Apple wird seit Jahren für die hohen Preise beim Aufrüsten von Arbeitsspeicher und SSDs in Mac-Computern kritisiert. Die jüngsten Preiserhöhungen haben jedoch dazu geführt, dass viele Nutzer von rekordverdächtig teuren Konfigurationen sprechen. Der Hersteller erklärt die Änderungen mit steigenden Speicherkosten und einer weltweiten Krise auf dem Markt für Komponenten. Für Kunden bedeutet das allerdings noch höhere Kosten beim Kauf neuer Computer. Besonders stark werden davon Personen betroffen sein, die den Kauf leistungsstärkerer MacBook Pro-Konfigurationen planen.
Apple hat die Preise für Speicheraufrüstungen um bis zu 100 Prozent erhöht
Die jüngsten Änderungen im Konfigurator der MacBook Pro-Modelle zeigen, dass Apple die Aufpreise für zusätzlichen Arbeitsspeicher (RAM) deutlich erhöht hat. Noch vor den Preiserhöhungen kostete die Erweiterung von 48 GB auf 64 GB 200 US-Dollar. Für dieselbe Konfiguration verlangt Apple jetzt 400 US-Dollar. Noch größere Unterschiede zeigen sich bei den höchsten Varianten. Die Aufrüstung auf 128 GB Arbeitsspeicher kostete zuvor 1000 US-Dollar, jetzt berechnet Apple dafür sogar 2000 US-Dollar. Das bedeutet praktisch eine Verdoppelung der Preise innerhalb nur einer Preislistenaktualisierung. Der Hersteller begründet die Entscheidung mit dem starken Anstieg der Preise für Arbeitsspeicher und SSDs auf dem Weltmarkt. Die Krise bei der Verfügbarkeit von Speicherchips betrifft zwar die gesamte Elektronikbranche, dennoch weisen viele Nutzer darauf hin, dass Apple seit Jahren deutlich höhere Margen verlangt als die meisten Computerhersteller. Die jüngsten Preiserhöhungen haben diesen Unterschied noch deutlicher gemacht. Das Problem betrifft nicht nur Macs, sondern auch Teile der iPad-Modelle und andere Apple-Geräte, die ebenfalls dem neuen Preisblatt unterliegen. Am stärksten sorgen allerdings die für Profis vorgesehenen Computer für Aufregung, da dort die Speicheraufrüstung besonders wichtig ist.
Kunden haben praktisch keine Alternative
Die Situation wird zusätzlich durch den Aufbau moderner Apple-Computer kompliziert. Arbeitsspeicher (RAM) und SSDs sind fest mit dem Mainboard integriert und können nach dem Kauf nicht ausgetauscht werden. Das bedeutet, dass der Nutzer die endgültige Konfiguration bereits bei der Bestellung festlegen muss. Stellt sich nach einigen Jahren heraus, dass der Computer mehr Arbeitsspeicher benötigt, ist eine Aufrüstung nicht möglich. Deshalb entscheiden sich viele Kunden bereits zu Beginn für teurere Konfigurationen. Laut verfügbaren Analysen verlangte Apple schon vor den Preiserhöhungen deutlich höhere Aufpreise für zusätzlichen Speicher und SSDs als der Marktwert vergleichbarer Komponenten. Nach den jüngsten Änderungen ist der Unterschied noch größer geworden. Das Unternehmen argumentiert, dass es seine eigene Unified-Memory-Architektur und integrierte Komponenten einsetzt, die sich nicht direkt mit klassischen RAM-Modulen vergleichen lassen. Viele Nutzer sind trotzdem der Ansicht, dass die aktuellen Preise außergewöhnlich hoch sind. Steigende Speicherpreise weltweit könnten dazu führen, dass ähnliche Erhöhungen auch bei anderen Computerherstellern auftreten. Vorläufig steht jedoch Apple im Zentrum der Diskussion über immer teurere Premium-Hardwarekonfigurationen.
Apple hat die Preise für Erweiterungen des Arbeitsspeichers in Mac-Computern deutlich erhöht. In einigen Fällen sind die Aufpreise um bis zu 100 Prozent gestiegen, was die Kosten für den Kauf professioneller Konfigurationen von MacBooks und anderen Computern des Herstellers weiter erhöht.
Quelle: digitaltrends
Redakcja Choose TV












