TCL X11L vs LG MRGB85B

Direct comparison

MRGB85 / MRGB86 / MRGB87 / MRGB88

Info

Available screen sizes: 75”85”98”

Available screen sizes: 55”65”75”86”

Panel type: LCD VA

Resolution: 3840x2160

System: Google TV

Model year: 2026

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Panel type: LCD VA

Resolution: 3840x2160

System: WebOS

Model year: 2026

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Overall rating

8.6

6.9

  • Movies and series in UHD quality

    8.5

    6.2

  • Classic TV, YouTube

    7.9

    6.0

  • Sports broadcasts (TV and apps)

    7.3

    6.4

  • Gaming on console

    9.1

    8.3

  • TV as a computer monitor

    8.6

    8.4

  • Watching in bright light

    10.0

    6.1

  • Utility functions

    8.3

    7.7

  • Apps

    9.6

    9.1

  • Sound quality

    8.2

    6.4

Advantages

  • Das beste Schwarz auf dem Markt im MINI-LED-Panel

  • Extrem hohe Helligkeit in HDR und SDR

  • Ausgezeichnete Farbsättigung dank SQD-Filter (Super QLED)

  • Sehr gute Bildverarbeitung (MediaTek Pentonic 800)

  • Viele Funktionen für Gamer: 4× HDMI 2.1, VRR, ALLM, bis zu 288 Hz Bildwiederholfrequenz (PC)

  • Gute Bewegungsdarstellung

  • Offenes Betriebssystem: Google TV

  • Hervorragendes Design und Verarbeitung

  • Beleuchtete Metallfernbedienung

  • Integriertes, von Bang & Olufsen abgestimmtes Audiosystem

  • Sehr umfangreiche Funktionen für Gamer

  • Drei HDMI-2.1-Anschlüsse mit voller Bandbreite

  • Unterstützt 4K/144 Hz, VRR, G-Sync und FreeSync

  • Geringer Input-Lag

  • Unterstützung für das HDR-Format Dolby Vision

  • Schnelles und komfortables webOS

  • Magic-Fernbedienung mit Gyroskop

  • Solide Helligkeit und breite Farbpalette

Disadvantages

No like
  • Künstliche Aufhellung des Bildes: der Fernseher hellt eigenmächtig das gesamte HDR-Bild auf

  • Glänzendes Panel dämpft Reflexionen schlecht

  • Fehlende "TV"-Funktionen, z. B. Aufnahme auf USB (PVR), PiP

  • Hoher Preis

  • Durchschnittlicher Schwarzwert

  • Aggressive Steuerung der lokalen Dimmung (kantenbasiert)

  • Durchschnittliche HDR-Bildqualität

  • Eingeschränkte Blickwinkel und sichtbares Nachziehen bei VA-Panels

Our verdict

TCL X11L ist ohne Zweifel eine beeindruckende Demonstration der Fähigkeiten des Herstellers und ein Fernseher, der an vielen Stellen schlichtweg großen Eindruck macht. Man sieht, dass die Ingenieure sich auf das Wesentliche konzentriert haben: maximale Helligkeit, Schwarzwerte und Kontrast. Neue Quantenpunkte mit SQD-Filter leisten so gute Arbeit, dass die Farbsättigung überhaupt nicht hinter den neuen Top-RGB-Panels zurückbleibt. Und was das Schwarz angeht? Den X11L kann man ohne Probleme neben ein OLED stellen, und in diesem Duell verliert er keineswegs deutlich, was in der Welt der Mini-LEDs wirklich eine Leistung ist. Hinzu kommt eine ganze Reihe weiterer Dinge, die dieses Display auszeichnen. Der neue Prozessor MediaTek Pentonic 800 hat die alten Probleme von TCL vollständig beseitigt, die Bildverarbeitung, das Upscaling und die Gleichmäßigkeit tonal­er Übergänge sehen endlich so gut aus wie bei der Konkurrenz aus Korea oder Japan. Er muss sich nicht mehr verstecken. Gamer werden ebenfalls begeistert sein: vier vollwertige HDMI‑2.1‑Anschlüsse, Bildwiederholraten bis zu 288 Hz, eine von Konsolen inspirierte Game Bar und Dolby Vision ohne spürbaren Input‑Lag. All das wird von einem sehr flüssigen Google TV-System zusammengehalten. Klingt nach dem Rezept für das beste Mini‑LED des Jahres 2026, oder? Und es wäre perfekt, wenn da nicht eine lästige Eigenheit wäre, die direkt aus der starren Bildabstimmungs‑„Philosophie“ von TCL resultiert. Dieser Fernseher kann schlicht die Intention des Regisseurs ignorieren und in HDR‑Formaten eigenmächtig und künstlich ganze Szenen aufhellen. Was ist das Ergebnis? Das Bild ist stellenweise zu hell, manchmal regelrecht ausgebrannt. Das Schlimmste ist, dass die Software keine Möglichkeit bietet, das zu beheben; selbst bei einer professionellen Kalibrierung ist es uns nicht gelungen, diesen Fehler vollständig zu beseitigen. Bei einem Display zu diesem Preis, das den Anspruch erhebt, „das Beste der Besten“ zu sein, ist ein solches eigenmächtiges Verhalten einfach unangemessen, besonders im Modus „Filmmaker“. Trotzdem: Wenn euch perfekte, studioähnliche Wiedergabetreue egal ist und ihr ein Bild sucht, das vor allem maximal eindrucksvoll, spektakulär und tagsüber sehr hell sein soll, dann ist der X11L ein echtes Biest. Es ist das erste Mini‑LED, das der OLED‑Schwarzheit so nahekommt, und in puncto Helligkeit übertrifft es ihn deutlich. Der einzige wirkliche Bremsklotz ist der Preis. Der Betrag, den ihr für dieses Modell zahlen müsst (unabhängig von der Größe), ist bereits eine erhebliche Ausgabe. Lohnt es sich, so viel Geld dafür auszugeben? Das überlassen wir eurer Einschätzung. Eines muss man ihm zugestehen: Es ist derzeit einer der besten Mini‑LED‑Fernseher, die wir bisher getestet haben.

