S7 / CANVAS TV
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Panel type: LCD VA Refresh rate: 144Hz Brand: HISENSE Resolution: 3840x2160 System: VIDAA Model year: 2026
This review is an English translation of the Polish original. Read the original on Wybierz.tv.
7.1
Overall rating
Der Hisense S7S ist ein Fernseher, der am besten überzeugt, wenn man ihn an der Wand sieht. Ein mattes Display und ein dekorativer Rahmen passen gut zur Idee einer privaten Galerie, und ein Präsenzsensor sorgt dafür, dass der Art‑Modus im Alltag mehr Sinn macht. Positiv fällt auch die Ausstattung auf. Wandhalterung und ein zusätzlicher Rahmen sind im Lieferumfang enthalten, sodass man für diesen Look nichts extra kaufen muss.
Im Vergleich zum Vorgänger hat sich jedoch mehr verbessert als nur das Zubehör. Die höhere Helligkeit macht bei Tageslicht einen deutlichen Unterschied, und HDR‑Filmen verleiht sie mehr Durchschlagskraft. Der S7S kommt auch an der Konsole gut zurecht, und das VIDAA‑System läuft zuverlässig. Das ist einfach ein ziemlich universeller Fernseher, der nach dem Sehen nicht zwangsläufig als schwarzes Rechteck an der Wand verbleiben muss.
Das größte Manko zeigt sich abends, wenn man das Licht ausmacht und sich auf den Film konzentrieren möchte. Das fehlende lokale Dimming macht sich dann bemerkbar. Das Schwarz wirkt aufgehellt, und dunkle Szenen haben nicht die Tiefe wie bei einem guten Mini‑LED. Schade, denn genau in dieser Hinsicht wäre bei Fernsehern dieser Art der nächste Fortschritt am wichtigsten.
Lohnt sich der Kauf des S7S also? Ja, wenn euch das Aussehen des Fernsehers genauso wichtig ist wie das, was er zeigt. Hier zahlt man auch für die flache Bauweise, den Art‑Modus und dafür, wie sich das Display ins Wohnzimmer einfügt. Wenn abendliche Filmabende jedoch am wichtigsten sind, sollte man eher zu einem Modell mit lokalem Dimming greifen. Der S7S macht als Alltagsfernseher und Einrichtungsobjekt Sinn. Man muss sich nur bewusst für diesen Kompromiss entscheiden.
Mattes Display, das Reflexionen sehr gut reduziert
Halterung und austauschbare Rahmen im Lieferumfang
Kostenloser Kunstmodus
Ziemlich hohe Helligkeit
144-Hz-Panel und geringe Eingabeverzögerung
Viele Funktionen für Spieler
Schnelles und einfach zu bedienendes VIDAA-System
Unterstützung vieler HDR-Formate (Dolby Vision, HDR10+)
Kunstmodus mit Präsenzsensor
Beleuchtete Fernbedienung und USB-Aufnahme
Kein Local Dimming; bei diesem Preis ein Minuspunkt.
Enge Blickwinkel (typisch für VA-Panels)
Sichtbares Nachziehen bei schnell bewegten Objekten
HGiG funktioniert nicht korrekt (Funktion für Spieler)
Flacher Klang und kein Dolby Atmos
Movies and series in UHD quality
6.9
Classic TV, YouTube
6.3
Sports broadcasts (TV and apps)
6.2
Gaming on console
8.1
TV as a computer monitor
8.2
Watching in bright light
6.9
Utility functions
9.6
Apps
8.3
Sound quality
6.0
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Der Hisense S7S ist die nächste Ausführung der Canvas-TV-Serie, also einer Reihe von Fernsehern, die im Wohnzimmer auch die Rolle eines Bildes übernehmen sollen. Bei diesem Design ist das Aussehen wichtig, doch wenn der Film läuft, erwarten wir mehr als nur einen hübschen Rahmen. Was hat sich gegenüber dem Vorgänger S7N verändert? Hat Hisense die Bildqualität verbessert und schlägt sich die S7-Serie beim Fernsehen genauso gut wie bei der Darstellung von Kunstwerken? Das prüfen wir in unserem Test.
