streamingplattformen wie Netflix oder Disney+ ein. Ausgenommen sind dagegen unter anderem YouTube, Sportübertragungen, Werbung oder traditionelle TV-Pakete, sodass das tatsächliche Ausmaß der Heimunterhaltung noch größer sein könnte. Das erste Halbjahr 2026 zeigt auf dem US-Markt einige Anzeichen einer Verbesserung, doch für eine abschließende Einschätzung ist es noch zu früh. Vorerst scheint es also so, dass das Kino nicht nur auf weitere große Produktionen hoffen, sondern auch einen Weg finden muss, die Zuschauer davon zu überzeugen, dass ein Kinobesuch auf der großen Leinwand seinen Preis wert ist.

Der europäische Kinomarkt liegt weiterhin deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie. Im Jahr 2025 wurden 873,2 Mio. Eintrittskarten verkauft, das sind 4,4 % weniger als im Vorjahr und rund 35 % weniger als 2019. Gleichzeitig zwingt die wachsende Beliebtheit von Streaming und anderen Formen häuslicher Unterhaltung die Kinos, stärker um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu kämpfen als je zuvor.

Quelle: flatpanelshd

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