LG MRGB85 ist ein Fernseher, der sich am besten bei Spielern und bei Nutzern bewährt, die webOS schätzen. In dieser Hinsicht ist nur wenig zu beanstanden. Er bietet viele Vorteile für Gamer dank einer sehr hohen Bildwiederholfrequenz des Panels. Hinzu kommt das flüssig laufende webOS, das sich auf dem Markt vor allem durch die bequeme Magic-Fernbedienung und ein komplettes Paket an Funktionen für klassisches Fernsehen behauptet. Problematisch wird es, wenn man die allgemeine Bildqualität betrachtet und sie mit dem vom Hersteller geforderten Preis vergleicht. Die Markteinführung des MRGB85 erfolgt nämlich auf einem Niveau, das, gelinde gesagt, angesichts konkurrierender Modelle schwer als attraktiv zu bezeichnen ist. Für einen ähnlichen Betrag findet man Fernseher mit deutlich umfangreicherer Hintergrundbeleuchtung und vor allem besserer Schwarzdarstellung. Am meisten kontrovers diskutiert wird jedoch die Bezeichnung und die Art, wie LG dieses Modell positioniert. MRGB85 nutzt zwar eine dreifarbige Hintergrundbeleuchtung, diese ist aber am Bildschirmrand angebracht. Daher kann man hier kaum von einem echten RGB-Mini-LED im Sinne der Bezeichnung sprechen, wie sie für Fernseher mit einer großen Anzahl unabhängig steuerbarer Zonen hinter dem Panel üblich ist. In der Praxis sind die Einschränkungen beim Local Dimming sehr deutlich und stören bei dunklen Szenen stark die Bildwiedergabe. Das bedeutet nicht, dass der MRGB85 ein schlechter Fernseher ist. Er kommt mit Alltagsmaterialien gut zurecht, liefert ansprechende Farben, ordentliche Helligkeit und ein sehr umfangreiches Funktionspaket. Das Bild von SDR-Quellen kann wirklich gut aussehen, und Dolby Vision hilft teilweise, die schwächere Helligkeitssteuerung in HDR zu kaschieren. Schwer lässt sich jedoch das Gefühl abstreifen, dass das größte Problem dieses Modells nicht die Konstruktion selbst ist, sondern sein Preis und das zu ambitionierte Positionieren im Markt. Wer vor allem einen Fernseher zum Spielen sucht, die Bequemlichkeit von webOS schätzt und auf ein großes Rabattangebot stößt, für den kann der MRGB85 Sinn machen. Zum aktuellen Preis rückt er jedoch in den Hintergrund, weil die Konkurrenz heute einfach mehr in puncto Bildqualität bietet.

TV appearance

HDMI inputs
0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 (48Gbps)
0 x HDMI 2.0, 3 x HDMI 2.1 (48Gbps)
Other inputs
Outputs
Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
Network Interfaces
Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
Build quality
Super Premium
Good
Stand type
Legs
Central
Bezel color
Graphite
Graphite
Stand
Height adjustment
Height adjustment
Flat design
Yes
No
Accessories
Stand
Stand

Contrast and black detail

9.1/10

5/10

Local dimming function: Yes, number of zones: 11520 (80 x 144)

Local dimming function: Yes, number of zones: 6 (1 x 6)

Contrast:

Review TCL X11L Contrast and black detail

Result

1,842,100:1

Review TCL X11L Contrast and black detail

Result

942,400:1

Review TCL X11L Contrast and black detail

Result

93,700:1

Review TCL X11L Contrast and black detail

Result

91,450:1

Review TCL X11L Contrast and black detail

Result

27,550:1

Review LG MRGB85B Contrast and black detail

Result

12,100:1

Review LG MRGB85B Contrast and black detail

Result

6,200:1

Review LG MRGB85B Contrast and black detail

Result

15,900:1

Review LG MRGB85B Contrast and black detail

Result

6,000:1

Review LG MRGB85B Contrast and black detail

Result

4,600:1

Halo effect and black detail visibility:

Check the visibility of bright lights on a dark background. Mini-LEDs often struggle with this. The photo does not compare black levels – that’s what the video below is for.

The video accurately shows differences in contrast and black levels between TVs, as well as potential issues: halo around bright objects or Mini-LED zone operation visible as brightness jumps.

Black levels and contrast on the X11L are simply A M A Z I N G. The main credit goes to the astronomical number of local dimming zones combined with the proprietary WHVA 2.0 VA panel. In the 75-inch model we tested, we counted exactly 11,520 of them. Yes, you read that right, over 11 thousand local dimming zones in a Mini-LED screen! That translated into outstanding results in our tests: most scenes, especially the less complex ones, had blacks uncannily similar to those on OLEDs. Even in total darkness, when the screen displayed deep, almost pitch-black parts of the image, you could mistake it for an OLED panel. This is currently the best Mini-LED if you care about the deepest possible blacks.

That said, remember this is still an LCD TV. Even with such an astronomical number of zones, very complex sequences with lots of small elements against a black background (like a starfield or our demanding test pattern no. 5 from the Pioneer Kuro) can reveal some haloing, a faint glow around bright objects. Undoubtedly, however, the effect is not as noticeable as on other screens of this type we've tested so far. The algorithm does a great job.

Naturally, the number of zones increases with the screen diagonal. Below you can see the number of zones for each size:

X11L screen size

Number of local dimming zones

75"

11,520 zones

85"

14,400 zones

98"

20,736 zones

Das LG MRGB85 verwendet ein VA-Panel und liefert daher schon ohne zusätzliche Maßnahmen bessere Schwarztöne als Modelle mit IPS- oder ADS-Panel. Bei einfachen Szenen wirkt das Bild relativ tief und kann durchaus überzeugend aussehen. Die größte Einschränkung zeigt sich jedoch beim Aktivieren des lokalen Dimmings. Der Fernseher setzt auf eine Randbeleuchtung, die im unteren Bereich des Bildschirms sitzt. Dadurch kann er die Helligkeit kleiner Bildbereiche nicht präzise steuern. Erscheint auf dunklem Hintergrund ein einzelnes helles Element, wird häufig ein ganzer vertikaler Streifen aufgehellt. Das geht mit einem deutlichen Halo-Effekt einher, noch auffälliger ist aber das Verhalten der Hintergrundbeleuchtung selbst. Bei Szenenwechseln kann die Helligkeit stark an- und absteigen, sodass das Bild in einem dunklen Raum sichtbar zu pulsieren beginnt. Das lokale Dimming lässt sich im TV-Menü komplett ausschalten. Der Kontrast nimmt dann spürbar ab, dafür wird das Bild wesentlich stabiler und das häufige Flackern der Hintergrundbeleuchtung verschwindet. In der Praxis könnten daher manche Nutzer bewusst auf tiefere Schwarztöne verzichten, um ein ruhigeres und besser vorhersehbares Bild zu erhalten.

