Philips PUS9010 (The One 2025) in der 75-Zoll-Version mit IPS-Panel ist ein Fernseher, der die Unterschiede aufgrund des verwendeten Panels sehr deutlich zeigt. Im Vergleich zur Variante mit VA-Panel bietet er wesentlich bessere Betrachtungswinkel, eine sehr gute Zusammenarbeit mit Konsolen und eine hervorragende Lesbarkeit von Texten, verliert aber gleichzeitig an Schwarz und maximaler Helligkeit. Es ist ein Modell, das sich am besten im täglichen Gebrauch, beim Spielen und in größeren Wohnzimmern bewährt, wo nicht jeder perfekt direkt vor dem Bildschirm sitzt. Der Fernseher schneidet in Bezug auf Reaktionsfähigkeit und Gaming-Funktionen sehr gut ab und bietet 144 Hz, geringen Input Lag und vollständige Unterstützung für variable Bildwiederholfrequenzen. Ein zusätzliches Plus bleibt Ambilight, das insbesondere abends das Seherlebnis verbessern und das schwächere Schwarz des IPS-Panels teilweise kaschieren kann. Nach der Kalibrierung präsentiert sich das Bild kohärent und natürlich, und die Unterschiede zur VA-Version in der Farbwiedergabe werden schwer erkennbar. Auf der anderen Seite muss klar gesagt werden, dass Personen, die auf Kinoabende in völliger Dunkelheit eingestellt sind, enttäuscht sein könnten. Das schwache Schwarz und die erhöhte Helligkeit aufgrund der Verarbeitungsqualität unseres Exemplars haben dazu geführt, dass diese Variante PUS9060 schlechter abschneidet als das gleiche Modell mit VA-Panel. Philips PUS9010 IPS ist insgesamt eine vernünftige Wahl für Nutzer, die einen großen, modernen Fernseher zum Spielen, für den PC und für das tägliche Anschauen mit sehr guten Betrachtungswinkeln suchen. Wenn jedoch tiefes Schwarz und bessere Bildqualität Priorität haben, lohnt es sich, andere Varianten oder eine höhere Gerätekategorie in Betracht zu ziehen, denn oft kann man für einen kleinen Aufpreis einen Fernseher mit Mini-LED-Technologie erhalten.
Philips OLED950 ist zweifellos eine technologische Demonstration der Stärke, die in vielerlei Hinsicht neu definiert, was wir von einem Heimunterhaltungszentrum erwarten können. Der Einsatz des bahnbrechenden Tandem OLED-Displays bringt uns in Bezug auf Bildqualität an absolute Spitzenwerte. Die Kombination aus unendlichem Schwarz und perfektem Kontrast mit einer Helligkeit, die im HDR-Modus die magische Grenze von 2000 Nits überschreiten kann, erzeugt Effekte, die einem gelegentlich den Atem rauben. Unabhängig davon, ob wir Filme in einem sonnenbeschienenen Wohnzimmer ansehen oder nachts mit Unterstützung des 4-seitigen Ambilight-Systems spielen, sind die Eindrücke einfach phänomenal. Es handelt sich um einen vollständigen Bildschirm, der sowohl den Cineasten, der nach Treue in Dolby Vision sucht, als auch den Spieler, der 144 Hz und eine perfekte Reaktion auf Bewegungen benötigt, zufriedenstellt.
Jedoch mischt sich diese Begeisterung über die rohen Leistungen des Displays mit einer gewissen Unzufriedenheit, wenn wir die Versprechen des Herstellers bezüglich der Bildverarbeitung betrachten. Philips hat die Verwendung des „doppelten“ P5-Prozessors stark beworben und angedeutet, dass dies das Allheilmittel für alle Probleme der digitalen Signalanpassung sein wird. Die Realität stellte sich jedoch als weniger revolutionär heraus. In unseren Tests war der Unterschied zu Modellen mit dem standardmäßigen, einzelnen P5-Chip im täglichen Gebrauch nahezu unbemerkt. Probleme mit der Flüssigkeit von Farbverläufen oder der Posterisation in schwierigen Szenen, obwohl selten, treten weiterhin auf. Angesichts des astronomischen Preises dieses Modells haben wir in diesem Aspekt mit einem deutlich größeren Qualitätssprung gerechnet, der die so hohe Positionierung des Geräts rechtfertigen würde. Genau die Frage der Wirtschaftlichkeit wird zum größten Problem dieses an sich herausragenden Fernsehers. Wenn wir den Markt mit kühlem Blick betrachten, wird die Situation des Modells 950 kompliziert. Es geht nicht einmal um die starke Konkurrenz durch billigere Flaggschiffe wie das LG G5 oder das Samsung S95F, sondern um den „bruderlichen“ Kampf innerhalb des Angebots von Philips. Es stellt sich heraus, dass das niedriger positionierte OLED910-Modell uns praktisch das gleiche, geniale Bild liefert, das von demselben Display erzeugt wird. Darüber hinaus gewinnt das Modell 910 im Vorlauf hinsichtlich des Sounds, da es eine integrierte Soundbar von Bowers & Wilkins bietet, die im teureren Modell 950 einfach zugunsten eines anderen Designs fehlt. Wir haben es also mit einem Paradoxon zu tun: Wir erhalten dasselbe Bild und schlechteren Ton, müssen aber deutlich mehr bezahlen. Daher, obwohl der OLED950 ein fantastischer Bildschirm ist, geht im Jahr 2025 der Titel „Bester Philips Fernseher“ und unsere Empfehlung an das Modell OLED910.