iFFALCON U85X ist ein Gerät, das in großen Zügen von den technologischen Lösungen seiner Muttermarke TCL schöpft. Es ist schwer, den Eindruck loszuwerden, dass wir es hier mit einer nahezu treuen Kopie der erfolgreichen Reihe C6K (C69K/Q6C) zu tun haben, obwohl die Designer sich visuell für Anleihen an die budgetfreundlichere P-Reihe entschieden haben. Diese spezifische Kombination sorgt dafür, dass der Fernseher genau das tut, was wir von einem soliden Mini-LED erwarten, aber zu einem noch niedrigeren Preis. Er bietet einen sehr guten Kontrast und einen lebendigen HDR-Effekt, was direkt auf die beeindruckende Anzahl an lokalen Dimming-Zonen zurückzuführen ist. Es ist erwähnenswert, dass der iFFALCON U85X, ähnlich wie die Modelle der C-Serie, sich als Gerät erweist, das hervorragend auf die Bedürfnisse von Spielern zugeschnitten ist. Hier finden wir fast jede Funktion, die für ein komfortables Spiel erforderlich ist, von der vollständigen Unterstützung von HDMI 2.1 über die Technologien ALLM und VRR für Konsolenbesitzer bis hin zur hervorragenden Zusammenarbeit mit PCs. In der Rolle eines Monitors läuft das Gerät nicht nur dank der Unterstützung von Bildwiederholungen bis zu 240Hz hervorragend, sondern auch aufgrund der sehr scharfen und leserlichen Schrift, was in der Welt der Fernseher nicht immer selbstverständlich ist. Natürlich ist dies nicht das perfekte Modell, da es dieselben Vor- und Nachteile wie sein Pendant unter dem TCL-Label teilt – hier sind vor allem die Probleme des Panels wie recht starkes Ghosting oder aggressives Helligkeitsmanagement in HDR zu nennen. Alles in allem ergibt sich jedoch eine äußerst interessante Mischung, die uns ernsthaft über den Sinn der Existenz der Marke iFFALCON als eigenständige Einheit nachdenken lässt, da dasselbe Produkt mit dem vollwertigen TCL-Logo auf dem Gehäuse problemlos hätte debütieren können. Dennoch haben wir im Hinblick auf das Gerät selbst keine größeren Einwände; es ist wirklich ein Modell, das beachtenswert ist, vorausgesetzt, ihr könnt es kaufen, denn derzeit ist dies sehr schwierig.
Der TCL A400 Pro ist einer der interessantesten Lifestyle-Fernseher, die bisher in unseren Tests auftauchten. Und das nicht, weil er die ganze Idee des „Fernsehers als Bild” auf den Kopf stellt. In dieser Hinsicht macht er so ziemlich das, was die Konkurrenz auch tut: Er soll gut aussehen, sich ins Interieur einfügen und nicht nur eine weitere schwarze Fläche im Wohnzimmer sein. Seine wahre Stärke liegt woanders: in der Bildqualität. Es ist der erste Fernseher dieser Art, der uns tatsächlich ein Bild mit solider Schwarzdarstellung und hohem Kontrast liefert. Eine vollwertige Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung in Kombination mit einem VA-Panel sorgt dafür, dass der A400 Pro eine Tiefe zeigen kann, die Lifestyle-Fernsehern bisher schlicht fehlte. Natürlich ist es nicht das Mini-LED, das wir Seite an Seite mit den besten LCDs auf dem Markt stellen würden, aber in seiner „bildbezogenen“ Kategorie leistet der A400 Pro etwas wirklich Wichtiges: er beweist, dass ein künstlerischer Fernseher nicht zwangsläufig einen großen Kompromiss bei der Bildqualität bedeutet. Wichtig ist, dass es nicht nur bei Schwarz und Kontrast bleibt. Der A400 Pro hat sehr gute Farben, unterstützt Dolby Vision und läuft auf Google TV, sodass er im Alltag einfach ein komfortabler, vollwertiger Fernseher für Filme, Serien und Streaming ist. Hinzu kommen sehr starke Gaming-Fähigkeiten, dank denen er auch mit Konsole oder PC problemlos zurechtkommt. Und wohl genau diese Vielseitigkeit ist seine größte Überraschung. Er sieht aus wie ein Lifestyle-Fernseher, verlangt aber nicht den Verzicht auf Funktionen, die man von einem normalen Fernseher erwartet.
Paradoxerweise betreffen die größten Vorbehalte nicht vorrangig das Bild selbst. Klar, die Anzahl der Zonen könnte größer sein, und das Upscaling sticht nicht aus dem Standard heraus. Bei der Ausrichtung dieses Modells stören uns jedoch eher Entscheidungen, die das Konzept des Bildes an der Wand betreffen. Das Fehlen einer Slim-Wandhalterung im Lieferumfang ist ein seltsamer Zug, denn genau eine solche Montage sollte hier die Grundlage sein. Dazu sind die rahmen in Holzoptik fest montiert, sodass sie nicht die gleiche Personalisierungsfreiheit bieten wie bei anderen Modellen dieser Art. Und weil das Gehäuse dicker ist, erzielt der A400 Pro nicht immer den so flachen und dezenten Effekt, den man von einem Fernseher dieser Kategorie erwarten würde.
Und genau darin liegt der größte Widerspruch des TCL A400 Pro. Bildtechnisch kann er einer der stärksten Lifestyle-Fernseher auf dem Markt sein, verliert aber gleichzeitig ein wenig dort, wo solche Geräte am meisten überzeugen sollten. Trotzdem fällt die Bilanz sehr positiv aus. Wenn uns die eingangs genannten Design-Entscheidungen nicht stören, ergibt der A400 Pro wirklich viel Sinn. Er ist ein Fernseher für Menschen, die etwas Schöneres als einen klassischen Fernseher wollen, aber nicht bereit sind, für das Aussehen einen großen Kompromiss bei der Bildqualität einzugehen. Und genau deshalb ist der TCL A400 Pro eines der spannendsten Modelle in seiner Kategorie.