HDMI inputs: 2 x HDMI 2.0, 2 x HDMI 2.1 (48Gbps) Outputs: Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI) Network Interfaces: Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality: Good
Stand type: Legs
Bezel color: Changeable Frame
Stand: Fixed
Flat design: Yes
Accessories: Stand, Wall bracket, Changeable frames
Der Hisense S7S wurde von Anfang an für die Wandmontage konzipiert. Er hat ein flaches Gehäuse, das eine Montage dicht an der Wand ermöglicht. In Kombination mit dem dekorativen Rahmen ergibt das den für die Canvas-TV-Serie angestrebten Effekt, dass der Fernseher an ein gerahmtes Bild erinnern soll.
Im Lieferumfang sind austauschbare Metallrahmen in Eichenoptik enthalten. Diese Oberfläche verleiht dem Gerät eine wärmere Ausstrahlung und passt gut zu Holzmöbeln. Ebenfalls erfreulich ist die mitgelieferte Wandhalterung, sodass man nicht sofort nach zusätzlichem Montagematerial suchen muss. Möchte man den S7S auf einem Lowboard platzieren, legt der Hersteller außerdem einen Standfuß bei. Dieser hat eine feste Position, daher sollte man vor dem Kauf prüfen, ob er auf das Möbelstück passt. Auf der Wand kommt die Konstruktion von Hisense jedoch am besten zur Geltung.
Select size:
6.1/10
Local dimming function: No
Result
5,400:1
Result
6,800:1
Result
6,400:1
Result
6,200:1
Result
5,900:1
Der Hisense S7S nutzt ein VA-Panel, das schon ohne zusätzliche Unterstützung einen ziemlich guten Kontrast liefert. In Mischszenen, in denen neben hellen Elementen größere Schattenflächen auftreten, bewahrt das Bild eine angenehme Tiefe. Die Ergebnisse sind außerdem in all unseren Testaufnahmen recht gleichmäßig. Beim Schauen im beleuchteten Wohnzimmer sollte das Schwarz daher zufriedenstellend wirken.
Die größte Einschränkung bleibt jedoch das Fehlen einer lokalen Dimmung. Der S7S ist kein Mini-LED und kann die Hintergrundbeleuchtung in dunklen Bildpartien nicht separat abdunkeln. In einer Szene mit Scheinwerfer wirkt das Licht deutlich, das umliegende Schwarz bleibt aber leicht aufgehellt. Sobald man das Zimmerlicht ausschaltet, fällt eher auf, dass der dunkle Hintergrund und die Balken oberhalb des Films ins Graue tendieren. Das VA-Panel selbst macht also einen guten Job, ersetzt aber keine präzise Steuerung der Hintergrundbeleuchtung. Beim normalen Fernsehen schneidet der S7S diesbezüglich ordentlich ab. Bei abendlichen Vorführungen, besonders bei Filmen mit vielen Nachtszenen, wird das Fehlen einer Dimmung jedoch spürbar.
6.5/10
Supported formats: HDR10, HDR10+, Dolby Vision, Dolby Vision IQ, HLG
Luminance measurements in HDR:
Result
683 nit
Result
665 nit
Result
683 nit
Result
633 nit
Result
712 nit
Hisense S7S bringt eine deutliche Verbesserung der Helligkeit gegenüber dem Vorjahresmodell. Der Vorgänger erreichte etwa 350–400 Nits, hier liegen wir bei rund 700 Nits. Ein solcher Zuwachs verleiht dem Bild einen spürbaren "Kick". Sonne, Reflexionen auf Wasser oder Lichtblitze sind deutlich kraftvoller, wodurch HDR wirklich überzeugend wirkt. Wichtig ist, dass die Helligkeit in allen getesteten Szenen sehr ähnlich ist. Der S7S kommt sowohl mit kleinen Lichtern vor dunklem Hintergrund als auch mit der stark erhellten Einstellung aus "The Meg" gut zurecht. Er dimmt große, helle Flächen nicht ab, sodass sonnige Aufnahmen ihre richtige Intensität behalten. Bleibt natürlich die zuvor beschriebene Begrenzung bei Schwarzwerten. Ohne lokales Dimming trennt sich helles Licht nicht so spektakulär vom dunklen Hintergrund, aber der Fortschritt gegenüber dem Vorgänger verdient auf jeden Fall Lob.
