Multimedia-Funktionen: Google TV
Das stärkste Merkmal des TCL C6K ist zweifellos das Google TV-System. Es verleiht dem Fernseher Charakter und sorgt dafür, dass er gegenüber vielen Wettbewerbern im Vorteil ist. Hier haben wir ein vollständiges Paket von Dienstleistungen – von der Unterstützung beliebter Streaming-Apps über die Unterstützung von Screen Mirroring bis hin zu AirPlay, sodass auch iPhone-Nutzer sich wie zu Hause fühlen. Dazu kommt der Google Assistant (seit kurzem in der Version Gemini AI), der nicht nur Fragen beantwortet, sondern auch einfachere Befehle effizient ausführt, z.B. Kanäle wechselt oder Inhalte in VOD-Diensten sucht. Das System selbst funktioniert recht reaktionsschnell, obwohl man nicht umhin kann, auf ein gewisses Manko hinzuweisen – die holprigen Übersetzungen im polnischen Menü können ein Lächeln hervorrufen, erfordern manchmal aber auch einen Moment des Nachdenkens, um zu entschlüsseln, worum es tatsächlich geht.
Klassische Funktionen
Was die klassischen Funktionen des Fernsehers angeht, schneidet der TCL C6K eher durchschnittlich ab. Wir finden hier keine USB-Aufnahme oder den PIP-Modus, was für einige enttäuschend sein kann. Der Hersteller hat jedoch die Grundlagen nicht vergessen – Teletext-TV und ein übersichtliches EPG sind verfügbar, was für einen Teil der Nutzer weiterhin von Bedeutung ist. Im täglichen Gebrauch ist auch die Unterstützung externer Audio-Geräte über Bluetooth nützlich – ein einfacher Weg, um z.B. einen Lautsprecher oder Kopfhörer anzuschließen, was eine praktische Lösung für Senioren sein kann. Abgesehen davon ist es jedoch schwierig, Elemente zu finden, die den C6K von der Konkurrenz abheben – es ist einfach ein solides, aber standardmäßiges Paket grundlegender Funktionen.
System Titan OS
Titan OS ist ein noch relativ neues Betriebssystem und das merkt man leider im täglichen Gebrauch. Alles läuft schleppend und manchmal sogar stockend. Die Reaktion auf die Befehle der Fernbedienung ist langsam, was zusätzlich durch die Tatsache erschwert wird, dass das Gerät Infrarot- statt Bluetooth / RF-Verbindungen verwendet. Das bedeutet, dass wir mit der Fernbedienung ziemlich präzise auf den Fernseher zielen müssen, damit das System überhaupt reagiert. Bei den Tests gelang es erneut nicht, die Screen Mirroring-Funktion mit PCs, die mit Windows ausgestattet sind, zu aktivieren. Glücklicherweise verlief das Streamen von Inhalten von Apple-Geräten über die AirPlay-Funktion ohne Probleme. Ein weiteres Manko von Titan OS ist die sehr bescheidene App-Bibliothek. Die Auswahl ist deutlich geringer als bei Systemen wie webOS oder Tizen, ganz zu schweigen von Google TV, wo die Auswahl an Programmen nahezu unbegrenzt ist.
Klassische Funktionen
Auf der anderen Seite könnte die PUS7000 eine gute Wahl für Personen sein, die hauptsächlich traditionelles Fernsehen schauen. Hier finden wir eine funktionierende Teletext-Funktion sowie eine übersichtliche EPG-Oberfläche, also einen elektronischen Programmführer. Die Fernbedienung, die im Lieferumfang enthalten ist, ist beleuchtet, was die Bedienung bei Dunkelheit erheblich erleichtert, und verfügt über standardmäßige numerische Tasten für das schnelle Wählen von Kanälen. Eine interessante Besonderheit ist die Anwesenheit eines klassischen Klinkeneingangs. Das ist ein seltenes Zubehör in neuen Fernsehern, das die Verbindung älterer Heimkinosysteme oder kabelgebundener Kopfhörer ermöglicht, ohne Adapter kaufen zu müssen.