HDR effect quality

9.2/10

5.7/10

Supported formats
HDR10, HDR10+, Dolby Vision, Dolby Vision IQ, HLG
HDR10, Dolby Vision, HLG
Color gamut coverage
DCI P3: 97.9%, Bt.2020: 89.5%
DCI P3: 96.2%, Bt.2020: 74.4%

Luminance measurements in HDR:

Review TCL X11L Brightness measurement

Result

2934 nit

Review TCL X11L Brightness measurement

Result

2105 nit

Review TCL X11L Brightness measurement

Result

2809 nit

Review TCL X11L Brightness measurement

Result

1782 nit

Review TCL X11L Brightness measurement

Result

2841 nit

Review LG MRGB85B Brightness measurement

Result

583 nit

Review LG MRGB85B Brightness measurement

Result

401 nit

Review LG MRGB85B Brightness measurement

Result

569 nit

Review LG MRGB85B Brightness measurement

Result

423 nit

Review LG MRGB85B Brightness measurement

Result

455 nit

Scene from the movie “Pan” (about 2800 nits)

Scene from the movie “Billy Lynn” (about 1100 nits)

The photos show two HDR10 movies. 'Pan' is one of the brightest productions ever made, while 'Billy Lynn' (soldier) has brightness typical of streaming (Netflix, Prime, HBO MAX). Notice the intensity of effects and detail in whites.

Static HDR10

The photos present the visibility of white details in various HDR formats. They do not show brightness differences between TVs (these can be compared in the previous gallery).

Dynamic: Dolby Vision

Dynamic: Dolby Vision

The photos present the visibility of white details in various HDR formats. They do not show brightness differences between TVs (these can be compared in the previous gallery).

HDR luminance chart:

LG MRGB85B

TCL X11L

Eine so große Anzahl an Zonen führt nicht nur zu tiefem, pechschwarzem Schwarz, sondern auch zu einer hohen Bildschirmhelligkeit. Das X11L ist ein extrem heller Fernseher. An der Spitze überschreitet er problemlos die 4.000 Nits, und im speziellen „Boost“-Modus kann diese Helligkeit unter bestimmten Bedingungen marketingmäßig sogar zwischen 9.000 und 10.000 Nits liegen. Das ist ohne Zweifel eines der hellsten, wenn nicht das hellste Display auf dem Markt. Aber wie verhalten sich diese Zahlen bei realen Film-Messungen? Die Ergebnisse sind sehr gut, wenngleich natürlich nicht so spektakulär wie die marketingmäßigen Versprechen. Unsere gemessene Helligkeit in realen Filmszenen lag bei etwa 2.000 bis 3.000 Nits. Das ist ein hervorragender Wert, zumal die überwiegende Mehrheit der auf dem Markt verfügbaren Inhalte für solche Helligkeiten produziert wird, selbst die seltenen bis 4.000 Nits gemasterten Materialien. Gleichzeitig zeigt es aber auch, dass sich Herstellerangaben nicht immer eins zu eins auf zuhause verfügbares Videomaterial übertragen lassen. Die einzige „Eigenheit“ (wenn man es so nennen will) ist, dass bei sehr kleinen, hellen Bildelementen deren Helligkeit unter 2.000 Nits fällt. Der Local-Dimming-Algorithmus macht das bewusst, um das tiefe Schwarz zu bewahren und den Halo-Effekt zu minimieren. Das ist völlig nachvollziehbar und das Ergebnis bleibt auf hohem Niveau, aber es zeigt auch, dass selbst bei so leistungsstarker Hardware die Mini-LED-Technologie ihre Grenzen hat und nicht immer kompromisslos funktioniert.

Bei HDR zählt nicht nur die Helligkeit, sondern auch die Farbsättigung und die Farbwiedergabe. Diese sind beim Modell X11L dank der neuen Quantum-Dots Super QLED (SQD) sehr gut. Der Einsatz eines neuen aufgebrachten Filters brachte hervorragende Ergebnisse beim Abdecken des Farbraums P3 sowie des ultrabreiten BT.2020. Auch wenn er nicht die angekündigten 100 % BT.2020 erreicht, sind Werte von rund 89 bis 90 % ausgezeichnet. Die Farben liegen nicht weit hinter denen von RGB-Mini-LED-Displays zurück. Man kann sogar sagen, dass sie aufgrund eines weniger anspruchsvollen Algorithmus, mit dem RGB-Displays oft zu kämpfen haben, stabiler sind.

Der LG MRGB85 bietet eine moderate Helligkeit. Auf Testbildern erreicht er etwa 700 Nits, was an sich ein ordentliches Ergebnis ist. In realen Filmszenen liegen die Werte jedoch niedriger und bewegen sich meist im Bereich von 400 bis 600 Nits. Am besten schneiden helle, großflächige Aufnahmen ab. In Szenen mit viel Schwarz reduziert der Fernseher die Luminanz deutlich, um so einen möglichst hohen Kontrast zu erhalten. Der HDR-Effekt ist also sichtbar, kommt aber nicht an das Niveau heran, das fortschrittlichere Mini-LED-Konstruktionen bieten. Besonders in dunkleren Filmausschnitten machen sich erneut die Einschränkungen der Edge-Beleuchtung und der wenig präzisen lokalen Dimmung bemerkbar.

HDR-Farben

Einer der deutlich stärkeren Punkte des MRGB85 sind die Farben. Der Fernseher deckt etwa 95 % des DCI-P3-Farbraums und 74 % von BT.2020 ab, sodass HDR-Inhalte lebendig und eindrucksvoll wirken können. Die Farbtöne sind gut gesättigt, und der Unterschied zu einfachen LCD-Fernsehern ist deutlich sichtbar. Es sei jedoch angemerkt, dass es sich hier nicht um eine klassische RGB-Hintergrundbeleuchtung handelt, bei der jede der drei Grundfarben von einer eigenen Diode erzeugt wird. Für das Rot ist ein PFS-Luminophor verantwortlich, der die Palette erweitert und sattere Rottöne ermöglicht. Diese Lösung funktioniert gut für die Farbwiedergabe, ändert aber nichts an den Einschränkungen der Dimmung selbst. Die Dioden werden nicht so unabhängig angesteuert, wie es die Serienbezeichnung suggerieren könnte. Es zeigt sich also, dass Mini RGB nicht dasselbe ist wie Mini-LED RGB!

Factory color reproduction

5.2/10

5.6/10

This gallery shows how colors change after professional TV calibration. If you notice the difference, we recommend ordering this service at SkalibrujTV.com.