Auch die Farben kommen recht gut weg. Für die Erweiterung ihres Umfangs ist der in der Hintergrundbeleuchtung eingesetzte PFS-Luminophor verantwortlich. Er erfüllt eine ähnliche Funktion wie Quantum Dots in QLED-Displays. Dadurch können Rot- und Grüntöne tiefer und gesättigter sein als auf einem Standard-LCD-Panel. Die Abdeckung der DCI-P3-Palette liegt bei etwa 95%, und die Ergebnisse in Filmen stimmen praktisch mit den Messwerten auf Testbildern überein. Das ist ein gutes Ergebnis, das in Kombination mit der höheren Helligkeit dem S7S ermöglicht, ein deutlich eindrucksvolleres HDR zu zeigen als das Vorjahresmodell.
BT.2020 color gamut coverage and primary color luminance
| Data set | BT.2020 | P3 | R | G | B |
|---|---|---|---|---|---|
| Synthetic patterns | 74.7% | 95.0% | 68% | 71% | 72% |
| Film measurements | 74.5% | 95.1% | 68% | 71% | 72% |
BT.2020 and P3 – average color gamut coverage (percent of the target gamut).
R, G, B – average primary color luminance relative to target (percent).
Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)
Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)
Der Hisense S7S kommt ziemlich gut damit zurecht, HDR‑Material an die Möglichkeiten des Panels anzupassen, weicht dabei aber etwas vom beabsichtigten Erscheinungsbild der Filmemacher ab. In beiden getesteten Filmen hebt er die Helligkeit dunklerer und mittlerer Töne an. Das sieht man an der EOTF‑Kurve. In der Praxis sind Gesichter, Kleidung und Hintergrundelemente heller, als sie sein sollten. Das Bild wirkt dadurch vielleicht eindrucksvoller, aber die Szene verliert an Tiefe und starke Lichter heben sich weniger deutlich vom Hintergrund ab. In der Einstellung aus „Billy Lynn” bleiben Gesichts- und Uniformdetails gut sichtbar, während die hellsten Partien des Feuerwerks zu verschmieren beginnen. Die anspruchsvollere Szene aus dem Film „Pan” zeigt die Grenzen des Fernsehers deutlicher. Der Hisense erhält viele Details in den Wolken, doch die Bereiche um die Sonne bilden bereits eine eher einheitliche, helle Fläche. Das Gesamtbild wirkt weiterhin angenehm, jedoch wäre ein zurückhaltenderes Vorgehen beim Aufhellen und eine bessere Differenzierung der hellsten Töne wünschenswert.
HDR luminance chart:
Die beschriebenen Probleme fallen bei normalem HDR10-Signal stärker auf. Zum Glück unterstützt der Hisense S7S Dolby Vision, das ihm hilft, die Möglichkeiten des Bildschirms besser zu nutzen. Dank dynamischer Metadaten erhält der Fernseher zusätzliche Informationen darüber, wie er eine Szene darstellen soll. Er muss also nicht ausschließlich auf seine eigene Tonanpassung zurückgreifen. In der Schneeszene ist der Unterschied deutlich sichtbar. Bei Dolby Vision lassen sich feine Bodendetails besser erkennen, und die Pferde heben sich deutlicher vom hellen Hintergrund ab. Das Bild wirkt weniger flach und bewahrt feinere Übergänge in den hellen Bereichen. Das bedeutet natürlich nicht, dass alle Beschränkungen des S7S verschwinden, aber bei anspruchsvollen Filmen ist Dolby Vision hier wirklich eine nützliche Ergänzung.
Static HDR10
Dynamic: Dolby Vision
5.1/10
Die werkseitigen Farbeinstellungen im Filmmaker-Modus des Hisense S7S lassen noch viel zu wünschen übrig. Am stärksten stört ein Übermaß an Blau im Weißabgleich, sichtbar sowohl bei normalen SDR-Inhalten als auch bei HDR. Dadurch wirkt das Bild deutlich kühler. Weiß tendiert ins Bläuliche, und Hauttöne verlieren einen Teil ihres natürlichen, warmen Farbtons. Je heller der Bildbereich, desto stärker ist dieser Effekt sichtbar. Es handelt sich also nicht um einen feinen Unterschied, der nur mit Messgeräten auffällt.
