Apple erweitert sein Angebot an Computern für professionelle Anwender um den neuen Mac Studio. Dieses Mal setzt das Unternehmen vor allem auf die Leistung lokaler KI, vergisst aber auch nicht den Videoschnitt, die 3D-Grafik oder die Arbeit an großen Projekten. Das Gerät kommt mit den Chips M5 Max und dem debütierenden M5 Ultra, und in der stärksten Konfiguration kann es mit bis zu 512 GB unifiziertem Arbeitsspeicher ausgestattet werden.
M5 Ultra soll ein echtes KI-Monster sein
Die größte Veränderung im neuen Mac Studio ist natürlich der Chip M5 Ultra. Apple hat ihn mit bis zu 36 CPU-Kernen und 80 GPU-Kernen ausgestattet, und der einheitliche Speicher kann bis zu 512 GB erreichen. Die Speicherbandbreite liegt bei beeindruckenden 1,2 TB/s, also 50 Prozent mehr als in der vorherigen Generation. Solche Spezifikationen sollen die Ausführung wirklich großer Sprachmodelle direkt auf dem Rechner ermöglichen. Apple gibt an, dass der M5 Ultra eine bis zu 4,3‑mal höhere Spitzenleistung bei KI-Berechnungen als der M3 Ultra erreicht. Im Vergleich zum M1 Ultra soll der Unterschied sogar bis zu 9,8‑fach betragen. Interessant ist, dass Nutzer mehrere Mac Studio zu einem Cluster verbinden können, der Thunderbolt 5 und RDMA nutzt. Laut Apple kann eine Konfiguration aus vier Rechnern sogar eine dreimal höhere Leistung bei KI-Inferenz als ein einzelnes System bieten.
Mac Studio M5 Max hat ebenfalls einen kräftigen Leistungsschub erhalten
Die günstigere Variante nutzt den Chip M5 Max mit einer 18-Kern-CPU und einer GPU mit bis zu 40 Kernen. In dieser Ausführung sind bis zu 128 GB vereinheitlichter Arbeitsspeicher möglich, und dessen Speicherbandbreite erreicht bis zu 614 GB/s. Die GPU erhielt außerdem integrierte Neural-Acceleratoren, die die Leistung bei KI-Aufgaben verbessern sollen. Apple wirbt unter anderem mit bis zu 3,9-mal schnellerer Verarbeitung von LLM-Anfragen in LM Studio gegenüber dem Mac Studio mit M4 Max. Bei der Erzeugung von Bildern aus Text gibt das Unternehmen eine bis zu 3,5-fach höhere Leistung an, und die Funktion Magic Mask in DaVinci Resolve Studio soll bis zu dreimal schneller arbeiten. Auch an professionelle Grafik wurde gedacht. Der M5 Max bietet hardwaregestütztes Raytracing der dritten Generation, und der Rechner kann problemlos mit 8K-Material und mehreren Videostreams arbeiten.
33 8K-Streams gleichzeitig? Mac Studio soll für extremes Editing gerüstet sein
Beim M5 Ultra baut Apple die Multimedia-Fähigkeiten noch stärker aus. Der Chip verfügt über doppelt so viele Einheiten für Video-Kodierung und -Dekodierung wie der M5 Max, sodass der Mac Studio sogar 33 gleichzeitige 8K-ProRes-422-Streams mit 30 fps verarbeiten kann. Die Hardware richtet sich damit nicht nur an Personen, die im Bereich KI arbeiten. Apple nennt zudem Filmemacher, VFX-Künstler, 3D-Designer, Entwickler sowie Personen, die mit großen Datensätzen arbeiten. Der Mac Studio soll unter anderem die Farbkorrektur von 8K-Material in Echtzeit sowie das Rendern anspruchsvoller 3D-Szenen ermöglichen.
Thunderbolt 5, Wi‑Fi 7 und sogar acht Monitore
Das neue Mac Studio erhielt außerdem eine erweiterte Anschlussausstattung. An Bord befinden sich maximal sechs Thunderbolt-5-Anschlüsse, die eine Bandbreite von bis zu 120 Gb/s bieten. Der Rechner unterstützt zudem Wi‑Fi 7 und Bluetooth 6, und über USB‑C kann er die Genlock-Technologie nutzen, die bei professioneller Bildproduktion hilfreich ist. Apple erlaubt den Anschluss von bis zu acht Monitoren gleichzeitig. Es ist außerdem möglich, bis zu vier Studio Display XDR in voller 5K-Auflösung bei 120 Hz zu betreiben.
Der Vorverkauf des neuen Mac Studio begann am 25. August, die ersten Lieferungen und der Verkauf im Handel starten am 22. September. Das Modell mit M5 Max kostet in Polen ab 12 499 zł, die Version mit M5 Ultra ist mit mindestens 27 999 zł kalkuliert. Konfigurationen mit 512 GB RAM sollen Ende Oktober verfügbar sein.
Das neue Mac Studio ist vor allem eine Demonstration der Leistungsfähigkeit der M5 Max- und M5 Ultra-Chips. 512 GB einheitlicher Arbeitsspeicher, eine 80-Kern-GPU, 1,2 TB/s Bandbreite und ein großer Fokus auf lokale KI machen die leistungsstärkste Variante zu einem Gerät für wirklich anspruchsvolle Anwender. Apple erlaubt zudem, Computer zu Clustern zu verbinden, sodass das Mac Studio sogar bei der Arbeit mit sehr großen KI-Modellen zum Einsatz kommen kann.
Quelle: Apple
Redakcja Choose TV