Factory Mode

After calibration

Wenn man theoretisch den besten Modus, den Filmmaker Mode, einschaltet, erwartet man ein Bild, das eins zu eins dem entspricht, was der Regisseur gesehen hat. Beim X11L ist es ganz ordentlich, aber dieser Modus hat offensichtliche Fehler, die unsere Messungen sofort offenbarten. Fangen wir mit SDR an. Sowohl der Weißabgleich als auch die Gamma-Einstellung sind hier einfach schlecht abgestimmt. Im Weiß ist zu viel Blau und Rot vorhanden, wodurch auf dem Bildschirm ein leichter Rosastich sichtbar wird. Dadurch leidet auch das Gamma, das statt des kinoüblichen 2,4 näher an 2,2 liegt. Was bedeutet das? Das gesamte Bild ist dadurch stärker angehoben und künstlich aufgehellt. Das Schlimmste kommt jedoch zum Schluss, nämlich die Messungen im HDR-Format. Neben dieser leichten Verschiebung des Weißabgleichs versagt das X11L bei der Helligkeitskurve, der sogenannten EOTF. Das, was wir in den Messungen sahen, erklärt sofort, was wir zuvor in Filmen gesehen hatten. Das Bild ist unnatürlich aufgehellt, weil die Kurve deutlich über der Referenz liegt. Der Fernseher zieht einfach rücksichtslos die dunklen Bildbereiche nach oben, um einen "wow"-Effekt zu erzielen, und ignoriert dabei völlig die Absicht des Regisseurs.

Den Fernseher haben wir im Filmmaker Mode getestet, da unter den verfügbaren Einstellungen dieser das Bild der Referenz am nächsten kam. Die werkseitige Farbwiedergabe war jedoch nicht ideal. Die größten Abweichungen betrafen den Weißabgleich, im Bild war zu viel Rot und zu wenig Blau, wodurch das Gesamtbild deutlich in Richtung wärmer tendierte. Die Weißtöne nahmen einen leicht gelblichen Stich an, und Hauttöne sowie helle Bildpartien wirkten nicht immer natürlich. Das war kein Fehler, der den Gesamteindruck vollständig zerstörte, aber im direkten Vergleich mit demselben Bildschirm nach der Kalibrierung war der Unterschied klar sichtbar.

Color reproduction after calibration

7/10

7/10

The photos show how movies look on the TV. Pay attention to black detail visibility, colors, and shadow tint.

The photos show how movies look on the TV. Pay attention to black detail visibility, colors, and shadow tint.

Nach der professionellen Kalibrierung ist es uns vor allem gelungen, das SDR-Signal vollständig unter Kontrolle zu bringen. Hier reagierte das X11L ideal auf unsere Korrekturen. Es gelang, den Weißabgleich komplett zu richten, den rosafarbenen Stich zu beseitigen und das Gamma auf stabile 2,4 einzustellen. Das Bild wurde dadurch endlich mit der Regieabsicht konsistent, natürlich und frei von künstlichen Verstärkungen. Auch bei HDR konnten wir minimale Anpassungen vornehmen, doch das größte Manko dieses Fernsehers blieb unverändert. Gemeint ist natürlich, wie das X11L seine Helligkeit steuert und wie stark es die EOTF-Kurve überschießt. Leider bietet TCL praktisch keinerlei Werkzeuge, um diesen Parameter zu beeinflussen. Selbst bei professioneller Kalibrierung erlaubt die Software nicht, diese Kurve zu zähmen, weshalb der Fernseher im HDR-Betrieb stets dazu neigt, das Bild eigenmächtig aufzuhellen.

Die Kalibrierung konnte vor allem den Weißabgleich korrigieren und die zuvor sichtbare Wärme des Bildes beseitigen. Nach der Korrektur zeigten die Weißtöne keinen Gelbstich mehr, und die Farben wirkten neutraler und natürlicher. Die größte Verbesserung war bei SDR-Inhalten zu sehen, wo das Bild gleichmäßiger und deutlich näher an der Referenz lag. Einen ähnlichen Effekt erzielte man auch im HDR. Nach der Kalibrierung wirkte das Bild strukturierter, obwohl sich nicht alle Einschränkungen des Fernsehers eliminieren ließen. Am meisten Anlass zur Kritik gaben weiterhin intensive Rottöne, die nicht immer mit ausreichender Präzision wiedergegeben wurden. In der Praxis kommt das MRGB85 mit alltäglichen SDR-Inhalten sehr gut zurecht, während seine Einschränkungen bei anspruchsvolleren HDR-Materialien deutlich sichtbar bleiben.

Smoothness of tonal transitions

9.5/10

8.9/10

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

These are selected scenes that show smooth tonal transitions from one color to another. If you see distinct banding, it’s the TV panel’s fault.

Lob verdient die Flüssigkeit der Tonwertübergänge. Sowohl in hellen als auch in dunklen Bereichen wirkt das Bild einfach flüssig und frei von störender Treppchenbildung oder Streifen. Wichtig ist, dass dieses Problem auch beim Dolby Vision-Signal nicht stark ausgeprägt ist, was bei anderen Fernsehern ja sehr häufig vorkommt. Minimale Gradationsfehler sind nur bei bestimmten Grautönen erkennbar, sie sind jedoch so gering, dass sie im Alltag praktisch niemandem auffallen werden. In dieser Hinsicht schlägt sich das X11L nahezu perfekt.

Der LG MRGB85 kommt mit tonalen Übergängen ganz gut zurecht. In hellen Szenen ist das Phänomen der Posterisierung am wenigsten spürbar, und der Fernseher trennt die einzelnen Abstufungen problemlos voneinander. Etwas schlechter sind die tonalen Übergänge in dunklen Szenen, wo die Posterisierung in den anspruchsvollsten Momenten, wenn in dunkle Graustufen übergegangen wird, stärker sichtbar sein kann. Das ist jedoch ein typisches Verhalten bei den meisten Fernsehern. Erwähnenswert ist, dass ein ähnliches Verhalten auch im Dolby-Vision-Modus zu beobachten ist, in dem die Posterisierung beim MRGB85 etwas stärker ausfällt als sonst.

Image scaling and smoothness of tonal transitions

8/10

7.8/10

Image without overscan on the SD signal
OK
OK
Smooth transition function
OK
OK

Smooth transition function

The match photo shows how the TV smooths weak tonal transitions in low-quality video.

Image scaling SD (576i)

The model photo shows how it handles upscaling of SD material.