Bei SDR-Material kommt noch ein zu niedriger Gammawert hinzu, also eine übermäßige Aufhellung des Bildes, besonders in den dunkleren Bereichen. Man sieht zwar leichter, was im Schatten liegt, doch das geht auf Kosten der Tiefenwirkung. Nachtszenen werden zu hell und verlieren einen Teil ihrer Atmosphäre. In Verbindung mit der kühlen Farbgebung ergibt das ein weniger natürliches Bild, als man erwarten würde. Bei HDR funktioniert die Helligkeitssteuerung besser. Der Fernseher hebt die Mitteltöne weiterhin leicht an, aber die Abweichungen sind geringer als bei SDR. Hauptproblem bleibt hier der Blaustich, der besonders in hellen Aufnahmen auffällt. Der S7S hat das Potenzial, attraktive Farben darzustellen, doch die werkseitigen Einstellungen erlauben es ihm nicht, dies voll auszuspielen.
7.5/10
Nach der Kalibrierung sieht der Hisense S7S deutlich besser aus. Vor allem gelang es, den blauen Farbstich zu entfernen, der das Werksbild stark abkühlte. Bei SDR-Materialien ist die Weißabstimmung jetzt nahezu vorbildlich. Weiß wirkt neutral, und Gesichter bekommen ihre natürlichen Farben zurück. Das ist eine Änderung, die man beim normalen Sehen leicht schätzt, besonders im direkten Vergleich mit den Werkseinstellungen. Im HDR-Bereich ließ sich die Weißbalance ebenfalls deutlich verbessern, obwohl in den helleren Bereichen noch kleine Abweichungen vorhanden sind. Die Farben liegen nun deutlich näher an dem, wie sie aussehen sollten. Nach wie vor zeigt sich jedoch, wie der Fernseher die Helligkeit steuert. Messungen in Filmszenen zeigen, dass der S7S dunklere und mittlere Töne weiterhin aufhellt. Dadurch wirkt das Bild etwas weniger tief, und der Übergang von Schatten zu hellem Licht hat nicht die Intensität, die er haben sollte.
Die Kalibrierung hat also das größte Problem der Werkseinstellungen beseitigt und die Natürlichkeit des Bildes spürbar verbessert. Sie hat jedoch das Verhalten des Tonemapping im HDR nicht verändert, ebenso wenig wie die Einschränkungen durch das Fehlen einer lokalen Dimmung. Trotz dieser Anmerkungen ist der Unterschied im Vergleich zu dem, was man direkt aus der Verpackung erhält, wirklich groß.
9.2/10
Der Hisense S7S kommt sehr gut mit der Sanftheit der Tonwertübergänge zurecht. Sowohl in hellen als auch in dunkleren Szenen gehen die Farben sanft ineinander über. Es sind keine ausgeprägten Streifen zu sehen, die vom Seherlebnis ablenken könnten. Erst in den dunkelsten Nuancen treten leichte Unregelmäßigkeiten auf, die man allerdings erst bei genauem Hinsehen bemerkt.
Etwas schlechter wirkt das bei Umschaltung auf Dolby Vision. In diesem Format werden die Übergänge zwischen den Abstufungen sichtbarer, besonders in dunklen Bildbereichen. Man sollte sich also bewusst machen, dass Dolby Vision diesem Fernseher zwar dabei hilft, Details in hellen Szenen besser darzustellen, bei der Glätte der Tonwertübergänge jedoch etwas schlechter abschneidet als HDR10.
6/10
Smooth transition function
Image without overscan on the SD signal
Der Hisense S7S verfügt über die Funktion „Glatte und verlaufende Bilddarstellung”, die in schwächeren Quellen die Tonwertübergänge verbessern soll. In der Praxis sind die Vorteile ihrer Aktivierung jedoch schwer zu erkennen. Die sichtbaren Streifen zwischen den Farbabstufungen bleiben bestehen, während feine Details im Bild verschwinden können. Das Glätten greift also genau dort, wo man es nicht unbedingt möchte. Wir würden diese Option ausgeschaltet lassen.
