Chef der Ori-Entwickler schießt gegen den Game Pass. „Xbox hat nicht die Hits geliefert, die es gebraucht hätte”

Calendar 6/22/2026

In den letzten Wochen wurde es um Microsofts Gaming-Abteilung erneut laut. Berichte über mögliche Entlassungen und Probleme in einigen Studios lösten eine breite Diskussion über die Zukunft der Xbox aus. In Branchengesprächen wird zunehmend auch der Game Pass und die Wirksamkeit des Abonnementmodells thematisiert. Seine Meinung dazu äußerte Thomas Mahler, Leiter von Moon Studios, das für die Ori-Reihe verantwortlich ist. Seine Kommentare lösten schnell eine hitzige Debatte unter Spielern und Entwicklern aus.

Game Pass hatte die Chance, erfolgreich zu sein, doch es fehlte an großen Veröffentlichungen

Nach Ansicht von Thomas Mahler war die Idee des Game Pass an sich nicht zum Scheitern verurteilt. Seiner Meinung nach trat das Problem auf, als der Dienst nicht genügend Produktionen erhielt, die regelmäßig Spieler davon überzeugen konnten, das Abonnement zu bezahlen. Der Entwickler verglich die Situation mit dem Markt der Streamingplattformen, wo Nutzer für den Zugriff auf exklusive Serien und Filme zahlen. Ihm zufolge gilt dieselbe Regel auch in der Spielebranche. Spieler sind bereit, monatlich zu zahlen, wenn sie sicher sind, Zugriff auf Produktionen zu bekommen, über die die ganze Welt spricht. Mahler ist jedoch der Meinung, dass Xbox genau an solchen Veröffentlichungen fehlte. Er wies darauf hin, dass viele Studios im Besitz von Microsoft keine Hits in der erwarteten Größenordnung geliefert haben. Als Beispiel nannte er Bethesda und Starfield, das nach Ansicht vieler Spieler nicht das kultige Niveau von Skyrim erreicht habe. Dem Entwickler zufolge brauchte die Plattform Spiele, die echte kulturelle Ereignisse wären und Millionen von Nutzern anziehen. Ohne solche Produktionen sei es schwer, das dynamische Wachstum der Abonnentenzahlen aufrechtzuerhalten. Mahler betonte außerdem, dass Neuheiten für Spieler enorm wichtig seien und die reine Bibliothek älterer Titel nicht ausreiche, um langfristiges Interesse an dem Dienst zu schaffen. Seiner Meinung nach lag hier das größte Problem von Microsoft. Selbst das beste Geschäftsmodell benötige regelmäßige Hits, die das Interesse am gesamten Ökosystem antreiben.

Kontroverser Vergleich und das größere Problem der Abonnements

Für die heftigsten Reaktionen sorgte jedoch der Vergleich des Game Pass mit dem Kommunismus. Mahler erklärte, dass Systeme dieser Art die Motivation zur Schaffung außergewöhnlicher Produktionen einschränken können, wenn Entwickler nicht die angemessenen Anreize erhalten, um Erwartungen zu übertreffen. Seiner Meinung nach müssen Entwickler einen starken Grund haben, um um die Entstehung des nächsten großen Hits zu kämpfen und nicht nur ein akzeptables Spiel abzuliefern, das die Mindestanforderungen erfüllt. In der Praxis bedeutet das, ein Modell zu etablieren, das Erfolg und hohe Qualität belohnt. Allerdings weisen viele Experten auf ein etwas anderes Problem hin. Der Game Pass hat regelmäßig hoch bewertete Spiele geliefert, darunter Marken wie Forza Horizon, Indiana Jones oder neue Teile von DOOM. Microsoft versuchte auch, die enorme Popularität der Call-of-Duty-Reihe zu nutzen. Einige Analysten sind daher der Ansicht, dass die Herausforderung tiefer liegt und aus der Natur von Abonnementdiensten selbst resultiert. Die größten Hits können den traditionellen Verkauf von Spielen einschränken, während kleinere Produktionen nicht immer in der Lage sind, neue Abonnenten anzuziehen. Das macht es besonders schwer, die ideale Balance zu finden. Zudem lassen sich nicht alle Probleme einzelner Spiele direkt mit dem Game Pass in Verbindung bringen. Ein Beispiel ist Starfield, dessen Entwicklung noch vor der Übernahme Bethesdas durch Microsoft begonnen hatte. Die Diskussion über die Zukunft des Dienstes dauert daher an, und die Meinungen über seinen Einfluss auf die Branche bleiben stark geteilt.

Thomas Mahler ist der Ansicht, dass der Game Pass deutlich erfolgreicher hätte sein können, wenn Xbox regelmäßig Spiele geliefert hätte, die globale Hits sind. Seiner Meinung nach fehlten Produktionen, die Spieler dazu gebracht hätten, das Abonnement über längere Zeit zu bezahlen. Gleichzeitig zeigt die Debatte, dass die Probleme von Abonnementdiensten weitaus komplexer sein können als nur die Frage der Qualität der verfügbaren Spiele.

Quelle: wccftech

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