Ähnlich wie beim von uns zuvor getesteten Modell C8L hat TCL in seiner Flaggschiffserie X ein deutliches Upgrade in dieser Kategorie geliefert. Möglich macht das der in diesem Modell eingesetzte MediaTek Pentonic 800 Prozessor. Dank ihm wirken Funktionen zur Glättung von Tonwertübergängen oder sogar das Upscaling von Inhalten auf höhere Auflösungen endlich so, wie sie sollten. Die größte Achillesferse der früheren TCL-Modelle ist damit endlich behoben. Der Prozessor meistert die digitale Verarbeitung hervorragend und in dieser Hinsicht steht der Fernseher den Flaggschiffmodellen der Konkurrenz aus Korea oder sogar den am besten ausgefeilten aus Japan in nichts mehr nach.

Upscaling und die digitale Bildverarbeitung schneiden beim LG MRGB85 ziemlich gut ab. Der Prozessor Alpha 8 AI 4K Gen7 skaliert Inhalte mit niedriger Auflösung zuverlässig, und unabhängig von der Quelle lässt sich Overscan problemlos deaktivieren. Der Fernseher kommt auch mit Kompressionsartefakten gut zurecht. Die Funktion „Płynna gradacja” kann sichtbare Bänder und tonale Unregelmäßigkeiten wirksam reduzieren, arbeitet aber nicht immer präzise. Bei höheren Einstellungen glättet sie mitunter auch feine Details, etwa die Struktur von Materialien. Positiv ist, dass dabei das Filmkorn nicht entfernt wird. Am sichersten nutzt man die Einstellung „Niskie” oder „Średnie”, die den besten Kompromiss zwischen Artefaktreduktion und Detailerhalt bietet.

Blur and motion smoothness

7.9/10

7.3/10

Maximum refresh rate of the panel
144Hz
144Hz
Film motion smoothing option
OK
OK
Blur reduction option
OK
OK
BFI function 60Hz
Yes, 120Hz (double contours)
Yes, 60Hz (image flickers)
BFI function 120Hz
Yes, 240Hz (double contours)
Yes, 240Hz (double contours)
Brightness drop with BFI
50%
63%

Blur (native resolution, maximum refresh rate):

Blur (BFI function enabled):

Blur (1080p@288Hz):

Blur (4K@144Hz):

Was die Spezifikationen angeht, kann das X11L beeindrucken, es unterstützt eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 144 Hz bei 4K, und in Full HD lässt es sich sogar auf 288 Hz hochschrauben. Für die praktische Nutzung interessierte uns jedoch am meisten, wie der Bildschirm bei 120 Hz zurechtkommt. Denn auf diesen Wert ist die heutige Hardware beschränkt, mit Konsolen der aktuellen Generation an der Spitze. Wie sieht das in der Praxis aus? Obwohl es sich um ein VA-Panel handelt, zeigt der Bildschirm kaum Nachzieheffekte. Bei sehr dynamischen Objekten lässt sich zwar ein leichter Nachzieheffekt erkennen, dieser ist jedoch so dezent, dass er beim Spielen oder beim Sportsehen kaum auffällt. Sehr hilfreich ist auch die Bewegungsglättung mit der Bezeichnung "Wyrazistość ruchów", mit der wir die Bewegungsflüssigkeit nach eigenem Geschmack anpassen können. Die empfohlenen Einstellungen findet ihr auf dem Foto.

LG MRGB85 ist mit einem VA-Panel mit nativer Bildwiederholfrequenz von 144 Hz ausgestattet, daher schneidet er in Sachen Bewegungsdarstellung sehr gut ab. Der Fernseher unterstützt problemlos 120-Hz-Inhalte von Konsolen und höhere Bildwiederholraten bei Anschluss an einen PC. Das ist nicht nur beim Spielen relevant, sondern auch beim Sportsehen, wo Kamerabewegungen deutlich flüssiger wirken als bei Einsteigermodellen mit 60-Hz-Panels. Zudem steht das TruMotion-System zur Verfügung, mit dem man den Grad der Bewegungsinterpolation selbst einstellen kann. Man kann das eher filmische Bewegungsbild beibehalten oder die Bildflüssigkeit erhöhen, was sich bei Sportübertragungen und TV-Sendungen bewährt. Der Einstellbereich ist großzügig, sodass sich die Wirkung der Bewegungsinterpolation problemlos an die eigenen Vorlieben anpassen lässt.

Console compatibility and gaming features

9.8/10

9.8/10

  • ALLM
    Yes
    Yes
  • VRR
    Yes
    Yes
  • VRR range
    48 - 288Hz
    48 - 144Hz
  • Dolby Vision Game Mode
    Yes
    Yes
  • Correct implementation of HGIG
    Yes
    Yes
  • 1080p@120Hz
    Yes
    Yes
  • 1440p@120Hz
    Yes
    Yes
  • 4K@120Hz
    Yes
    Yes
  • Game bar
    Yes
    Yes

Für Gamer ist das X11L einfach ein super Display. TCL hat uns bereits daran gewöhnt, in seinen Produkten praktisch jede verfügbare Funktion anzubieten, und beim Flaggschiff der X‑Serie ist das genau so. Dank des neuen Prozessors bietet das X11L gleich 4 HDMI‑Anschlüsse im 2.1‑Standard mit voller Bandbreite von 48 Gbit/s. Zum 2.1‑Standard gehören natürlich eine Reihe äußerst nützlicher Optionen, wie der automatische Spielmodus (ALLM) und die Bildwiederholungs­synchronisation VRR, die über den gesamten Bereich bis zu 288 Hz funktioniert. All diese Funktionen lassen sich bequem über die dedizierte Game Bar steuern. Interessanterweise lässt sich deren Erscheinungsbild nach eigenem Geschmack anpassen, es stehen 3 fertige Designs zur Auswahl, die direkt auf Nintendo, PlayStation und Xbox Bezug nehmen. Und wo wir gerade beim Xbox sind: auf dem X11L funktioniert auch der Dolby Vision Gaming‑Modus problemlos.

Beim Spielen im Standardformat HDR10 sollte man allerdings die spezielle Abstimmung der Helligkeitskurve beachten, die bei der Ersteinrichtung Probleme machen kann. Obwohl der Fernseher das HGiG‑Format unterstützt, ist das Einstellen aller Optionen in den Systemeinstellungen von PlayStation oder Xbox oft erschwert. Die Bildalgorithmen neigen dazu, das Test‑Schachbrett künstlich aufzuhellen, wodurch es wirklich schwierig ist, den Weißabgrenzungspunkt „nach Augenmaß“ korrekt zu treffen. Damit HDR10‑Inhalte richtig aussehen, empfehlen wir, die Helligkeit im Menü der Konsole manuell auf etwa 2500 bis 3000 Nits einzustellen.