Die Skalierung des Bildes ist bereits gut. Inhalte mit niedrigerer Auflösung wirken klar und behalten eine angenehme Schärfe, sodass normales Fernsehen oder ältere Aufnahmen ganz ordentlich aussehen. Es gibt auch kein Problem mit Overscan, also dem Abschneiden der Bildränder. Auf dem Bildschirm sieht man unabhängig von der Auflösung den gesamten Bildausschnitt.
7.1/10
Maximum refresh rate of the panel: 144Hz
Film motion smoothing option: Yes
Blur reduction option: Yes
BFI function 60Hz: No
BFI function 120Hz: No
Der Hisense S7S hat ein 144 Hz-Panel, daher eignet er sich trotz seines „bildhaften“ Charakters auch für Sport und Gaming. Von der hohen Bildwiederholfrequenz profitieren vor allem PC-Spieler. Wir konzentrieren uns hier auf die Wiedergabe bei 120 Hz, wo die Bewegung flüssig ist, das Panel selbst jedoch nicht zu den schnellsten gehört. Hinter bewegten Objekten sind Nachzieheffekte zu sehen, besonders vor dunklem Hintergrund. Das schmälerte den Sehgenuss nicht, auch wenn Konturen bei schneller Action etwas an Schärfe verlieren.
Für Filme ist die „Motion Enhancement“-Funktion nützlich. Sie reduziert die Ruckhaftigkeit der Bewegung, die etwa bei langsamen Kameraschwenks auffällt. Man kann auf voreingestellte Optionen zurückgreifen oder den benutzerdefinierten Modus wählen und den Effekt nach eigenem Geschmack anpassen. So muss man nicht sofort auf den filmischen Charakter des Bildes verzichten, damit die Bewegungen etwas ruhiger wirken.
Blur (native resolution, maximum refresh rate):
Blur (1080p@240Hz):
Eine interessante Ergänzung ist die Unterstützung von 240 Hz bei Full-HD-Auflösung. In unserem Test war ein sich bewegendes Objekt dann schärfer als bei 120 Hz, obwohl Bewegungsunschärfe weiterhin sichtbar blieb. Das ist vor allem eine Option für Spieler, die zugunsten der Geschwindigkeit auf Auflösung verzichten. Eine hohe Bildwiederholfrequenz allein beseitigt jedoch nicht die Einschränkungen durch die Reaktionszeit des Panels.
8.5/10
Hisense S7S hat Spielern einiges zu bieten. Er unterstützt 4K-Gaming bei 120 Hz und hilft dank VRR, die Bildwiedergabe flüssig zu halten, wenn die Bildrate im Spiel zu schwanken beginnt. Außerdem gibt es ALLM, sodass sich der Fernseher beim Starten der Konsole automatisch in den Modus mit niedriger Latenz schaltet. Xbox-Nutzer können Dolby Vision in Spielen nutzen, und die praktische Game Bar erlaubt es, Signalparameter schnell zu prüfen und zu den Einstellungen zu gelangen. Für einen Fernseher, der in erster Linie Bild an der Wand simulieren soll, ist die Ausstattung wirklich sinnvoll. Der größte Mangel ist das fehlerhaft arbeitende HGiG. Das erschwert die Anpassung des HDR-Signals von der Konsole an die tatsächlichen Fähigkeiten des Bildschirms. Der Fernseher verarbeitet die Helligkeit weiterhin auf eigene Weise, wodurch das Ergebnis im Spiel von dem abweichen kann, was man bei der Kalibrierung der Konsole eingestellt hat. Schade, denn abgesehen davon bietet der S7S die meisten Funktionen, die wir von einem modernen Gaming-Fernseher erwarten.
