Dolby hat eine wichtige Information für diejenigen bestätigt, die weiterhin 4K Ultra HD Blu-ray-Discs nutzen. Der neue Standard Dolby Vision 2 erfordert aus technischer Sicht keinen neuen Player. Bestehende Geräte könnten diese Technologie nach einem entsprechenden Firmware-Update unterstützen. Das bedeutet, dass theoretisch Besitzer aktueller UHD-Blu-ray-Player keine neue Hardware kaufen müssten, um die Möglichkeiten des neuen HDR-Formats zu nutzen. Das Problem ist jedoch, dass die rein technische Möglichkeit nicht ausreicht. Die Hersteller der Player müssten sich entscheiden, Updates zu entwickeln und bereitzustellen, und einige der wichtigsten Firmen haben sich bereits vom Markt für Disc-Player zurückgezogen. Außerdem wäre auch Interesse seitens der Filmstudios nötig, die entsprechenden Filmveröffentlichungen vorbereiten müssten.
Dolby Vision 2 benötigt keine neue Hardware, aber Hersteller müssen die Player aktualisieren
Dolby Vision 2 verwendet zusätzliche Metadaten, die über bestehende HDMI-Verbindungen übertragen werden können. Laut Dolby gibt es daher keine technische Einschränkung, die die Entwicklung völlig neuer Geräte erforderlich machen würde, die ausschließlich zur Unterstützung des Standards gedacht sind. Aktuelle UHD-Blu-ray-Player könnten theoretisch ein entsprechendes Firmware-Update erhalten und für Dolby Vision 2 konfiguriert werden. Das ist vor allem deshalb eine gute Nachricht, weil der Markt für UHD-Blu-ray-Player seit einiger Zeit in einer schwierigen Lage ist. Oppo, LG und Samsung haben die Produktion solcher Geräte bereits eingestellt, auch Reavon hat seine Aktivitäten in diesem Segment eingestellt. Das bedeutet, dass die Zahl der Hersteller, die tatsächlich Updates für bestehende Geräte bereitstellen könnten, immer kleiner wird.
Die Situation ist besonders interessant im Fall von Sony, da das Unternehmen einer der wichtigsten Hersteller von Geräten mit UHD-Blu-ray-Laufwerken bleibt. Sony bestätigte jedoch, dass es derzeit nicht mit Dolby zusammenarbeitet, um Dolby Vision 2 auf bestehenden Playern verfügbar zu machen. Das gilt auch für die PlayStation 5, die über ein UHD-Blu-ray-Laufwerk verfügt. In der Praxis bedeutet das, dass Nutzer die Funktion nicht zwangsläufig erhalten, selbst wenn sie hardwareseitig möglich wäre.
Dolby Vision 2 könnte vor allem eine Technologie fürs Streaming bleiben
Neben den Herstellern der Abspielgeräte wäre auch das Engagement der Filmstudios erforderlich. Damit Dolby Vision 2 tatsächlich auf UHD-Blu-ray-Discs erscheint, müssten die Studios entsprechendes Material erstellen und die zusätzlichen Kosten für dessen Produktion tragen. Es ist kaum zu erwarten, dass sie in einen neuen Standard investieren, wenn nur ein kleiner Teil der verfügbaren Abspielgeräte ihn unterstützt. Deshalb hat Dolby Vision 2 deutlich größere Chancen, sich im Streaming zu etablieren. Digitale Plattformen haben mehr Kontrolle über die Software ihrer Geräte und können neue Lösungen leichter per Update einführen. Bleibt also die Frage, ob Hersteller von Geräten wie Playern und Set-top-Boxen von Amazon, Apple oder Google ebenfalls Updates anbieten werden, die die Möglichkeiten von Dolby Vision 2 nutzbar machen.
Interessanterweise können sogar Personen, die keinen Zugang zu Dolby Vision 2 auf ihren Discs haben, von einigen seiner Vorteile profitieren. Dolby behauptet, dass Fernseher, die den neuen Standard unterstützen, auch die Darstellung von herkömmlichem Dolby-Vision-Material verbessern können. Das bedeutet, dass Filme von aktuellen UHD-Blu-ray-Discs auf neuen Fernsehern mit Dolby Vision 2 besser aussehen können, selbst wenn der Player nicht aktualisiert wird.
Dolby Vision 2 kann technisch auf aktuellen UHD-Blu-ray-Playern funktionieren, da es keine neue Hardware oder neue HDMI-Verbindungen benötigt, sondern lediglich ein entsprechendes Firmware-Update. Problematisch ist jedoch das fehlende Interesse der Hersteller, von denen sich viele bereits aus dem Markt für Disc-Player zurückgezogen haben, und Sony plant derzeit keine Aktualisierung seiner Geräte. Hinzu kommt die Notwendigkeit der Einbindung von Filmstudios, weshalb der neue Standard im Streaming deutlich bessere Chancen zur Verbreitung hat als auf 4K-Blu-ray-Discs.
Quelle: flatpanelshd
Redakcja Choose TV