Beim Spielen schneidet der LG MRGB85 eindeutig am besten ab. Der Hersteller hat bei der Ausstattung nicht gespart und praktisch das gesamte Funktionspaket aus teureren Fernsehern in dieses Modell übernommen. Wir bekommen drei HDMI-2.1-Anschlüsse mit voller Bandbreite von 48 Gbit/s. Jeder von ihnen unterstützt 4K bei 120 Hz von Konsolen und nach Anschluss eines Computers auch 4K bei 144 Hz. Man muss sich also nicht überlegen, an welchen Anschluss man die Konsole oder den PC anschließt, denn alle bieten dasselbe Funktionsangebot.

An Bord sind außerdem VRR, AMD FreeSync Premium, NVIDIA G-Sync Compatible, ALLM und HGiG. Auch Dolby Vision Gaming fehlt nicht, sodass in unterstützten Spielen auf der Xbox gleichzeitig hohe Bildwiederholraten und dynamisches HDR genutzt werden können. Ergänzt wird das Ganze durch den Game Optimizer, also ein praktisches Menü für Spieler. Ohne das Spiel zu verlassen, kann man das Bildprofil wechseln, Details in den Schatten aufhellen oder die aktuelle Bildrate prüfen. In puncto Gaming-Funktionen bietet der MRGB85 also nahezu dasselbe wie deutlich teurere LG-Modelle.

Input lag

9.8/10

9.7/10

SDR

1080p60
17 ms
19 ms
1080p120
10 ms
10 ms
2160p60
16 ms
18 ms
2160p120
10 ms
9 ms

HDR

2160p60
16 ms
18 ms
2160p120
9 ms
9 ms
4320p60

Dolby Vision

2160p60 DV
16 ms
21 ms
2160p120 DV
10 ms
9 ms

Der Input-Lag fällt sehr gut aus. Werte von etwa 10–15 ms schlagen zwar keine Marktrekorde, bieten in der Praxis aber genau denselben Komfort wie Spitzenwerte von 5 ms. Bei so niedrigen Werten wird der Unterschied rein theoretisch. Beim Spielen merkt niemand irgendeine Verzögerung.

Der Input-Lag des LG MRGB85 ist wirklich niedrig. Bei uns gemessene Werte lagen bei etwa 10 ms bei einem 120-Hz-Signal und bei etwa 20 ms bei 60 Hz. Wichtig ist, dass wir vergleichbare Ergebnisse auch im Dolby-Vision-Modus erzielt haben. Das sind vielleicht nicht die absolut besten Werte auf dem Markt, aber in der Praxis reichen sie völlig für ein komfortables und flüssiges Spielerlebnis. Die Verzögerung ist nicht spürbar und sollte selbst in schnellen Actionspielen oder Online-Titeln nicht stören.

Compatibility with PC

8.6/10

8.4/10

Chroma 444 (max. resolution and refresh rate)
Yes
Yes
Font clarity
Very Good
Good
Readability of dark text and shapes
Average
Good
Input lag in PC mode (4K, max. refresh rate)
9ms
9ms
Matrix subpixel arrangement
RGB
RGB
Max refresh rate
144Hz
144Hz
G-Sync
Yes
Yes

The photo shows the legibility of small fonts. Ideally, lines should be the same thickness on both light and dark text, with minimal pixel gaps.

Die Zusammenarbeit mit dem PC fällt beim X11L sehr gut aus, hauptsächlich dank des umfangreichen Pakets an Gaming-Funktionen. Neben den aus Konsolen bekannten Vorteilen und der sehr hohen Bildwiederholrate erhalten wir hier Unterstützung für PC-Bildsynchronisationstechnologien (G-Sync Compatible und AMD FreeSync Premium PRO), abgestimmt auf konkrete Grafikkarten. Kurz gesagt: Was Gaming angeht, selbst vom PC aus, ist dieses Display schlichtweg herausragend. Etwas schlechter steht es dagegen um das Arbeiten mit Texten wegen der speziellen Lesbarkeit der Schriftarten. Blickt man die Zeichen aus der Nähe an, fällt auf, dass die horizontalen Linien etwas dunkler sind als die vertikalen und rund um die Kanten feine Artefakte auftauchen. Die Wahrheit ist aber, dass das aus ein oder zwei Metern Entfernung völlig unmerklich ist. Und angesichts der Abmessungen der X11L‑Serie wird wohl kaum jemand dieses „Biest“ auf den Schreibtisch stellen. 😉

MRGB85 versteht sich sehr gut mit dem PC. Die Unterstützung von 4K bei 144 Hz sowie G-Sync Compatible und FreeSync Premium machen ihn nicht nur zu einem Gaming-Bildschirm, sondern auch zu einem durchaus brauchbaren Monitor für die Arbeit. Was die Lesbarkeit von Texten angeht, ist er schlicht gut. Der Fernseher unterstützt Chroma 4:4:4 korrekt, sodass kleine Schriften und Systemelemente scharf bleiben. Erst beim sehr nahen Blick auf den Bildschirm lassen sich kleine Abweichungen an den Buchstabenkanten erkennen, aber aus normalem Abstand bei einem 55" oder größeren Bildschirm spielt das überhaupt keine Rolle.

Viewing angles

4.5/10

3.4/10

Brightness drop at an angle of 45 degrees
69%
71%

Dank des hauseigenen WHVA-2.0-Panels sind die Blickwinkel (für einen LCD-Fernseher mit dieser Paneltechnik) wirklich anständig. Die Farben verlieren nicht so stark an Sättigung wie bei klassischen VA-Panels, die man in preislich günstiger positionierten Modellen findet. Zwar erreicht es nicht das Niveau guter IPS/ADS-Panels, und erst recht nicht das eines OLEDs, doch insgesamt ist das keine Schwäche dieses Modells.

Die Betrachtungswinkel des LG MRGB85 sind durchschnittlich. Aufgrund des eingesetzten VA-Panels verliert das Bild bereits bei leichtem seitlichem Blick recht schnell an Farbsättigung. Das ist eine typische Eigenschaft dieser Panelart: Im Tausch für hohen Kontrast erhält man schwächere Blickwinkel. IPS-Panels verhalten sich umgekehrt: Sie bieten einen geringeren Kontrast, bewahren die Farben aber besser, wenn man seitlich auf den Bildschirm schaut. Theoretisch gehört das MRGB85 zur Familie der RGB-Fernseher, bei denen die Betrachtungswinkel besser sein können als bei Modellen mit zusätzlichen QLED-Filtern. Hier bringt das jedoch keinen großen Vorteil. Die geringe Anzahl an Zonen, die am Rand des Bildschirms angeordnet sind, und ihre Funktionsweise sorgen dafür, dass das Bild bei seitlicher Betrachtung schnell an Qualität verliert, ähnlich wie bei herkömmlichen LCD-Bildschirmen.