9.7/10
Was die Eingabeverzögerung betrifft, schneidet der Hisense S7S sehr gut ab. Bei einem 60-Hz-Signal reagieren Eingaben schnell, und bei 120 Hz sinkt die Verzögerung noch weiter. Das merkt man vor allem in schnellen Spielen, in denen jede Bewegung des Gamepads sofort auf dem Bildschirm sichtbar sein sollte. Wichtig ist, dass das Aktivieren von HDR oder Dolby Vision diese Werte nicht beeinträchtigt. Man kann also das eindrucksvollere Bild genießen, ohne sich wegen zusätzlicher Eingabeverzögerung Sorgen machen zu müssen. Der S7S mag wie ein Bild an der Wand wirken, doch in dieser Hinsicht bleibt er den auf Gaming ausgerichteten Fernsehern problemlos ebenbürtig.
| SDR | HDR | Dolby Vision |
|---|---|---|
| 1080p60: 18 ms | 2160p60: 17 ms | 2160p60 DV: 17 ms |
| 1080p120: 10 ms | 2160p120: 8 ms | 2160p120 DV: 9 ms |
| 2160p60: 18 ms | ||
| 2160p120: 10 ms |
8.2/10
Chroma 444 (max. resolution and refresh rate): Yes
Font clarity: Good
Readability of dark text and shapes: Average
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate): 9ms
Matrix subpixel arrangement: BGR
Max refresh rate: 144Hz
G-Sync: Yes
Der Hisense S7S eignet sich gut als großer Bildschirm zum Spielen am PC. Er unterstützt 4K bei 144 Hz, reagiert schnell auf Eingaben und arbeitet mit G-Sync zusammen, das Bildrisse bei variabler Bildrate verhindert. Man sollte nur die weiter oben beschriebene Bewegungsunschärfe beachten. Geringer Input-Lag sorgt für schnelle Reaktionen, bedeutet aber nicht, dass sich bewegende Objekte perfekt scharf sind. Zum Surfen im Internet oder zum Arbeiten mit Dokumenten lässt er sich ebenfalls problemlos nutzen. Die Unterstützung von Chroma 4:4:4 erhält die Lesbarkeit von farbigem Text selbst bei höchsten Bildwiederholraten. Normale Schriften sehen gut aus, allerdings sind aus der Nähe kleine Unregelmäßigkeiten an den Kanten zu erkennen. Sehr dunkler Text auf dunklem Hintergrund schneidet schlechter ab, feine Bereiche davon können verloren gehen. Für gelegentliche Arbeit ist das also ganz in Ordnung, aber bei feinem Text bietet der S7S nicht die Präzision eines guten Monitors.
3.1/10
Brightness drop at an angle of 45 degrees: 73%
Die Betrachtungswinkel des Hisense S7S sind eher mittelmäßig, was bei vielen Fernsehern mit VA‑Panel typisch ist. Bewegt man sich zur Seite, verlieren die Farben an Sättigung und das Schwarz wirkt deutlich heller. Das Bild kommt daher am besten zur Geltung, wenn man direkt vor dem Bildschirm sitzt. Bei breiterer Aufstellung der Couch sehen Personen auf den äußeren Plätzen ein weniger kontrastreiches Bild. Das sollte man auch beim Anzeigen von Bildern im Kunstmodus bedenken. Von der Seite wirken sie nicht so gut wie von vorn.
6.9/10
Panel finish: Matte
Reflection suppression: Very Good
Black levels during daytime: Average
Die matte Beschichtung ist einer der größten Vorteile des Hisense S7S beim Sehen tagsüber. Sie streut Reflexionen sehr gut, sodass statt einer klaren Spiegelung des Fensters oder einer Lampe eher ein diffuser Lichtschein zu sehen ist. Das hilft auch im Kunstmodus, weil der Bildschirm weniger wie ein Spiegel wirkt und eher wie ein echtes Bild. Hinzu kommt die hohe Helligkeit, die der Fernseher selbst dann aufrechterhält, wenn das ganze Bild hell ist. In einem normal beleuchteten Wohnzimmer muss man also nicht sofort zu Rollos greifen.
Diese Beschichtung hat jedoch auch eine Schwäche. Das Licht, das auf das Display fällt, verteilt sich über eine größere Fläche und verschlechtert deutlich das Schwarz. Dunkle Bildbereiche werden gräulich und das Bild verliert an Kontrast. Die S7S kommt also gut mit Reflexionen zurecht, bewirkt jedoch nicht, dass die Raumbeleuchtung keine Rolle mehr spielt. Am besten stellt man ihn so auf, dass starkes Licht nicht direkt auf das Panel fällt.
