In den Größen 85 und 98 Zoll ist der Xiaomi S Mini 2026 ein Fernseher, den man deutlich ruhiger empfehlen kann als seine kleineren Varianten. Sehr guter Kontrast, etwa 1000 Nits Helligkeit und Unterstützung für Dolby Vision sorgen dafür, dass Filme in HDR wirklich gut aussehen, und das 144-Hz-Panel eröffnet ganz andere Möglichkeiten bei Sportübertragungen und Spielen. Wer einen großen Mini-LED-Fernseher sucht und nicht Spitzenpreise zahlen will, für den ergibt diese Variante einfach viel Sinn. Es ist allerdings kein Gerät ohne Schwächen. Bei der Aufbereitung schwächerer Inhalte könnte etwas mehr Feinschliff helfen, was auf einem so großen Bildschirm sichtbar wird. Man muss aber den Preis im Blick behalten – in diesem Budget erfordern die meisten Konkurrenten ebenfalls Kompromisse, oft sogar größere. Deshalb schlagen sich die 85- und 98-Zoll-Modelle als deutlich komplettere Angebote und sind bei guter Preisgestaltung schlicht eine lohnende Wahl. Am schwersten nachzuvollziehen ist Xiaomis Entscheidung, alle Größen in einen Topf zu werfen. Beim Kauf des 85- oder 98-Zoll-Modells erhält man schließlich nicht nur mehr Zoll, sondern auch ein natives 144-Hz-Panel, Dolby Vision, ein flüssigeres System und einen besseren Prozessor. Das hätte locker für eine eigene Serie gereicht. Für den Kunden wäre es klarer gewesen, der sofort erkannt hätte, dass der kleinere und der größere S Mini 2026 in Wirklichkeit zwei verschiedene Fernseher sind. Letztlich schneiden gerade diese größten Diagonalen des Xiaomi S Mini 2026 am besten ab. Es ist wirklich ein sehr gelungener Fernseher, der einen riesigen Bildschirm und hervorragende Parameter zu einem sehr attraktiven Preis bietet.
Der M80H zeigt sein Können am besten dort, wo es vor allem auf Bewegung ankommt. Ein schnelles Panel, eine Bildwiederholrate bis zu 144 Hz und relativ geringe Bewegungsunschärfe sorgen dafür, dass Sport und dynamische Spiele auf ihm wirklich gut aussehen. In dieser Hinsicht kann der Fernseher sogar besser abschneiden als einige deutlich teurere Samsung-LCD-Modelle. Spieler profitieren außerdem von geringem Input-Lag, drei vollwertigen HDMI-2.1-Anschlüssen und Game Motion Plus, das die Flüssigkeit von Spielen mit 30 oder 60 Bildern pro Sekunde verbessern kann. Beim Anschluss eines Computers lässt sich zusätzlich eine 240-Hz-Bildwiederholrate nutzen, allerdings nur in Full HD. Ein großer Vorteil des M80H ist auch der Prozessor NQ4 AI Gen2, der noch vor Kurzem in höher positionierten Serien von Samsung zum Einsatz kam. Er kommt gut mit Inhalten niedrigerer Auflösung zurecht und kann das Erscheinungsbild schwächerer Sportübertragungen oder stark komprimierter Aufnahmen verbessern. Zusätzliche Bildverbesserungsfunktionen bringen tatsächlich sichtbare Effekte, obwohl sie bei höheren Einstellungen zu stark wirken und das natürliche Bild beeinträchtigen. Trotzdem sollte man sie zu den Stärken zählen, denn in den günstigsten Fernsehern sind ähnliche Lösungen oft deutlich weniger wirkungsvoll.
Am meisten zu kritisieren ist hingegen die Bezeichnung M80H als Mini-LED-Fernseher. Hier fehlt lokales Dimming, also die Lösung, die für den größten Vorteil dieser Technologie verantwortlich ist. Eine Helligkeit von etwa 350 Nits erlaubt zudem kein besonders eindrucksvolles HDR. In puncto Bildqualität bleibt der M80H damit deutlich näher an einfachen LCD-Fernsehern als an umfangreicheren Neo-QLED-Modellen wie dem QN80H. Das bedeutet aber nicht, dass Filme auf ihm schlecht aussehen. Das VA-Panel liefert einen ordentlichen Kontrast, und der PFS-Filter sorgt für attraktive, satte Farben. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass das Fehlen von lokalem Dimming die Bildmöglichkeiten des Fernsehers deutlich einschränkt. Der M80H ist also kein Modell, das das volle Potenzial der Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung zeigt.
Deutlich besser eignet er sich für Spieler oder Sportfans, für die die Panelgeschwindigkeit, der niedrige Input-Lag und umfangreiche Gaming-Funktionen am wichtigsten sind. Wenn sein Preis deutlich unter dem von Modellen mit lokalem Dimming liegt, kann ein solcher Kompromiss für diese Nutzergruppe eine durchaus vernünftige Wahl sein.