Daytime performance

10/10

6.1/10

Panel finish
Glare
Satin
Reflection suppression
Average
Decent
Black levels during daytime
Very Good
Good

Panel brightness

LG MRGB85B: 515 cd/m2

TCL X11L: 1949 cd/m2

Der X11L bietet eine beeindruckende Eignung fürs Betrachten bei Tageslicht, vor allem dank seiner extrem hohen Helligkeit. Bei SDR-Inhalten erreicht der Fernseher im Schnitt Helligkeitswerte von rund 2000 Nits! Das Display ist so hell, dass es sich unter normalen häuslichen Bedingungen problemlos gegen einfallende Sonnenstrahlen durchsetzt. In dieser Hinsicht ist ein heller Tag für ihn kein Problem. Das einzige Manko des X11L in dieser Kategorie ist das recht stark glänzende Panel. Dieses Display dämpft Reflexionen leider nicht besonders gut, weshalb es etwas wie ein Spiegel wirkt. Aus diesem Grund sollte man beim abendlichen Fernsehen das Licht nicht direkt gegenüber dem Bildschirm einschalten, denn Lampen und helle Elemente der Umgebung sind dann ziemlich deutlich auf der Oberfläche des Panels zu sehen.

LG MRGB85 kommt in einem hellen Raum ziemlich gut zurecht. Seine durchschnittliche Helligkeit liegt bei etwa 500 Nits, also deutlich über dem Durchschnitt. Dadurch bleibt das Bild in einem mäßig sonnendurchfluteten Wohnzimmer gut ablesbar und wirkt nicht matt. Schlechter schneidet die Displaybeschichtung ab, die Spiegelungen nur durchschnittlich dämpft. Direkte Reflexionen von Fenstern oder Lampen können deutlich sichtbar sein, deshalb sollte man den Fernseher nicht direkt gegenüber großen Fensterflächen oder starken Lichtquellen aufstellen.

Panel details

Backlight Type
Mini-LED QLED
Mini-LED PFS LED
Software version during testing
v8-0015T01-LF1V080.000644
43.11.79
Image processor

Subpixel Structure:

Panel uniformity and thermal imaging:

Review TCL X11L TV Panel details
Review LG MRGB85B TV Panel details

TCL X11L

LG MRGB85B

TV features

8.3/10

7.7/10

  • System
    Google TV
    WebOS
  • System performance
    Very good
    Very good
  • HDMI inputs
    0 x HDMI 2.0, 4 x HDMI 2.1 48Gbps
    0 x HDMI 2.0, 3 x HDMI 2.1 48Gbps
  • Outputs
    Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
    Toslink (Optical audio), eARC (HDMI), ARC (HDMI)
  • Network Interfaces
    Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
    Wi-Fi 2.4GHz, Wi-Fi 5GHz, Ethernet (LAN) 100Mbps
  • TV reception
    DVB-T, DVB-T2, DVB-S, DVB-S2, DVB-C
    DVB-T, DVB-T2, DVB-S, DVB-S2, DVB-C

Classic features:

  • Recording to USB (terrestrial TV)
    No
    Yes
  • Recording programming
    No
    Yes
  • Picture in Picture (PiP)
    No
    No
  • RF remote control (no need to aim)
    Yes
    Yes
  • Backlit remote control
    Yes
    No
  • Teletext
    Yes
    No
  • Audio only mode
    Yes
    Yes
  • Bluetooth headphones support
    Yes
    Yes
  • Simultaneous Bluetooth headphones & TV audio
    Yes
    Yes

Smart features:

  • AirPlay
    Yes
    Yes
  • Screen mirroring (Windows Miracast)
    Yes
    Yes
  • Voice search
    Yes
    Yes
  • Voice search in native language
    Yes
    Yes
  • Ability to connect a keyboard and mouse
    Yes
    Yes
Review TCL X11L TV features
Review TCL X11L TV features
Review TCL X11L TV features
Review TCL X11L TV features
Review LG MRGB85B TV features
Review LG MRGB85B TV features
Review LG MRGB85B TV features
Review LG MRGB85B TV features

Sound connection options

  • HDMI audio
    eARC (HDMI), ARC (HDMI)
    eARC (HDMI), ARC (HDMI)
  • Other audio outputs
    Toslink (Optical audio)
    Toslink (Optical audio)
  • Wireless audio
    Bluetooth
    Bluetooth

Supported audio formats (external HDMI eARC audio):

  • Dolby Digital Plus 7.1
    Yes
    Yes
  • Dolby True HD 7.1
    Yes
    No
  • Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
    Yes
    Yes
  • Dolby Atmos in Dolby True HD
    Yes
    No
  • DTS:X in DTS-HD MA
    Yes
    No
  • DTS-HD Master Audio
    Yes
    No

Senior accessibility

  • Numeric keyboard on TV
    No
    No
  • Font size adjustment
    Yes
    No
  • Audio description
    Yes
    Yes

Smart TV: Google TV

Das Flaggschiff von TCL läuft in Sachen Smart TV unter Google TV und das ist einfach großartige Software. Die Plattform bietet eine riesige App-Bibliothek, in der sich inzwischen nahezu jeder relevante VOD-Dienst findet. Alles läuft sehr flüssig, und die intuitive Benutzeroberfläche erleichtert das tägliche Durchsuchen von Inhalten. Ein großer Pluspunkt ist der zuverlässig arbeitende Sprachassistent, der in Verbindung mit der Unterstützung durch die KI Gemini passende Filme und Serien auf Basis unserer bisherigen Auswahl vorschlagen kann.

Klassische Funktionen und Fernbedienung

Während das Smart-TV-System zur Spitzenklasse gehört, gibt es bei den klassischen Funktionen eigentlich nicht viel zu berichten. Der Fernseher bietet einen zuverlässig funktionierenden Teletext, und das ist im Grunde alles, was man in Sachen traditionelles Fernsehen erwarten kann. TCL hat hier bei grundlegenden Lösungen gespart. An Bord fehlen eine Aufnahmefunktion auf USB (PVR) und selbst eine Bild-in-Bild-Option (PiP, Picture-in-Picture). Was die Fernbedienung angeht, ist sie wirklich sehr gut verarbeitet, liegt ausgezeichnet in der Hand und verfügt sogar über eine Tastenbeleuchtung, die die Bedienung nachts erleichtert. Leider hat der Hersteller auf Zifferntasten verzichtet. Das könnte bei älteren Menschen oder bei denen, die klassisch per Zahlentasten durch die Sender springen, auf wenig Zustimmung stoßen.