Panel brightness
Hisense S7S CanvasTV: 669 cd/m2
9.6/10
System: VIDAA
System performance: Good
Der Hisense S7S nutzt das VIDAA-System, das flüssig läuft und einfach zu bedienen ist. Das Menü reagiert schnell und der Wechsel zwischen Apps erfordert keine Geduld. Es gibt auch nützliche Extras wie AirPlay, drahtloses Übertragen des Bildes vom Computer und sprachgesteuerte Suche auf Polnisch. Die größte Einschränkung bleibt die Auswahl an Apps. Beliebte Dienste sind verfügbar, bei weniger bekannten Anbietern ist das Angebot jedoch geringer als bei Google TV.
Bei klassischen TV-Funktionen gibt es wenig zu beanstanden. Man kann Programme auf USB aufnehmen und Aufnahmen planen, und Bluetooth-Kopfhörer können gleichzeitig mit den Lautsprechern des Fernsehers verwendet werden. Positiv fällt auch die beleuchtete Fernbedienung auf, auf die man nicht zielen muss. Das sind Kleinigkeiten, aber im Alltag schätzt man sie mehr als noch ein weiteres Marketingversprechen. Als größeres Manko bleibt eigentlich die Bild-in-Bild-Funktion.
Am meisten Charakter verleiht dem S7S jedoch der Kunstmodus. Das matte Display und der dekorative Rahmen sorgen dafür, dass die gezeigten Bilder sich gut in die Raumgestaltung einfügen. Ein Bewegungs- und Anwesenheitssensor erlaubt, das Verhalten dieses Modus je nachdem anzupassen, ob sich jemand im Raum aufhält. Ebenfalls positiv: Zubehör wie eine Halterung für flache Wandmontage und austauschbare Rahmen sind bereits im Lieferumfang enthalten. Man muss also nicht sofort Zubehör nachkaufen, um den Effekt eines Bilds an der Wand zu erzielen. Für diese zusätzlichen Möglichkeiten haben wir, ähnlich wie bei anderen Fernsehern dieser Art, eine kleine Bonuswertung bei den Funktionen vergeben, und zwar 0,2 Punkte.
8.3/10
8.5/10
| Maximum photo resolution: | Supported photo formats: |
|---|---|
Der USB-Player des Hisense S7S bewältigt die meisten von uns getesteten Dateien ohne größere Probleme. Filme und Musik lassen sich also bedenkenlos abspielen, ohne zusätzliches Equipment anschließen zu müssen. Am merkwürdigsten ist jedoch die Handhabung von Fotos. Der Fernseher öffnet zwar einige hochauflösende Fotografien, weigert sich gleichzeitig aber bei manchen kleineren Dateien, diese darzustellen. Es handelt sich also nicht um ein normales Größenlimit für Bilder, sondern um ein recht selektives Verhalten des Players.
6/10
78dB
Maximum volume
Supported codecs (TV speakers)
Dolby Digital Plus 7.1
Dolby True HD 7.1
Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
Dolby Atmos in Dolby True HD
DTS:X in DTS-HD MA
DTS-HD Master Audio
Der Klang des Hisense S7S ist ziemlich flach, ähnlich wie der Fernseher selbst. In einem so schlanken Gehäuse kann man kaum kräftigen Bass oder ein Klangbild erwarten, das Filmszenen die nötige Wucht verleiht. Für den Alltag reicht er, doch bei Filmen oder Musik kommt schnell der Wunsch nach mehr auf. Eine gute Ergänzung wäre daher eine Soundbar, am besten eine, die optisch zum Konzept von Canvas TV passt. Positiv ist die Unterstützung von Surroundsound im DTS-Format. Dolby Atmos fehlt hingegen, was bei einem Fernseher dieser Klasse enttäuscht. Die reine Formatunterstützung ändert jedoch nichts am Wesentlichen: Wenn uns ein volleres Klangbild wichtig ist, ist eine zusätzliche Lautsprecheranlage hier sinnvoll.
Sound Quality Test:
78dBC (Max)
75dBC
Software version during testing: V01.09.60E.Q0516
Panel uniformity and thermal imaging:
Backlight Type: PFS LED
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