LG UA7500 in der Variante mit VA-Panel ist ein Fernseher, der für das tägliche Fernsehen, YouTube oder Streaming-Plattformen entwickelt wurde, wo SDR-Inhalte weiterhin dominieren. In dieser Rolle schneidet er sehr gut ab – er hat eine ordentliche digitale Bildbearbeitung, anständiges Upscaling und ziemlich konsistente Farübergänge. Der größte Vorteil bleibt das webOS-System, das voller Anwendungen und Funktionen ist, wie z.B. USB-Aufnahmen, AirPlay-Unterstützung oder die Screen Mirroring-Funktion. Für viele Menschen reicht das aus, um ihn als „Fernseher für den Alltag“ zu betrachten. Er eignet sich auch gut als Bildschirm für den Wochenendspieler – obwohl es sich nur um ein 60-Hz-Panel handelt, finden wir hier ALLM, VRR im Bereich von 48–60 Hz und die praktische Game Bar, also Tools, die normalerweise für teurere Modelle reserviert sind. Nachteile? Vor allem die Betrachtungswinkel – wie bei VA verliert das Bild von der Seite schnell an Qualität. Es gibt auch keine dynamischen HDR-Formate, und die begrenzte Farbpalette lässt die filmischen „HDR-Effekte“ symbolisch erscheinen. Andererseits ist es ein günstiger Fernseher, der sicherlich noch attraktive Preissenkungen erleben wird, also wenn jemand nicht ein Vermögen ausgeben möchte und seine Einschränkungen akzeptiert, erhält er einen soliden „Durchschnittsfernseher“ mit einem guten System. Schade nur, dass der Hersteller keine Magic-Fernbedienung im Paket beigefügt hat.
Der Sony Bravia 2 II ist ein Fernseher, der sich am besten in einfachen, alltäglichen Anwendungen bewährt. Und wir vermuten, dass viele ihn vor allem wegen Google TV wählen werden. Das System bietet Zugang zu einer riesigen Anzahl an Apps und Streamingdiensten, außerdem sind Chromecast, AirPlay und eine bequeme Sprachsuche vorhanden. Der Fernseher selbst läuft vielleicht nicht so schnell wie teurere Sony-Modelle, aber was die Funktionen angeht, gibt es kaum Anlass zur Kritik. Wichtig ist: Auch beim normalen Fernsehen fällt die Bildqualität recht ordentlich aus. Die Bravia 2 II kommt besonders gut mit SDR-Inhalten zurecht, also normalem Fernsehen, YouTube oder einem Großteil älterer Filme und Serien. Der werkseitige Kinomodus ist sinnvoll eingestellt, die Farben wirken natürlich, und ohne großes Herumspielen an den Einstellungen kann man einfach anfangen zu schauen. Und unserer Meinung nach zeigt sich die Bravia 2 II hier von ihrer besten Seite – als einfacher Smart-TV für den täglichen Gebrauch, nicht als Gerät, das mit den Fähigkeiten seines Panels beeindrucken will.
Man muss jedoch beachten, dass der Schriftzug „Bravia“ auf dem Gehäuse nicht automatisch beste Bildqualität bedeutet. Die Bravia 2 II verwendet ein IPS-Panel mit sehr niedrigem Kontrast, und genau das ist ihr größtes Problem. Tagsüber stört das nicht so sehr, aber abends genügt es, das Licht auszuschalten, damit Schwarz eher wie dunkles Grau wirkt. Im Gegenzug erhält man gute Blickwinkel; steht der Fernseher also in einem großen Wohnzimmer und mehrere Personen schauen aus verschiedenen Positionen, spielt das IPS-Panel seine Stärke aus. Allerdings wird dieser Vorteil durch das schwache Schwarz erkauft. Er ist auch nicht für HDR-Effekte oder anspruchsvollere Spieler gebaut. Ca. 300 cd/m² Helligkeit und ein enges Farbspektrum bewirken, dass HDR-Inhalte hier kaum mehr zeigen als SDR. Das 60-Hz-Panel und das Fehlen weitergehender Gaming-Funktionen zeigen ebenfalls deutlich, dass Gaming bei diesem Modell nicht Priorität hat.
Und eigentlich wäre das alles kein großes Problem, denn von einem Einstiegsmodell von Sony hatten wir genau das erwartet. Das größte Problem der Bravia 2 II ist jedoch der Preis. Für einen ähnlichen Preis finden sich ohne große Schwierigkeiten Fernsehgeräte der Konkurrenz, vor allem koreanischer und chinesischer Marken, die deutlich mehr bieten, von 120-Hz-Panels bis hin zu Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung mit lokalem Dimming. Deshalb ist die Bravia 2 II an sich kein schlechter Fernseher. Sie ist einfach zu teuer für das, was sie bietet. Wäre ihr Preis deutlich niedriger, würde sie als einfacher Fernseher für den Alltagsgebrauch deutlich mehr Sinn machen.