Der LG MRGB85 läuft mit webOS, das schnell und übersichtlich ist und Zugang zu allen wichtigen Streaming-Apps bietet. Das Menü läuft flüssig, und die Navigation fällt nicht schwer. Der Fernseher ist auch für klassisches Fernsehen gut geeignet. Hier gibt es unter anderem Time Shift, HbbTV und einen praktischen Senderführer. Der MRGB85 eignet sich also sowohl zur Nutzung von Netflix und YouTube als auch für das tägliche Fernsehen.

Zur Bedienung dient eine neuere Version der Magic-Fernbedienung. Im Vergleich zu älteren Modellen wurde sie deutlich verschlankt und die klassische Zifferntastatur entfernt. Dafür liegt sie besser in der Hand und ist im Alltag bequemer. Das charakteristische Gyroskop wurde beibehalten, mit dem man den Cursor auf dem Bildschirm per Handbewegung steuert. In Verbindung mit webOS funktioniert diese Lösung sehr gut.

Apps

9.6/10

9.1/10

OK
Disney_Plus
OK
Amazon_Prime_Video
OK
Player_TVN
OK
Polsat_Box_Go
OK
Canal_Plus_Online
OK
TVP_VOD
OK
Apple_TV_Plus
OK
SkyShowtime
OK
Rakuten
OK
CDA_Premium_Browser
OK
Spotify
OK
Tidal
OK
Netflix
OK
YouTube
OK
HBO_MAX
OK
Kodi
No
Apple_music
OK
Eleven_sports
No
Xbox Game Pass
OK
GeForce NOW
No
Amazon Luna
OK
Boosteroid
OK
Steam Link
OK
Disney_Plus
OK
Amazon_Prime_Video
OK
Player_TVN
OK
Polsat_Box_Go
OK
Canal_Plus_Online
OK
TVP_VOD
OK
Apple_TV_Plus
OK
SkyShowtime
OK
Rakuten
OK
CDA_Premium_Browser
OK
Spotify
OK
Tidal
OK
Netflix
OK
YouTube
OK
HBO_MAX
No
Kodi
OK
Apple_music
No
Eleven_sports
OK
Xbox Game Pass
OK
GeForce NOW
OK
Amazon Luna
OK
Boosteroid
No
Steam Link

Playing files from USB

9.4/10

9/10

Supported photo formats:

JPEG
Yes
Yes
HEIC
Yes
No
PNG
Yes
Yes
GIF
Yes
No
WebP
Yes
No
TIFF
No
No
BMP
Yes
Yes
SVG
No
No

Maximum photo resolution:

4 Mpix
Yes
Yes
6 Mpix
Yes
Yes
8 Mpix
Yes
Yes
10 Mpix
Yes
Yes
12 Mpix
Yes
Yes
16 Mpix
Yes
Yes
20 Mpix
Yes
Yes
24 Mpix
Yes
Yes
28 Mpix
Yes
Yes
32 Mpix
Yes
Yes

Der eingebaute Player funktioniert sehr gut. Während der Tests haben wir ihn von allen Seiten geprüft und er spielte praktisch jede Videodatei sowie jedes Audioformat, das wir ihm vorlegten, ohne zu stocken. Das einzige kleine Manko ist, dass der Player nicht mit externen Textdateien im .txt-Format zusammenarbeiten wollte. Wenn das für jemanden jedoch ein großes Problem darstellt, hilft das Betriebssystem sofort. Im App-Store könnt ihr jederzeit einen externen Player installieren, zum Beispiel das zuverlässige VLC, das mit jeder Art von Untertiteln zurechtkommt. In den meisten Fällen werdet ihr das aber nicht brauchen, denn die vorinstallierte TCL-App gehört in puncto Dateikompatibilität zur absoluten Spitze.

Der integrierte Mediaplayer bewältigt die meisten gängigen Video-, Musik- und Bildformate, sodass im Alltag nichts fehlen sollte. Einzig ein ungewöhnlicher Fehler trat bei HEIC-Dateien auf. Der Fernseher zeigte deren Vorschaubilder korrekt, konnte das Foto nach dem Öffnen aber nicht in voller Auflösung darstellen. Ansonsten arbeitete der Player ohne größere Beanstandungen.

Sound

8.2/10

6.4/10

  • Maximum volume
    84dB
    86dB
  • Dolby Digital Plus 7.1
    Yes
    Yes
  • Dolby True HD 7.1
    No
    No
  • Dolby Atmos in Dolby Digital Plus (JOC)
    Yes
    Yes
  • Dolby Atmos in Dolby True HD
    No
    No
  • DTS:X in DTS-HD MA
    Yes
    No
  • DTS-HD Master Audio
    Yes
    No

Der Sound des X11L ist wirklich ordentlich, was dem sehr ausgefeilten Audiosystem zu verdanken ist. Die hier eingesetzte Klanglösung von Bang & Olufsen spielt solide, der Klang wirkt relativ räumlich, sauber und ist selbst bei höheren Lautstärken frei von merkwürdigen Störgeräuschen oder Gehäuseresonanzen. In dieser Hinsicht liefert der X11L. Trotzdem bleiben wir etwas enttäuscht. Da an der Vorderseite des Gehäuses eine integrierte Soundbar sitzt, hatten wir etwas besseren Klang erwartet. Diesen Klang würden wir sicher nicht mit ähnlichen Lösungen vergleichen, die bei der direkten Konkurrenz verbaut werden. Trotz unseres kleinen Vorbehalts ist der Klang eindeutig überdurchschnittlich und stimmig, für das tägliche Fernsehen ideal, und der Kauf einer einfachen Soundbar ohne Subwoofer für dieses Modell macht überhaupt keinen Sinn.

Der Klang des LG MRGB85 ist schlichtweg ordentlich und es ist schwer, mehr darüber zu sagen. Das hier eingesetzte 2.0-System mit einer Gesamtleistung von 20 W spielt ähnlich wie die meisten auf dem Markt erhältlichen Fernseher. Es fehlt ihm ein klarer Bass und eine größere Räumlichkeit, obwohl man zugeben muss, dass es recht laut spielen kann. Für den täglichen Fernsehkonsum reicht dieses Setup aus. Wer Wert auf einen volleren und eindrucksvolleren Klang legt, sollte jedoch über den Kauf einer Soundbar oder eines Heimkinosystems nachdenken.

Sound Quality Test

Acoustic Measurements

84dBC (Max)

75dBC

86dBC (Max)

75dBC

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